CH122990A - Verfahren zur Darstellung einer organischen Rhodanverbindung. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung einer organischen Rhodanverbindung.

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CH122990A
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rhodane
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aniline
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Darstellung einer organischen     Rhodanverbindung.       Es wurde gefunden, dass man organische       Rhodanverbindungen    in     reinem    Zustand in  sehr guter Ausbeute erhalten kann, wenn  man auf die zu     rhodanierende    organische  Verbindung ein anorganisches     Rhodanid    in  gelöster Form und gleichzeitig ein Halogen  zur Einwirkung bringt. Die Reaktion kann  in wässeriger oder saurer Lösung ausgeführt  werden.  



  Die Tatsache, dass unter diesen Reaktions  bedingungen die Einführung von     Rhodan-          gruppen    in organische Verbindungen gelingt,  ist aus verschiedenen Gründen sehr bemer  kenswert und überraschend. Einerseits konnte  nicht vorausgesehen werden, dass das in das  Gemisch des     Rhodansalzes    und der organi  schen Verbindung eingeführte Halogen zu  nächst auf das     Rhodanid    unter     Freimaehung     von     Rhodan    trotz der Anwesenheit von or  ganischen Substanzen einwirken würde, die       bekanntlich    leicht durch Halogene angegriffen  werden.

   Anderseits hätte man mit Rücksicht  auf die bekannte Hydrolyse des freien     Rho-          dans    seine Zersetzung erwarten sollen bevor    es zur Reaktion hätte kommen können. Eben  aus diesem Grunde bestehen die bisher übli  chen Verfahren     zür    Herstellung organischer       Rhodanverbindungen    in der Reaktion der  Komponenten in indifferenten organischen  Lösungsmitteln unter ängstlicher Vermei  dung von wasserhaltigen Medien.  



  Im Gegensatz hierzu kann man nach vor  liegendem Verfahren in wässerigen oder sau  ren Medien arbeiten, das neue Verfahren ist  daher in weitestem Umfange verwendbar und  ermöglicht die technische Herstellung der  mannigfachsten organischen     Rhodanverbin-          dungen.     



  Das folgende Formelschema diene zur Er  läuterung des wahrscheinlichen     Reaktions-          verlaufes,    als einfaches Beispiel sei die     Rho-          danierung    des Anilins gewählt.  
EMI0001.0023     
    Nach diesem Verfahren gelingt die Einfüh-           rang    einer oder mehrerer     Rhodang-ruppen    so  wohl in     aliphatische,    als auch     aromatische     Verbindungen entsprechend der Neigung der       Körper,    Derivate zu bilden.  



  Das     Rhodanid    kommt, wie oben angege  ben, in     gelöster    Form zur Verwendung.     @1i <  < n     löst es zum Beispiel in Wasser oder in einer  Mineral- oder organischen     Säure.    Besonders  vorteilhaft arbeitet man in     einer    essigsauren  oder     ameisensauren    Lösung.

   Die Halogene  führt man     entweder    als solche in das     Geniiscli     des anorganischen     Rhodanids    und der     organi-          sehen    Verbindung ein, oder man lässt die  Halogene in den sauren Lösungen der Kom  ponenten mit Hilfe von zum Beispiel     HSpo-          ehlorit,    Chlorat oder Bromas entstehen.  



  Die organischen     Rhodanverbindungen,    die  nach vorliegendem Verfahren in reinem Zu  stand mit sehr guter Ausbeute erhalten wer  den können, sind therapeutisch wertvoll und       haben    Bedeutung als Zwischenprodukte für  die Herstellung von     Farbstoffen.    Sie bilden       mannigfaltige        Umivandlungsprodukte,    die  sich zur Herstellung von Farbstoffen und       pharmazeutischen    Produkten verschiedenster  Art eignen.  



  Gegenstand des vorliegenden     Patentes    ist       ein    Verfahren zur Herstellung des     p-R.hoda.n-          anilins    der     Formel     
EMI0002.0030     
         welches    dadurch gekennzeichnet ist, dass man  ein anorganisches     Rhodanid    in gelöster Form       Lind    gleichzeitig ein Halogen auf Anilin     ein-          Zvirken    lässt.  



  Das so erhaltene     p-Rhodananilin    zeigt die  in der Literatur angegebenen     Eigenschaften     (siehe Liebigs Annalen     Bd.    419,     S.    271.).       1J'-    soll     als    Zwischenprodukt zur Herstellung       von        Farbstoffen    und pharmazeutischen Pro  dukten Verwendung finden.

           Beispiel   <I>1:</I>  5,6 Teile Anilin werden zu     100    Teilen einer       esät   <B>C></B>  g<B>'</B>     tigten    wässerigen Lösung von     Rhodan-          ammonium        gegeljen.    Dann lässt man 9,6     \.feile          Lrom    langsam unter     P.ühren    und Kühlen zu  fliessen.

   Nach     Abkühlung    der Lösung mit  einer     Kältemischung        elieidet    sich nach eini  ger Zeit das p-     "hod:iniiniliu    in Form Seines       rhodansauren        Salzes,        ;-ir,s        iv        elehem    durch se  mit mit     @odalüsung    das freie     Rhodanilin          abgeschieden    wird.

   Das so erhaltene     p-R.ho-          dananilin        schmilzt,    aus     lieil@eiii        Wasser        uni-          kristallisiert    bei 5 7     bis   <B>58</B>      .            Beispiel,   <I>2</I>         Man    mischt eine Lösung von     .16    Teilen  Anilin in     M6)    Teilen     E,:

  ibsäure    (96     lö@    mit  einer Lösung von<B>250</B> Teilen     Rhodannatrium     in<B>1300</B> Teilen     Essigsäure.    Dann     lässt        man     963 Teile Brom unter     Kühlen    und Rühren zu  tropfen. Nach einiger Zeit scheidet sich     das          gebildete        p-Rliochinanilin    in fast     fa.rblo:;en          Kristallen        aus    der     -ut    gekühlten Lösung<B>ab.</B>

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung des p-R,hodan- anilins, dadurch gehennzeiehnet, dass man ein z -iiiorga nisches R.hodanid in gelöster Form und gleichzeitig ein Halogen auf Anilin zur Einwirkung bringt. Das so erhaltene p-Rhodananilin zeigt die in der Literatur angegebenen Eigenschaften. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Verfahren nach Patentansprueli, da.dureli gekennzeichnet, dass die Reaktion in einem sauren Medium durchgeführt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, daduicli gehennzeielinrt, dass die Reaktion in essig saurer Lösung durchgeführt wird.
CH122990D 1925-08-27 1926-08-13 Verfahren zur Darstellung einer organischen Rhodanverbindung. CH122990A (de)

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