CH124134A - Verfahren zur Herstellung eines wasserstoffhaltigen Gases für die Druckhydrierung von Brennstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines wasserstoffhaltigen Gases für die Druckhydrierung von Brennstoffen.

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CH124134A
CH124134A CH124134DA CH124134A CH 124134 A CH124134 A CH 124134A CH 124134D A CH124134D A CH 124134DA CH 124134 A CH124134 A CH 124134A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
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  Verfahren     zur    Herstellung eines wasserstoffhaltigen Gases für die     Druckhydrierung     von     Brennstoffen.       Es wurde gefunden, dass man ein zur       Druckhydrierung    von Brennstoffen, wie       Kohlearten,        T:aer,        Erdöl        usw.        bestimmtes     wasserstoffhaltiges     Gas    dadurch herstellen  kann,     da.ss        mau.    kohlenwasserstoffhaltiges  Gas mit einer zur vollständigen Verbrennung       ungenügenden    Menge Sauerstoff umsetzt.

    Dabei werden die     Kohlenwasserstoffe    des  Ausgangsgases im wesentlichen in Kohlen  oxyd und Wasserstoff umgewandelt.  



  Man kann in An- oder Abwesenheit von       Katalysatoren    und mit oder ohne Zusatz von       Wasserdampf    oder Kohlensäure oder beiden       arbeiten.     



       Als    Katalysatoren für die Umsetzung  der kohlenwasserstoffhaltigen Gase mit       Sauerstoff    können feste Körper, wie zum       Beispiel    auf     iZagnesia,    niedergeschlagenes  Nickel, Eisenlegierungen oder hocherhitzte  flüssige Körper, wie geschmolzenes Eisen  oder geschmolzene Eisenlegierungen     verwen-          det    werden.    Das gebildete     Kohlenoxyd    kann     naeh-          träuglich    ganz oder teilweise mit Wasser  dampf katalytisch umgesetzt werden.

   Falls  bei der teilweisen Zersetzung ,der Kohlen  wasserstoffe grössere Mengen von Wasser  dampf zugegen sind, findet hierbei schon  eine weitgehende     Umsetzung?    des     Kohlen-          oxyds        statt,    so dass eine nachträgliche weitere  Umsetzung zuweilen     entbehrt    werden kann.  



       .Als    Ausgangsgase verwendet man     7weck-          mä.ssig    das bei der Druckhydrierung von  Kohlearten, Teer, Erdöl     ete.    selbst     entste-          hende    kohlenwasserstoffreiche Gasgemisch.

    Es kann sich dabei empfehlen, wertvolle Be  standteile, zum Beispiel die höheren Kohlen  wasserstoffe,     wie        Xthan,    Propan und der  gleichen, vorher     abzuscheiden,    zum     Beispiel     durch Tiefkühlung oder mittelst poröser  Körper, und diese Produkte anderweitig zu       verwenden,    zum Beispiel chemisch zu verar  beiten, insbesondere sie zu chlorieren, zu  Formaldehyd und dergleichen zu oxydieren,  oder sie bei höheren Temperaturen in     Olefine         umzuwandeln und aus diesen wertvolle che  mische Stoffe zu gewinnen.  



       31an    kann die Zersetzung der     kohlen-          wasserstoffha.ltigen    Gase auch unter höhe  rem Druck vornehmen; dies empfiehlt sich  namentlich dann, wenn es sich um die Ver  wendung von unter Druck stehenden Gasen  wie den Abgasen der Hydrierung von Kohle  arten     etc.    handelt.

   Mitunter empfiehlt es  sich hierbei, die Umwandlung bei einem nie  dereren Druck als dem der Abgase, jedoch bei  höherem als dem der Atmosphäre vorzuneh  men, zum Beispiel beim Arbeiten mit Was  serdampfzusatz, weil man dann schon mit  geringeren     Wasserdampfmengen        auskommt.     Auch bleiben die Energieverluste durch Ent  spannen und nachfolgendes Komprimieren  auf den     Hydrierungsdruck    beim Arbeiten in  dem genannten Druckbereich gering, weil  bekanntlich die zur Kompression notwendige  Energiemenge von dem Quotient der Drucke  abhängig ist.

      <I>Beispiel 1:</I>    100     m3    Gas von der ungefähren Zusam  mensetzung:     C02    = 0,4%,     C2H4    = 2,2%,  02 =     0,8 /u,        H2    -     55,6%,    CO = 7,0%,       CH4    - WA,<B>N.-,</B> =     9'/o    werden mit 40 m'  Sauerstoff partiell verbrannt.

   Es entsteht  ein     .Abgas,    das nach Umsetzung des Kohlen  oxyds mit Wasserdampf in     Gegenwart    eines       Eisenoxydkontaktes    folgende Zusammen  setzung besitzt:     C0,    = 24,5%,     H;    =     65,6 /o,     CO = 2,2%,     CH4    = 1,1%,     N2    =     6,6 /u.     



