CH131361A - Verfahren zur Darstellung eines neuen Küpenfarbstoffes der Anthrachinonreihe. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines neuen Küpenfarbstoffes der Anthrachinonreihe.

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CH131361A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Darstellung eines neuen     Küpenfarbstoffes        d.er        Anthraehinonreihe.       Aus den in der deutschen     Patentscbrift     162824 erwähnten     Farbstoffzwischenproduk-          ten    erhält man nach dem Verfahren der       deutschen        Patentschriften    230581 und<B>228992</B>  durch Einführung von     Benzoylaminoresten     wertvolle     Küpenfarbstoffe.     



  Des weiteren werden     Dianthrachinonyl-          amine,    sowie ihre     Benzaminoderivate,    wie  zum Beispiel in den deutschen Patentschrif  ten 230407 und 239544 gezeigt wird, durch  Behandeln mit Kondensationsmitteln in     Küpen-          farbstoffe    übergeführt, die sich durch ihre  hervorragenden Echtheitseigenschaften aus  zeichnen.  



  Es wurde nun gefunden, dass man aus  diesen Körpern durch Einführen von einer  oder mehreren     Alkoxygruppen        Farbstoffe    er  hält, die ebenso lichtecht sind als obige  Repräsentanten, sich jedoch von diesen Pro  dukten durch eine tiefere Nuance und bessere  Egalisierung auszeichnen.    Von den in der deutschen Patentschrift  216668 erwähnten Produkten unterscheiden  sich die neuen Körper prinzipiell dadurch,  dass sie sich beim Behandeln mit     H2804    ver  ändern, gemäss der deutschen Patentschrift  239544, was bei den in der Patentschrift  216668 beschriebenen Substanzen nicht der  Fall ist.  



  Es war nicht voraus zu sehen, dass in  dem grossen Molekül eine     Alkoxygruppe    über  haupt eine derartige Farbveränderung hervor  ruft, ebensowenig konnte von vornherein er  wartet werden, dass durch diese Substitution die  guten Echtheitseigenschaften erhalten bleiben,  zumal     imAnthrachinon    durch die     Alkoxygrup-          pe    die Verwandtschaft zur Faser stark herabge  mindert wird, so dass zum Beispiel     1-5-Dibenz-          amino-4-methoxy-anthracbinon    nur noch  schwach färbt, während sich     1,

  5-Dibenzamino-          anthrachinon    und     1.5-Dibenzamino-4-oxy-          anthrachinon    als Farbstoffe im Handel be  finden. Durch zwei im     Farbstoffmolekül         anwesende     Alkoxyreste,    wie zum Beispiel im  1 .     5-Dibenzamino-4.        8-dimethoxyaiithrachinon     und     Anthrachinon-5.5'-dibenzamino-4.4'-di-          methoxy-l-1'-dioxyamid    wird der     Küpencha-          rakter    überhaupt vollkommen ausgelöscht.  



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist ein  Verfahren zur Herstellung eines     Küpenfarb-          stoffes    der     Anthrachinonreihe    von der Kon  stitution  
EMI0002.0011     
    Dieses Verfahren ist dadurch gekenn  zeichnet, dass man     1-Benzamino-4-oxy-5-          chloranthrachinon,        1-Benzamino-4-amino-an-          thrachinon    und ein     Methylierungsmittel    auf  einander einwirken lässt, und das Einwirkungs  produkt mit starker Schwefelsäure und hierauf  mit einem Oxydationsmittel behandelt,

   was  nach dem     Umlösen    des Einwirkungsproduktes  aus Schwefelsäure zweckmässig durch Oxy  dation mit Nitrit geschieht. Man kann das  Einwirkungsprodukt durch Umsetzung des       1-Benzamino-4-oxy-5-chloranthi@achinons    mit  dem     1-Berizamino-4-aminoaiithrachinoit    und  Behandeln des als Zwischenprodukt ent  stehenden     Oxykörpers    mit dem     methylierenden     Mittel gewinnen,

   oder man kann auch     zii     diesem Zwecke das     1-Benzamino-4-oxy-5-          chloranthrachinon        methylieren    und das ent  standene     1-Benzainino-4-methoxy-5-chlorari-          thrachinon    mit dem     1-Benzamino-4-amino-          anthrachinon    umsetzen.

   Das so erhaltene  Einwirkungsprodukt ist ein     Küpenfarbstoff,     der aus heissem     Nitrobenzol    in schönen Nadeln       kristallisiert,        die        sich        in        90        %        iger    Schwefel-    säure mit olivgrüner Farbe lösen; nach  kurzem Stehen schlägt die Farbe nach  kupferrot um. Eine in     Nitritwasser    gegossene  Probe zeigt eine klare, rotbraune     Körperfarbe     und zieht mit derselben Nuance auf die Faser.  Die Lösung des oxydierten Farbstoffes in       H2S01    ist violett.  



  <I>Beispiel 1:</I>  Je 10     Gewicbtsteile        1-Benzamino-4-oxy-          5-chloranthrachinon,        1-Benzoylamino-4-amino-          anthrachinon    und entwässertes     Natriumacetat     werden unter Zusatz von 0,1 Gewichtsteil  Kupfer in 150 Gewichtsteilen Naphtalin so  lange zum Sieden erhitzt, bis die Farbstoff  bildung beendet ist. Alsdann wird mit 300  Gewichtsteilen     Toluol    verdünnt und die schwer  lösliche Farbbase bei<B>1100</B> abgesaugt.  



