CH111477A - Sicherheitsvorrichtung an Anlagen zum Lagern und Abfüllen von feuergefährlichen Flüssigkeiten nach dem hydraulischen System. - Google Patents
Sicherheitsvorrichtung an Anlagen zum Lagern und Abfüllen von feuergefährlichen Flüssigkeiten nach dem hydraulischen System.Info
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Description
Sicherheitsvorrichtung an Anlagen zum Lagern und Abfüllen von feuergefährlichen Flüssigkeiten nach dem hydraulischen System. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sicherheitsvorrichtung an Anlagen zum La gern und Abfüllen von feuergefährlichen Flüssigkeiten nach dem hydraulischen Sy stem, um bei einem Ausbruch von Feuer in der Umgebung der Anlage das Austreten von feuergefährlicher Flüssigkeit aus der Anlage zu verhindern.
Bei solchen Anlagen zum Lagern und Abfüllen von Benzin, Benzol, Petrol, Öl und andern feuergefährlichen Flüssigkeiten, die spezifisch leichter sind als Wasser, und vom Wasser nicht absorbiert werden, steht die Flüssigkeit im Gebrauchszustande der An lage unter Wasserdruck und, sobald Flüssig keit entnommen wird, fliesst ein entsprechen des Volumen Wasser nach. Es können also niemals Leer- oder Lufträume in der Anlage entstehen, somit kann sich in der Anlage auch kein explosibles Gasgemisch bilden, die Anlage ist also durchaus explosions- und feuersicher.
Es kann nun aber der Fall eintreten, dass in der Umgebung der Anlage Feuer ausbricht, dem auch die Anlage ausgesetzt ist. Dann könnte es vorkommen, dass die Abzapfapparatur der Anlage demoliert wird. Wenn nun in einem solchen Fall der weitere Zufall vorliegen sollte, dass das Abschluss- organ in der Druckwasserleitung nicht ab geschlossen sein sollte, so könnte der Inhalt der Anlage an feuergefährlicher Flüssigkeit durch die Leckstelle herausgedrückt werden. Dies zu verhindern, ist der Zweck der vor liegenden Erfindung.
Die Zeichnung stellt von einer Anlage der genannten Art, die mit der Sicherheitsvorrich tung versehen ist, ein Ausführungsbeispiel mit den in Betracht fallenden Teilen in Fig. 1 schematisch dar, während Fig. 2 und 3 Einzelheiten dazu in andern Stellungen bei spielsweise zeigen.
Der Tank a ist durch die Druckwasser leitung b mit dem Hochreservoir c verbunden, das an eine Wasserzuleitung angeschlossen und mit Schwimmerventil versehen ist, so dass die Wasserzuleitung bei gefülltem Reservoir geschlosen ist und-der Tank unter :dem kon stanten, durch die Höhenlage des Reservoirs c bestimmten Wasserdruck steht. Oben am Tank a. zweigt die Flüssig- keitästeigleitung d ab, die über den möglichen Höchststand der Steigflüssigkeit hochgeführt und am obern Ende offen, respektive mit einem Schnüffelventil versehen ist.
In einer Höhe, die über der Höhenlage des Reservoirs c liegt, zweigt von der Steig leitung<I>d</I> die Abzapfleitung f ab, in die so mit nie Wasser, sondern nur reine Lager flüssigkeit übertreten kann. Die Zapfleitung f ist mit einem Durchflusszähler g ausge rüstet und geht in den Zapfschlauch lt über, an dessen Ende der Zapflialin i. angebracht ist.
In die Druckwasserleitung b ist der Steuerhahn s eingeschaltet, von dem die @@rasserabllussleitung t abzweigt.
Ist die Anlage nicht in Betrieb, so :soll der Hahn s so gestellt sein, wie in Fig. 1 angegeben ist. Das Reservoire ist dabei gegen den Tank ca abgeschlossen, während dieser mit der Ableitung t in Verbindung steht. Die Apparatur der Anlage ist dabei bis nahe an die Höhenlage des Hahnens s heran von allen Flüssigkeiten leer.
Soll OOlezapft werden, so wird der Halin s in die Stellung nach Fig. ? @ebraclit. 1Ti n liegt der Tank unter dem @\'asserdruclz, ent sprechend der Höhenlage des Reservoirs r" und diesem Druck entsprechend steigt die La gerflüssigkeit in der Leitung d, denn im Tank lagert die gegenüber Wasser spezifisch leich tere Lagerflüssigkeit, zum Beispiel Benzin.
