CH131820A - Verfahren zur Darstellung eines Anthrachinonderivates. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung eines Anthrachinonderivates.Info
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Description
Verfahren zur Darstellung eines Anthrachinonderivates. Wenn man 1-Oxyanthra.chinon mit. Atz kali oder einem Gemisch von Ätzkali mit- Ätznatron verschmilzt, erhält man eine Ver bindung, die nach Scholl 1 .l'-Dioxy-2.2'- dianthrachinonyl ist (vergleiche, Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft, 52, 2254).
Es wurde nun gefunden, dass *die Bil dung dieses Körpers glatter vor sich geht, wenn die Alkalischmelze in Gegenwart von organischen Flüssigkeiten vorgenommen wird, und dass hierbei die Verbindung in wesent lich besserer Ausbeute und grösserer Rein heit entsteht. Geeignete Mittel sind zum Bei spiel Alkohol und Anilin. Besonders vor teilhaft ist es, wenn man die Reaktion in Abwesenheit' von Sauerstoff, zum Beispiel in einer Stickstoffatmosphäre, vornimmt. Der Farbstoff wird hierbei zunächst. in Form seiner Leukoverbindung erhalten und fällt durch Ausblasen mit Luft aus.
Kleine Men gen von Verunreinigungen können zweck mässig durch Fraktionieren des Rohproduk tes aus Schwefelsäure entfernt werden. Besonde. vorteilhaft und dabei wesentlich einfacher ist es aber, die Reinigung des Roh produktes in der Weise vorzunehmen, dass man es mit oxydierenden Mitteln nach behandelt.. Dies kann zum Beispiel in der Weise geschehen, dass' man die bei der Her stellung des Farbstoffes erhaltene Paste mit Hypochloriten oder Permauganat und der gleichen erhitzt. Die Behandlung mit oxy dierenden Mitteln kann auch neben der oben erwähnten Reinigung durch Fraktionieren aus Schwefelsäure stattfinden.
Man erhält besonders gute Ausbeuten an reinem Farbstoff, wenn man die Rei nigung mit oxydierenden Mitteln und die Abscheidung des Farbstoffes aus den Lö sungen seiner Leukoverbindung in einer Operation vornimmt. Dies kann zum Bei spiel in der Weise geschehen, dass man die Schmelze, die man aus 1-Oxyanthrachinon und Ätzalkali erhält, nach Beendigung der Reaktion in Wasser löst und die Lösung unmittelbar mit einem oxydierenden Mittel behandelt.
Beispiel <I>1:</I> 960 Teile Ätzkali und 800 Teile Alkohol werden unter Rühren und Abdestillieren des überschüssigen Alkohols auf 160 erwärmt. Sodann trägt man 240 Teile 1-Oxyanthra- chinon ein und rührt noch drei Stunden bei der gleichen Temperatur. Hierbei hält man die Luft möglichst fern, zum Beispiel in. der Weise, dass man langsam Stickstoff über das Reaktionsgemisch leitet. Man rührt dann die -S'chmelze noch warm in viel Was ser ein und leitet Luft durch, bis sich nichts mehr ausscheidet.
Dann filtriert man, wäscht, bis das Filtrat farblos abläuft, und befreit den mit verdünnter Mineralsäure an gesäuerten Niederschlag von Salzen. Die Ausbeute ist nahezu quantitativ.
Zur Reinigung kann man die Verbin dung in 10 Teilen Monohydrat lösen und ohne Kühlung 50 Teile Schwefelsäure von <B>50'</B> B6 unter gutem Rühren zufliessen las sen. Schon in der Wärme scheidet sich die Verbindung grösstenteils kristallinisch ab. Sie wird abgesaugfi, mit Schwefelsäure von 62 B6 gewaschen und in der üblichen Weise fertig gemacht.
Die Reinigung des Rohproduktes kann auch in der Weise geschehen, dass man 5 Teile davon in feiner Verteilung mit 100 Teilen Wasser auf 90 bis 95 erwärmt und bei dieser Temperatur im Laufe von 1 bis ll/2 Stunden etwa 30 Teile einer Hypochloritlösung von einem Gehalt von 12 % aktivem Chlor ganz allmählich zu tropft. Das Ende der Reinigung erkennt. man daran, dass eine weitere Aufhellung der Suspension nicht mehr stattfindet.
Oder man erhitzt 5 Teile des rohen Farbstoffes mit 50 Teilen Wasser zum Sieden und trägt in die siedende Lösung unter gutem Rühren im Verlauf von etwa iA Stunde 10 Teile Ka- liumpermanganat in kleinen Anteilen ein. Man lässt noch 1 Stunde kochen, zersetzt dann den gebildeten Braunstein durch Auf kochen mit Bisulfit, filtriert und entfernt die .Salze aus dem Niederschlag, zum Bei spiel durch Auskochen mit verdünnter Mi neralsäure. Der reine Farbstoff färbt Wolle aus schwach alkalischer Küpe in reinen gelben Tönen an.
Beispiel <I>2</I> 800 Teile Anilin werden auf<B>160'</B> er hitzt. Hierauf werden unter möglichst gutem Ausschluss von Sauerstoff 6,0 Teile gepulver tes Kali und sodann 30 Teile 1-Oxyanthra- chinon eingetragen. Man steigert nun die Temperatur bis zum Siedepunkt des Anilins und rührt noch 4 Stunden bei dieser Tem peratur. Sodann lässt man erkalten, saugt ab, entfernt das Anilin, zum Beispiel durch WasserdampIdestillation, und arbeitet den Rückstand, wie in Beispiel 1 beschrieben, auf.
<I>Beispiel 3:</I> Die gemäss Beispiel 1 erhaltene Schmelm wird in 15000 Teilen Wasser gelöst und bei 50 langsam mit 1000 bis 1500 Teilen einer Hypochloritlösung von einem Gehalt von 12 % aktivem Chlor versetzt. Wenn alles Chlor verbraucht ist-, wird die entstan- dene Suspension des Alka.lisalzes des Farb stoffes zum Sieden erhitzt und der Farb stoff selbst durch Ansäuern, Filtrieren und Auswaschen in reinem Zustand gewonnen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines Küpen- farbstoffes der Anthrachinonreihe, der Wolle aus schwach alkalischer Küpe in reinen gelben Tönen anfärbt, dadurch gekenn zeichnet, dass man 1 - Oxyanthrachinon mit 1-#trallzali in Gegenwart einer organi schen Flüssigkeit erhitzt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man bei Abwesenheit von Sauerstoff arbeitet. \?. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Rohprodukt einer Nach behandlung mit oxydierenden Mitteln un terwirft.
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