CH115130A - Verfahren zur Kontrolle der Farbgebung bei Farbendruck und Farbenphotographie. - Google Patents

Verfahren zur Kontrolle der Farbgebung bei Farbendruck und Farbenphotographie.

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CH115130A
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  Verfahren zur Kontrolle der     Farbgebung    bei     Farbeudruck    und     Parbenphotographie,       Gegenstand der Erfindung ist ein Ver  fahren, gemäss welchem beim     Herstellungs-          prozess    von Formen für farbigen     Lielitdruck,     Tiefdruck, lithographischen Druck oder  Kombinationsdruck, sowie bei der Herstel  lung von ,Negativen für Farbenphotographie  die Farbgebung kontrolliert werden kann,  ohne     dass    ein Andruck in den erwähnten       Farbendruckverfahren    oder eine Probekopie  bei der Farbenphotographie nötig wäre.  



  Im Nachstehenden sind Ausführungs  arten des Verfahrens beispielsweise be  schrieben.  



  Der     einzusahlagende    Weg ist,<B>je</B> nach  dem für die Zwecke des Farbendruckes oder  der Farbenphotographie ein Satz     von    Teil  negativen, oder     nur    ein Negativ, von dem  ausgegangen werden soll, vorliegt, ver  schieden.  



  Handelt es sieh darum, einen Satz Teil  negative     zu    verarbeiten, so kann. dies in  nachstehender Weise geschehen:  Man spannt dünne Films auf     Rahineu     dadurch,     dass    man sie mit diesen zum Bei-    spiel durch Verkleben unter Benutzung ge  eigneter Klebemittel, wie     Nitrozellulose-          Lösungen,        Gelatine-Lösungen    oder derglei  chen, verbindet.

   Solche dünnen, aufgekleb  ten Films vermögen sieh nicht zuwerfen;  ausserdem besitzen sie die Eigenschaft,     dass     sie so farblos sind,     dass    die bei dicken Films  auftretende Eigenfärbung, die in dein     yor-          liegenden    Falle schaden würde, nicht stört.

    Der gespannte Film hat weiter noch den  Vorteil,     dass    er sich     durell    den stabilen     Un-          terlagsrahmen    sehr leicht mit der zur Er  zeugung der Teilbilder nötigen     lichtempfilid-          liehen    Schicht in nivellierter Lage präparie  ren     lässt.    Dadurch ist es auch nicht nötig,  ein seiner Färbung nach vielleicht ungeeig  netes     Schichtinaterial    vorrätig zu halten,  sondern die Färbung der Schicht kann von  Fall zu Fall abgestimmt werden.  



  Für sämtliche Farben macht man nun  Kopien auf den dünnen, auf Rahmen ge  spannten Films. Das zuunterst zu legende  Zwischenbild kann man     aueli    auf     Opalglas,     weisses,     undehnbares    Papier oder weisses Zel  luloid aufbringen.      Nun werden sämtliche auf den Films  hergestellten Kopien auf eine besondere oder  die bereits erwähnte weisse, reflektierende  Unterlage passend     übereinandergelegt.    Es  ist ganz einerlei, wie die zuunterst liegende  Kopie und wie die auf den Films befind  lichen übrigen Kopien hergestellt werden.  Die Kopien können gefärbte     Auswaschreliefs     oder     getonte    Silberbilder sein. Für Schwarz  sind reine Silberbilder vorzuziehen.

   Die     ye-          wonnenen    Teilbilder werden in der Reihen  folge, wie sie später im fertigen Bilde zu  vereinigen sind,     aufeinandergelegt.    Durch  das     Übereinanderlegen    der Films mit den  Zwischenbildern ist man in der Lage, den  mehrfarbigen Gesamteffekt dieses     Zusammen-          legebildes    zu beurteilen und mit dem durch  Druck oder     Photogra.phie    zu erzielenden  mehrfarbigen Bilde zu vergleichen. Ist das  Bild richtig, so wird an den Negativen nichts  geändert.

   Gefällt dagegen das     Kontrollbild     nicht, so wird mit entsprechender     Negativ-          reiusehe    einzugreifen sein und nach Voll  endung derselben die eine oder andere Kopie  neu zu machen sein. Sollen die gewonnenen  Zwischenbilder, wie später angegeben wird,  -photographisch aufgenommen werden, so  wird man in vielen Fällen zweckmässig eine  Überarbeitung des farbigen Zwischenbildes  in der ihm eigenen Färbung vornehmen-.

   denn  -die farbige Verstärkung oder     auell        Ab-          schwächung    des kopierten Teilbildes ist im       allo-emeinen    viel leichter als die     Deekuno,     der zuerst gewonnenen Teilnegative und die  Wiederholung der Kopien. Bei solchem       Vororehen    empfiehlt es sieh, letztere von  vornherein so zart anzufertigen,     dass        möo,-          lichst        nur    Verstärkung an den Teilkopien  in Frage kommt.  



  Geht man nicht von einem Satz     Halbton-          -negative    aus, sondern soll nach einem     Halb-          tonnegativ    ein mehrfarbiges Bild gewonnen  werden, so verfährt man in der     "##-,eise,          -dass    nach diesem Negativ ebenfalls ein Zwi  schenbild in Form einer Kopie für<B>je</B> eine  Farbe gemacht wird.

   Man kann diese Kopie       auf    einen gespannten Film bringen und     die-          .sen    mit weisser, reflektierender Unterlage    versehen, oder     nwii    bringt diese Kopie auf  eine     Kopiersehicht        auf    weisser     [7iiterla-e.     Dieses Teilbild     lieferl    die Konturen.