  Die Substanz wird mit Sprit und Wasser  gewaschen, getrocknet, in starker Schwefel  säure gelöst und, nachdem die anfangs olive  Lösungsfarbe, eventuell nach schwachem Er  wärmen in rotbraun übergegangen ist, letztere  in chromsäurehaltiges Wasser     eingegossen,     wobei ein     Oxykörper    in bordeauxroten Flocken  ausfällt, der auf Baumwolle ein kräftiges  Bordeaux, das infolge der vorhandenen     Oxy-          gruppe    noch     alkaliempfindlich    ist, färbt.  



  Die     Methylierung    kann nach den üblichen  Methoden ausgeführt werden. Am zweck  mässigsten ist das Arbeiten mit     Toluolsulfo-          säureniethylester    in nachstehender Weise:  5 Gewichtsteile des     Oxykörpers        (Farb-          base),    5 Gewichtsteile     Toluolsulfosäuremethyl-          ester    und 5 Gewichtsteile Soda werden so  lange in 50 Gewichtsteilen Nitrobenzol zum  Sieden erhitzt, bis leine     Oxyverbindung    mehr  nachzuweisen ist.

   Die     inethylierte    Verbindung  kristallisiert in Form schöner Nadeln aus       dieselben        werden        in        90        %        iger        Schwefelsäure     gelöst, worin sie sich mit olivgrüner Farbe  lösen. Nach kurzem Stehen schlägt die Farbe  nach kupferrot um, worauf in     Nitritwasser     gegossen wird. Der so erhaltene neue Farb  stoff hat eine klare, rotbraune Körperfarbe  und zieht mit derselben Nuance auf die  Faser. Die Lösung dieses Farbstoffes in       H2S04    ist violett.

        Das beim vorliegenden Verfahren ange  wandte 1-     Benzamino    - 4 -     oxy    - 5 -     chloranthra-          chinon    kann man durch     Benzoylieren     von     1-Amino-4-oxy-5-chloranthrachinon    er  halten, das beispielsweise durch Reduktion  von     1.5-Nitrochloranthrachinon    mit     Schwe-          felsesquioxyd    gewonnen werden kann, indem  die hierbei zunächst entstehenden     Hydroxyl-          aminverbindung    sich umlagert.  



  Das     1-Benzamino-4-oxy-5-chloranthra-          chinon    ist ein amorpher Körper. Seine Lö  sung in     Pyridin    ist orange. Versetzt man  die in Wasser suspendierte Substanz mit  Natronlauge, so erhält     inan    ein blaues Alkali  salz. Von Schwefelsäure wird die Verbindung       finit    roter Farbe aufgenommen.  



  <I>Beispiel 2:</I>  1-     Benzamirio    - 4 -     oxy-    5 -     chloranthrachinon     wird in Gegenwart von Magnesia in     Nitro-          benzol        methyliert.    Die     methylierte    Substanz  kristallisiert in grossen, ziegelroten Tafeln,  die sich in Schwefelsäure     schmutzigorange          auflösen.     



  1 Gewichtsteil     1-Benzamino-4-methoxy-5-          chloranthrachinon,    1 Gewichtsteil     1-Benz-          aniino-4-aminoanthrachinon    und     1.    Gewichts  teil     Natriumacetat    werden unter Zusatz von  Kupfer in 12 Gewichtsteilen Naphtalin er  hitzt. Probenahme und Aufarbeitung erfolgt  wie in Beispiel 1. Die     Farbbase    wird in  starker Schwefelsäure gelöst und diese Lösung  stehen gelassen oder schwach erwärmt, bis  die Farbe von oliv in rotbraun umgeschlagen  ist.

   Durch Eingiessen in     Nitrit-haltiges    Wasser  wird ein     Farbstoff    ausgefällt, der Baumwolle  aus der     Hydr-osulfitküpe    in sehr kräftigen  und klaren rotbraunen Tönen anfärbt.  



  Das     1-Benzamino-4-methoxy-5-chloranthra-          chinon,    ein kristallinischer Körper, schmilzt  bei     252-253 .    Aus     Pyridin    erhält man       orangebraune    Tafeln. Seine Lösung in       Schwefelsäure    ist     orarigebraun    und die     1,'-#üpe     orange.

Claims (1)

  1. <B>P A</B> TUNT <B>A</B> NfipQTTn T Verfahren zur Darstellung eines neuen Küpenfarbstoffes der Anthrachinonreihe von der Konstitution EMI0003.0050 dadurch gekennzeichnet, dass man 1-Benz- amino -4 - oxy- 5 - chloranthi-achinon, 1-Benz- amino-4-amino-anthrachinon und ein Methy- lierungsmittel aufeinander einwirken lässt,
    und das Einwirkungsprodukt mit starker Schwefelsäure und hierauf mit einem Oxy dationsmittel behandelt. Der neue Farbstoff zeigt eine klare, rot braune Körperfarbe und zieht mit derselben Nuance auf die Faser. Die Lösung des Farb stoffes in H2S04 ist violett. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das 1-Benzamino- 4-oxy-5-ehloranthrachinon erst mit dem 1-Benzamino-4-aininoanthrachinon umsetzt, den hierbei entstandenen Oxykörper mit dem methylierenden Mittel behandelt, das Methylierungsprodukt mit starker Schwe felsäure behandelt und hierauf oxydiert. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das 1-Benzamino- 4-oxy-5-chloranthrachinon methyliert, das hierbei entstandene 1-Benzamino-4-metho- xy-5-chloranthrachinon mit dem 1-Benz- amino-4-aminoanthrachinon zur Umsetzung bringt, das Reaktionsprodukt mit H2S04 behandelt und hierauf oxydiert.
CH131361D 1926-07-13 1927-07-12 Verfahren zur Darstellung eines neuen Küpenfarbstoffes der Anthrachinonreihe. CH131361A (de)

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