CH129138A - Einrichtung zur Hochfrequenztelephonie mit Gegensprechbetrieb. - Google Patents

Einrichtung zur Hochfrequenztelephonie mit Gegensprechbetrieb.

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CH129138A
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Gesellschaft Fuer D Telefunken
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Telefunken Gmbh
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  Einrichtung zur     Nochfrequenztelephonie    mit Gegensprechbetrieb.    Auf gewissen Gebieten, wie zum Bei  spiel der     Nachrichtenübertragung    in Elek  trizitätswerken, hat sich die     Hochfrequenz-          telephonie    als     Betriebstelephonie    wegen  ihrer     wirtschaftlichen    und betrieblichen  Überlegenheit gegenüber     gewöhnlichenDraht-          verbindungen    bereits weitgehend in der       Praxis    eingebürgert.  



  Es ist anzunehmen, dass sieh die Hoch  frequenztelephonie auch auf anderen Gebie  ten, auf denen, wie zum Beispiel im     See-          und    Luftverkehr,     Nachrichtenübermittlun-          gen    über Drähte nicht     möglich        sind,    eben  falls mehr und mehr einführen wird. Einer       allgemeineren    Einführung der     Hochfre-          quenztelephonie    stellt sich aber die Schwie  rigkeit entgegen, dass nur eine beschränkte  zahl von Frequenzen oder Wellen verfügbar  sind. Um dieser Schwierigkeit Herr zu wer  den, muss die Technik mit grösster .Sparsam  keit in der Wellenbenutzung vorgehen.

   Bei  den verschiedenen, von der Praxis gestellten  Aufgaben wird man danach trachten müs  sen, den Aufwand an Wellen beziehungs-    weise Frequenzen auf ein     Minimum    zu be  schränken.  



  Im allgemeinen benutzte man bisher zum  Gegensprechverkehr zweier Sprechzellen mit  einander zwei verschiedene Trägerfrequen  zen, die eine für das Sprechen in der einen  Richtung, die andere für das     Sprechen    in  der entgegengesetzten Richtung.  



  Für das Gegensprechen zwischen zwei  Sprechstellen mit nur einer     einzigen    Fre  quenz ist .es bekannt geworden, den Träger  ferustrom nur in     einer    Sprechstelle zu  erzeugen, bei der anderen .Sprechstelle je  doch die für den     Modulator        erforderliche     Trägerfrequenz dem Empfänger zu entneh  men.

   Um diese     Anordnung    für einen     Ruf-          und    Gegensprechverkehr zwischen einer be  liebigen Anzahl von     ,Sprechstellen        praktisch     brauchbar zu gestalten, wird gemäss der vor  liegenden Erfindung jede Sprechstelle mit  einem Schwingungsgenerator ausgerüstet,  wobei von allen diesen Schwingungsgenera  toren immer nur einer, nämlich der Genera  tor der     jeweils    anrufenden     .Station        benutzt         wird, und zwar sowohl für den Anruf als  auch zur Erzeugung der     Trägerfrequenz    für  die     Modulatoren    beider miteinander verkeh  renden Sprechstellen.

    



  Auf der beigefügten Zeichnung sind ver  schiedene beispielsweise Ausführungsformen  der Erfindung in den Figuren 1-4 darge  stellt.  



  Figuren 1 und 2 zeigen die Schaltungen  zweier Sprechstellen gemäss der Erfindung,  wie sie beispielsweise nicht nur zur     Telepho-          nie    über Starkstromleitungen, sondern auch  zur Speisung von     Antennen,    für drahtlose  Telegraphie     verwendet    werden können, wäh  rend Figuren 3 und 4 die Anwendung der  Erfindung speziell zur     Telephonie    über  Starkstromleitungen veranschaulichen.  



  In     Fig.    1 bezeichnet D den Demodulator,  das heisst die Einrichtung, die dazu dient,  die über die Zuleitungen 1 und 2 ankommen  den modulierten Fernsprechströme in hör  bare     .Sprechströme    umzuwandeln. N bezeich  net eine     künstliche    Leitung, die zur     Aus-          balanzierung    der an die Zuleitungen 1 und  2 angeschlossenen Antenne beziehungsweise  der     Hochspannungsleitung    dient.

   Dieser       greis    ist über einen     Differential-    oder     Brük-          kentransformator    B mit dem     Modulator    M  gekoppelt, dem die erforderliche Trägerfre  quenz von dem     Schwingungskreis    Z zuge  führt wird, wenn der Schalter U betätigt       wird.    Die modulierten     Trägerströmp.    werden  durch den     Transformator    B über die Klem  men, 1 und 2 der Antenne beziehungsweise  der     Starkstromleitung    zugeführt und gelan  gen so zur     .empfangenden    Sprechstelle,

   die  entsprechend der in     Fig.    1 dargestellten ge  schaltet ist. Die vom     Schwingungsgenerator     Z erzeugte Trägerfrequenz gelangt also, wie  ohne weiteres ersichtlich, somit direkt zu  dem     Modulator    der     empfangenden    Sprech  stelle, so dass diese Trägerfrequenz auch hier  bei dem nicht     betätigten    Umschalter U mo  duliert und zur     Übertragung    der Sprech  ströme zum     anrufenden    Teilnehmer benutzt  wird.

   Hierbei werden durch die     Verwendung     der     Brückenschaltung    für die     Anschaltung       der     Modulatoren        M    an den Sprechstromkreis  Störungen im Sprechverkehr, wie sie durch  Rückwirkung des Demodulators auf den     Mo-          dulator    und umgekehrt     hervorgerufen    wer  den, vermieden.  