  Nach Entfernung der Kohlensäure wird  das Gas zur Hydrierung von Kohle verwen  det, wobei im Kreislauf gearbeitet wird.    <I>Beispiel 2:</I>    1 Volumen Leuchtgas von der Zusam  mensetzung     C0,    = 0,4%, Cm     Hn    = 2,2%,  <B>0;</B> =     0,8%,        HZ    -<B>55,6%, CO</B>     =        7u%,        CH4      25%,

       N2    = 9% wird mit etwa     s/3    Volumen       Sauerstoff    und 1 Volumen Dampf unvoll  ständig verbrannt und zwecks vollkommener  Umwandlung der     Kohlenwasserstoffe    darauf  über einen     aktivierten    Nickelkontakt gelei-         tet.    Die Austrittstemperatur der den     Kon-          t,

  Zktofen    verlassenden Gase beträgt etwa  <B>900'.</B> Durch     Zumischen    von Wasserdampf       bezw.        Wasser    wird die Gastemperatur auf  etwa     300-400'        erniedrigt    und das Gemisch  darauf über einen Eisenkontakt geführt. Das  abziehende Gas besteht aus     19'/o    CO=, 72,5%       H2,    2% C0,<B>l</B>     '/o   <B>CH,</B> und     5,5%        N,.        Dieses     Gas wird auf etwa. 25     Atm.    verdichtet und  darauf die Kohlensäure mit Wasser ausge  waschen.

   Nach weiterer Verdichtung auf  200     Atm.        wird    dis Gas zur Hydrierung von  Kohle verwendet, wobei es im Kreislauf her  umgeführt     wird.'    Das Kreislaufgas wird mit  einem Lösungsmittel wie Benzin unter  Druck ausgewaschen, wobei sich ein Teil des  Gasgemisches löst.

   Aus den Gasen, die man  durch Entspannung der Lösung erhält, wer  den die leicht     kondensierbaren        Kohlenwas-          serstoffe        entfernt    und man gewinnt ein Gas  von folgender Zusammensetzung:  CO =     1,5 /u,        H2    = 48 ü,     CH4    =     32%,          N2        =18,5 0.     



  Dieses     Gas    wird. wie oben angegeben, mit  Sauerstoff und Wasserdampf behandelt und  nach Bedarf noch Leuchtgas oder ein ähn  liches Gas     zugesetzt.    Das so erhaltene Gas  wird nach Auswaschung der Kohlensäure  und Verdichtung wieder in das Kreislaufgas  für die Hydrierung, und zwar vor dem     Re-          daktionsraum    eingeleitet.

           Beispiel   <I>3:</I>    1000 m  eines unter 200     Atm.    stehenden  Gases, das bei der Behandlung von Teer mit  Wasserstoff unter Druck neben wertvollen  flüssigen Produkten erhalten wurde und     in.     der Hauptsache aus 50% Methan und 50%  Wasserstoff besteht, werden auf 50     Atm.    ent  spannt und darauf mit etwa. 250     m$    Sauer  stoff und 2000     m'    Wasserdampf in Gegen  wart eines aktiven Nickelkontaktes bei etwa  <B>950'</B> umgesetzt.

   Das entstehende Gas hat  die ungefähre Zusammensetzung:     5'/o    Methan,  22% Kohlenoxyd und     73%    Wasserstoff; es  wird unter Zugabe von Wasserdampf bei  <B>600'</B> über einen weiteren Kontakt     geführt,         wobei das Kohlenoxyd mit Wasserdampf in  Kohlensäure und Wasserstoff umgesetzt  wird. Nach Entfernen der Kohlensäure ent  hält das     Endgas        5 /a        Methan,    5% Kohlen  oxyd und 90% Wasserstoff. Das so erhal  tene Gas wird sodann nach Komprimieren  auf den Arbeitsdruck für     die        Hydrierung    des  Teere: verwendet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines wasser stoffhaltigen Gases für die Druckhydrierung von Brennstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man kohlenwasserstoffhaltiges Gas mit einer zur vollständigen Verbrennung unge nügenden Menge Sauerstoff umsetzt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren naoh Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zersetzung mit sauerstoffreichen Gasen erfolgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zersetzung in Gegenwart von Wasserdampf erfolgt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zersetzung in Gegenwart von Kohlensäure erfolgt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zersetzung in Ge genwart von Katalysatoren erfolgt. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass aus den Gasen das gebildete Kohlenoxyd entfernt wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als kohlenwas serstoffhaltiges Gas ein bei der Hydrie rung von Brennstoffen entstandenes Gas gemisch verwendet. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man aus den kohlen wasserstoffhaltigen Gasen darin vorhan dene wertvolle Bestandteile vor der Um setzung abscheidet. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung des kohlenwasserstoffhaltigen Gases mit Sauerstoff bei höherem Druck vorgenom men wird. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Umwandlung der kohlenwasser- stoffhaItigen Gase bei einem Drucke vor genommen wird, .der kleiner als der Druck bei der Druckhydrierung von Kohlearten, aber grösser als der Atmosphärendruck ist.
CH124134D 1925-07-02 1926-06-12 Verfahren zur Herstellung eines wasserstoffhaltigen Gases für die Druckhydrierung von Brennstoffen. CH124134A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE753234C (de) * 1940-01-27 1951-10-31 Metallgesellschaft Ag Verfahren zum Erzeugen von Kohlenwasserstoffen aus methanhaltigen Synthesegasen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE753234C (de) * 1940-01-27 1951-10-31 Metallgesellschaft Ag Verfahren zum Erzeugen von Kohlenwasserstoffen aus methanhaltigen Synthesegasen

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