über dem Wasser, und das einströmende Wasser drückt die Lagcrfltissigkeit in die Steigleitung, aus dieser durch die Leitung f, den Zapferischlaueh la und den Zapfenlialin i, sobald und solange dieser geöffnet ist.
Nach beendeter Zapfung, wenn also i geschlossen ist, wird der Steuerhahn s wieder in die Stellung nach Fig. 1 gebracht, dann fällt die Lagerflüssigkeit aus der Steigleitung d wieder in den Tank zurück, bis nahe an die Höhenlage des Hahnes s heran, den man mit dem Tank a zweckmässig so anordnet, dass im Tiefststande der Flüssigkeit diese ganz unter Erdniveau liegt. Wird es nun aber unterlassen, den Hahn s umzusteuern, nach dem Hahn i geschlossen worden ist, so bleibt die feuergefährliche Flüssigkeit in der An- Tage unter Druck und nimmt darin ihren Höchststand ein, den sie beibehält.
Um nun in einem solchen Falle trotzdem zu vermeiden, dass bei einem Brandausbrueli in der Nähe der Anlage, durch den Teile der selben zerstört wiir den, Lagerflüssigkeit aus der Anlage ausi-ritt, ist vor Steuerhahn s in die @rucl@wasserleitung b ein ü:
ntleerungs- stutzen eingesuhaltet, dessen Ausfluss- öffnung durch eine Klappe p geschlossen ge halten wird.
Ein Hebel<I>q</I> an der Klappe 1r ist durch ein Kabel r- an der Decke des .Ipparatera.xrmes aufgehängt. In das Kabel ist ein Gewicht y und eine Schmelzsicherung tt @@in@eschaltet, die aus zwei Afetallplatten be- steht, welche mit Weichlot, das bei bestimm ter \fcrripcrat:
ur schmilzt, zusammengelötet sind, von denen die eine mit dem obern, die andere mit deni unt=ern 'feil des Kabels ver bunden ist.
Sobald das Weichlot zwischen den Plat ten der Sicherung schmilzt, so lösen sich die beiden Platten auseinander, der Zug im Kabel r- wird dadurch aufgehoben, das Ge- w icht: y Alli herunter und die Klappe p wird geöffnet, (las \V;
,sser aus dem Hochbehälter c fliesst a1) und die Anlage wird vom Wasser- drueli entlastet, so dass die Lagerflüssigkeit aus der Steigleitung unter Erdniveau zuriick- fällt.
Statt eines Gewichtes könnte auch eine Druckfeder die Klappe zti öffnen suchen, daran aber durch die Spannung des Kabels gehindert :ein und erst zur Wirkung kom- nien, worin die Sehmelzsiulierung in Funktion tritt.
Statt dureli ein gewöhnliches Kabel könnte die Platte. 1) zum Beispiel. durch eine ge spannte Ziindschnur zugehalten werden, so da-ss, wenn diese abbrennt, die Entleerungs öffnung frei wird.
Statt einer Klappe könnte auch ein an deres Abschlussorga-n, zum Beispiel > Wasser hahn, oder Wasserschieber, am Entleerungs stutzen angeordnet sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Sicherheitsvorrichtung an Anlagen zum Lagern und Abfüllen von feuergefährlichen Flüssigkeiten nach dem hydraulischen Sy- stem, dadurch gekennzeichnet, dass in die Druclzwasserzuleitung ein Entleerungsstutzen eingeschaltet ist, mit einem Abschlussorgan, das durch eine durch Einfluss von Feuer oder Hitze ausschaltbare Einrichtung ge schlossen gehalten wird, zum Zweck,bei Feuerausbruch in der Nähe der Anlage die selbsttätige Entlastung der Anlage vom Wasserdruck zu bewirken und daher ein Ausfliessen von Lagerflüssigkeit aus der An- lage bei Beschädigung derselben zu ver hindern. UNTERANSPRUCH: Sicherheitsvorrichtung nach Patentan spruch an Anlagen zum Lagern und Ab füllen von feuergefährlichen Flüssigkeiten nach dem hydraulischen System, im wesent lichen wie in der Zeichnung dargestellt und mit Bezug darauf beschrieben.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH111477T | 1924-09-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH111477A true CH111477A (de) | 1925-10-16 |
Family
ID=4370541
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH111477D CH111477A (de) | 1924-09-22 | 1924-09-22 | Sicherheitsvorrichtung an Anlagen zum Lagern und Abfüllen von feuergefährlichen Flüssigkeiten nach dem hydraulischen System. |
Country Status (1)
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| CH (1) | CH111477A (de) |
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1924
- 1924-09-22 CH CH111477D patent/CH111477A/de unknown
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