CH121670A - Verfahren zur Herstellung eines antiseptischen, für Wundbehandlung geeigneten Lokalanästheticums. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines antiseptischen, für Wundbehandlung geeigneten Lokalanästheticums.Info
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Verfahren zur Herstellung eines autiseptischen, für Wundbehandlung geeigneten T,okalanästheticums. Es ist bekannt, dass die als ungiftige Lokalanästhetica geschätzten Amidokarbon- säureester mit aromatischen Sulfosäuren Salze bilden, welche in schwachen wässerigen Lö sungen nicht ätzend wirken und daher auch zu subkutanen Injektionen dienen können.
Zur Behandlung von offenen Wunden sind diese Verbindungen jedoch nicht geeignet, da konzentriertere Lösungen, sowie die Sub stanzen als solche starke Reizungen bezie hungsweise Ätzungen hervorrufen. Zur Be handlung offener Wunden hat man seither Mischungen der reinen Amidobenzoesäureester mit antiseptischen Stoffen, zum Beispiel Der matol oder Borsäure, angewendet, um auf diese Weise neben der schmerzstillenden zu gleich auch eine antiseptische Wirkung zu erzielen.
Diese Mischungen haben indessen den grossen Nachteil, dass sie sich mit Rück sicht auf den niedrigen, unter<B>100</B> liegenden Schmelzpunkt der in Betracht kommenden ungiftigen Amidokarbonsäureester nicht steri lisieren lassen, was ihre Verwendung für manche Zwecke, zum Beispiel Behandlung von Operationsflächen, Injektionen in Form von Pulveraufschwemmungen und dergleichen behindert. Nach dem Verfahren der vorlie genden Erfindung erhält man einen für die Wundbehandlung brauchbaren, nicht reizen den, anaesthesierend und antiseptisch wirken den Körper dadurch, dass man ein Salz des p-Amidobenzoesäureäthylesters mit einem Salz der Dijod-p-phenolsulfosäure umsetzt.
Das so erhaltene dijod-p-phenolsulfosaure Salz des Amidokarbonsäureesters ist im Ge gensatz zu dem nichtjodhaltigen sulfosauren Salz in Wasser nur sehr schwer löslich und besitzt gegenüber dem garbonsäureester den grossen Vorteil, dass es über<B>100'</B> schmilzt und daher gut sterilisiert werden kann.
Die neue Verbindung vereinigt in ausser ordentlich günstiger Weise anaesthesierende mit antiseptischen Eigenschaften. Infolge ihrer schweren Löslichkeit gestattet sie auf offenen Wunden die Erzeugung einer lang andauernden Anästhesie unter Vermeidung von Reizwirkungen. Ihre hervorragende anti septische Wirkung ist zum Teil zurückzu führen auf ihre physikalische Beschaffenheit, insbesondere auf ihr starkes Aufsaugevermü- gerr.
Die Verbindung ist geeignet zur Behand lung von Operationswunden, Brandwunden und dergleichen. Sie kann aber auch zu an dern therapeutischen Zwecken, insbesondere auch zu Injektionen in Form von Aufschwem- mungen verwendet werden.
Klinische Untersuchungen haben ergeben, dass di e neue Verbindung ausser ihrer ausgezeich neten anaesthesierenden und antiseptischen Wirkung auch in hervorragender Weise be- fähigt ist, die Epithelbildung und den Heil prozess giinstig zu beeinflussen, was beson ders an durch Röntgenstrahlen bewirkten Verbrennungen erwiesen wurde.
Die Darstellung des neuen Körpers kann in einfachster Weise zum Beispiel derart er folgen, dass man äquimolekulare Mengen der Reaktionskomponenten in Gegenwart von Lö sungsmitteln aufeinander wirken lässt. Es ge nügen dabei bereits geringe Mengen von Lö sungsmitteln. 11Tan kann daher zum Beispiel schon durch Aufeinanderwirken der feinge- pulverten Komponenten in Gegenwart von wenig Wasser oder andern geeigneten Flüssig keiten, zum Beispiel Blutserum, die Reaktion durchführen.
Beispiel: 47,4 Teile dijod-p-phenolsulfosaures Na tron in 500 Teilen Wasser gelöst werden mit einer etwas angesäuerten Lösung von 20,15 p-Amidobenzoesäureäthylesterlry- drochlorid in 500 Teilen Wasser nicht zu heiss unter Umrühren gemischt. Die fast mit quantitativer Ausbeute erfolgende Fällung der neuen Verbindung wird abgenutscht, mit Wasser und dann eventuell mit Alkohol aus- gewaschen. Zur analysenreinen Herstellung kann das Produkt aus Alkohol umkristalli siert werden.
Es resultieren weisse Nadeln des Dijod-p-plreno."ulfosauren p-Amidobenzoe- s <B>*</B> thyles äurea -ters von der Formel C#iH@ .
OH . J2 . HSO:z . NH_ . C"H.r. COOC.H:;, die geruchlos sind, einen leicht bitteren Ge schmack aufweisen, fast urilöslich in Wasser, Äther und fetten Olen, leicht. löslich in Alko hol sind und eineu Schmelzpunkt von<B>29-50</B> besitzen. Auf Schleimhäuten ruft das Präpa- rat Gefühlslosigkeit hervor, und zwar ohne Ätzwirkung.
In der DIutterlauge zurückgebliebene An teile des Produktes können dieser durch Aassalzen noch entzogen werden.
Clenau dasselbe Produkt wird erhalten, wenn nran freien p-Anridobenzoesäureäthyl- ester mit freier Dijod-p-plrenolsulfosäure um setzt, statt der Salze dieser beiden Verhin- dungen.
Claims (1)
- PATENTAN SPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines für Wund- belrandlung ausgezeichnet brarrclrbaren, nicht ätzenden, gleichzeitig anaestlresierend und antiseptisch wirkenden, durch starkes Auf- saugungsverrnügen gekennzeirlrneten,in Was ser schwerlöslichen und wegen seines über 100 liegenden Schmelzpunktes gut sterili- sierbaren Heilmittels, des Dijod-p-phenolsulfo- sauren p-Arnidobenzoesäureittlrylesters, da durch gekennzeichnet,dass man p-Arnrdo- benzoesäur eätlrv lester oder ein Salz des selben mit Dijod - 1r - phenolsulfosäure oder einem Salz derselben umsetzt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH121670T | 1926-04-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH121670A true CH121670A (de) | 1927-08-01 |
Family
ID=4380502
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH121670D CH121670A (de) | 1926-04-09 | 1926-04-09 | Verfahren zur Herstellung eines antiseptischen, für Wundbehandlung geeigneten Lokalanästheticums. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH121670A (de) |
-
1926
- 1926-04-09 CH CH121670D patent/CH121670A/de unknown
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