CH126325A - Am Tragseil angreifende Fangvorrichtung für Personenseilschwebebahnen. - Google Patents

Am Tragseil angreifende Fangvorrichtung für Personenseilschwebebahnen.

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CH126325A
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Foerderanlagen Ernst Heckel Mi
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      Ani    Tragseil angreifende     Fangvorrichtung        für        Personenseilschwebebahnen.       Am Tragseil angreifende Fangvorrich  tungen für     Personenseilschwebebahnen    bieten  bei mit Zwischenmasten     versehenen    Bahn  linien wegen der     Trags.eilschuhe    Schwierig  keiten.

   Man hat daher entweder bei solchen  Bahnen ganz auf Fangeinrichtungen ver  zichtet, wie zum Beispiel bei der     Fichtel-          bergbahn,    beziehungsweise die Fangeinrich  tungen an einem     besonderen    Hilfsseil an  geordnet, zum Beispiel bei der     Mont-Blanc-          Bahn,    oder beim Fangen am Tragseil an  den Schuhen     aufschneidbare    Zungen vorge  schlagen, zum Beispiel nach dem Deutschen  Patent 262<B>178.</B> Ein weiterer bekanntgewor  dener Vorschlag, zum     Beispiel    nach dem       0sterreichischen    Patent 98     61l,

      wie er bei  der     Zugspitzbahn    Anwendung finden soll,  geht dahin, die Backen von     lIebelklemm-          zangen    nur auf die äussersten seitlichen Flä  chen des Tragseils einwirken zu lassen und  die.     Tragseilschuhe    derart schmal und ausser  dem wegen der seitlichen Schwingungen der       ZVagen    so nach unten verjüngt auszuführen,  dass     die    Zangenbacken an den Schuhen nicht    anstossen. Diese Massnahme ist durch die       Abb.l    der beigefügten Zeichnung darge  stellt.

   Die Sicherheit gegen     Abwerfen    des       Seils    vom Schuh durch starken seitlichen  Wind ist hierbei aber naturgemäss gering,  zumal nach eingetretener grösserer Ab  nutzung der     :Schuhe.    Da die Wagenlast bei  dieser Anordnung dauernd auf den Lauf  rädern verbleibt und die im Laufwerk fest  eingebaute     Zangenklemmvorrichtung    nicht  senkrecht nach unten auf das Tragseil ge  drückt wird, und da ferner die Entfernung  des Zangengelenkes vom Seil wegen des stets  wechselnden Unterschiedes in den Pfeilhöhen  einerseits beim Fahren auf dem konkav zwi  schen den Masten durchgebogenen Seil und  anderseits beim Fahren auf dem am Mass  schuh konvex durchgebogenen Seil sich än  dert,

   so müssen bei dieser Anordnung die  Zangen verhältnismässig     läng    sein, bezie  hungsweise- tief unter die     wagrechte    Trag  seilmittellinie nach unten verlängert werden,  wenn ein sicheres Erfassen der äussersten  rechts und links liegenden Seitenflächen des      Tragseils an jeder Bahnstelle     gewährleistet     sein soll.

   An dem     Schuh,        etwa    wie dies in der       Abb.    1 gestrichelt eingezeichnet ist, seitliche  Lappen anzuordnen, um an     ihnen    :dem durch  den Wind aus der schmalen Mulde abgewor  fenen Seil noch Halt zu gewähren, würde  keinen Erfolg geben, da das Seil aus des  neuen in der     Abb.    1     punktierten    Lage     nicht     wieder von     selbst    in     seine        ursprüngliche    Lage       hineingelangen    könnte und somit der später  eine solche Stelle durchlaufende Wagen ge  fährdet wäre.

   Der etwa noch mögliche Weg,  .den Unterschied in der Entfernung des '       Zangengelenkes    vom Tragseil durch eine im  Laufwerk senkrecht verschiebbare     lose:    An  ordnung der gesamten     Klemmzangeneinrich-          tunä    auszugleichen, ist wegen anderer da  durch geschaffener Nachteile, zum Beispiel  schon wegen der erheblichen baulichen Ver  wicklung, nicht beschritten worden und  würde, weil auch     hierbei    die     Backen    immer  noch     ein.    Stück unterhalb der Seilmitte nach  unten verlängert werden müssen, damit das  Seil beim Zufassen auf der freien Strecke  nicht nach unten     ausweicht,    :

  die genannten  Übelstände nicht beseitigen.  



  Gemäss der Erfindung soll nun die Lö  sung der Aufgabe des Fangens am Tragseil  auf einem     grundsätzlich    andern Weg unter       Vermeidung    der     erwähnten    Übelstände er  zielt werden, und zwar wird vorgeschlagen,  unter dem     Einfluss    des     ZVagengewichtes    ste  hende Keilsattel während der normalen Fahrt  durch eine Sperre im Laufwerk hochzuhalten  und an der Berührung mit dem Tragseil zu  verhindern,

   dagegen nach bei     Zugseilbruch     selbsttätig     oder    von Hand     erf        olgter    Lösung  der Sperre die     Sattel    unter Wirkung der  Last sieh aufs Tragseil aufsetzen zu lassen  und dadurch den Wagen am     Abstürzen    zu  verhindern.

