CH132708A - Verfahren zur Änderung der elektrischen Eigenschaften von Fernsprechkabeln, vorzugsweise zum Ausgleich der Kapazitätsdifferenzen. - Google Patents

Verfahren zur Änderung der elektrischen Eigenschaften von Fernsprechkabeln, vorzugsweise zum Ausgleich der Kapazitätsdifferenzen.

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CH132708A
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Weitverkehrskabel G M B H
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Weitverkehrskabel G M B H
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04BTRANSMISSION
    • H04B3/00Line transmission systems
    • H04B3/02Details
    • H04B3/32Reducing cross-talk, e.g. by compensating
    • H04B3/34Reducing cross-talk, e.g. by compensating by systematic interconnection of lengths of cable during laying; by addition of balancing components to cable during laying
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B11/00Communication cables or conductors
    • H01B11/02Cables with twisted pairs or quads
    • H01B11/12Arrangements for exhibiting specific transmission characteristics

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  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)

Description


  Verfahren zur Änderung der elektrischen Eigenschaften von Fernsprechkabeln,  vorzugsweise zum Ausgleich der Kapazitätsdifferenzen.    Beim Bau von Fernsprechkabeln, speziell  für grössere Entfernungen (Fernkabel), ist  es zur Vermeidung von Störungen eines  Sprechkreises durch andere -Sprechkreise oder  durch benachbarte Starkstromleitungen er  forderlich, den Sprechkreisen gegenüber  andern     ,Sprechkreisen    und der Umgebung  eine     symmetrische    Lage zu geben. Ungleich  mässigkeiten im Aufbau der     ,Sprechkreise    er  geben Unterschiede in den Kapazitäten  (Differenzkapazitäten) der Hin- und Rück  leitung eines Sprechkreises gegen andere       Sprechkreise    und die Umgebung und damit  elektrische Kopplungen der Kreise -unterein  ander.  



  Es ist im allgemeinen nicht möglich, die  Kabel in der Fabrik von vornherein so herzu  stellen, dass sie, zur Strecke zusammen--(,  schaltet, bereits den Anforderungen an     kapa-          zitive    Gleichmässigkeit genügen. Man ist  vielmehr gezwungen, die Differenzkapazi  täten nach der Verlegung des Kabels durch  Einschalten sogenannter Ausgleichskonden-         satoren    oder durch andere Mittel auszuglei  chen.

   Man hat auch versucht, jede einzelne  Kabellänge für sich in der Fabrik dadurch  auszugleichen, dass man an einem Ende der  Längen durch Veränderung der Lage der  Leiter zueinander, durch Einschalten von  Kapazitäten oder durch Einfügung zusätz  licher     Dielektrika        etc.    künstliche, den in der  Länge verteilten Differenzkapazitäten ent  gegengesetzt gleiche     Kapazitätsdifferenzen     erzielte. Solche Verfahren haben unter an  derem den Fehler, dass sie nur wirksam sind,  wenn die Kabellänge als Ganzes auch auf  der Strecke bestehen bleibt.

   Wird jedoch die  Länge auf der (Strecke geschnitten, bei  spielsweise um einen     Pupinkasten    einzuschal  ten, so wird der ,Ausgleich hinfällig.     Über-          dies    dürfte :der Ausgleich der Einzellängen  an einem Ende kaum ohne eine Durchmesser  vergrösserung dieses Endes     durchzufüren    sein.  



  Die Erfindung besteht darin, die     kapa-          zitiven    und     ma;gnetisohen        Verhältnisse    von  Adergruppen (Betriebskapazitäten, Kopp-           lungen,        Erdkapazitäten        ete.)    auf der ganzen  Länge eines Kabelstückes, das heisst etwa  einer Fabrikationslänge oder mehrerer aus  gelegter und     zusammenges.chalteteT    Längen  ohne     Anwendung        dielektrischer    Zusätze     mit-          telst        eines        elektrischen,Stromes    zu verändern.

    Solche Änderungen können vorzugsweise  durch elektrischen     iStromdurchgang    oder  durch Anlegen einer elektrischen Spannung  bewirkt werden, gegebenenfalls unter Ver  wendung eines Hilfsleiters, der zwischen  den Adern oder in der Aderisolation, bei  spielsweise im Innern einer etwa dreiteiligen  Papierkordel, untergebracht ist.  



  Die Grösse der Änderung kann man  durch geeignete Wahl der Belastungsdauer  und -:Stärke von Strom oder Spannung ein  stellen, wobei die Änderung selbst durch alle  möglichen Wirkungen von Strom oder Span  nung (zum Beispiel     thermomechanische,     chemische, magnetische, elektrostatische,  elektrodynamische, elektrolytische     etc.)    be  wirkt werden kann.  



  Benutzt man die Wärmewirkung des  elektrischen Stromes, so. wird man vorzugs  weise Temperaturen wählen, die oberhalb  der normalen Trockentemperatur für das  Kabel, das heisst oberhalb von etwa 120    und unterhalb einer Temperatur liegen, die  auch bei sehr kurzzeitigen     Beanspruchungen     dem Papier schädlich werden können, das  heisst unterhalb von etwa 350  .  



  Diese dem vorliegenden; Verfahren ge  setzten ungewöhnlichen hohen Temperatur  grenzen verbieten die Verwendung zusätz  licher     dielektrischer    Massen, da der     Erwei-          chungspunkt    der in Frage kommenden  Stoffe unter 110 bis 130   liegt. Die Wärme  wirkung des elektrischen Stromes wird daher  lediglich zur Änderung der     kapazitiven    und       magnetischen    Verhältnisse in" normalen Na  beln oder zur Lageänderung eingebrachter  zusätzlicher metallischer Massen benutzt.

