CH132784A - Zugsicherungseinrichtung. - Google Patents

Zugsicherungseinrichtung.

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CH132784A
CH132784A CH132784DA CH132784A CH 132784 A CH132784 A CH 132784A CH 132784D A CH132784D A CH 132784DA CH 132784 A CH132784 A CH 132784A
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CH
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Aktiengesellschaft C Lorenz
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Lorenz C Ag
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Description


      Zngsieherungseinr        ichtung.       Es ist bereits vorgeschlagen worden, den  Bremsmechanismus einer fahrenden Loko  motive selbsttätig durch einen elektrischen  Apparat zu betätigen, welcher an einer be  stimmten Stelle der Strecke eingebaut ist  und zugleich mit dem Haltsignal geschaltet  wird. Der Grundgedanke einer solchen Ein  richtung ist beispielsweise der, dass auf der  Lokomotive ein offener Transformator     T(siehe     die beigefügte     Fig.    1) eingebaut ist, dessen  magnetischer Widerstand beim Vorbeifahren an  einem entsprechenden     Schlussjoch    T', welches  fest auf der Strecke eingebaut ist, geändert  wird.

   Durch Rückwirkung des in dem     Schluss-          joch    induzierten Sekundärstromes wird der  Primärstrom des Transformators, der durch  eine geeignete     Wechselstromquelle        14T    geliefert  wird, geändert und durch diese Änderung ein  mit dem Bremsmechanismus verbundenes Re  lais R betätigt. Der Transformator wird mit  Wechselstrom bestimmter Frequenz f gespeist.  Um den Wechselstromgenerator nicht unnötig  gross machen zu müssen; ist vorgeschlagen    worden, die Blindkomponente des den Trans  formator und das Relais enthaltenden Strom  kreises durch einen Kondensator     Ci    zu kom  pensieren, so dass der Generator nur die  Wirkleistung zu liefern braucht.

   Der Gene  rator arbeitet also auf einen abgestimmten  Kreis     Ci,        Li;    die entstandene Stromstärke  ist dann dem Verlustwiderstand dieses Kreises  umgekehrt proportional.  



  Ebenso ist vorgeschlagen worden, den  sekundären Stromkreis abzustimmen, d. h. die  Wicklung des Gleismagnetes     L2    über einen  Kondensator C2 bestimmter Grösse zu schlie  ssen. Wird an einen auf die erregende Fre  quenz abgestimmten Kreis ein zweiter ab  gestimmter Kreis gekoppelt, so wird der  wirksame Verlustwiderstand des Primär  kreises vergrössert, der Primärstrom also ver  ringert; so dass das Relais jetzt abfällt. Ob  wohl dieses Grundprinzip seit langem bekannt  war, hat sich keine Ausführung im prak  tischen Betrieb bewährt, da insbesondere die  erzielten Beeinflussungszeiten zu gering waren,      um eine genügende Sicherheit für den Betrieb  zu geben.  



  Durch die Einrichtung gemäss vorliegender  Erfindung wird dieser Nachteil behoben, in  dem zwischen den Konstanten der verwand  ten elektrischen Anordnung, sowie den räum  lichen Grössen der     Beeinflussungseinrichtung     und der     Geschwindigkeit    des Zuges eine  einfache Beziehung hergestellt wird.  



  Im folgenden ist anhand der Zeichnung  ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen  standes erläutert.  



  Bezeichnen     di   <I>=</I>     7r        Rrlai        Li,    ferner       (1@   <I>=</I>     7r        Rt;1cu        L2    die Dämpfungen der beiden       Stromkreise,    wobei R der)     ohmschen    Wider  stand darstellt und
EMI0002.0013  
   worin     :

  7/I     die gegenseitige     Induktivität    ist, den Kopp  lungskoeffizienten der beiden Kreise im     Be-          einflussungszustande,    so ergibt, wie bekannt,  eine einfache theoretische Betrachtung, dass  die primäre Dämpfung     di    im     unbeeinflussten     Zustande, d. h. bei vollkommenem Fehlen  des sekundären Kreises bei     Ankopplung    des  letzteren, d. h. im     Beeinflussungszustande,     auf den Wert
EMI0002.0022  
   erhöht wird.  