   Solche Keilsattel sind an sich  zum Beispiel bei den sogenannten englischen       Einseilschwebebahnen    bekannt,     :dienen,    je  doch dort zur     nbrmalen    Förderung des Last  behälters, den     sie    mit dem     gleichzeitig    als  Trag- und Zugseil verwendeten     einzigen    be  wegten     Seil    verkuppeln, so dass dem gegen  über :die vorgeschlagene Verwendung solcher    Sattel als     Pangvorrichtung    für Seilschwebe  bahnen eine grundsätzlich andere ist.  



  In den     Abb.    2 bis: 7 der Zeichnung sind  zwei beispielsweise Ausführungsformen des  Erfindungsgegenstandes     veranschaulicht,    und  zwar zeigt     Abb.    2 die Seitenansicht eines  derartigen Laufwerkes mit dem     Keilsattel,          Abb.    3 den     Querschnitt    durch .den     Keilsattel     in der     Eingriffstellung    auf     einem        Masten-          auflagerschuh,        Abb_    4 das Kräftespiel am       :

  Keilsattel,        Abb.    5 einen     Schnitt    nach     x-x     in     Abb.    2 durch die Hochhaltevorrichtung  des Keilsattels;     Abb.    6 ist der     Vertikal-          schnitt        ,durch    eine     Keilsattelfängvorrichtung,     bei der der     Keilsattel    durch ein Rad ge  bildet wird', das an seinem Umfang     mit     einer Keilrille versehen ist, die als Keil  sattel beim Aufsetzen auf das Tragseil wirkt;

         Abb.    7 ist die Seitenansicht eines Lauf  werkes mit einer     .derartig    ausgebildeten  Fangvorrichtung.  



  Im     Beispiel    nach den     Abb.    2 bis 5 sind  die     Keilsättel        ca,    die     sich    mit einem an ihnen  angeordneten Schaft b in     Gussstücken    c füh  ren, zwischen den Wangen d der Einzellauf  werke     eingebaut,    an denen die     Gussstücke    c  befestigt     sind.    In .dem Schaft b ist durch eine       Ringnut    e .eine Rast für eine     ,Sperrklinke    f  geschaffen     (Abb.    5).

   Durch diese Sperrklinke       f    wird der     Keihsattel   <I>a</I> in der Hochhalte  stellung, in der er mit dem Tragseil g nicht  in Berührung ist, gesichert. Wenn nun     mit-          telst        Druckflüssigkeit,    zum Beispiel Druck  luft, ein in     einem:

      am     Gussstück        c    angegos  senen Zylinder h befindlicher     Kolben    k vor  getrieben wird, so. stösst er gegen die Sperr  klinke f, die bisherige Sperrung der Hoch  haltestellung des     Keilsattels        wird    aufge  hoben und das ganze Lastgewicht,     welches     an den mit dem     Keilsattel    verbundenen  Zapfen i angreift,     drückt    den Sattel auf das  Tragseil. Die bisher von den Laufrädern e  aufgenommene Last geht also jetzt auf den       Keilsattel    über.

   Die     Seilauflagerfläche    auf  dem Schuh kann     entweder    in der in     Abb.    3  ausgezogenen oder gestrichelt dargestellten  Weise     ausgebildet    werden, in beiden Fällen  wird eine grosse Sicherheit gegen die Folgen           starken    seitlichen Windes auf das Seil ge  schaffen und bei etwaiger seitlicher Bewe  gung des Seils wird die selbsttätige Rück  bewegung desselben in die normale Lage vor  Ankunft     ,des    Wagens am Mast gesichert. Das  Kräftespiel am     Keilsattel    zeigt     Abb.    4. Die  senkrechte Belastung Q ergibt die am Seil  angreifenden Kräfte P.

   In dem Beispiel ist  die     Keilneigung    derart gewählt, dass die  beiden Kräfte P zusammen etwa gleich 4 Q  werden. Wird nun der Reibungskoeffizient  zu 0,2 angenommen, was infolge der hohen,  eine Fettschicht     fortdrückenden    spezifischen       Flächenprassung    an     denTragseildrähteneines     bei Personenschwebebahnen ja meist verwen  deten     Litzenspiralseils    zulässig erscheint, so       würde    das Fangen noch auf einer Bahn  steigung von zirka 4.0,2, das heisst auf  zirka 80 %     .Steigung    erfolgen können.

   Die  geeignete Ausbildung der     Keilneigung        wird     zweckmässig für die .gewünschte Steigung  unter     Berücksichtigung    auch des Einflusses  der Seilschmierung durch Versuche festge  stellt. Die erfahrungsmässig grosse Mit  nahmefähigkeit der Keilsattel bei den soge  nannten englischen     Einseilbahnen    auch in  starken     Steigungen    lässt die weitgehende       Verwendungsmöglichkeit    der beschriebenen,  jeder Klemmhebel und     Anstellfedern    ent  behrenden Fangvorrichtung bei Personen  schwebebahnen erwarten.

