CH132025A - Verfahren zur Herstellung eines in Wasser leicht löslichen, stark schäumenden Kondensationsproduktes der Alpha-Naphtalinsulfosäure. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines in Wasser leicht löslichen, stark schäumenden Kondensationsproduktes der Alpha-Naphtalinsulfosäure.

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CH132025A
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Co Chemische Fabrik Pott
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Chem Fab Pott & Co
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  Verfahren zur Herstellung eines in Wasser leicht löslichen, stark schäumenden Kon  densationsproduktes der     Alpha-Naphtalinsulfosäure.       Es wurde gefunden, dass man ein Kon  densationsprodukt erhält, das für eine Reihe  technischer Verwendungszwecke ganz beson  ders gut geeignet ist, wenn man Naphtalin,  ein     Sulfierungsmittel    und     Propylen    in Ge  genwart eines: Kondensationsmittels aufein  ander einwirken lässt.

   Man kann zum Bei  spiel so verfahren, dass man das Naphtalin  zuerst     sulfiert    und danach die erhaltene       Naphtalinsulfosäure    mit     Propylen    in Gegen  wart von     Kondensationsmitteln    behandelt,  doch ist es in manchen Fällen auch zweck  mässig, das Naphtalin zuerst mit     Propylen    in  Gegenwart von Kondensationsmitteln zu be  handeln und gleichzeitig oder danach zu     sul-          fieren.     



  Als     Kondensationsmittel    ,sind beispiels  weise Schwefelsäure,     Aluminiumehlorid        etc.     geeignet. Man lässt die Kondensation zweck  mässig bei Temperaturen unter<B>100'</B> vor sich  gehen. In manchen Fällen ist es von Vorteil,  die Behandlung mit     Propylen    unter erhöh  tem Druck erfolgen zu lassen.    Das erhaltene     Kondensationsprodukt     stellt     eine    mehr oder weniger zähflüssige  Masse dar, welche als     Sulfosäure    weitgehend  in Wasser löslich ist.

   Infolge der Eigen  schaft des Kondensationsproduktes, sich  auch in Gegenwart verhältnismässig starker,  saurer, neutraler oder alkalischer Elektro  lyte in Wasser zu lösen, besitzt     seine    wässe  rige Lösung eine hochgradige Unempfind  lichkeit gegenüber     elektrolythaltigen    Flüs  sigkeiten. Diese Eigenschaft begünstigt  seine technische Anwendbarkeit in hohem  Grade. Auch in Form seiner     Alkalisalze    ist  das neue Kondensationsprodukt ausserordent  lich leicht wasserlöslich und in hohem Grade  gegen Elektrolyte beständig.  



  Das     erhaltene    Produkt kann als freie  Säure     beziehungsweise    als Salz eine sehr  vielseitige Anwendung in Technik und In  dustrie finden. Seine hervorstechendste Ei  genschaft ist, dass es die Oberflächenspan  nung wässeriger Lösungen sehr stark herab  setzt. Hierauf ist als praktische Folgerung      zurückzuführen, dass es Ein über- dasjenige  gewöhnlicher Seifen weit hinausgehendes,  auch in sauren     Flüssigkeiten    unverändertes  Schaumvermögen besitzt, fernerhin ein  ausserordentliches     Emulgiervermögen    auf  weist.

   Das letztere äussert es, wie Versuche  zeigten, gegenüber allen an sich wasserun  löslichen Flüssigkeiten und festen Stoffen,  wie     Mineralölen,        Fetten,    Paraffin, Harzen,       Terpenen,    aromatischen     Kohlenwasserstoffen     und dergleichen, so dass es zum Beispiel bei  jeder Art von Wasch-. und Reinigungspro  zessen wertvolle Dienste leistet.

