CH128724A - Verfahren zur Herstellung synthetischen Ammoniaks. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung synthetischen Ammoniaks.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung synthetischen Ammoniaks. Es hat sich ergeben, dass Eisenkarbid einen besonders wirksamen Katalysator für die Ammoniaks.ynthese darstellt.
Eisenkarbid ist eine endothermische Ver bindung. Ein derartiger Körper befindet sich bekanntlich bei verhältnismässig niedriger Temperatur in einem labilen Zustande, der infolge der hierbei bestehenden langsamen Reaktionsgeschwindigkeiten nicht aufgehoben wird. Bringt man aber eine solche Verbin dung, beispielsweise von der Zusammenset zung Fe,-C, auf höhere Temperatur, zum Beispiel auf<B>500,</B> so steigt auch die Re aktionsgeschwindigkeit, und es bilden sich Zersetzungsprodukte, die sich aber bei noch erheblich höheren Temperaturen wieder ver einigen, da dann das Gleichgewicht eben nach der Seite der Vereinigung liegt.
Bei diesen hohen Temperaturen bleibt dann eine endotherme Verbindung unendlich lange Zeit beständig. Für Eisenkarbid liegt diese Tem peratur über 1000 . Seine Anwendung in diesem durch die eben erwähnte hohe Tem peratur bedingten stabilen Zustand verbietet sich aber bei der Ammoniaksynthese aus theoretischen und praktischen Gründen, da nämlich in diesen Temperaturbereichen das Ammoniakgleichgewicht sehr ungünstig liegt, sowie die apparativen Schwierigkeiten ganz besonders grosse wären.
Aber auch in dem bei der Ammoniak synthese vorteilhaften und daher meistens zur Anwendung gelangten Temperaturbereich zwischen 500 und<B>600'</B> ist die Verwendung von Eisenkarbid als Katalysator ausgeschlos sen. Wenn sich etwa bei bekannten andern Verfahren Eisenkarbid hätte bilden können, so würde es sich, wie oben angedeutet, so fort wieder in Kohlenstoff und Eisen zer setzt haben, und wäre eine hierbei allen falls eingetretene Ammoniakbildung dann nur dem gebildeten Eisen zuzuschreiben gewesen. Es ist daher erklärlich, dass' eine besondere Wirkung des Eisenkarbids selbst als Kon taktstoff bisher überhaupt nicht hat beobach tet werden können.
Ganz anders liegen nun aber die Verhält nisse, wenn man erfindungsgemäss bei der Ammoniaksynthese Eisenkarbid als Kontakt stoff im Katalysator verwendet, bei Tem- peraturen, die unter 450 liegen. Wenn man dann möglichst sorgsam jede Überhitzung über 450 hinaus, bei welcher Temperatur die Zersetzungsgeschwindigkeit des Eisen karbids noch unmerklich ist, vermeidet, kann man dann das Eisenkarbid beliebig lange Zeit unzersetzt erhalten.
Dies ist besonders wertvoll, weil eine oftmalige Erneuerung des Katalysators schon aus dem Grund un erwünscht ist, weil dessen Wirksamkeit nach einiger Zeit der Benutzung sich von selbst steigert - vielleicht infolge Umwand lung in eine andere Kristallform oder durch Vergrösserung seiner wirksamen Oberfläche.
Es hat sich ferner ergeben, dass bei einem *Verfahren zur katalytischen Herstellung von synthetischem Ammoniak mittelst eines Ka talysators aus Eisenkarbid dann eine beson ders günstige Wirkung erzielt werden kann, wenn ein Kontaktstoff verwendet wird, wel chem noch Kaliumverbindungen oder Ver bindungen von andern Alkali- oder von Erd- alkalimetallen beigemischt sind, da die Um wandlung des Eisenkarbids in eine aktivere Form sich alsdann beschleunigt vollzieht. Als ganz besonders wirksam haben sich als Zu satzmittel Cyanverbindungen der genannten Metalle erwiesen.