   Ein Einbau meh  rerer     Keilsättel,    wie beim Beispiel ange  nommen, und zwar je eines     Keilsattels    in  den Einzellaufwerken des meist     achträdrigen     Laufwerkes bringt noch     ,den    besonderen Vor  teil, dass der Raum oberhalb des Tragseils       zwischen    den Laufrädern selbst bei     langen     Keilsätteln günstig ausgenutzt werden kann,  und dass durch die Anordnung mehrerer  langer Keilsättel, die die an sich schon be  nötigte Gesamtlänge des Wagens nicht we  sentlich vergrössern, eine grosse Berührungs  länge am Seil und damit eine geringe Ab  nutzung der     Sattelfläche    bei etwaigem häu  figem Probieren der Einrichtung erzielt wird.

    Die beim Beispiel vorgesehene Verwendung.  von Druckluft zur Auslösung der Sperre       bezw.    der Klinke f ist deshalb besonders vor-    teilhaft, weil wegen der     Beweglichkeit    der  Einzellaufwerke gegeneinander     die    Zu  führung der     Auslöseenergie    zu     ihnen    durch  Schläuche erheblich einfacher und betriebs  sicherer ist, als etwa durch gelenkige Ge  stänge oder durch     Drähtseilzüge,    die zur       Unschädlichmachung    der Relativbewegung  der Laufwerke auf die Sperrauslösung ver  hältnismässig verwickelt ausfallen müssten.  



  Um nach Beseitigung des zur Bremsung  Veranlassung gebenden Fahrthindernisses  oder bei gerissenem Zugseil nach     Heranschaf-          fung    eines     Ersatzteils    die Fahrt weiter fort  setzen zu können, wird zum Hochziehen der       Keilsättel    in ihre Normalstellung die mit  dem Schaft b verbundene Schraubenspindel .       n        mittelst    der Mutter o angezogen.  



  Beim Beispiel nach den     Abb.    6     und    7,  das insbesondere bei     Bahnen    mit nicht allzu  starkem Gefälle vorteilhaft zur Anwendung  kommt, sind .die Sättel durch an ihrem Um-  fang     keilfärmig        ausgestaltete    Räder p ge  bildet, die in den Laufwerksrahmen     heb-          und    senkbar sind und unter Einschaltung  von     Zwischenvorgelegen,    zum Beispiel mittelst  des innenverzahnten     Vorgeleges    s,     t    und des  konischen     Vorgeleges   <I>q,

   r</I> und der Welle     u     mit einer     Bremsscheibe    v verbunden sind,  mit deren Hilfe der Wagen, der durch die  Keilwirkung der im Normalzustand dauernd  gebremsten, aber hochgehaltenen, bei Zug  seilbruch jedoch auf das Tragseil durch die  Last     niedergedrücktenRäder    gefangen wurde,       talwärts    niedergebremst werden kann,  und zwar selbst in dem Falle, dass über  haupt kein Zugseil mehr zum Weitertrans  port des Fahrzeuges verfügbar ist. Die in  etwa analoger Weise, wie in     Abb.2    ausge  bildete     Sperrvorrichtung    zum Hochhalten der  Keilräder bei normaler Fahrt ist in     Abb.    6 .  und 7 fortgelassen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUOTI Am Tragseil angreifende Fangvorrich tung für Personenseilschwebebahnen mit stillstehendem Tragseil und bewegtem Zug seil, dadurch gekennzeichnet, dass unter dem Einhuss des Wagengewichtes -stehende keil- sättel während der normalen Fahrt - durch eine Sperre im Laufwerk hochgehalten und dadurch an der Berührung mit dem Tragseil verhindert werden,
    -dagegen nach Lösung der Sperre sich unter der Wirkung des Wagen gewichtes auf das Tragseil unter gleichzei tiger Entlastung der Laufräder des Lauf werkes aufsetzen und dadurch den Wagen ,im Abstürzen verhindern. UNTERANSPRüCHE:
    1. Fangvorrichtung nach dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Keilsättel (a) zwischen den Wangen (d) des Laufwerk--es angeordnet und ihre Sperre (f) durch von einer Druckflüssig keit betätigte Kolben (7c) gelöst werden, wobei die Sättel -mit einer Schrauben spindel (7z) verbunden sind, durch die mittelst der Mutter (o) nach Beseitigung des Fahrhindernisses ein Wiederhoch ziehen der Keilsättel zwecks Weiterfahrt erfolgen kann. 2.
    Fangvorrichtung nach dem Patentan spruch, dadurch 'gekennzeichnet, dass die Keilsättel durch an ihrem Umfang keil förmig ausgestaltete, in dem Laufwerke heb- und senkbare Räder (p) gebildet sind, die unter Einschaltung von Zwwischenvor- gelegen <I>(q, r, s, t)</I> unter dem Einfluss einer Bremse (v) stehen, mit deren Hilfe der durch die Keilwirkung der Räder gefan gene Wagen talwärts niedergebremst wer- den: kann.
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