CH128301A - Verfahren zum Verbinden eines Isolators aus keramischem Stoff mit einer Armatur unter Anwendung eines Metallausgusses. - Google Patents

Verfahren zum Verbinden eines Isolators aus keramischem Stoff mit einer Armatur unter Anwendung eines Metallausgusses.

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CH128301A
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Porzellanfa Aktiengesellschaft
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Porzellanfab Rosenthal & Co Ag
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  Verfahren zum Verbinden eines Isolators aus keramischem     Stoff    mit einer Armatur  unter Anwendung eines     Netallausgusses.       Die Erfindung betrifft ein     Verfahren     zum Verbinden eines Isolators aus kerami  schem Stoff mit einer Armatur. Der     Isola-          torkörper    ist bei dieser Anordnung     minde-          stens    teilweise durch einen     Metallausguss    mit  mindestens einer seiner     Armaturen    verbun  den.

   Gemäss diesem Verfahren werden am       Isolatorkörper    zunächst Mittel angebracht,  worauf das     Ausgussmetall    zwischen Armatur  und bedecktem     Isolatorkörper    eingegossen  wird, wobei die Mittel das schmelzflüssige       Ausgussmetall    von dem     Isolatorkörper    ab  halten und unter Einwirkung des     Ausguss-          metalles    ihre Form ändern.  



  Ausserdem umfasst die Erfindung einen  Isolator, der nach diesem Verfahren herge  stellt ist und bei dem noch die Mittel, die  das     Ausgussmetall    vom Isolator abhalten,  nach dessen Fertigstellung zu erkennen sind.  



  Ein nach dem Verfahren gemäss der Er  findung hergestellter Isolator     besitzt    eine  Zwischenschicht zwischen     Metallausguss    und       Isolatorkörper,    die aus einem Stoff besteht,    der unter Einwirkung des     Ausgussmetalles     seine Form- ändert.     -.     



  Bei der     Durchführung    des Verfahrens  ändern die auf dem     Isolatorkörper    ange  brachten Mittel     ihre    Form beispielsweise so,  dass sie während des     Erkaltens    des -Aus  gusses ihr Volumen ändern oder aber teil  weise durch den erkaltenden und sich zusam  menziehenden     Metallausgüss    herausgequetscht  werden. In a11 -diesen Fällen werden irgend  welche Spannungen im     Metallausgusskörper,     deren Reaktion Spannungen im Isolator  körper wären und hiermit     Rissbildungen,    Ab  scherungen, Einkerbungen usw. im Isolator  körper vermieden.  



  Die Schrumpfung des Metallausgusses ist  verhältnismässig sehr gering, so dass die Zwi  schenschichten .auch ihrerseits sehr dünn aus  geführt werden können.  



  Es ist wohl verstanden, dass diese Zwi  schenschichten in ihrer Beschaffenheit und  Wirkung nicht zu vergleichen sind mit jenen  Auflagen, deren Zweck es ist, gleichsam      eine Wärmeisolation zwischen     Metallausguss     und Porzellankörper zu schaffen, um bei be  sonders hohen Temperaturen des Ausgusses  ein Springen des     Isolatorkörpers    zu     verhin-          Jern.Schon    äusserlich unterscheiden sich  Isolatoren mit solchen     wärmeisolierenden     Deckschichten von denjenigen der Erfindung  durch das Volumen der     DACksehlcht,    das bei  den ersteren erheblich grösser ist und sein  muss als bei den letzteren, ferner aber auch  dadurch,

   dass ein mindestens teilweises Ent  fernen oder Zusammenziehen wärmeisolie  render Deckschichten bisher weder möglich  noch bedacht war. Ein äusseres Kriterium  für das Vorliegen     eines    Isolators, der gemäss  dem Verfahren vorliegender Erfindung her  gestellt ist und solchen mit     vorbekannter     wärmeisolierender Deckschichten wird in den       meisten    Fällen schon darin gefunden werden  können,     dass    der     Metallausguss    in den be  kannten Isolatoren an sich auch ohne solche  Zwischenschicht eingebracht werden könnte,       ohne    den     Isolatorkörper    zu verletzen,

   also  die Beschaffenheit des     Metalles        bezw.    des       Isolatorkörpers,    gegebenenfalls die Legierung  des ersteren, von     vornherein    so gewählt sind,  ,dass auch ohne wärmeisolierende Schutz  schichten der Ausguss durchgeführt werden  könnte. Aber auch den angewandten Stoffen  für die Zwischenschicht an den Isolatoren  wird es meist anzuerkennen sein, ob sie eine  wärmeisolierende Wirkung ausüben können  oder nicht. Vor allem wird aber die geringe  Dicke der Schicht in der Regel erkennen las  sen, dass der Effekt der Wärmeisolierung  ausgeschlossen ist.  



  Die     Zwischenschicht    für die Zwecke der  Erfindung kann beispielsweise aus einer     zel-          luloidartigen    Masse bestehen, die in dünner  Schicht auf den     Isolatorkörperteil    aufge  bracht wird, der hierauf durch den Metall  ausguss zu erfassen ist, und die durch Wärme  aufnahme aus dem schmelzflüssigen Ausguss  das in ihr mechanisch und chemisch gebun  dene Wasser abgibt, hierbei an Volumen ab  nimmt und eine Art poröser Zwischenschicht  ergibt,

   die einerseits geringeres Volumen nach  Erkalten des Ausgusses aufweist als vor dem    Eingiessen und anderseits wegen ihrer     Porö-          sität    in sich gleichsam elastisch     bezw.        naeh-          giebig    ist und ,die Schrumpfung des     Einguses     zulässt, ohne dass hierbei irgendwelche erheb  liche Spannungen hervorgerufen werden.  



