CH117952A - Verfahren und Maschine zur Herstellung von Formstücken aus mit Sorelzement durchsetztem Faserstoff. - Google Patents
Verfahren und Maschine zur Herstellung von Formstücken aus mit Sorelzement durchsetztem Faserstoff.Info
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Description
Verfahren und Maschine zur Herstellung -von Formstücken aus mit Sorelzement durchsetztem Faserstoff. Die Erfindung bezieht sich auf die Her stellung von Formstücken aus mit Sorel- zement durchsetztem Faserstoff unter Be- wirkung der Abbindung und Erhärtung durch Zufuhr von Wärme. ,Solche Form stücke werden bisher dadurch gewonnen, dass die Erhärtung der Formlinge bei einer 50 C um weniges übersteigenden Tempera tur erfolgt. Es wurde nun gefunden, dass sich das Verfahren, insbesondere bei der Herstellung von Platten oder ähnlichen Formlingen klei nerer Abmessungen, dadurch sehr erheblich abkürzen lässt, dass man die Abbindung und Erhärtung der Masse in Formen durchführt, die von einem auf 180 bis 220 C erhitzten Medium, zum Beispiel von Luft, umgeben sind. Der Erfolg dieser Massnahme ist eine plötzliche Hervorrufung der exothermen Re aktion, somit sprunghafte Temperatursteige rung, so dass der Abbinde- und Erhärtungs- vorgang in der ganzen Masse äusserst rasch fortschreitet. So lassen sich Platten der üblichen Abmessungen bei einer Luftbad- temperatur von 200' C innerhalb von 80 Mi nuten in den gewünschten Zustand von Form beständigkeit bringen. Bei dieser Bewirkung der Abbindung und Erhärtung unter dem Einfluss verhältnis mässig hoher Aussentemperaturen hat es sich weiter als zweckmässig erwiesen, das Ver fahren in der Weise zu leiten, dass das Vor handensein einer geringen Menge Salzlösung bis zum Schluss der Erhärtung sichergestellt wird. Dies hat zur Folge, dass die die Poren des Formlings erfüllende Luft mehr oder minder dampfgesättigt ist und dass daher die Temperatur des Formlings nicht über den Siedepunkt der noch vorhandenen Salzlösung steigen kann. Die wesentliche Bedeutung des Verfali- rens gemäss der Erfindung liegt darin; dass es die kontinuierliche Herstellung der Form stücke in Formmaschinen- möglich macht, wie sie schon bisher zur Fabrikation von Faserstoffplatten verwendet worden sind. Diese Maschinen besitzen einen von Trans portbändern gebildeten Kanal, der das Roh material an einem Ende einzieht und am andern Ende als geformten Strang abgibt. Bei der zur Durchführung des Verfahrens dienenden Maschine werden die Transport bänder dichtschliessend durch eine beheizte Abbindekammer geführt. Weiters ist es zweckmässig, auch den Formkanal selbst dichtschliessend zu machen, indem das eine Paar gegenüberliegender - Transportbänder das andere Paar übergreift; schliesslich kön nen alle Bänder bei ihrer Bewegung durch die Abbindekammer durch Schienen unter stützt werden, welche ein Durchbiegen der Bänder verhindern. Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel der Formmaschine dargestellt. Die Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt, - die Fig. 2 einen Grundriss, die fig. 3 einen Schnitt nach der Linie _4-B der Fi<B>el</B>-. 1 in grösserem Massstab, und die Fig. 4 einen Schnitt durch die Abbindekammer, gleichfalls in grösserem Massstab. Mit a sind die vier Stahlbänder bezeich net. die die Seitenwände des den .Strang formenden Kanals bilden. Jedes Band ist endlos über eine Antriebsscheibe b und eine Spannscheibe c gelegt. Die die Breitseiten formenden Bänder überragen die beiden Bän der für die Schmalseiten. Sämtliche Bänder sind durch Schienen f unterstützt, welche an den Wänden einer Abbindekammer e be festigt sind, die den durch die Bänder ge bildeten Kanal umschliesst. Die Kammer n. wird elektrisch oder auf andere Weise be heizt. Das die Grundfläche des Stranges ab stützende Band besitzt grössere Länge als die andern Bänder und empfängt das von einer Rutsche d abgleitende Material in un unterbrochenem Strom. Die um die Rollen c geschlungenen Bandteile ziehen das Material unter gleichmässiger sanfter Pressung ein und bringen es in die Gestalt eines recht- eckigen Stranges, der durch die Kammer e durchgeführt wird. In der Kammer herrscht eine Temperatur von- 180 bis 220 C. Das Abbinden des Stranges in der aus den Transportbändern gebildeten Form geht da her rasch vonsta i ten. Der aus dem Kanal austretende Strang wird auf einen Rollen gang lt geleitet und mittelst einer Pendel säge g bekannter Art zerschnitten. Da die Bänder in die Stirnwände der Kammer c dicht eingelassen sind, kann die Aussenluft nicht oder nur in geringem Masse in die -Kammer eindringen, wodurch die Möglichkeit gegeben ist, in der Kammer eine Atmosphäre von beliebiger Feuchtigkeit und Gaszusammenetzling aufrecht zu er halten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHI: Verfahren zur Herstellung von Form stücken aus mit Sorelzement durchsetztem Faserstoff unter Bewirkung der Abbindung und Erhärtung durch Zufuhr von Wärme, dadurch gekennzeichnet, dass man die Ab- bindung und Erhärtung der -Tasse in For- nien durchführt-, die von einem auf 180 bis 220 C erhitzten Medium umgeben sind. UNTERANSPRUCH: 1.Verfahren naeli Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Vorhanden sein einer geringen Menge Salzlösun- bis zum Schluss der Erhärtung sicher gestellt wird. PATENTANSPRUCH II: Formmaschine zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, die einen durch Transportbänder gebildeten Ka nal aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportbänder dichtschliessend durch eine beheizte Abbindekammer geführt sind.UNTERANSPRUCH: 2. Formmaschine nach Patentanspruch Il, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Paar gegenüberliegender Transportbänder das andere Paar übergreift und dass sämt liche Bänder bei ihrer Bewegung dur:;h die Abbindekammer dureh Schienen un- terstützt werden, welche ein Durchbiegen der Bänder verhindern.
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