   Man  legt auf jedes Teilbild einen dünnen Film,       (respannt    auf Rahmen ohne Bild, und bringt  auf diesen Film zeichnerisch die     gewünsell-          ten        Zwisehenbild(-r.        Zür    Anfertigung der       Zeiehnun,r    kommt natürlich die Farbe  in     An-#venduin-"        in    der das     zeiehneriseh    ge  wonnene Teilbild     -edrii(,l#t    oder kopiert wer  den soll.

   Es     erselleilit    auch angängig, auf  die gespannten Films farblose Kopien nach  dem     vorlie-,enden    einen     Halbtonne-,ativ    zu  bringen und diese in den     1)(-7i!,clicben    Far  ben, die die Teilbilder haben sollen,     #selektiv          einzufä,rben.    Ebenso wie die     dureh        Kopie-          rung        her-estellien        Z-,vischenbilder    auf Films  zwecks Studiums der     C,resamtwirkung    des  mehrfarbigen Bildes in passender Reihen  folge     aufeinandergelegt    werden,

   legt man  auch zu     gleiehern    Zwecke die durch     Zeieli-          nung    gewonnenen übereinander und betrach  tet sie auf weisser,     reflektierender    Unterlage.  Wenn der Gesamteindruck     befriedi#,end    ist.       ZD     brauchen kaum     vorgenom-          inen    zu werden.  



  Wie schon     angedeutpt,    wird die Stärke  der auf Rahmen gespannten Films so gering  gewählt,     dass    die     Eigenfärbang    der Films  auf Leinen Fall     dif#        Wirkuno-    des     zusammen-          tn          CYL,1e(Pten    Bildes stört.

       Das        Zusammenle-e-          r_I        t'        u-          bild    ist von völliger Reinheit der     Farb-          Cebung.    Handelt es sieh darum, mehr als  zwei     farbioe        Zwisehenbilder    (einerlei, ob  durch     Kopierung    oder durch Zeichnung ge  wonnen), die sieh auf dünnen, gespannten  Films befinden, auf     der    reflektierenden weissen  Unterlage     übereinandersehichten    zu müssen,  so wird man die Rahmen in solcher Grösse  wählen,

       dass        sif,    sieh     ineinanderlegen    lassen.  



  Geht man von einem     Konturneoativ    und  einer damit erzielten Kopie aus, während  die     übri-,en    Teilkopien durch Zeichnung     ge-          en          wonnen    werden, ferner in denjenigen Fällen,  wo es sich darum handelt,     -e--enüber    der     ur-          #m1        #_,          sprüngliehen    Grösse des verwendeten     Nega.-          tivs    oder der verwendeten Negative dem  durch     Druek    oder Photographie herzustellen-      den Bilde -andere Grösse.

   zu geben, ferner  in den Fällen, wo Rasternegative für die       Formengewinnung    nötig sind, geht man wie  folgt weiter vor:  Nach den     auf    den gespannten Films  hergestellten Zwischenbildern, -welche mit  weisser     Unterlace    zu versehen sind, werden  photographisch, eventuell mit     Vorschaltung     von Farbenfiltern, Halbton- oder Raster  negative in den erforderlichen Grössenver  hältnissen angefertigt. Man hat es vollstän  dig in der Hand, Dichte und     Grössenverhält-          nisse    der herzustellenden Negative abzu  stimmen.

   Die Verwendung der erzielten  Negative, sei es zur Herstellung von Formen  für Farbendruck, sei es für die Zwecke der       Farbenphotographie,    bedingt keine besonde  ren Schwierigkeiten. In dieser Hinsicht un  terscheidet sich das Verfahren sehr vorteil  haft von dem früheren Verfahren, bei dem  ebenfalls mit Zwischenbildern (Zwischen  positive) gearbeitet wurde. Bei     dem    früheren  Verfahren wurde nämlich die Farbgebung  durch     Schwarz-Weiss-Retusche    kontrolliert.  Bei Anwendung des beschriebenen Verfah  rens ersteht vor dem Auge des Beschauers  das Bild in seiner gesamten     Farbwirk:ung     mehr oder weniger genau.

   Die Farbwirkung  wird zunächst korrigiert und dann erst die  für die     Kopierzweche    bestimmten Negative  ,gewonnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Kontrolle der Farbgebung bei Farbendruck und Farbenphotographie, dadurch gekennzeichnet, dass den zusammen zubringenden farbigen Teilbildern entspre chende Zwischenbilder in den bezüglichen Farben auf dünnen, auf Rahmen gespann- ten Films hergestellt werden, welch6 Films, wenn übereinandergelegt, ein farbiges Kon- trollbild für das herzustellende Erzeugnis ergeben.
    UNTERANSPRÜCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das unterste der zu sammenzubringenden Zwischenbilder auf eine weisse, reflektierende Unterlage auf gebracht wird und die übrigen auf dün nen, auf Rahmen gespannten Films her gestellten Zwischenbilder auf ersteres ge legt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für die Zwischen bilder Rahmen verschiedener Grösse ver wendet werden, die sich ineiiianderlegen lassen.
    <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für die zusammen zubringenden farbigen Teilbilder Zwi schenbilder in den bezüglichen Farben hergestellt und derart kopiert werden, dass sie eine geringere Dichte haben, als sie das fertige farbige Teilbild aufweisen en muss. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für die zusammen zubringenden farbigen Teilbilder Zwi schenbilder in den bezüglichen Farben auf dünnen, auf Rahmen gespannten Films hergestellt und, mit weisser, reflek tierender Unterlage unterlegt, zur Ffer- stellung von Ilalbtonteilnegativen oder Rasterteilnegativen photographisch auf genommen werden.
CH115130D 1924-08-20 1925-07-10 Verfahren zur Kontrolle der Farbgebung bei Farbendruck und Farbenphotographie. CH115130A (de)

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