Vorrichtung hauptsäehlieh zum Behandeln der Ski mit dicküüssigem Skiwachs. Bis vor kurzem sind die Ski mit harten oder halbharten Wachsen, welche entweder mit heissen Bügeleisen oder mit Korken auf getragen wurden, Bewächst worden. In neuester Zeit wird nun für gewisse Schnee arten auch ein dickflüssiges, klebriges Wachs (norwegisch "Klister" genannt) verwendet. Dieses dickflüssige Wachs, welches in Tuben und Büchsen im Handel ist, wird am besten mit einer Spachtel auf die Ski aufgetragen.
Nun sind aber die gewöhnlichen, auf dem Markte befindlichen Spachteln nichts weniger als für das Skiwachsen restlos zweckmässig, sondern sie sind im Gegenteil für diese Ver wendung recht unpraktisch. Der hauptsäch- lichste Übelstand besteht darin, dass die ge wöhnlichen Spachteln wegen ihrer Länge und wegen der ungeschützten, scharfen Spachtelklinge nicht bequem und gefahrlos in einer Kleidertasche auf die Skitouren mit genommen werden können.
Ein weiterer, allerdings weniger schwerwiegender Übelstand ist der, dass sich das klebrige Wachs bei Kälte meist nicht leicht restlos von der Spachtelklinge entfernen lässt, was zur Folge hat, dass die gebrauchte Spachtelklinge die Dinge, welche im Rucksack oder in der Kleidertasche mit ihr in Berührung kommen, mit klebrigem Wachs beschmutzt.
Die vorliegende Erfindung beseitigt diese Übelstände. Der Erfindungsgegenstand besteht in einer Vorrichtung, die eine Spachtelklinge und ein Spachtelheft besitzt, welche beiden Bestandteile so ausgebildet sind, dass die Klinge bei Nichtgebrauch in das Heft unter gebracht werden kann. Durch das Unter bringen der Klinge in das Heft wird die Länge des Instrumentes wesentlich verkürzt, und die Klinge erhält eine Scheide, wodurch ein bequemes und gefahrloses Mitnehmen des Instrumentes auf Skitouren ermöglicht und die Beschmutzung anderer Gegenstände durch die Spachtelklinge verunmöglicht wird.
Da das stark klebrige dickflüssige Ski wachs auf den Laufflächen der Ski im Ge brauch unrein und mit der Zeit hart wird, ergibt sich manchmal die Notwendigkeit, das alte Wachs vor neuem Wachsen von der Lauffläche der Ski abzuschaben. Dies ge schieht am besten mit einer richtigen Abzieh klinge. Es ist deshalb zweckmässig, dass der Spachtel eine Abziehklinge beigegeben wird, die ebenfalls im Heft unterbringbar ist. Die Spa--htel- und die Abziehklinge können dabei aus ein und derselben Stahlklinge bestehen, wovon das eine Ende als Spachtel- und das andere Ende als Abziehklinge ausgebildet ist.
Die Kombination von Spachtel- und Ab ziehklinge ist nicht nur zum Skiwachsen, sondern auch für eine Reihe anderer Ver richtungen zweckmäl;ig.
Da das klebrige dickflüssige Skiwachs am Skiholz mit grosser Zähigkeit haftet und im roch uneingetrockneten Zustande nur unter Verwendung von Terpentin, Benzin und dergleichen rasch und gründlich und, ohne das Holz anzugreifen, entfernt werden kann, so ist es wünschenswert, dass die Ski kanten, die beim Tragen der Ski mit den Kleidern des Skifahrers in Berührung kom- inen, sofort nach dem Abschnallen der Ski mit einem, mit Terpentin oder dergleichen gesättigten Lappen abgerieben werden kön nen.
Die Zweckmässigkeit und der praktische Wert des oben beschriebenen Instruments kann deshalb noch bedeutend erhöht werden dadurch, dass das Heft mit einer Einrichtung versehen wird, die zum An- und Unterbringen eines Gefässes mit Terpentin oder dergleichen dient. Statt des Gefässes mit dem Reinigungs mittel kann auch ein Gefäss oder eine Tube mit fltissigein Skiwachs an- oder unter gebracht werden. Das Heft kann auch eine Einrichtung zum An- oder Unterbringen von zwei oder mehr Gefässen besitzen.
