CH122588A - Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten der aromatischen Reihe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten der aromatischen Reihe.

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CH122588A
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung von     Kondensationsprodukten    der     aromatisehen    Reihe.    Es wurde gefunden, dass als Kondensa  tionsmittel für die Herstellung von Konden  sationsprodukten der aromatischen Reihe  durch Behandlung von aromatischen Verbin  dungen, die Seitenketten aufweisen, die     Fluor-          sulfonsäure    mit grossem Vorteil verwendet  werden kann.

   Bei Kondensationsreaktionen,  die die Verwendung eines energisch wirken  den Kondensationsmittels notwendig machen,  bediente man sich bisher vorzugsweise der  rauchenden Schwefelsäure oder der     Ohlorsul-          fonsäure.    Diesen     Kondensationsmitteln    gegen  über bietet die     Fluorsulfonsäure    den Vorteil,  dass in vielen Fällen, in denen mit den ge  nannten     Reagentien    nur geringe Ausbeuten  erzielt wurden, mit     Fluorsulfonsäure    gute  Ausbeuten erhalten werden; in besonderen  Fällen, in denen     Ohlorsulfonsäure    nur sehr  schwierig Kondensation bewirkt, kann diese  durch     Fluorsulfonsäure    herbeigeführt werden.

    Dieses technisch wertvolle Verhalten ist wohl  im wesentlichen darauf zurückzuführen, dass  die     Fluorsulfonsäure    viel weniger     stilfierend     wirkt als     Chlorsulfonsäure.    In einigen Fällen,    zum Beispiel bei Darstellung mancher     Thio-          indigofarbstoffe    aus     Arylthioglycolsäuren,    hat  es sich als vorteilhaft ei-wiesen, die oxydie  rende Wirkung der     Fluorsulfonsäure    zu be  nutzen, um das primär entstehende     Ogythio-          naphten    zu dem- entsprechenden     Thioindigo     zu oxydieren.  



  <I>Beispiel 1:</I>  50 Gewichtsteilen     m-Chlorphenylthiogly-          colsäure     
EMI0001.0025     
    werden bei etwa 0  in 250 Gewichtsteilen       Fluorsulfonsäure    eingerührt. Es findet anfangs  nur schwache Gelbfärbung statt. Die Masse  wird 2 Stunden unter Eiskühlung sich selbst  überlassen, wobei sie sich tiefer färbt. Sie  wird alsdann unter Rühren auf Eis gegossen  dabei scheidet sich das     Chloroxythionaphten         in schwach rosa gefärbten Brocken ab. Vor  handene unveränderte     Chlorphenylthioglycol-          säure    kann durch Waschen mit verdünnter       Sololösung    leicht entfernt werden.

   Das     Reak-          tionsprodukt    hat die Eigenschaft durch Be  handlung mit den üblichen Oxydationsmitteln  leicht in den entsprechenden     Diehlorthioindigo          überzugehen,    wobei unveränderte     Chlorpheny        1-          thioglycolsäure    in den Mutterlaugen des Farb  stoffes verbleibt, aus denen sie sich mit Leich  tigkeit wieder gewinnen lässt.  



  <I>Beispiel 2:</I>  1 Gewichtsteil     1-Chloi#naphtaliii-2-thiogly-          colsäure    wird bei     1ä-20      unter Rühren in  10 Gewichtsteilen     Fluorsulfonsäure    einge  tragen, wobei eine blaue Lösung entsteht.  Die Masse wird kurze Zeit bei der genannten  Temperatur gehalten und dann auf 60 Ge  wichtsteilen Eis gegossen. Das     Oxythio-          naphten    fällt in schwach gefärbtem Zustand  aus und wird     abfiltriert    und gewaschen. Es  hat die Eigenschaft durch Behandlung mit  den üblichen     Oxydationsmitteln    leicht in den  entsprechenden     Thioindigo    überzugehen.  



  <I>Beispiel 3:</I>  1 Gewichtsteil     1-CLloi-naphtalin-2-thiogly-          colsäure    werden bei 20-25   in 10 Gewichts  teilen     Fluorsulfonsäure    eingerührt und etwa       1-1'/2    Stunde bei dieser Temperaturgehalten.  Es entsteht anfangs eine blaue Lösung, die  das Reaktionsprodukt enthält, dein wahr  scheinlich folgende Formel zuzuschreiben ist:  
EMI0002.0024     
    Die blaue Lösung hat die Eigenschaft, all  mählich eine dunkle, grünbraune Farbe an  zunehmen und scheidet, in diesem Zustande  mit Eis vermischt, einen     Farbstoff    ab.  



       Beispiel     1 Gewichtsteil     4-Aminoanthi-achinon-l-an-          thranilsäure    wird in 10 Gewichtsteilen     Fluor-          sulfonsäure    bei 0   eingetragen und unter ge  lindem Erwärmen so lange gerührt, bis der       Ringschluss    zum     4-Aminoanthracliinon-1.2-          akridon    beendet ist. Man giesst auf 50 Ge  wichtsteilen Eis, saugt ab und wäscht bis  nicht mehr sauer. Der erhaltene     Farbstoff    ist  identisch mit dem     ini    Beispiel der deutschen  Patentschrift 243586 beschriebenen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Kondensa tionsprodukten der aromatischen Reihe, bei welchem durch Behandlung von aromatischen Verbindungen, die Seitenketten aufweisen, mit sauren Kondensationsmitteln Ringschluss <B>durch</B> Reaktion der Seitenketten mit dem Kern erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass man als saures Kondensationsmittel Fluor- sulfonsäure verwendet.
CH122588D 1925-05-05 1926-04-30 Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten der aromatischen Reihe. CH122588A (de)

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