   Darüber  hinausgehend besitzt das Kondensationspro  dukt, wie ebenfalls durch Versuche festge  stellt     wurde,    die Fähigkeit, an sich wasser  unlösliche Stoffe in vielen Fällen sogar in  klare wässerige Lösungen zu überführen,  welche ihrerseits bei weiterer Verdünnung  mit Wasser     hochdisperse,    untrennbare Emul  sionen liefern, so dass es mit seiner Hilfe  möglich ist, derartige als     Fettlöser    besonders  in der Textilindustrie gebräuchliche Lö  sungsmittel bei technischen Wasch- und  Reinigungsprozessen zur     Mitanwendung    zu  bringen.

   Ferner gewinnen alle     Textil-    und       andern    Faserstoffe, wie Filze, Leder, Pappen,  Papiere und dergleichen, wenn sie mit Lö  sungen des genannten Produktes imprägniert  werden, .ein bedeutend erhöhtes Aufsauge  vermögen und eine gesteigerte     Netzbarkeit.     Die letztere Eigenschaft kennzeichnet das  neue     Produkt    auch in verdünnter wässeriger  Lösung für sich oder auch in Kombination  mit den vorgenannten an sich wasserunlös  lichen     Fettlösern    als spezifisches Netzmittel  für die gesamte Textil-, Papier- und Leder  industrie.

   Seine bereits angeführte Bestän  digkeit in sauren und     elektrolythaltigen          Flüssigkeiten    gestattet insbesondere das Pro  dukt auch als Netzmittel in der     Karbonisa-          tion    der Wolle oder beim Färben in sauren  Farbflotten und bei allen in sauren Medien  vor sich gehenden Prozessen der Textil- und  Lederindustrie zu     benutzen.     



       Auef        ührungsbeispieZ:     Durch     Erhitzen    von     Naphtalin    mit kon  zentrierter Schwefelsäure     erhaltene    Alpha-         Naphtalinsulfosäure    wird mit einem durch  Einleiten von     Propylen    in     Schwefesäure    er  haltenen Gemisch versetzt, wobei dafür ge  sorgt     wird,    dass die sich erwärmende Masse  keinesfalls höhere Temperaturen als 100   an  nimmt.

   Das Reaktionsgemisch trennt sich in  zwei Schichten, deren obere, zähflüssige das  gewünschte Kondensationsprodukt darstellt,  das mit     Alkalien    neutralisiert oder in üb  licher Weise durch Kalken und Behandeln  des Kalksalzes weiter verarbeitet oder aber       wich    ohne weitere reinigende     Operationen     verwendet werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Hersellung eines inWa.sser leicht löslichen, stark schäumenden Konden sationsproduktes der Alpha-Naphta-linsulfo- säure von hohem Netzvermögen, das die er wähnten Eigenschaften auch in Gegenwart verhältnismässig starker, saurer, neutraler oder alkalischer Elektrolyte nicht verliert und auch in Form seiner Alkalisalze leicht wasserlöslich und in hohem Grade gegen Elektrolyte beständig ist, dadurch gekenn zeichnet, dass man Naphtalin,
    ein Sulfie- rungsmittel und Propylen in Gegenwart eines Kondensationsmittels aufeinander ein wirken lässt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Be handlung mit Propylen bei Temperaturen unter<B>100'</B> erfolgen lässt. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass man das Naphtalin zuerst sul- fiert und danach mit Propylen in Gegen wart von Kondensationsmitteln be handelt. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass man das Naphtalin zuerst mit Propylen in Gegenwart von Kondensa tionsmitteln behandelt und danach sul- fiert. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass man das Naphtalin mit Propylen in Gegenwart von Kondensationsmitteln behandelt und gleichzeitig sulfiert. 5.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass man die Einwirkung des Propy- lens auf die Naphtalinsulfosäure unter erhöhtem Druck erfolgen lässt.
CH132025D 1925-12-31 1926-12-27 Verfahren zur Herstellung eines in Wasser leicht löslichen, stark schäumenden Kondensationsproduktes der Alpha-Naphtalinsulfosäure. CH132025A (de)

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