CH126764A - Verfahren zum Reinigen von Acetylen. - Google Patents

Verfahren zum Reinigen von Acetylen.

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CH126764A
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Sohn Firma C H Boehringer
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Boehringer Sohn Ingelheim
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C7/00Purification; Separation; Use of additives
    • C07C7/12Purification; Separation; Use of additives by adsorption, i.e. purification or separation of hydrocarbons with the aid of solids, e.g. with ion-exchangers

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Description


  Verfahren zum Reinigen von Acetylen.    Durch das schweizerische Patent Nr.  <B>1.05197</B> ist ein Verfahren zum Reinigen von.  Acetylen geschützt, darin bestehend,     d.ass    das  Gas mit oxydierend wirkenden Reinigungs  mitteln über das bisher übliche Mass hinaus  bis zur restlosen Befreiung auch von den  schwerer zu trennenden Verunreinigungen  behandelt wird.  



  Es wurde nun gefunden, dass die restlose  Befreiung des Acetylens von     Verunreinigun-          en    mit Vorteil auch durch Behandeln des       Acetylens    mit.     Adsorptionsmitteln,    zum Bei  spiel durch Behandeln mit. Aktivkohle oder  andern     Adsorptionsmitteln,    wie zum -Beispiel  aktivem     Kieselsäuregel,    erfolgen kann. Das  vorliegende Verfahren kann zum Beispiel  derart ausgeführt werden, dass mann das zu       reinigende    Acetylen durch mit     Aktivkohle     beschickte Röhren leitet.

   Vorteilhaft wird  hierbei in Abwesenheit von Feuchtigkeit,  also zum Beispiel unter Anwendung trockener       Adsorptionsmittel    und trockenen Acetylen,  gearbeitet. Weiterhin hat es sich als vorteil  haft erwiesen,     Adsorptionsmittel    zu verwen  den, welche saure Eigenschaften besitzen.       Adsorptionsmittel    von nicht saurer Natur    werden zweckmässig erst zum Beispiel da  durch verbessert, dass     mann    sie mit gasför  inigen oder flüssigen Säuren oder sauren  Salzen     behandelt.        Überschüssige    Säure kann  hierbei durch Auswaschen entfernt werden.  



  Das Verfahren eignet sich für die Rei  nigung von rohem und     vorgereinigtem    Ace  tylen. Man kann also zum Beispiel Rohace  tylen durch Behandeln mit Aktivkohle oder  dergleichen in völlig reine Form überführen.  Mit Vorteil kann man aber auch derart ver  fahren, dass     mann    das Acetylen zunächst nach  üblichen Methoden, zum Beispiel durch Be  handeln mit     Chromsäuremasse,    von der  Hauptmenge der Verunreinigungen befreit  und die restlichen Verunreinigungen dann mit  Hilfe von     Aktivkohle    oder dergleichen ent  fernt.  



  Es hat sich weiterhin gezeigt,     class    zur  Ausführung vorliegenden Verfahrens mit  Vorteil auch durch saure Stoffe regenerierte       Adsorptionsmittel    geeignet sind.  



       Beispiel   <I>Z:</I>  Rohacetylen oder zum Beispiel durch Be  handeln mit oxydierend wirkenden Reini-           gungsmitteln        vorgereinigtes,    aber noch ge  ringe Mengen von Verunreinigungen, zum  Beispiel hochgiftige Phosphorverbindungen  enthaltendes, zweckmässig vorgetrocknetes  Acetylen wird durch ein mit einem vorteil  haft getrockneten, zweckmässig sauer rea  gierenden, beziehungsweise mit sauer rea  gierenden     Substanzen    vorbehandelten     Adsorp-          tionsmittel,    zum Beispiel grobkörniger Ak  tivkohle beschicktes Rohr, oder auch durch  mehrere,     hintereinandergeschaltete    Rohre, ge  leitet.

   Nachdem eine gewisse Erschöpfung  des     Adsorptionsmittels,    zum Beispiel der  Kohle, eingetreten ist, wird dieselbe durch  Durchleiten von gasförmigem Chlorwasser  stoff regeneriert, wobei zugleich Entfernung  vorhandener Feuchtigkeit stattfindet, worauf  das     Adsorptionsmittel    von neuem verwen  dungsfähig ist. Zweckmässig wird derart ver  fahren, dass das     Adsorptionsmittel,    zum Bei  spiel die Aktivkohle, vor der Acetylenbe  handlung in feuchtem oder trockenem Zu  stande mit     Salzsäuregas    oder auch mit flüs  siger Salzsäure behandelt wird.

   Nach Ent  fernung der Feuchtigkeit wird Acetylen  durchgeleitet, wobei die Wirkungsdauer der  sauren     Aktivkohle    eine sehr viel grössere ist,  als die von     gewöhnlicher,    unbehandelter Ak  tivkohle. Das abgehende Acetylen ist völlig  frei von Verunreinigungen.  



  Bei Anwendung des Verfahrens gemäss  der Erfindung auf die     Reinigung    von mit       Chromsäuremassen    oder dergleichen technisch       vorgereinigtem,    in     Lösungsmitteln,        wie    Ace  ton, aufgenommenem, in Bomben befindlichem       Acehrlen    wurde die Beobachtung gemacht,  dass mit Hilfe von     Adsorptionsmitteln    noch  weitere Vorteile erzielbar sind. Leitet man  nämlich das aus der Bombe ausströmende  Acetylen über Aktivkohle oder dergleichen,  so gelingt es, dieselbe völlig von dem sonst  anhaftenden Lösungsmittel zu befreien.  