  Durch diese resultierende Dämpfung     d,'     ist nun die Höhe der verwendeten Frequenz  und die Länge der Magnetpole begrenzt. Bei  einem     Schwingungsvorgang    bedeutet ja be  kanntlich die Dämpfung d den natürlichen  Logarithmus aus dem Verhältnis zweier auf  einanderfolgenden Schwingungsamplituden.  Bei einem Einschaltvorgang hat nach
EMI0002.0025  
    Schwingungen die Stromamplitude bis auf
EMI0002.0026  
    d. h. bis aus 13 % ihren Endwert erreicht.  Die Beeinflussungsdauer muss also minde  stens, um genügend Sicherheit zu geben, die  Zeit von 2     yt-Schwingungen    betragen, also  mindestens
EMI0002.0028  
   Sekunden, wenn die Dauer  
EMI0002.0029  
    einer Schwingung ist.

   Die Höchstgeschwin  digkeit v eines Zuges liegt bei etwa 120 km  in der Stunde, d. h. v = 33 m in der     Sekunde.     Wenn     man    nicht zu unförmig langen Magrie-         ten        kommen    will und die Längenausdehnung  etwa mit 1 m in der Fahrtrichtung be  schränkt, so bleibt unter Berücksichtigung  der     Bedingung,    dass der kürzeste Abstand  zwischen der) Polen eines Magnetes grösser  als der doppelte Abstand zwischen Fahr- und  Gleismagnet, also     mindestens    40 bis<B>50</B> cm  sein soll - da sonst die     Mehrzahl    der Kraft  linien sich auf dein kürzeren direkten Luft  weg von Pol zu Pol eines Eisenkernes schlie  ssen würden,

   ohne durch den andern Eisen  kern zu laufen - für die Pole eine Länge 1       (Fig.    1) in der Fahrtrichtung von je<B>25</B> bis  30 cm übrig. Diese Länge von 1= 0,25 m wird  in
EMI0002.0038  
   Sekunden durchfahren.  Es muss also
EMI0002.0039  
   sein, oder
EMI0002.0040  
    oder in dem angenommenen Fall
EMI0002.0041  
    Nimmt man beispielsweise     di    = 0,3,     dz    =  0,3 und k = 0,1 an, so ergibt sich eine resul  tierende Dämpfung
EMI0002.0044  
    
EMI0002.0045  
   und daraus als untere     Frequenzgrenze     f = 830 Hertz. Nach oben ist die Frequenz  durch die Verwendung von Eisen begrenzt  dadurch, dass die Eisenverluste und damit  die Dämpfungen mit zunehmender Frequenz  steigen.

   Es ist nicht     zweckmässig;    die Fre  quenz höher als etwa 2000 Hertz zu wählen.  Nach unten liegt eine weitere     Begrenzung     der Frequenz noch in     der    Trägheit     des    Relais.  Das Relais braucht eine mindeste Beein  flussungsdauer von etwa 0,002 Sekunden) zur  Überwindung der mechanischen Trägheit.<B>Um</B>  genügend Sicherheit zu haben, wird man mit  der     Beeinflussungsdauer    aus diesem Grunde  nicht unter 0,004     Sekunden    heruntergehen.

    Ist aber während einer Periode des Wechsel  stromes die Zeit, während welcher die Strom  stärke kleiner als etwa die Hälfte des Maxi  malwertes ist, also die Dauer von etwa einer       Viertelsperiode    grösser als 0,002 Sekunden,  so besteht die Gefahr, dass das Relais bei  jedem Stromdurchgang durch Null abfällt.  Aus diesem Grunde muss
EMI0002.0054  
   sein,      also wesentlich grösser als 125 Perioden. Die  tatsächliche     Grenzfrequenz    dürfte etwa bei  <B>250</B> Perioden liegen.  



