CH120331A - Dampfanlage mit einer mit Hoch- und Niederdruckzylinder versehenen, zweistufigen Kolbendampfmaschine und mit Niederdruckdampfverbrauchsstellen, in denen Abdampf des Hoch- und Niederdruckzylinders verwertet wird. - Google Patents
Dampfanlage mit einer mit Hoch- und Niederdruckzylinder versehenen, zweistufigen Kolbendampfmaschine und mit Niederdruckdampfverbrauchsstellen, in denen Abdampf des Hoch- und Niederdruckzylinders verwertet wird.Info
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Description
Dampfanlage mit einer mnit Hoch- und Nieder dr uckzylinder versehenen, zweistufigen Kolbendampfmaschine und mit Niederdruckdampfverbrauchsstellen, in denen Abdampf des Hoch- und Nieder druckzylinder s verwertet wird. Die einzylindrige Auspuffmaschine, deren Abdampf zu Heiz- oder Kochzwecken verwen det wird, arbeitet bekanntlich nur dann wirt schaftlich, wenn in dem Betriebe stets die gesamte Abdampfmenge Verwendung finden kann. Da aber der Bedarf an Abdampf und die Leistung in der Regel starken Schwan kungen unterliegen, arbeitet eine derartige Dampfanlage nur in jenen seltenen Betriebs fällen mit der vollen Wirtschaftlichkeit, in welchen die Abdampfmenge dem Bedarf an Abdampf entspricht.
Diese Verhältnisse sind in dem Diagramm nach der Fig.1 der Zeich nung beispielsweise dargestellt, in welchem die Linie b1 den Abdampfbedarf und die Linie b die als konstant angenommene mittlere Ab dampflieferung andeuten. Die Linie a be zeichnet jenen Abdampfverbrauch, der immer von der Maschine gedeckt werden kann. Bei gleichbleibender Leistung der Maschine be zeichnen die oberhalb der Linie b liegenden Flächenteile des Diagrammes jene Dampf- geliefert werden müssen, während die unter halb der Linie b liegenden schraffierten Flächen teile den Abdampfüberschuss der Maschine darstellen, der unausgenützt ins Freie ent weicht, wenn man ihn nicht -zur Wasservor- wärrnung verbraucht.
Am vorteilhaftesten wäre es, wenn die Plus- und Minusflächen in dem Diagramm nach der Fig. 1 sich ausgleichen würden und dabei der zeitweise überschüssige Abdampf für die Perioden des überdurchschnittlichen Abdampfbedarfes aufgespeichert würde. Das ist aber bei einer Einzylinder-Gegendruck- maschine nicht möglich, da kein Spannungs abfall zwischen gespeichertem und zu Nutz zwecken verwendetem Abdampf besteht.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfin dung bildet nun eine Dampfanlage mit einer mit Hoch- und Niederdr uckzylinder versehe- nen, zweistufigen Kolbendampfmaschine und mit Niederdruckdampfverbrauchsstellen, in denen Abdampf des Hoch- und Niederdruck- werden die erwähnten Nachteile gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass die Nieder- druckdampfverbrauchsstellen aus einem den Abdampf des Niederdruckzylinders aufnehmen den Behälter gespeist werden, in welchem die Spannung dadurch auf gleicher Höhe ge halten wird,
dass beim Sinken des Abdampf bedarfes die Füllung des Niederdruckzylinders mittels eines von der Spannung im Abdampf behälter beeinflussten Druckreglers verringert und, bei unveränderter Leistung der Maschine, die Füllung des Hochdruckzylinders vergrössert wird, wobei der für den Betrieb des Nieder druckzylinders überschüssige Abdampf des Hochdruckzylinders über ein Überstrümventil in einen Dampfspeicher geleitet und aus die- semn bei gesteigertem Abdampfbedarf in den Abdampfbehälter geleitet wird.
Die Fig. 2 der Zeichnung zeigt in sche- rnatischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel einer der Erfindung gemäss ausgebildeten Dampfanlage.
Die Kesselanlage K versorgt den durch einen Fliehkraftregler F gesteuerten Hoch druckzylinder H mit Frischdampf, während der Hochdruckzylinder den Niederdruckzylin der N über einen Receiver R speist. Der Niederdruckzylinder pufft in ein Abdampf gefäss A aus, das mit Kochern AM und einer Heizanlage HA verbunden ist. Der Receiver R ist mittels einer durch ein Ventil V ab sperrbaren Leitung mit einem Dampfspeicher S verbunden, welcher den Dampf durch ein Reduzierventil RV in das Abdampfgefäss A abgibt. Dieses ist ausserdem mittelst einer durch ein Zusatzventil ZV absperrbaren Lei tung mit der Frischdampfleitung verbunden.
Die Füllung des Niederdruckzylinders N wird mittelst eines Druckreglers, beispielsweise eines Quecksilber- oder Membranreglers M, durch die im Abdampfgefäss A herrschende Abdampfspannung geregelt. Der Niederdruck zylinder entnimmt aus dem Receiver soviel Dampf, dass die Abdampfspannung im Be hälter A auf stets gleicher Höhe gehalten wird.