In diesem Falle kann ein Gefäss das dünnfleissige Rei nigungsmittel und ein anderes Gefäss oder eine Tube das dickflüssige Wachs enthalten.
Fig. 1 der Zeichnung zeigt ein Ausfüh rungsbeispiel mit geschlossener Spachtel klinge a, in axonoinetrischer Ansicht; Fig. 2 zeigt dasselbe Ausführungsbeispiel mit geöffneter Spachtelklinge a in vertikalem Längsschnitt; Fig. 3 zeigt den vordern Teil eines Aus- führungsbeispiels mit geöffneter Spachtel- a und Abziehklinge b in Draufsicht;
Fig. 4 zeigt den hintern Teil eines Aus führungsbeispiels mit eingeschraubtem Gefäss 1e in Draufsicht; Fig. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei welchem die Spachtel- und die Abziehklinge in ein und derselben Stahlklinge vereinigt sind, im Aussergebrauchszustand, d. h. mit im Heft untergebrachten Klingen, in Drauf sicht; Fig. 6 zeigt das gleiche Ausführungsbei spiel mit Gebrauchsbereiter, d. h. ausgezo gener Abziehklinge, in Draufsicht;
Fig. 7 zeigt wiederum das gleiche Bei spiel mit gebrauchsbereiter, d. h. ausgezogener Spachtelklinge; in Draufsicht; Fig. 8 zeigt dasselbe Beispiel in dem selben Zustande wie in Fig. 7, in vertikalem Längsschnitt.
Die in den Fig. 1, 2 und 3 gezeichneten Klingen a und b sind in der Richtung des klaffenden Zwingenausschnittes c um die durch sie hindurchgehende Sehraube d schwenk bar und können also durch Schwenken in den Hefteinschnitt e hineingebracht (Fig. 1) und durch Zurückschwenken aus ihm her ausgebracht (Fig. L' und 3) werden.
Durch Zuschrauben der mit einem Ansatz (IV aus gestatteten Schraube d kann die eine, ein gewindeloses Loch f (Fig. 2) zum Hindurch stecken der Schraube d besitzende Zwingen hälfte g gegen die andere, ein Gewindeloch li. (h'ig. 2) besitzende Zwingenhälfte gg gepresst werden, wodurch die beiden von der Zwinge umschlossenen Endteile des Heftes<I>i</I> und ü (Fig. 1)
gegen die zwischen ihnen lagernde Klinge a (Fig. 1 und 2) bezw. Klingen a und b (Fig. 3) gepi-elät werden, so dass die Klinge oder die Klingen durch Zuschrauben festgeklemmt und durch Losschrauben ge lockert werden kann bezw. können.
Das in Fig. 4 gezeichnete Gefäss h be sitzt ein Schraubengewinde 1, mittelst wel chem es in ein entsprechendes, ebenfalls mit Schraubengewinde versehenes Rundloch des Heftes eingeschraubt werden kann.
Bei dein in den F ig. 5, 6, 7 und 8 ge zeichneten Austtlhrurrgsbeispiel sind die Spach- telklinge A und die Abziehklinge B aus einem Stück, d. 1i. in ein und derselben Stahl klinge vereinigt. Im Ausser\ ebrauchszustand (Fig. 5) ist das als Abziehklinge ausgebildete Ende B der Stahlklinge in einer zur Ermög lichung des Herausziehens der Klinge ange brachten Aussparung C der Heftzwinge D sichtbar.
Durch Ziehen an der Abziehklinge B bei der Aussparung C kann die Abzieh klinge<I>B</I> in die durch den Schlitz b' und die ihn durchdringende Schraube E bestimmte Clebrauchslage (Fig. G) gebracht werden. Durch Verschieben und Schwenken der Klinge B um die Schraube E kann die Spachtel klinge A in die Gebrauchslage (Fig. 7) ge bracht werden. Durch Zuschrauben der Schraube E können die Klingen A und B je in der gewünschten Stellung festgeklemmt werden.
Das Unterbringen der Klinge bezw. der Klingen in das Heft und das Festmachen der geöffneten oder geschlossenen Klinge bezw. Klingen kann natürlich auch durch andere als die gezeichneten Vorrichtungen geschehen. Auch das An- oder Unterbringen des Gefässes oder der Tube kann auf andere als die gezeichnete Art geschehen, ohne dass damit der Geltungsbereich der vorliegenden Erfindungsidee verlassen wird.