CH115108A - Verfahren zur Darstellung von Vinylestern. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung von Vinylestern.Info
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Description
verfahren zur Darstellung von vinylestern. Es ist bekannt, dass durch Einwirkung von Azetylen auf organische Säuren in Ge genwart von Katalysatoren, z. B. von Queck silbersalzen, Ester des Äthylidenglykols ent stehen; die Ester des Vinylalkohols entstehen dabei nur in kleinen Mengen als Nebenpro dukt. Nur aus Chloressigsäuren erhält man die entsprechenden Vinylester in guter Aus beute.
Dagegen fehlt ein technisches Ver fahren für die wirtschaftliche Herstellung der übrigen Vinylester. ' Wir haben gefunden, däss auch in den Fällen, in denen das Produkt der Einwirkung von Azetylen auf organische Säuren eine Athylidenverbindung ist, zunächst die ent sprechende Vinylverbindung entsteht und dass sie in glatter Reaktion mit ausgezeichneter Ausbeute gewonnen werden kann, wenn sie unmittelbar nach ihrer Bildung von der wei teren Umwandlung in die Äthylidenverbin- dung geschützt wird.
Dies lässt sich auf ver schiedene Weise erreichen, zum Beispiel durch Verdünnen der Reaktionsflüssigkeit mit indifferenten oder an der Reaktion be- C teiligten Lösungsmitteln, besonders mit der entsprechenden Äthylidenverbindung, durch Zusatz von Substanzen, die die gebildeten Vinylester etwa durch Kondensation oder Polymerisation binden,
ferner bei diskon tinuierlichen Arbeiten durch Neutralisieren der überschüssigen Säure. Der Reaktions verlauf kann weiter gefördert werden durch Ausführung der Reaktion bei geeigneten Temperaturen, insbesondere dem Siedepunkt der Reaktionsflüssigkeit, Arbeiten unter ver mindertem Druck, Ausschütteln der Flüssig keit mit geeigneten Lösungsmitteln, Durch leiten von Gasen oder Dämpfen durch die Reaktionsflüssigkeit, insbesondere eines krei senden Azetylenstromes. Schliesslich kann die Verwendung von gereinigtem Azetylen von Vorteil sein.
Die Reaktion kann durch Zusatz einer starken Säure, vorteilhaft in Mengen, die geringer sind als das stöchiometrische Äqui valent des zugesetzten Quecksilbersalzes, be fördert werden. Der Zusatz dieser starken Säure, der Quecksilberverbindung und der zu verbrauchenden organischen Säure erfolgt vorteilhaft kontinuierlich.
Das Verfahren kann kontinuierlich oder diskontinuierlich ausgeführt werden. <I>Beispiel 1:</I> Zu 100 Teilen Essigsäure werden 4,3 Teile Quecksilberacetat zugefügt und ein Azety- lenüberschuss bei ungefähr<B>70'</B> C durch die Flüssigkeit geleitet. Das gebildete Vinyl- acetat destilliert mit Essigsäure und dem als Nebenprodukt entstehenden Diacetat ab und wird mit geeigneten Lösungsmitteln, z. B. EasigSäure, in einem Wäscher dem Azetylen strom entzogen. Das reine Vinylacetat wird durch Rektifikation oder auf irgend eine an dere Weise gewonnen.
Der Azetylenüber- schuss wird im Kreisstrom in den Reaktions apparat zurückgeführt. Entsprechend dem Verbrauch werden Essigsäure und Queck silberoxyd oder -Acetat kontinuierlich oder diskontinuierlich zugesetzt. An Stelle eines Rührers kann die Durchmischung der Flüs sigkeit auch durch den kreisenden Azetylen strom erfolgen. Die Entfernung des Vinyl- acetates wird durch Arbeiten unter vermin dertem Druck befördert. <I>Beispiel 2:</I> Zu 100 Teilen Essigsäure werden 4,3 Teile Quecksilberacetat oder 3,9 Teile Queck silberoxyd zugegeben.
Nach Zusatz von 0,45 Teilen Schwefelsäure wird ein Azetylenüber- schuss durch - die Reaktionsflüssigkeit gelei tet. Die Reaktion wird bei vermindertem Druck durchgeführt, wodurch das gebildete Vinylacetat rascher abdestilliert. Die weitere Arbeitsweise entspricht Beispiel l; nur wer den kleine Mengen Schwefelsäure kontinuier lich oder diskontinuierlich zugegeben, wobei man vorteilhaft eine geringere Menge, als stöchiometrisch für die Bildung von Queck silbersulfat notwendig ist, anwendet.
<I>Beispiel 3:</I> Zu 100 Teilen Essigsäure wird Queck silberacetat oder -Oxyd wie in Beispiel 1 zu- gegeben. Durch die Flüssigkeit wird bei un- gefähi <B>70'</B> ein Azetylenüberschuss geleitet und dann werden 0,45 Teile Schwefelsäure wie in Beispiel 2, zugegeben: die weitere Ar beitsweise ist die gleiche wie in Beispiel 1 oder 2. Beispiel <I>4:</I> In 100 Teilen Essigsäure werden 4 Teile Quecksilbersulfat emulgiert: im übrigen ar beitet man wie im vorliergelienden Beispiel.
<I>Beispiel.</I> Zu 150 Teilen Buttersäure werden 4 Teile Quecksilberoxyd zugeset7t und wie in den vorhergehenden Beispielen gearbeitet. Vinyl- butyrat wird durch Destillation und Konden- sation in gleicher Weise wie zuvor für Viiiyl- acetat beschrieben, gewonnen.
In allen genannten Beispielen kann statt der reinen organischen Säiirc, ein CTemisch dieser Säure mit der entsprechenden Äthyl- idenverbindung verwendet werden, um deren Neubildung zurückzudrängen. An Stelle von Schwefelsäure können andere starke Säuren, wie Phosphorsäure, @Ietliansitlfokarlbonsä.ure, Benzolsulfosäure etc., @-erwendung finden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Darstellung von Vinyl- estern durch Einwirkung von Azetylen auf halogenfreie organische Säuren in Gegenwart von Katalysatoren, dadurch gekennzeichnet, da.ss man die primär entstandenen Vinylester vor der Umwandlung in Äthylidenester schützt. \ UNTERANSPRVCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Azetylen in Gegenwart von Quecksilberverbindun gen durch die Reaktionsflüssigkeit leitet und die entstandenen Vinylester unmit telbar nach ihrer Bildung durch Aus schütteln mit Lösungsmitteln entfernt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Azetylen in Gegenwart von Quecksilberverbin- dungen durch die Reaktionsflüssigkeit leitet und die Vinylester durch Destilla- tion entfernt. 3.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man bei Unterdruck arbeitet. 4. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 2 und 3, dadurch ge kennzeichnet, dass man mit einem Azety- lenüberschuss arbeitet. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man den Azetylenüberschuss im Kreisstrom nach Entfernung der ent standenen Vinylester wieder in den Re aktionsapparat zurückleitet. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man der Reaktions flüssigkeit den entsprechenden Äthyl- idenester zusetzt. 7.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man der Reaktions- flüssigkeit als Katalysator kleine Men gen einer starken Säure zusetzt. B. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen '2 und 7, dadurch gekenn zeichnet,. dass man die starke Säure in geringeren Mengen als das stöchiometri- sche Äquivalent der zugesetzten Queck silberverbindung zusetzt. 9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man gereinigtes Azetylen verwendet. 10.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man der Reaktionsflüssigkeit die Quecksilberverbindung, die organische Säure und die als Katalysator dienende starke Säure entsprechend dem Ver brauch kontinuierlich zusetzt.
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