  Weiterhin hat sich mit Rücksicht auf die  Betriebssicherheit, abgesehen von der bereits  erwähnten Einwirkungsdauer, eine gewisse       Mindeststromänderung    zwischen     unbeeinfluss-          tem    und beeinflusstem Zustande als wünschens  wert ergeben, um genügend unempfindliche  und daher sicher arbeitende Relais verwenden  zu können. Als praktisch hat sich dabei ein       Stromänder        ungswert    zwischen beeinflusstem  und     unbeeinflusstem    Zustande von zirka 1 : 2  als ausreichend für eine genügende Betriebs  sicherheit im     Eisenbahnbetrieb    ergeben.

   Eine  derartige     14lindeststromänderung    kann erreicht  werden, nachdem die Anlage eine     Gesamt-          dimensionierung    erfahren hat, die sich aus den  folgenden theoretischen Überlegungen ergibt.  



  Es mögen in bekannter Weise U die  Klemmenspannung, J den Strom, R den       ohmschen    Widerstand, L die Selbstinduktion  C die Kapazität,     m   <I>= 2 x f</I> die Kreisfrequenz  
EMI0003.0014  
   die resultierende     Reaktanz,     <I>d</I> die Dämpfung<I>=</I>     7c        Rlo)   <I>L</I> und     fc    die Kopp  lung
EMI0003.0019  
   worin M die gegenseitige       Induktivität    ist, bedeuten; ferner bezeichne  der Index 1 den Primärkreis, der Index 2  den Sekundärkreis     (Fig.1).    Im Falle der  Abstimmung ist Z, = 0 und Z = 0.

   Es  gilt dann für den Primärkreis allein:  
EMI0003.0022     
    Wird     nein    der Sekundärkreis angekoppelt,  d. h. fährt der Zug, auf welchem der Primär  kreis aufgebaut ist, an dem Gleismagnet  vorüber, so dass die     Kraftlinien    des Fahr  magnetes sich teilweise über den Gleismagne  ten schliessen und in dessen     abgestimmten     Sekundärkreis einen Strom     J2    induzieren, so  gelten die Gleichungen  (2) U =     Ji'        (R        i        +    j     Zi)

          +        .j        oi    M     Jz          (ä)    o =     J2        (R2        +   <I>j</I>     Z2)        +   <I>j</I>     a)        M   <I>J'</I>  Daraus folgt die auf das Primärsystem redu-    zierte Gleichung unter Berücksichtigung von       Zi=0    und     Z2=0.     
EMI0003.0046     
    Führt man hierin die oben bezeichneten Grö  ssen !c und d ein,

   so erhält man  
EMI0003.0047     
    Das Verhältnis zwischen Ruhestrom     J     und Betätigungsstrom     J'i    wird also umso  grösser, je grösser die Kopplung k zwischen  Primärkreis und Sekundärkreis und je kleiner  die Dämpfung des Primär- und Sekundär  kreises ist. Es hat also keinen Sinn, die  Kopplung zu vergrössern, wenn gleichzeitig  die Dämpfung steigt oder umgekehrt die  Dämpfung herabzusetzen, wenn damit die  Kopplung geringer wird. Der Ausdruck
EMI0003.0050  
    muss grösser oder mindestens gleich 1 sein,  wenn man eine genügende Betriebssicherheit  erreichen will.

   Die Primärdämpfung     di    kann  dabei allerdings gerade mit Rücksicht auf  die Betriebssicherheit nicht beliebig klein  gemacht werden, da. sonst, wie später noch  näher auseinandergesetzt wird, die Schärfe  der Resonanz zu gross wird und dadurch eine  neue Gefährdung der Sicherheit auftritt.  



  Das     Einflussverhältnis        Ji   <I>:</I>     Ji'    wird umso  günstiger, je fester die Kopplung wird. In  dem Ausdruck
EMI0003.0055  
   darf die Kopplung     7c     ein gewisses Mass nicht unterschreiten, da  sonst die Dämpfungen     di    und d2 zu klein  werden müssten, um der Bedingung
EMI0003.0058  
    zu genügen.<I>7c</I> soll daher auf alle Fälle  grösser als 0,05 sein.  