So wie es Katalysatoren gibt, die deren Reaktionsgeschwindigkeit erhöhen, gibt es aber auch Körper, die imstande sind, die Umwandlungsgeschwindigkeiten herabzuset zen. Hierzu gehören namentlich Stoffe von amorpher oder kolloidaler Beschaffenheit, wie zum Beispiel Hydroxyde, Oxyde und andere Verbindungen der Erdmetalle. Diese Verbindungen wirken auch vorteilhafter weise mit als Stabilisatoren beim vorliegenden Verfahren, bei welchem erfindungsgemäss Eisenkarbid als Katalysator verwendet wird,
indem dieselben dessen Zersetzung bei er höhter Temperatur zwar nicht völlig ver- hindern, jedenfalls aber wesentlich herab mindern, mithin anderseits eine höhere Er- hitzundes Eisenkarbids zulassen. Ferner hat es sich ergeben, dass ein Zusatz von Schwefelverbindungen, die unter den Ver suchsbedingungen meistens in Form von Sulfiden verwendet wurden, dem Eisenkar bid eine grössere Temperaturbeständigkeit verleiht. Ein solcher Zusatz hat, im Gegen satz zu der allgemeinen herrschenden Auf fassung, keine Vergiftung des Katalysators hervorgerufen.
Beispiel: - Zur Herstellung von synthetischem Am moniak leitet man ein Stickstoff-Wasserstoff- Gemisch in geeignetem Verhältnis über eine Kontaktmasse, die in der Weise hergestellt ist, dass Kaliumferrotartrat zunächst in dem Stickstoff-Wasserstoff-Strom auf etwa 350 erhitzt und dann unter einem Druck von etwa 50 Atmosphären allmählich weiter auf eine Temperatur von etwa 400' gebracht wurde, bei welcher die Bildung von Eisen karbid eintritt, welche Reaktionsmasse so dann gleich von ihrer Entstehung an als Kontaktstoff in einem Katalysator für die Synthese des Stickstoffes und Wasserstoffes zu Ammoniak verwendet wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung synthetischen Ammoniaks aus Stickstoff und Wasserstoff unter Druck und bei Temperaturen, die zwi schen<B>300</B> und 450' liegen, dadurch gekenn zeichnet, dass als Kontaktstoff Eisenkarbid verwendet wird. UN TERANSPRüCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Kataly sator verwendet wird, der eine Alkali verbindung enthält, welche das Eisen karbid in eine aktivere Form umzuwan deln vermag. 2.Verfahren gemäss' Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass ein Katalysator verwendet wird, der als aktivierenden Zusatz eine Cyan- verbindung eines Alkalimetalles ent hält. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch,. da durch gekennzeichnet, dass ein Kataly sator, verwendet wird, der eine Erdalkali verbindung enthält, welche das Eisen karbid in eine aktivere Form umzuwan deln vermag. 4.Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeich net, dass ein Katalysator verwendet wird, der als aktivierenden Zusatz eine Cyan- verbindung eines Erdalkalimetalles ent hält. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Kataly sator verwendet wird, der mindestens einen amorphen Stoff enthält, der die Beständigkeit des Eisenkarbids bei Tem peraturerhöhungen zu erhöhen vermag. 6. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass ein Katalysator verwendet wird, der als amorphen Stoff ein Hydroxyd eines Erdmetalles enthält. 7.Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass ein Katalysator verwendet wird, der als amorphen Stoff ein Oxyd eines Erdmetalles enthält. B. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Kataly sator verwendet wird, der mindestens einen kolloidalen Stoff enthält, der die Beständigkeit des Eisenkarbids bei Tem peraturerhöhungen zu erhöhen vermag. 9. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeich net, dass ein Katalysator verwendet wird, der als kolloidalen Stoff ein Hydroxyd eines Erdmetalles enthält. 10.Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeich net, dass ein Katalysator verwendet wird, der als kolloidalen Stoff ein Oxyd eines Erdmetalles enthält. <B>11.</B> Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Kataly sator verwendet wird, der eine Schwefel verbindung enthält, welche die Tempe raturbeständigkeit des Eisenkarbids zu erhöhen vermag.
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH128724A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN118142556A (zh) * | 2024-03-29 | 2024-06-07 | 福州大学 | 一种Fe基合成氨催化剂及其制备方法 |
-
1927
- 1927-05-18 CH CH128724D patent/CH128724A/de unknown
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