Wenn der Dampfverbrauch der an das Abdampfgefäss A angeschlossenen Nieder- druckapparate kleiner wird, so steigt die Span nung im Abdampfgefäss, und der Membran- oder Quecksilberregler M verringert die Fül lung des Niederdruckzylinders soweit, dass seine Abdampfmenge demn kleineren Abdampf verbrauch entsprechend angepasst wird und somit die Spannung im Abdampfgefäss prak tisch konstant bleibt. Soll die Leistung der Verbundmaselhine unvermindert bleiben, so wird die Verringerung der Leitung des Nieder druckzylinders IV durch eine Erhöhung der Leistung des Hochdruckzylinders H kompen siert. Dies geschieht durch den Fliehkraft regler F, welcher bei demn geschilderten Be triebsfall die Füllung des Hochdruckzylinders H vergrössert.
Dieser gibt nun mehr Abdampf ab, als der Niederdruckzylinder N aufnehmen kann. Der Überschuss des vom Hochdruck zylinder H gelieferten .Elbdampfes strömt über das Überströmventil T' in den Speicher S.
Steigt jedoch der Dampfbedarf der Nieder- druckdampfverbrauehsstellen, so würde die Spannung im Abdampfgefäss A sinken, und durch den Druckregler ITT eine grosse Füllung des Niederdruckda.mpfzylinders N eingestellt werden. Dementsprechend müsste, wenn die Leistung der Verbundmaschine uriverändert bleiben soll, eine Verringerung der Füllung des Hochdruckzylinders stattfinden, so dass nunmehr der Niederdruckzylinder mehr Dampf verbrauchen würde, als der Hochdruckzylin der zu liefern vermag.
Da somit in dieseln Betriebsfall der Abdampf der Verbundmaschine zur Deckung des Niederdruckdampfbedarfes nicht ausreicht und die Spannung im Ab- dampfgefälä nicht durch den Druckregler 11T konstant gehalten werden kann, so wird von anderer Stelle aus Dampf in den Behälter A geleitet, und zwar aus dem Speicher S. Der an dem Reduzierventil R V eingestellte Unter druck ist etwas niedriger als der im Abdampf gefäss A herrschende Druck, bei welchem der Membranregler ItI zur Wirkung gelangt.
Der Zusatz von Dampf aus dem Speicher S findet solange -statt, bis der Abdampfverbrauch ent weder durch eine Erhöhung der Gesamt leistung der Verbundmaschine gedeckt wird, oder bei unveränderter Leistung der Abdampf- verbrauch sinkt. Kann bei einem längere Zeit dauernden überdurchschnittlichen Ab dampfverbrauch dieser auch durch den Spei cher S nicht gedeckt werden, so wird Frisch dampf aus dem Kessel K über das Reduzier ventil ZV in das Abdampfgefäss A geleitet. Die Spannung, bei welcher dieses Reduzier ventil ZV zur Wirkung gelangt, ist etwas niedriger als die an dem Ventil R T7 einge stellte Spannung, um ein vorzeitiges Ein strömen von Frischdampf in den Behälter A zu verhindern.
Es ergibt sich somit ein von der Leistung und dem Abdampfverbrauch abhängiger Speicherdruck, daher eine genügend hohe Dif ferenz zwischen dem Speicherdruck und der Abdampfspannung im Gefäss A, und infolge dessen eine hinreichende Leistungsfähigkeit des Speichers, um zu Zeiten des erhöhten Bedarfes an Abdampf die fehlende Dampf menge zu ersetzen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Dampfanlage mit einer mit Hoch- und Niederdruckzylinder versehenen zweistufigen Kolbendampfmaschine und mit Niederdruck- dampfverbrauchsstellen, in denen Abdampf des Hoch- und Niederdruckzylinders verwer tet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Niederdruckdampfverbrauchsstellen aus einem den Abdampf des Niederdruckzylinders auf- nehmenden Behälter gespeist werden, in wel chem die Spannung dadurch auf gleicher Höhe gehalten wird, dass beim Sinken des Abdampf bedarfes die Füllung des Niederdruckzylinders mittelst eines von der Spannung im Abdampf behälter beeinflussten Druckreglers verringert und, bei unveränderter Leistung der Maschine, die Füllung des Hochdruckzylinders vergrössert wird,wobei der für den Betrieb des Nieder druckzylinders überschüssige Abdampf des Hochdruckzylinders über ein Überströmventil in einen Dampfspeicher geleitet und aus die sem bei steigendem Abdampfbedarf in den Abdampfbehälter geleitet wird.UNTERANSPRUCH: Dampfanlage nach dem Patentanspruch dadurch gekennzeichnet, dass der Abdampf behälter (A) einerseits mit dem Dampfspeicher ($) über ein Reduzierventil (RV), welches bei etwas niedrigerer Spannung zur Wirkung gelangt als der Druckregler (H) und ander seits über ein bei niedriger Spannung als das genannte Reduzierventil (EV) zur Wirkung gelangendes zweites Reduzierventil (ZV) mit der Frischdampfleitung verbunden ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH120331D CH120331A (de) | 1926-05-14 | 1926-05-14 | Dampfanlage mit einer mit Hoch- und Niederdruckzylinder versehenen, zweistufigen Kolbendampfmaschine und mit Niederdruckdampfverbrauchsstellen, in denen Abdampf des Hoch- und Niederdruckzylinders verwertet wird. |
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1926
- 1926-05-14 CH CH120331D patent/CH120331A/de unknown
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