       Dies    ist insofern von Wichtigkeit, als  die Anwesenheit von Aceton und andern Lö  sungsmitteln die Verabreichung des     Nar-          cylens    zu Zwecken der Narkose oder andern  therapeutischen Zwecken ausserordentlich     er-          schwert.        Nach        bekannten    Veröffentlichungen    setzen die Patienten der Verabreichung des       Narcylens    vielfach einen gewissen reflek  torischen Widerstand entgegen, welchem bis  her durch Zumischen von Riechstoffen ent  gegengewirkt wurde.

   Es hat sich nun ge  zeigt,     dass    das nach vorliegender Erfindung       gereinigte,    durch selektive     Adsorption    völlig  von Aceton und dergleichen befreite Acetylen  ohne     Zumischung    von Riechstoffen störungs  frei verabreicht werden kann.  



  Die Erkenntnis, dass es möglich ist, das  Acetylen durch Behandeln mit     Adsorptions-          mitteln,    wie Aktivkohle und dergleichen,     vön     Acetylenlösungsmitteln, wie Aceton, zu be  freien, bietet     auch,die    Möglichkeit, Acetylen,  welches auf anderem Wege, zum Beispiel  nach dem Verfahren des     schweizerischen    Pa  tentes Nr. 105197, zum Beispiel durch Be  handlung mit     Chromsäuremassen,    von gif  tigen Verunreinigungen, wie Phosphorverbin  dungen, bereits völlig befreit worden ist, noch  weiter dadurch zu reinigen, dass demselben  durch Behandlung mit     adsorbierenden    Mit  teln die anhaftenden Lösungsmittel völlig  entzogen werden.  



  Unter Umständen kann man auch zur Be  freiung des Acetylens von diesen Verunreini  gungen das vorliegende Verfahren mit an  dern kombinieren, zum Beispiel derart, dass  man das aus einer Bombe ausströmende Ace  tylen zunächst zum Beispiel durch Waschen  mit Wasser,     Bisulfitlösungen    oder derglei  chen, von der Hauptmenge des Lösungs  mittels, zum Beispiel Aceton, befreit und die  restlichen Mengenderartiger Verunreinigun  gen dann durch     Adsorption    entfernt.  



  Es hat sich weiter gezeigt, dass bei der  Acetylenreinigung nach der vorliegenden Er  findung auch Verunreinigungen, wie zum  Beispiel der im Aceton vielfach     -vorhandene     Methylalkohol, durch die     Adsorptionsmittel     festgehalten werden.  



  <I>Beispiel 2:</I>  Rohes, oder durch Behandeln mit     oxy-          dierend    wirkenden Reinigungsmitteln     vorge-          reinigtes    Acetylen, welches in Aceton gelöst  und in einer Bombe aufbewahrt ist, wird,      vorteilhaft in trockenem Zustande, gege  benenfalls nach vorheriger Befreiung von der  Hauptmenge des mitgeführten Acetons durch  Behandlung mit geeigneten Mitteln, zum Bei  spiel     Hindurchleiten    durch Wasser oder     Bi-          sulfitlösung,    mit mässiger Geschwindigkeit  durch ein mit einem, vorteilhaft getrockneten,  zweckmässig sauer reagierenden,

   beziehungs  weise mit sauer reagierenden Substanzen vor  behandelten     Adsorptionsmittel,    zum Beispiel  nicht zu feinkörniger Aktivkohle, beschicktes  Rohr geleitet. In dem aus dem     Adsorptions-          gefäss    abgehenden Acetylen ist Aceton auch  nicht in Spuren mehr nachweisbar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Reinigen von Acetylen, dadurch gekennzeichnet, dass die Verunreini gungen durch Behandeln des Acetylens mit Adsorptionsmitteln entfernt werden. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren na^h Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sauer reagierende Ad sorptionsmittel verwendet werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von Zeit zu Zeit mit sauren Stoffen be handelte Adsorptionsmittel verwendet werden. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeich net, dass durch Behandlung mit oxydierend wirkenden Reinigungsmitteln von der Hauptmenge giftiger Verunreinigungen befreites Acetylen mit den Adsorptions- mitteln behandelt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeich net, dass in Abwesenheit von Feuchtigkeit gearbeitet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeich net, dass Acetylen von ihm anhaftenden Lösungsmitteln durch Behandeln mit Ad sorptionsmitteln befreit wird.
    B. Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeich net, dass von der Hauptmenge anhaften der Lösungsmittel durch Behandlung mit Waschflüssigkeiten befreites Acetylen mit den Adsorptionsmitteln behandelt wird.
CH126764D 1926-11-22 1926-11-22 Verfahren zum Reinigen von Acetylen. CH126764A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2912401A1 (fr) * 2007-07-17 2008-08-15 Air Liquide Nouveau procede d'elimination d'un solvant contenu dans de l'acetylene sous pression. installation pour la mise en oeuvre du procede

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2912401A1 (fr) * 2007-07-17 2008-08-15 Air Liquide Nouveau procede d'elimination d'un solvant contenu dans de l'acetylene sous pression. installation pour la mise en oeuvre du procede

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