  Man kann aber auch den     Isolatorkörper     an den in Betracht kommenden Stellen mit  einer Schicht aus sehr weichem Metall um  giessen, dieses insbesondere durch ein Spritz  verfahren aufbringen und dann erst den  Ausguss mit der härteren Metallegierung vor  nehmen. Diese Metallschicht wird auch sehr  dünn sein und ihrem Wesen nach niemals eine  Wärmeisolierung darstellen können. Besitzt  sie höheren Schmelzpunkt als das     Ausguss-          metall,    so wird sie     dauernd    als Kissen wir  ken und durch den erkaltenden Ausguss sogar  mindestens teilweise ausgepresst werden kön  nen, ohne dass erhebliche, mit den bisherigen  zu vergleichende Spannungen erzeugt werden.

    Besitzt sie niedrigeren Schmelzpunkt als der  Ausguss, so kann sie während des     Erkaltens     des Ausgusses ihrerseits schmelzen und für  die Schrumpfung des Ausgusses Platz geben,  soweit dies erforderlich ist. Sie kann im letz  teren Fall auch nachträglich ausgeschmolzen  werden.  



  Die Zeichnung zeigt ein Ausführungs  beispiel der Erfindung, insbesondere für  Hochspannungsisolatoren.  



       Fig.    1 zeigt in teilweisem Schnitt     bezw.     Ansicht die Verbindung einer Kappe mit  einem     Isolatorkopf    bei weggebrochenem     Iso-          latorkörper;          Fig.2    zeigt in gleicher Weise die An  wendung der Erfindung auf einen Hochspan  nungsisolator der     Doppelkappentype.     



  Am Kopf des     Isolatorkörpers    P wird  zunächst die Zwischenschicht Z aufgebracht,  sodann die Kappe A darüber gestülpt, das  Ganze     umgekehrt    und     ider    Raum     B'    mit dem  gewünschten     Metallausguss,    beispielsweise  einer harten Bleilegierung, ausgegossen.  Hierdurch werden :die nicht nur senkrecht  zur Berührungsfläche (Pfeilrichtung) sonst  auftretenden Spannungen, sondern vor allem  die parallel hierzu verlaufenden (andere  Pfeilrichtung)     Spannungen    wirksam im Ent-      stehen verhindert oder zumindest auf ein  unschädliches Mass begrenzt.  



       Fig.    2 ist ohne weiteres verständlich.       hach    -dem Erkalten kann sich das Metall  entweder an den     Isolatorkörper    anlegen, wo  bei die Zwischenschicht ganz oder teilweise  vorhanden oder verschwunden ist, oder aber  er bleibt dauernd in geringfügigem Abstand  vom     Isolatorkörper,        bezw.    berührt diesen  überhaupt nicht unmittelbar.

   Des weiteren  können dieselben Mittel auch dann ange  wendet werden, wenn der     Metallausguss    nicht  unmittelbar, sondern unter Anwendung von  Zwischenstücken beliebiger Art den Isolator  körper erfasst, indem. dann die Schutzschicht  zwischen den Zwischenstücken und dem     Iso-          latorkörper    angebracht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zum Verbinden eines Isolators aus keramischem Stoff mit einer Ar matur, unter Anwendung eines Metall ausgusses, dadurch gekennzeichnet, dass am Isolatorkörper zunächst Mittel ange bracht werden, worauf das Ausgussmetall zwischen Armatur und bedecktem Iso- latorkörper eingegossen wird,
    wobei die Mittel das schmelzflüssige Ausgussmeta11 von dem Isolatorkörper abhalten und unter Einwirkung des Ausgussmetalles ihre Form ändern. II. Ein nach dem Verfahren des Patent anspruches I hergestellter elektrischer Isolator, gekennzeichnet durch eine Zwi schenschicht zwischen Metallausguss und Isolatorkörper, die aus einem Stoff be steht, der unter Einwirkung des Aus gussmetalles seine Form ändert.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Isolatorkörper nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine an ihm ange brachte Schicht, die bei Erwärmung ihr Volumen verringert. 2. Isolatorkörper nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht am Isolatorkörper in einer zelluloid- artigen Masse besteht, die bei Erwärmung das mechanisch und chemisch gebundene Wasser abgibt. 3. Isolator nach Patentanspruch II, gekenn zeichnet durch eine weiche Auflage schicht, die unter Druck ihr Volumen verringert. 4.
    Isolator nach Patentanspruch II, gekenn zeichnet durch eine elastische Auflage schicht, die unter Druck ihr Volumen verringert. 5. Isolator nach Patentanspruch II, gekenn zeichnet durch eine weiche Auflage schicht, die durch Druck ihre Form ver ändert. 6. Isolator nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch eine elastische Auf lageschicht, die durch Druck ihre Form verändert. 7. Isolator nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch eine dünne Auflage schicht aus Metall, das weicher als das Ausgussmetall ist. B.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass auf dem Iso- latorkörper zunächst Mittel aufgebracht werden, welche das schmelzflüssige Aus gussmetall während des Eingiessens von dem Isolatorkörper abhalten, hierauf Zwischenstücke und die Armatur ange bracht werden, und sodann das schmelz flüssige Ausgussmetall eingegossen wird. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass auf den Iso- latorkörper eine dünne Zwischenschicht aus Metall aufgegossen und hierauf erst das schmelzflüssige Ausgussmetall einge gossen wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass auf den Iso- latorkörper zunächst eine dünne Schicht aus Metall aufgespritzt und sodann erst das schmelzflüssige Ausgussmetall einge gossen wird.
CH128301D 1926-09-29 1926-11-26 Verfahren zum Verbinden eines Isolators aus keramischem Stoff mit einer Armatur unter Anwendung eines Metallausgusses. CH128301A (de)

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