    Die Änderung normaler Kabel kann dabei  entweder dadurch bewirkt werden, dass  durch die Erwärmung das Papier in seinen       dielektrischen    Eigenschaften oder in seiner  Form und Lage verändert wird, oder dass    durch Temperaturdifferenzen in     Adergrup-          peü    und die dadurch entstehenden vorüber  gehenden oder dauernden Lageänderungen  der Leiter eine dauernde Verschiebung der  elektrischen Eigenschaften der Gruppen her  vorgerufen wird.     Derartiger    dauernde Än  derungen treten jedoch in der Regel erst auf,  wenn man die Temperaturdifferenzen unge  wöhnlich hoch (über 100 bis 150 ) wählt.

   Zur  Vermeidung von Papierschäden sind daher  sehr kurzzeitige Belastungen mit ungewöhn  lich hohen ,Stromstärken (bis zirka 150     Amp.     pro mm') zu empfehlen.  



  Verwendet man zusätzliche metallische  Stoffe zur Änderung der     kapazitiven    Ver  hältnisse, dann kann man so vorgehen, dass  man den Leiter ganz oder     abschnittweise    an  einem oder einzelnen Punkten mit einem  dünnen Überzug eines in dem genannten  Temperaturintervall schmelzenden Metalls  versieht und diesen Überzug nach Fertig  stellung des Kabels oder der betreffenden  Gruppe allein durch Stromdurchgang mehr  oder     weniger    zum Erweichen oder Schmel  zen bringt und dadurch die     kapazitiv    wirk  same Oberfläche des Leiters verändert.

   Man  kann eine ähnliche Wirkung auch dadurch  erzielen,     d.ass    man den Leiter vor der Isolie  rung mit einem Belag eines bei der Aus  gleichstemperatur sublimierenden Metalls  belegt, welches sich bei der Erhitzung teil  weise auf .die Isolation niederschlägt.     Man     kann fernerhin auf den Leiter eine mit  metallischen Zusätzen versehene Isolation  anbringen, und das Metall durch die Wir  kung von Strom oder Spannung in seiner  Lage verändern. An Stelle des Metalls kann  man auch ein Salz verwenden, das sich in       Ausgleichsprozess    unter Metallbildung zer  setzt.  



  Sinngemäss kann man an. Stelle der zu  sätzlichen metallischen Stoffe auch den  Hilfsleiter selbst benutzen oder eine elek  trische Wirkung     zwischen    dem Hilfsleiter  und dem Hauptleiter ausnützen, etwa, durch  zerstäuben oder Verbrennen von Metall oder       cli,rch    Veränderung von Lage und Eigen  schaften des Isolationsmaterials.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Änderung der elektrischen Eigenschaften von Fernsprechkabeln, vor zugsweise zum; Ausgleich von Kapazitäts differenzen, dadurch gekennzeichnet, dass die kapazitiven und magnetischen Verhält nisse von Adergruppen ohne Anwendung dielektrischer Zusätze auf der ganzen Länge eines Kabelstückes mittelst eines elektri schen Stromes verändert werden. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Änderung der Eigenschaften durch elektrischen Stromdurchgang bewirkt beziehungs weise ausgelöst wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Änderung der Eigenschaften durch Anlegen einer Spannung bewirkt beziehungsweise aus gelöst wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch 'und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass :die Grösse der Änderung durch den Grad der Erhitzung der stromdurch- flossenen Adern gegenüber den andern Adern bestimmt wird, wobei die normale Kabeltrockentemperatur von 120' als Mindesttemperatur und die bei sehr kurzzeitigen Belastungen gerade noch nicht schädlichen Temperaturen in der Grössenordnung von zirka<B>350'</B> als Höchsttemperaturen zu gelten haben. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Eigen schaften normaler Adergruppen geän dert werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man in den zu ändernden Adergruppen zur beab sichtigten Änderung ausser den eigent lichen Leitern noch Hilfsleiter vorsieht, sei es in der Isolation der Adern oder zwischen verschiedenen Adern. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass der Hilfsleiter als Kern einer mehrteiligen, den Hauptleiter umgeben den Kordel aus Papier eingebaut wird.
    7. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass eine oder mehrere Adern einer Gruppe durch Stromdurchgang so stark erhitzt weiden, dass ihre Dimensions änderungen gegenüber den nicht direkt erhitzten Adern dauernde Änderungen in den Eigenschaften der Gruppe her= vorrufen. R. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 7, dadurch ge kennzeichnet, da.ss zur Erzielung der dauernden Änderungen Temperatur differenzen zwischen den Adern einer Gruppe von etwa <B>150'</B> bis<B>350'</B> ange wendet werden.
    9. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass die Änderung der Eigenschaf ten durch eine Lageänderung einer auf dem Leiter aufgebrachten Metallschicht erfolgt. 10. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass auf den Leiter vor der Isolie rung ein Überzug eines sublimieren den Metalles aufgebracht wird, der sich bei der Erhitzung des Leiters wenig stens teilweise auf der Isolation nieder schlägt. 11. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net. dass auf dem Leiter oder in der Iso lation ein Salz verteilt wird, das sich im Erwärmungsverfahren unter Bildung eines Metalles zersetzt. 12.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass elektrosta tische, elektrodynamische. elektromag netische oder elektrolvtische Wirkungen zur Änderung der Kabeleigenschaften benutzt werden.
CH132708D 1927-05-11 1928-05-10 Verfahren zur Änderung der elektrischen Eigenschaften von Fernsprechkabeln, vorzugsweise zum Ausgleich der Kapazitätsdifferenzen. CH132708A (de)

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