CH126252A - Verfahren zum Härten von Schnelldrehstahl. - Google Patents

Verfahren zum Härten von Schnelldrehstahl.

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CH126252A
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Werner Stauffer
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Werner Stauffer
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D1/00General methods or devices for heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering
    • C21D1/68Temporary coatings or embedding materials applied before or during heat treatment
    • C21D1/70Temporary coatings or embedding materials applied before or during heat treatment while heating or quenching

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Description


  Verfahren zum Härten von     Schnelldrehstahl.       Es ist     bekannt,    dass beim offenen Er  wärmen von     Schnelldrekstahl    im gewöhn  lichen     Schmiedfeuer    oder in irgend einem  Ofen nach dem Härten eine durch     Entkoh-          lung    entstandene, mehr oder weniger dicke,  weiche Zone auftritt, die durch Abschleifen  entfernt werden muss.

   Diese Erscheinung,  die die Ursache eines starken Verbrauches  der teuren     Schnelldrehstähle    ist, macht sich  besonders     unangenehm    bemerkbar bei Fasson  stücken, komplizierten Teilen, sowie bei sol  chen Gegenständen, die     nach    dem     Härten     durch Schleifen auf genaues Mass gebracht  und zudem an der Oberfläche höchste Härte  aufweisen müssen.  



       Man    half sich bis anhin in solchen Fällen  in der Weise, dass man die Stücke in     einer          KListe    aus Eisenblech,     bezw.    einer hitze  beständigen Legierung in Holzkohle,     Koks-          grus    oder Lösche einpackte - auch ein Ein  wickeln in Papier und Erhitzen der Werk  stücke in einer gut verschlossenen Kiste ist  an einigen Orten     üblich    -, das Ganze auf  Härtetemperatur brachte, dann die Gegen  stände aus der Kiste herausnahm und ab  schreckte.    Dieses Verfahren lieferte annehmbare  Resultate, sofern die Temperatur nicht über  1200   gesteigert wurde.

   Ausserdem musste  man mit peinlicher Sorgfalt darauf achten,  dass die Stücke, sobald sie auf Härtetempe  ratur waren, herausgenommen und abge  schreckt wurden. Beachtete man diese Punkte  nicht und ging mit der Temperatur höher  oder verlängerte man die     Erhitzungsdauer,     so kohlten sich die Randzonen schnell auf  und schmolzen ab, da dadurch der     @Schmelz-          punkt    weit unter die günstige hohe Härte  temperatur herabgesetzt wurde. In erster  Linie wurden Ecken und Kanten in Mit  leidenschaft gezogen. Ein solcher Stahl  wurde in der     Härterei    als "verbraten" be  zeichnet; man glaubte in der     Regel,    man  sei mit der Härtetemperatur zu hoch gegan  gen.

   Auch durch Erhitzen der Werkstücke  in Lösche können die Übelstände nicht ver  mieden werden. Denn enthält die Lösche  noch     unverbrannte    Kohle, so ergibt sich wie  derum zum mindesten eine örtliche     Aufkoh-          lung.    Ist die Lösche jedoch praktisch frei  von brennbaren Bestandteilen, so werden die  Stücke     entkohlt,    und ausserdem     sintert    die-      selbe bei höheren Temperaturen zusammen  und     verbackt    mit den zu härtenden Gegen  ständen.  



  Häufig kommt es vor, dass     nennenswerte          Abschmelzungen    nicht beobachtet werden,  trotzdem die     Oberfläche    mehr oder weniger  stark     aufgekohlt    ist. In einem solchen Stahl  entstehen beim Härten infolge der     unhomo-          genen    Zusammensetzung starke Spannungen,  die beim späteren Betriebe oder auch schon  beim Härten, zur Bildung von Rissen und       9rbblätterungen    Veranlassung geben können.  Ausserdem widersteht die Schneide nicht,  sondern bricht leicht aus.  



  Um diese Übelstände     tunlichst    zu um  gehen, war man also genötigt, das Härten  von     Schnelldrehstahl    mit peinlicher     Sorgfalt     auszuführen und die oben erwähnten Punkte       genau    zu beachten.  



  Auch     nachdem    in neuerer Zeit die mo  dernen     Kobalt-Hochleistungsschnelldrehstähle     Eingang     in    die Praxis gefunden haben, die  eine     Härtetemperatur    bis 1380   C erfordern,  arbeitete man bei Stücken, die     eingeackt    wer  den mussten, nach der alten Methode weiter.  Da jedoch diese Stähle ihre maximale Lei  stungsfähigkeit nur nach dem     Härten    bei  höchster Temperatur wenig unterhalb ihres       ,Schmelzpunktes    erreichen, so bedeutet ihre       Anwendung    in solchen Fällen lediglich eine  nutzlose Geldverschwendung.  



  Das Gegenstand der Erfindung bildende  Verfahren vermeidet alle diese Übelstände  und macht :das Härten von     Schnelldrehstahl     von der Zuverlässigkeit des     Härters    weit un  abhängiger. Dieses neue Verfahren besteht  darin dass die zu härtenden Stücke vor dem       Erhitzen    in     mindestens    ein Karbid feinver  teilter Form eingepackt werden und während  des     Erhitzens    darin eingepackt bleiben. Da  bei ist unter Karbid feinverteilter Form ein  körniges und pulverförmiges Karbid zu ver  stehen.  



  Beispielsweise kann für die Härtung von       Schnelldrehstahl    ein     Siliziumkarbid    in körni  ger Form verwendet werden, wobei die Tem-         peratur,    ohne dass das Stahlstück Schaden  nimmt oder anbrennt, auf     1380'C    gebracht  werden kann.  



  Beim Arbeiten nach dem neuen Verfahren  ist es möglich, einen guten Schutz vor     Ver-          zunderung    zu     erreichen,    ohne dass eine we  sentliche Auf     kohlung        eintritt,    da sich eine  schwach reduzierende Atmosphäre bildet.  Ein Anbacken des Packungsmaterials     findet     nicht statt, und letzteres kann beliebig oft  wieder verwendet     werden,    so     .dass    der Ver  brauch an solchem Material klein ist.

   Nimmt  die reduzierende Wirkung von oft gebrauch  ten     Siliziumkarbiden    zu stark ab, so kann  denselben in     geringer    Menge ein leichter     oxy-          dierbarer    Stoff, z. B.     Graphitpulver,    zugesetzt  werden. Während Holzkohle und Lösche  schlechte     Wärmeleiter    sind, leiten die  Karbide insbesondere     Siliziumkarbide,    die  Wärme sehr gut.

   Es ergibt sich demnach  bei .der Durchführung des neuen Verfahrens  infolge der gleichmässigen, schnellen     Durch-          glühung    der Gefässe     eine.    wesentliche Brenn  stoffersparnis, sowie eine erhebliche Steige  rung der Produktion. Ausserdem zeigen die  nach dem neuen     Verfahren    gehärteten Stähle  sehr     günstige        Eigenschaften,    da eine Ein  formung der kleinen     Karbidpunkte    zu grö  sseren     Komplexen    infolge der kurzen     Erhit-          zungsdauer    kaum stattfindet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Härten von Schnelldreh- stahl, dadurch gekennzeichnet, dass die zu härtenden Stücke vor dem Erhitzen in min destens ein Karbid feinverteilter Form ein gepackt werden und während des Erhitzens ,darin eingepackt bleiben. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Siliziumkarbid zum Einpacken verwendet wird.
CH126252D 1927-04-23 1927-04-23 Verfahren zum Härten von Schnelldrehstahl. CH126252A (de)

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