CH129948A - Verfahren und Einrichtung zum Blankglühen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Blankglühen.

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CH129948A
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Heinrich Gruenewald
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Heinrich Gruenewald
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Description


  Verfahren und     Einrichtung    zum     Blankglühen.       Gegenstand der Erfindung ist ein neues  Verfahren zum     Blankglühen    und die zu sei  ner Durchführung erforderliche Einrichtung.  



  Das neue Verfahren wird so ausgeführt,  dass das     Blankglühen    im luftverdünnten  Raum bei     Anwesenheit    von möglichst wenig  Luft erfolgt. Um dies zu ermöglichen,     muss     der     Glühtopf    zum Beispiel mittelst eines Ab  schlussdeckels luftdicht verschlossen werden  können, was am besten durch Verwendung  geeigneter Dichtungsmittel, zum Beispiel  Gummiringen, geschieht, die den     Abschluss-          deckel    gegenüber dem Glühtopf auf der Ober  seite des Ofens abzudichten gestatten. Die  Luft muss während des Hochglühens die  Möglichkeit zum Entweichen haben, und  hierzu ist ein Ventil vorgesehen.

   Dieses  Ventil wird geschlossen, wenn der     Glühtopf     aus dem Ofen genommen und abkühlen ge  lassen wird.  



  Auf beiliegender Zeichnung ist eine  beispielsweise Ausführungsform der zur  Durchführung des Verfahrens verwendbaren  Einrichtung dargestellt, und zwar zeigt:         Fig.    1 den Glühtopf im Schnitt im Ofen  während des     Glühprozesses,          Fig.    2 den     Glühtopf    nach dem Glühen  im Freien.  



  Der Glühtopf b wird zunächst in be  kannter Weise mit dem Glühgut g be  schickt und dann in einen geeigneten     Glüh-          ofen    a gesetzt. Der     Glühtopf    ist an seinem       obern    Ende mit einem U-förmigen Flansch     c     versehen, der während des Glühens mit sei  ner untern Fläche auf der Oberkante des  Ofens aufliegt. Zwischen dem Deckel e und  dem Glühtopf wird eine Gummidichtung d  eingelegt, durch die der Glühtopf luftdicht  abgeschlossen wird. Die Verbindung zwischen  Glühtopf und Deckel kann in irgendeiner be  kannten Weise, beispielsweise durch Schrau  ben und dergleichen, geschehen.

   Es kann  aber unter Umständen schon das eigene Ge  wicht des Deckels genügen, um eine genü  gende Dichtung herbeizuführen. Es kann  aber auch das Arbeitsgut am Deckel be  festigt sein und dadurch ein dichtes Ruf  pressen auf den Deckel gewährleisten. Der  U-förmige Flansch c     wird    während des Glü-           hens    mit Wasser gekühlt, wodurch eine fast  unbegrenzte Haltbarkeit der     Gummidichtung     gewährleistet wird.     h    ist ein im Deckel     e     befindliches Ventil,     i.    ein Rohr, in das ein  Thermometer zur Feststellung der Tempera  turen eingesteckt werden kann.  



  Das     Blankglühen    geht in folgender Weise  vor sich  Nachdem der Glühtopf b, wie bereits er  wähnt, mit dem     Glüh-Lit        g    gefüllt ist, wird  er mit dem Deckel e verschlossen und in  den Ofen     cc    gesetzt. Dabei wird das im Deckel       e    befindliche Ventil     7r    geöffnet, damit die  im Topf befindliche Luft und die sich etwa  bildenden Dämpfe ins Freie entweichen kön  nen, wie durch den Pfeil angedeutet ist.

    Bei der Erhitzung     verdünnt    sich die im  Glühtopf befindliche Luft, so dass nach Voll  endung des     Glühprozesses    nur noch so wenig  Sauerstoff im Innern vorhanden ist, dass er  praktisch     unbeachtlich    ist. Die Temperatur  im Glühtopf kann durch das im Rohr     i.    be  findliche Thermometer gemessen werden.  ohne dass Luftsauerstoff in den Topf ein  treten kann. Wenn das     Glühgut    die ge  wünschte Temperatur erreicht hat, wird das  Ventil     la    geschlossen und der Topf =in Er  kalten ins Freie gestellt.

   Dabei bildet sich  im Innern des Topfes ein     Unterdruck,    und  es kommt gerade deshalb darauf an, dass     ei:i     luftdichter     Auschluss    zwischen Deckel und  Topf besteht, der das Eindringen der Aussen  luft sicher verhindert. In dieser Weise wird  dann ohne Anwendung indifferenter Gase  oder sonstiger     Blankglühmittel    ein voll  kommen blankes,     oxydfreies    Endprodukt er  zielt.

   Das beanspruchte Verfahren bedeutet  eine wesentliche Vereinfachung und Verbes  serung gegenüber dem     bisherigen    Stande der  Technik, da. sowohl die Anwendungen von in  differenten Gasen, als auch die von Blank  glühmitteln die Arbeit     verwickeln    und teil  weise auch die Beschaffenheit des Glühgutes  verschlechtern. Die bei den     bekannten    Ver  fahren vielfach vorhandene Explosionsgefahr  wird durch das neue Verfahren absolut aus  geschlossen.    Die Erfahrung hat gelehrt,     d-ass    nachgie  bige Dichtungen, insbesondere Gummidich  tungen,     angewandt    werden müssen, wenn  tatsächlich eine genügende Abdichtung zwi  schen Topf und Deckel erreicht werden soll.

    Die Anwendung der Gummidichtung macht  es unbedingt erforderlich. das obere Ende  des Deckels zu kühlen, damit die Dichtung  nicht über das zulässige     Mass        erwärmt    wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Blankglühen, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Glühgut in einem mit Ventil versehenen, luftdicht ver schliessbaren Gefäss bei offenem Ablass- ventil bis zur erforderlichen Höchsttem- peratur erhitzt wird, wobei die Luft und sich etwa. bildende Dämpfe entweichen, und dass nach Erreichung der Höchst- temperatur das Ablassventil geschlossen und der Glühtopf zum Abkühlen aus denn Glühraum entfernt. wird.
    Il. Einrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, da!durcl: gekennzeichnet, dass der Glühtopf (b) mit einem U-förmigen Flansch (e) zur Auf- na;hme eines Kühlmittels versehen und durch eine nachgiebige Dichtung (d) ab gedichtet wird, wobei der U-förmige Flansch (c) während des Glühprozesses auf der Oberkante des Ofens (a.) auf liegt. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Abschluss- deckel (e) des Glühtopfes (b) mit einem Ventil (k) versehen ist. ?. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass im Abschlussdeckel (e) ein Rohr (i) vorgesehen ist.
CH129948D 1926-12-11 1927-12-09 Verfahren und Einrichtung zum Blankglühen. CH129948A (de)

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