  Bei der in     Fig.    2 dargestellten Schaltung  sind für die beiden Sprechrichtungen beson  dere Stromkreise beziehungsweise besondere  Antennen vorgesehen, die an die     Klemmen     1, 2. beziehungsweise 3, 4 angeschlossen wer  den. Der     Modulator    M sowie der Demodula  tor D sind über besondere Kopplungsspulen       Ki,        K2    mit den getrennten Stromkreisen  verbunden. Die Speisung des     Modulators     durch den Schwingungsgenerator Z erfolgt  über einen Umschalter U, der im Ruhezu  stand, das ist in der Empfangsstellung, den       Modulator    IN unmittelbar mit dem Strom  kreis des Demodulators D verbindet.

   Ent  sprechend der     Fig.    2 ist auch die     Empfangs-          Teilnehmerstation    geschaltet.     Beabsichtigt     der Teilnehmer, einen andern Teilnehmer an  zurufen, so schaltet er den Empfangsgenera  tor Z an den     Modulator    M an und bewirkt  damit in bekannter Weise den Anruf der ge  wünschten .Station, gleichzeitig aber auch  die Zuführung der Trägerfrequenz zu dem       Modulator    M sowohl der rufenden als auch  der angerufenen Sprechstelle.

   Um hierbei  ein Übersprechen, wie es durch induktive  oder     kapazitive    Beeinflussung des     Kreises    1,  2 auf den Kreis 3, 4     hervorgerufen    werden  kann, zu vermeiden, ist es vorteilhaft, die  beiden Sprechkreise durch eine     Entkopp-          lungseinrichtung    E zu verbinden, die so ein  gestellt ist, dass sie die störenden     Übersprech-          ströme    kompensiert.  



  Mit dem Demodulator kann in an sich  bekannter Weise die     Rufempfangsschaltung     verbunden werden.  



  Der Umschalter U arbeitet zweckmässig  in Abhängigkeit von der     Rufeinrichtung.     Die Anordnung kann so getroffen werden,  dass die rufende     :Station    automatisch den  Umschalter betätigt und damit den Schwin  gungserzeuger anschaltet, während hier  durch gleichzeitig bei der gerufenen Station      der Umschalter in seine Ruhelage gesperrt  wird.  



  In den     Figuren    $     und    4 bezeichnen     L1     und     LZ    die     Roch.spannungsleitung    eines  Starkstromnetzes, die von dem Elektrizitäts  werk W aus gespeist wird. Das Werk W ist  über die Schalter     T1,        T,    und über übliche,  für den niederfrequenten Betriebsstrom       durchlässige,    für die Hochfrequenz als Sper  ren dienende Drosseln     Spi    und     Sp,    an die  Leitungen angeschlossen.

   Parallel zu den  Leitungen sind in Reihe die     Hochspannungs-          Kondensatoren        C1    und     C.    und die     Transfor-          matorspule        g    geschaltet. An die Sekundär  spule dieses Transformators ist das     Hochfre-          quenzgerät    angeschlossen.

   Bei der in     Fig.    3  dargestellten     Schaltung    wird der Sprech  kreis, auf dem sich das Sprechen in beiden       Richtungen    vollzieht, durch die Leitungen       L1    und     L2    beziehungsweise durch nur eine  Hochspannungsleitung und Erde gebildet.  Im Gegensatz     ztt    dieser Schaltung veran  schaulicht     Fig.    4 eine Schaltung, bei der,  ähnlich wie in     Fig.    2 dargestellt, der Fern  sprechverkehr auf zwei     .Sprechkreisen    statt  findet, nämlich über die Hochspannungslei  tung     L2    und Erde, beziehungsweise     L1    und  Erde.

   Für die Wirksamkeit der mit Bezug  auf     Fig.    3 und 4 beschriebenen Schaltungen  ist von besonderer Wichtigkeit, dass die  Sprechkreise unabhängig gemacht werden.  von .Schwankungen im Betriebe des Elektri  zitätswerkes, wie sie beispielsweise durch  Abschaltung des Werkes W oder von Ab-         zweigleitungen    oder dergleichen hervorge  rufen werden. Zu diesem Zwecke sind die       erwähnten        Hochfrequenzsperrdrosseln        Spi     und     Spe    vorgesehen, die so bemessen sind,  dass bei Schaltungsänderungen im Werk stö  rende Rückwirkungen auf das     Hochfre-          quenzsystem    ausgeschlossen sind.  



  Bei allen dargestellten Ausführungsbei  spielen erfolgt der Anruf     mittelst    des Hoch  frequenzstromes     desjenigen    Schwingungser  zeugers z, der den Trägerstrom     für    das Ge  spräch liefert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Hochfrequenztelephonie mit Gegensprechbetrieb, bei welcher die Mo- dulatoren der beiden miteinander verkehren den Sprechstellen mit der gleichen, von nur einem Schwingungserzeuger erzeugten Trä gerfrequenz versorgt werden, dadurch ge kennzeichnet, dass zum Gegensprechen zwi schen einer beliebigen Zahl von Hochfre- quenzsprechstellen jeder ,Sprechstelle ein au- schaltbarer Schwingungserzeuger zugeord net ist,
    dessen Hochfrequenzstrom sowohl für den Anruf als auch als Trägerstrom für beide miteinander verkehrenden Sprechstel len dient.
CH129138D 1926-08-06 1927-07-15 Einrichtung zur Hochfrequenztelephonie mit Gegensprechbetrieb. CH129138A (de)

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CH129138D CH129138A (de) 1926-08-06 1927-07-15 Einrichtung zur Hochfrequenztelephonie mit Gegensprechbetrieb.

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