CH135215A - Verfahren zur Herstellung eines in Wasser leicht löslichen stark schäumenden Kondensationsproduktes der Beta-Naphtalinsulfosäure. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines in Wasser leicht löslichen stark schäumenden Kondensationsproduktes der Beta-Naphtalinsulfosäure.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines in Wasser leicht löslichen stark schäumenden Kondeusationsproduktes der Beta-Naphtaliusulfosäure. Es wurde gefunden, .da.ss man ein Konden sationsprodukt erhält, das für eine Reihe technischer Verwendungszwecke ganz beso@n- 3ers gut geeignet ist, wenn man N.aphta.liii,
ein Sulfierungsmittel und Propylen in Ge- 1enwart eines Kondensatiansmittels aufein ander einwirken lässt.
Man kann zum Bei spiel so verfahren, dass man das Naphtalin zuerst sulfiert und danach die erhaltene Naphtalinsulfosäure mit Propylen in Gegen wart von Kond'ensationsu@itteln behandelt, doch ist es in manchen Fällen auch zweck mässig, ,das Naphtalin zuerst mit Propylen in Gegenwart von Kondensationsmitteln zu behandeln und gleichzeiti(-), oder !danach zu sulfieren.
Als Kondensationsmittel sind beispiels weise Schwe-Felsäure, Aluminiumchlorid etc. geeignet. Man lässt die Kondensation zweck mässig bei Temperaturen unter 100 vor sich gehen. In manchen Fällen ist es von Vorteil, die Behandlung mit Propylen unter erhöhtem Druck erfolgen zu lassen.
Das erhaltene Kondensationsprodukt stellt eine mehr oder weniger zähflüssige Masse dar, welche . als Sulfosäure weitgehend in Nasser löslich ist. Infolo;e der Eigenschaft des Kondensationsproduktes, sich auch ir, Gegenwart verhältnismässig starker, saurer, neutraler oder alkalischer Elektrolyte in Wasser zu lösen, besitzt seine wässerige Lö sung eine hochgradige Unempfindlichkeit gegenüber elektrolythaltigen Flüssigkeiten. Diese Eigenschaft begünstigt seine technische Anwendbarkeit in hohem Grade.
Auch in Form seiner Alkalisalze ist d.as neue Kon densationsprodukt ausserordentlich leicht was serlöslich und in hohem Grade .ge.gen Elektro lyte beständig.
Das erhaltene Produkt kann als freie Säure bezw. als Salz eine sehr vielseitige An wendung in Technik und Industrie finden. Seine hervorstechendste Eigenschaft ist, dass es ,die Oberflächenspannung wässeriger ILö- sungen sehr stark herabsetzt.
Hierauf ist als praktische Folgerung zurückzuführen, dass es ein über dasjenige gewöhnlicher'Seifen weit hinausgehendes, auch in sauren Flüssig keiten unverändertes 3 chaumvermögen besitzt, fernerhin ein ausserordentliches Emulgierver- mögen aufweist.
Das letztere äussert es, wie Versuche zeigten, gegenüber allen an sich was serunlöslichen Flüssigkeiten und festen Stof fen, wie idineralti.len, Fetten, Paraffin, Har zen, Terpenen, aromatischen Kohlenwasser- stoffen und dergleichen, so d.a.ss es zum Bei spiel bei jeder Art von Wasch- und Reini gungsprozessen wertvolle Dienste leistet.
Dar über hinausgehend besitzt das Kondensations produkt, wie ebenfalls durch Versuche fest bestellt wurde, die Fähigkeit.;" an sich wasser unlösliche Stoffe in vielen Fällen sogar in klare wässerige Lösungen zu überführen, welche ihrerseits bei weiterer Verdünnung mit Wasser hochdisperse, untrennbare Emul sionen liefern, so dass es mit seiner Hilfe möglich ist, derartige als Fettlöser besonders in der Textilindustrie gebräuchliche Lösungs mittel bei technischen Wasch- und Reini- gungsprozessen zur Mitanwendung zu brin gen.
Ferner gewinnen alle Textil- und an dern Faserstoffe wie Filze, Leder, Pappen, Papiere und dergleichen, wenn sie mit Lö- suno,en des genannten Produktes imprägniert werden, ein bedeutend erhöhtes Aufsauge- vermögen und eine gesteigerte Netzbarkeit. Die letztere Eigenschaft kennzeichnet das neue Produkt .auch in verdünnter wässeriger Lösung für sich oder auch in Kombination mit den vorgenannten an, sich wasserunlös lichen Fettlösern als spezifisches Netzmittel für .die gesamte Textil-, Papier- und Leder industrie.
Seine bereits angeführte Bestän digkeit in sauren und elektrolythaltigen Flüs sigkeiten gestattet insbesondere das Produkt auch als Netzmittel in der Karbonisationder Wolle oder beim Färben in sauren Farbflot- ten und bei allen in sauren Medien vor sich gehenden Prozessen der Textil- und Leder industrie zu benutzen.
<I>Ausführungsbeispiel:</I> Durch Erhitzen von Naphtalin mit Schwefelsäure erhaltene Beta- Naphtalinsulfosäure wird mit einem durch Einleiten von Propylen in Schwefelsäure er haltenen Gemisch versetzt, wobei :
dafür .ge sorgt wird, dass die sich erwärmende Masse keinesfalls höhere Temperaturen als 100 an- iiimmt. Das Reaktionsgemisch trennt sich in zwei Schichten, deren obere, zähflüssige das riewünschte Kondensationsprodukt darstellt, das mit Alkalien neutralisiert oder in Übli cher Weise durch Kalken und Behandeln des Kalksalzes weiter verarbeitet oder aber auch ohne weiteres reinigende Operationen ver wendet werden kann.
Claims (1)
- . PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines in Was ser leicht löslichen stark schäumenden Kon- clensationsproduktes der Beta-Naphtalinsulfo- säure von hohem Netzvermögen, .das die er wähnten Eigenschaften auch in Gegenwart verhältnismässig starker, saurer, neutraler oder alkalischer Elektrolyte nicht verliert und auch in Form seiner Alkalisalze leicht wasserlöslich und in hohem Grade gegen Elektrolyte beständig ist, dadurch gekenn zeichnet, dass man Naphtalin,ein Sulfie- rungsmittel und Propylen in Gegenwart eines Kondensationsmittels aufeinander einwirken lässt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Vierfahren gemäss Patentanspruch, da .durch gekennzeichnet, .dass man die Be handlung mit Propylen bei Temperaturen unter<B>100'</B> erfolgen lässt. ?.Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Naphtalin zuerst sulfiert und danach mit Propylen in Gegenwart von Kondensationsmitteln behandelt. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Naphtalin zuerst mit Pro- py len in Gegenwart von Kondensations- mitteln behandelt und danach sulfiert. 4.Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet; dass man das Naphtalin mit Propylen in Gegenwart von Kondensationsmitteln be handelt und gleichzeitig sulfiert. 5. Verfahren gemäss Patenanspruch und Un teranspruch 1, ,dadurch gekennzeichnet, dass man die Einwirkung- des Propylens auf die Naphtalinsulfosä,ure unter erhöh tem Druck erfolgen lässt.
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