CH125729A - Verfahren zur Herstellung von Presskörpern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Presskörpern.

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CH125729A
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Gesellschaft Fuer Chemis Basel
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08G—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G12/00—Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08G12/02—Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes
    • C08G12/04—Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds
    • C08G12/06—Amines
    • C08G12/08—Amines aromatic

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Description


      Verfahren    zur Herstellung von     Presskörpern.       Es. ist bekannt, dass' man durch Behand  lung einer wässerigen Lösung von     Anilin-          chlorhy        drat    mit     überschüssigem    Formal  dehyd und Ausfällen des erhaltenen Kon  densationsproduktes mit Alkalien amorphe,       unschmelzbare    Pulver erhalten kann, die  technisch keine Verwendung gefunden haben.  



  Es wurde nun die überraschende Beob  achtung gemacht, dass man zu sehr wert  vollen     Presskörpern    gelangen kann, wenn  man in dieser oder analoger Art aus aroma  tischen Aminen und Aldehyden, beispiels  weise Anilin und Formaldehyd, in Gegen  wart einer Säure gewonnene Kondensations  produkte mit solchen Mitteln behandelt, die  befähigt sind, die in ihnen zurückgebliebene  Säure zu eliminieren und die so erhaltenen  Produkte, vorteilhaft nach erfolgter Trock  nung, in zerkleinertem Zustande einer Pres  sung unterwirft.  



  Geht man von     Kondensationsprodukten     aus, die bereits die feste Phase erreicht ha  ben, so ist es vorteilhaft, die Produkte vor  der Eliminierung der Säure zu zerkleinern.  



  Durch das vorliegende     Pressverfahren    ge-    liegt es, aus den scheinbar völlig     inerten,          unschmelzbaren    Substanzen völlig homogene       Presskörper    zu erhalten die sich durch grosse  mechanische Festigkeit und Widerstands  fähigkeit gegen physikalische und chemische  Einflüsse, sowie durch vorzügliche Isola  tionsfähigkeit auszeichnen und     dank-    ihrer  sehr guten     Beurbeitbarkeit    sich zur Her  stellung von Kunstgegenständen aller Art  eignen.

   Die neuen Kunstmassen sind je nach  den angewandten Ausgangsmaterialien und  Darstellungsbedingungen mehr oder weniger  durchsichtig bis undurchsichtig und mehr  oder weniger gefärbt bis farblos     bezw.    weiss.  Bei niedrigeren Drucken und Temperaturen  erhält man vorzugsweise undurchsichtige bis  durchscheinende Produkte, deren spezifisches       Gewicht        sich.ungefä.hr        zwischen    0,5 bis 1;0  bewegt: bei höheren Drucken und höheren  Temperaturen kann man durchsichtige Pro  dukte erzielen, deren spezifisches Gewicht  bis zu     1,\3    und höher ansteigen kann.  



       Gewünschtenfalls    kann man den Pro  dukten vor der Pressung Füllstoffe, Farb  stoffe,     Elastifizierungsmittel,        Katalysatoren,         natürliche oder künstliche,     härtbare    und  nicht     härtbare    Harze usw. zufügen, wodurch  das Aussehen     und    die Eigenschaften der er  haltenen Kunstmassen weitgehend     beeinflusst     werden können.  



       Beispiel   <I>1:</I>  93 Gewichtsteile Anilin (1     Mol.)    werden  mit 93     Volumteilen    zirka. 36     %iger    Salz  säure und 930     Volumteilen    Wasser gemischt.  Dazu werden 150     Volumteile    40     %iger    Form  aldehyd gegeben und die Mischung, sobald  sie orange bis rot geworden ist, in 2000     Vo-          lumteilen    5     %iger    Natronlauge verrührt. Es  fällt ein weisses bis schwach rötlich gefärbtes,  voluminöses Pulver aus, das gut nach  gewaschen wird, wodurch der überschüssige  Formaldehyd - und die Elektrolyte entfernt  werden.

   Zur     Enfernung    der letzten Reste der  Elektrolyte kann man sich auch der  Elektroosmose bedienen. Das erhaltene Pul  ver     wird    getrocknet und heiss     verpresst.     Verwendet man zum Beispiel einen     Press-          druck    von<B>160</B> Atmosphären pro cm' und  eine Temperatur von zirka<B>IM',</B> so kann       mau    völlig klare, gelbliche bis schwach  braungelb gefärbte     Pressstücke    erhalten, de  ren spezifisches Gewicht ungefähr bei 1;2       liegt.     



  Wird das     Presspulver    bei tieferer Tem  peratur, zum Beispiel bei<B>100',</B> gepresst, so  entstehen, besonders bei Verwendung von  geringeren Drucken, zum Beispiel 30     bist     5-0 Atmosphären, gelbliche, undurchsichtige  Produkte, deren Dichte bei zirka 0,7 liegt.  Bei     Verpressung    in der     Kälte,    zum Beispiel  bei<B>160</B> Atmosphären, entstehen     formbestKn-          dige,    feste, undurchsichtige Produkte, welche  aus der Form herausgenommen und dann  durch Nachhärtung bei höherer Temperatur  auf die maximale Festigkeit gebracht wer  den können.  



       Beispiel   <I>2:</I>  100     Volumteile    Anilin, 145     Volumteile     Wasser, 105     Volumteile    42     %ige    Salzsäure  werden gemischt und auf zirka, 8   C ab  gekühlt. Dazu werden 150     Volumteile     40     %iger        Formaldehydlösung,    die. ebenfalls  abgekühlt ist, gegeben. Die     Mischung    bleibt         nun    bis zur Bildung einer festen, roten Gal  lerte stehen. Diese wird nach zirka halb  stündigem Stehen zerkleinert und mit Alkali  gewaschen, bis das Pulver weiss geworden  ist. Dann wird gut mit. Wasser nach  gewaschen und getrocknet.

   Das so erhaltene  Pulver wird bei 150   und 160 Atmosphären  zirka     11/2        Stunden    gepresst und     liefert    dann  sehr feste,     opake    bis durchscheinende     Press-          platten    von gelblicher Farbe und einer  Dichte von zirka 0,95. Natürlich kann die  Arbeitsweise auch hier innert. weiter Gren  zen variiert werden; zum Beispiel kann  man auch gut die gallertigen Stücke mit  Alkali behandeln und dann erst zerkleinern.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Press- körpern, dadurch gekennzeichnet, dass' man die aus aromatischen Aminen und Aldehy den in Gegenwart einer Säure hergestellten Kondensationsprodukte mit. solchen Mitteln behandelt, welche befähigt. sind, die in ihnen zurückgebliebene Säure zu eliminieren, und die so erhaltenen Produkte nach der Trock nung in zerkleinertem Zustande verpresst. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, unter Verwendung fester, gallertiger Konden sationsprodukte, dadurch gekennzeichnet, dass man dieselben vor der Eliminierung der Säure zerkleinert. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man den Pro dukten vor der Pressung Füllstoffe zu fügt.
    3. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man den Pro dukten vor der Pressung Farbstoffe zu fügt. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man den Pro dukten vor der Pressung Ela.stifizierungs- mittel zufügt.
CH125729D 1927-01-29 1927-01-29 Verfahren zur Herstellung von Presskörpern. CH125729A (de)

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AT120862B (de) 1931-01-26
AT127008B (de) 1932-02-25
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