CH168440A - Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes der Anthracenreihe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes der Anthracenreihe.

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CH168440A
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes der     Anthracenreihe.       Es wurde die überraschende Beobachtung  gemacht, dass     Methylenanthron    und seine       Kernsubstitutionsprodukte    durch Kondensa  tion mit Verbindungen, die die Gruppierung  -CH =     CH-    ein- oder mehrmals in ge  eigneter Konfiguration enthalten, in höher  molekulare Produkte übergeführt werden  können.

   Für das vorliegende Verfahren ge  eignete Verbindungen sind solche zyklische  Körper     chinoider    Struktur, wie beispielsweise       Benzochinon,        Toluchinon,    a- und     ss-Naphto-          chinon    oder auch Körper, die die     --CH=CH-          Gruppierungen    in     offener    Kette enthalten und  der     aliphatischen    oder     aliphatisch-aromatischen     Reihe angehören.

   Besonders geeignet sind  solche Verbindungen, bei denen in einer zur  <B>-CH</B>     =CH-Gruppierung    benachbarten Stel  lung eine     Carbonylgruppe    oder ein     Arylrest     oder dergleichen steht, die die -CH =     CH-          Gruppe    aktivieren.

   Für die Reaktion können  aber auch solche     Substitutionsprodukte,    bei  denen ein Wasserstoffatom der Doppelbin-         dungen    durch ein Halogen, wie zum Beispiel       2.5.6-Trichlorbenzochinon    oder     2-Chlor-a-          naphtochinon,    oder durch eine     Hydroxyl-          gruppe,    die     veräthert    oder     verestert    sein kann,  wie zum Beispiel     Vinyläther    oder     Vinylacetat,     ersetzt ist, verwendet werden.  



  Die Reaktionsprodukte des vorliegenden  Verfahrens entstehen aller Wahrscheinlich  keit nach in den meisten Fällen nach Art  der von     Diels        (vergl.    A. 460, 98 ff.) aufge  fundenen     Diensynthese,    durch Anlagerung  von     Methylenanthron    oder seiner     Substitu-          tionsprodukte    an eine Doppelbindung der  zweiten Reaktionskomponente,

   und zwar unter  Beteiligung des     Kohlenstoffatoms    der     Methy-          lengruppe    und eines in     Peristellung    zur     Me-          thylengruppe    befindlichen     a-Kohlenstoffatoms     der Seitenkerne des     Methylenanthrons.     



  Wenn die zweite Reaktionskomponente  eine     o-Chinonverbindung,    wie zum Beispiel       ss-Naphtochinon,    ist, verläuft die Reaktion in  anderem, bisher noch nicht aufgeklärtem Sinne.      Werden für die Kondensationsreaktion  solche Verbindungen angewendet, die in ihrem  Molekül mehrere Doppelbindungen der oben  gekennzeichneten Art, wie zum Beispiel       Butadien,    enthalten, so können entweder nur  eine oder auch mehrere der Doppelbindungen  mit je 1     Mol.        Methylenanthron    oder seinen       Substitutionsprodukten    in Reaktion treten.

    So lässt sich beispielsweise Benz     ochinon    so  wohl mit einem, als auch mit zwei     Mol.          Methylenaiithron    kondensieren.  



  Die bei der Reaktion zunächst entstehen  den wasserstoffreicheren Verbindungen werden  vermutlich im Verlaufe der Reaktion ganz  oder teilweise in wasserstoffärmere Verbin  dungen von aromatischem Charakter über  geführt. Es ist daher häufig vorteilhaft, in  Gegenwart eines     Oxydations-    oder     Dehydrie-          rungsmittels    zu arbeiten, wobei diese Funk  tion auch durch die im Überschuss ange  wandte zweite Reaktionskomponente oder  ein oxydierend wirkendes Lösungsmittel aus  geübt werden kann.  



  Bei Verwendung von     Karbonsäuren    als  zweite Reaktionskomponente kann im Ver  laufe der Kondensationsreaktion Abspaltung  von Kohlensäure eintreten.  



  Man kann die Kondensationsreaktion auch  in der Weise durchführen, dass man, anstatt  von solchen Verbindungen auszugehen, welche  eine Doppelbindung enthalten,     Stoffe    anwen  det, welche unter den Reaktionsbedingungen  intermediär in die ungesättigten Verbindungen  übergehen. Als ein. derartiges Ausgangs  material seien beispielsweise     a-Näphtochinon-          dichlorid    und     -P-Chlorpropionsäure    genannt.  



