CH132224A - Verfahren zur Herstellung von künstlichem Marienbader-Kreuzbrunnen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von künstlichem Marienbader-Kreuzbrunnen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von künstlichem Narienbader-Kreuzbrunnen. Es ist eine bekannte Erfahrung, dass Brunnensalze, die durch Abdampfen von na türlichen Mineralwässern gewonnen werden, bei der Auflösung ein Wasser ergehen, des- en Wirksamkeit sich mit derjenigen des natürlichen Mineralwassers nicht messen kann, weil beispielsweise die in den natür lichen Wässern enthaltenen Bioarbonate sich zersetzen.
Das gleiche trifft auf im Handel erhältliche, künstliche .Salzgemische zu, die jenen Abdampfrückständen entspre chen und aus denen durch Auflösen in Wasser Ersatzlösungen für die Heilquellen hergestellt werden. Die Wirkung ist schlech ter und vielfach ganz anders als diejenige der natürlichen Heilquellen. Man hat .das in der verschiedensten Weise zu erklären ver sucht.
Wie sich zeigte, sind die Unter schiede bedingt durch Unterschiede in der chemischen Zusammensetzung und in den physikaliseh-chemischen Konstanten, insbe sondere der Azidität. Derartige Ersatz wässer sind aus Mangel an freier Kohlen- säure viel zu stark alkalisch gegenüber den natürlichen @Älässern, haben also eine an dere Wasserstoffionenkonzentration. Beispiels weise sind Karlsbader - Mühlbrunnen und Emser-Krämehen 50- bis 100ma.1 saürei als die entsprechenden Ersatzwässer.
Gegenstand vorliegenden Patentes ist ,ein Verfahren zur Herstellung von künstlichem 1Tarienbader-Kreuzbrunnen; das Verfahren gemäss der Erfindung ist dadurch gekenn zeichnet, dass man die in der natürlichen Quelle enthaltenen Neutralsalze, Natrium- bicarbonat und Natriumbisulfat in einer solchen Menge in Wasser aufgelöst, dass nach vollzogener, unter Freiwerden. von Kohlen säure sich abspielender Reaktion die Kon zentration der freien Kohlensäure in der er haltenen Lösung und deren Gehalt an Salzen dem natürlichen Marienbader Kreuzbrunnen entspricht.
Man löst zum Beispiel eine bestimmte Menge von Natriunibicarbonat einerseits und Natriumbisulfat anderseits in einer bestimm- ten Menge Wasser auf, dessen Temperatur man derjenigen der natürlichen Quelle an passt, unter Zufügung der in der na.i;iirlicbi-n Quelle enthaltenen Neutralsalze in entspre chendem Prozentverhältnis.
Die Reaktion vollzieht sich nach der Gleichung: NaHCO.3 + N@HSO:° = Na2804 -I- H@COl. Für praktische Zwecke kann man Bisulfal und Bicarbonat gesondert in Tabletten von bestimmtem Gehalt pressen.
Enthält die eine Tablette ebenso viele Moleküle N atrzum- bisulfat, als Kohlensäure-Moleküle in einer bestimmten Menge des Quellwassers vor kommen, so ist nach vollzogenem Umsatz die Konzentration der freien Kohlensäure die' selbe wie in der Quelle.
Wird auch die Bi- carbonatmenge so gewählt, dass einem Äq valent I@Tatriumbisulfat etwa zwei Äqui valeDte -Natrium'bicarbonat entsprechen., so entspricht der künstlich hergestellte Brunnen sowohl hinsichtlich der Wasserstoffionen konzentration, als auch hinsichtlich der Konzentration der Kohlensäure und der an dern wesentlichen Bestandteile der natür- lieben Quelle.
Die neutralen Bestandteile des Brunnens werden auf beide Tabletten ver teilt, zweckmässig indem man einerseits dein Natriumbicarbonat die Salze mit einwertigen, anderseits dem Natriumbisulfat .die Salze mit mehrwertigen Kationen beimischt und die beiden Mischungen getrennt in Tabletten presst.
<I>Beispiel:</I> Zur Herstellung von 200 cm' künstlichem Marienbader-Kreuzbrunnen benutzt man ,je eine Tablette <I>A</I> und<I>B</I> folgender Zusammen setzung:
EMI0002.0033
<I>Tablette <SEP> A:</I>
<tb> Na.triumbicarbonat <SEP> Na.HCO@ <SEP> 1,17055 <SEP> gr
<tb> Natriumchlorid <SEP> .NaCI <SEP> 0,21462 <SEP> "
<tb> Kaliumchlorid <SEP> KCI <SEP> 0.10000 <SEP> "
<tb> Natriumphosphat <SEP> krist.
<tb> "
<tb> Na#.HP0,12H20 <SEP> <B>0,00072</B>
<tb> 1,48589 <SEP> gr
EMI0002.0034
<I>Tablette <SEP> B:</I>
<tb> Natriumbisulfat <SEP> NaHS04 <SEP> 0,71680 <SEP> gr
<tb> Calciumsulfat <SEP> caS012$z0 <SEP> 0,07000 <SEP> "
<tb> Magnesiumsulfat <SEP> krist.
Mgs047@H20 <SEP> 0,23150 <SEP> "
<tb> Eisensulfat <SEP> FeS04 <SEP> 0,00783 <SEP> "
<tb> Mangansulfat <SEP> MnS045H.0 <SEP> 0,00351 <SEP> "
<tb> Aluminiumsulfat
<tb> Al,y(S0,)318H.0 <SEP> 0,00841 <SEP> "
<tb> Lithiumsulfat <SEP> Li_SO,H#,0 <SEP> 0,00216 <SEP> .,
<tb> Lösliche <SEP> Kieselsäure <SEP> Si0- <SEP> <U>0,00</U>1<U>0</U>0 <SEP> "
<tb> 1,04121 <SEP> gr Das verwendete Calciumsulfat wird zur Verwendung in den Tabletten auf der Kol- loidmühle fein vermahlen. Die Tabletten werden getrennt in je 100 cm' Wasser von etwa.<B>18'</B> gelöst und dann :die Lösungen ver einigt.
Die oben beschriebene Reaktion fin det statt, was an der Kohlensäureentwick- lung erkenntlich ist, und es resultiert. ein Ge tränk von oder Zusammensetzung des Marien- bader-Kreuzbrunnens.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von künst lichem Marienbader-Kreuzbrunnen, dadurch gekennzeichnet, dass man die in der natür lichen Quelle enthaltenen Neutralsalze. Na- triumbicarbonat und Natriumbisulfat in einer solchen Menge in Wasser auflöst, dass die Konzentration .der freien Kohlensäure in der erhaltenen Lösung und deren Gehalt an Salzen dem natürlichen Marienbader-Kreuz- brunnen entspricht.UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man einerseits dem Na- triumbioarbonat .die Salze mit einwertigen, anderseits dem Natriumbisulfat die Salze mit mehrwertigen Kationen beimischt und die beiden Mischungen getrennt in Tabletten presst, und diese in Wasser löst.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE132206X | 1925-10-09 | ||
| CH125488T | 1926-09-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH132224A true CH132224A (de) | 1929-03-31 |
Family
ID=25710509
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH132224D CH132224A (de) | 1925-10-09 | 1926-09-28 | Verfahren zur Herstellung von künstlichem Marienbader-Kreuzbrunnen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH132224A (de) |
-
1926
- 1926-09-28 CH CH132224D patent/CH132224A/de unknown
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