  Die Kondensationsreaktion wird zweck  mässig in der Weise durchgeführt, dass man  die Komponenten für sich oder in Gegenwart  eines Lösungsmittels auf höhere Temperatur  erhitzt. Geeignete Lösungsmittel sind bei  spielsweise Eisessig, Nitrobenzol,     Trichlor-          benzol    usw. Gegebenenfalls kann die im  Überschuss angewandte zweite Reaktions  komponente gleichzeitig als Lösungsmittel  dienen. -In manchen Fällen, wie zum Beispiel  bei Verwendung von solchen     Ausgangsmate-.          rialien,    die im Verlauf der Reaktion Halogen-         wasserstoff    abspalten, ist es vorteilhaft, ein  säurebindendes Mittel, wie zum Beispiel Na  triumacetat, zuzusetzen.  



  Die Reaktionsprodukte sind im allge  meinen gefärbte Körper und fällen meist un  mittelbar rein und in schön kristallisierter  Form an. Ihrer chemischen Konstitution nach  sind sie     Benzanthrone,    die in     Bzi-    oder     Bz2-          Stellung    oder auch in beiden Stellungen  einen     Substituenten    enthalten können. Durch  Einwirkung von     Hydrosulfit    und Alkalien  lassen sie sich zum Teil in     Leukoverbin-          dungen    überführen, die, soweit sie wasser  löslich sind, zum Färben von Textilfasern  Verwendung finden. können.  



  Vorliegendes Patent bezieht sich nun auf  ein Verfahren zur Herstellung eines. Kon  densationsproduktes der     Anthracenreihe,    da  durch gekennzeichnet, dass man     Methylen-          anthron    mit einem     a-Naphtochinon    der Formel  
EMI0002.0033     
    worin     g    einen bei der Reaktion sich abspal  tenden     Substituenten    bedeutet, zur Umsetzung  bringt. Das so erhaltene Kondensationspro  dukt löst sich in konzentrierter Schwefel  säure mit gelbroter Farbe und- bildet eine  grüne     Küpe,    aus der Baumwolle in gelben  Tönen angefärbt wird.  



  Das Kondensationsprodukt ist identisch  mit     den'    Produkt des D. R. P. Nr. 430558,  hergestellt durch Kondensation von Benz  anthron mit     I'hthalsäureanhydrid.    Es soll als  Zwischenprodukt zur Herstellung von\ Farb  stoffen Verwendung finden.  



  <I>Beispiel</I>     j:     10,3 Teile     Methylenanthron    werden zu  sammen mit 15,8 Teilen     a-Näphtochinon.    in  etwa 100 Teilen Äthylalkohol unter Rühren  langsam zum Sieden erhitzt.     Die-Reaktions-          komponenten    gehen langsam in Lösung und  noch bevor die Flüssigkeit zu     sieden-anfängt,         beginnt die     Abscheidung    des Kondensations  produktes in Form orangegelber Kristalle,  die schliesslich die ganze Flüssigkeit erfüllen.  Es wird noch so lange unter Rühren ge  kocht, bis der Niederschlag nicht mehr zu  nimmt. Das Kondensationsprodukt wird hier  auf durch Filtration von der Flüssigkeit ge  trennt und mit Spiritus nachgewaschen.  



  <I>Beispiel 2:</I>  <B>10,3</B> Teile     Methylenanthron    werden zu  sammen mit 10,4 Teilen     2-Chlor-a-naphto-          chinon    und etwa 10 Teilen     Natriumacetat     unter Rühren langsam erhitzt. Nach und  nach tritt vollständige Lösung ein; bevor  die Flüssigkeit zu sieden beginnt, scheidet  sich das     Kondensationsprodukt    in schön kri  stallisierter Form ab. Es wird noch kurze  Zeit unter Rühren gekocht, der Niederschlag  warm abgesaugt und mit Eisessig und Wasser  nachgewaschen. Das Reaktionsprodukt ist  identisch mit der nach Beispiel 1 erhaltenen  Verbindung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Konden sationsproduktes der Anthracenreihe, dadurch gekennzeichnet, dass man Methylenanthron mit einem a-Naphtochinon der Formel EMI0003.0010 worin X einen bei der Reaktion sich ab spaltenden Substituenten bedeutet, zur Um setzung bringt. Das so erhaltene Konden sationsprodukt löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit gelbroter Farbe und bildet eine grüne Küpe, aus der Baumwolle in gelben Tönen angefärbt wird. Das Kondensationsprodukt ist' identisch mit dem Produkt des D. R. P.
    Nr.<B>430558,</B> hergestellt durch Kondensation von Benz anthron mit Phthalsäureanhydrid. Es soll als Zwischenprodukt zur Herstellung von Farb stoffen Verwendung finden.
CH168440D 1932-05-03 1933-04-26 Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes der Anthracenreihe. CH168440A (de)

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