  Für die Kopplung ist einmal der Abstand  der Pole der beiden Eisenkerne massgebend.  Dieser Abstand ist als gegeben zu betrachten.  Er kann aus Sicherheitsrücksichten nicht be  liebig verkleinert werden und wird praktisch      in der Grössenordnung von etwa 15 cm ge  halten. Damit nun beim Vorüberfahren des  Fahrmagnetes am Gleismagnet ein genügen  der Teil der     Kraftlinien    des Primärmagnetes  die Sekundärspule durchsetzt, ist es nötig,  was bei den bisherigen Ausführungen nicht  beachtet worden ist, dass der kürzeste Ab  stand a der Pole des Fahrmagnetes     bezw.    des  Gleismagnetes nicht kleiner ist als der dop  pelte Abstand 8 zwischen Fahrmagnet und  Gleismagnet,

   da sonst die überwiegende Zahl  der Kraftlinien sich auf dem kürzeren direk  ten Luftweg von Pol zu Pol eines Eisen  kernes     schliessen    würden, ohne durch den  andern Eisenkern zu laufen.  



  Wie oben gezeigt, wird die Rückwirkung  des Sekundärkreises umso stärker, je kleiner  die Dämpfung des Primär- und Sekundär  kreises ist. Durch andere Bedingungen sind  jedoch hierfür gewisse Beschränkungen ge  geben. Sehr kleine Dämpfung in einem auf  Resonanz     abgestimmten    Kreis bedeutet sehr  scharfe Resonanzkurve. Dies ist jedoch für  einen in verhältnismässig rauhem Betrieb ver  wendeten Apparat unerwünscht, da jede ge  ringe Veränderung der Bestimmungsgrössen des  Resonanzkreises,     Selbstinduktion,    Kapazität  oder Frequenz bereits einen merklichen Ab  fall des Stromes hervorrufen würde, so dass  durch derartige Störungen der Betrieb ge  fährdet wäre.

   In der Praxis des Eisenbahn  betriebes kommt nun als Antriebsenergie  quelle für die zur Speisung der Beeinflus  sungseinrichtung dienende Wechselstrom  dynamo aus Gründen der Einfachheit und  Billigkeit die vorhandene Energiequelle für  den Bahnbetrieb in Frage, also beispielsweise  bei Dampflokomotiven eine Speisung der  Antriebsmaschine für die Wechselstrom  dynamo aus dem Dampfkessel durch Ver  wendung einer kleinen     Antriebsdampfturbine.     Da es nun -das Wesen des Bahnbetriebes mit  sich bringt, dass die verwendeten Betriebs  energiequellen, d. h.

   im erwähnten Beispiele  der Dampfdruck des Dampfkessels, verhält  nismässig starken Schwankungen und Be  lastungsänderungen ausgesetzt sind, so muss  man eine gewisse Drehzahlschwankung der    erregenden     Wechselstrommaschine,    praktisch       von        -E-        2%,        zulassen.        Dann        geht        zum        Bei-          spiel    bei einer Dämpfung von 0,

  12 der Strom       bereits        auf        70        %        des        normalen        Ruhestromes     zurück. Mehr Abfall würde schon schädlich für  die Sicherheit des Arbeitens der Apparatur sein.

    Die Primärdämpfung soll daher im Leerlauf  mindestens so gross sein, dass bei den Grenzen  der möglichen     Frequenzschwankung    kein       grösserer        Abfall        des        Stromes        als        etwa        30        %     eintritt; die Primärdämpfung soll zur Er  zielung eben dieses     Zweckes    nicht kleiner  als etwa 0,10 sein. Um eine geringe Primär  dämpfung verwenden zu können, ist es zweck  mässig, die     Wechselstrommaschine    mit einem  Drehzahlregler zu versehen.  



  Wird der     Sekundärkreis    an den Primär  kreis gekoppelt, so wird dadurch die Primär  dämpfung     dl    erhöht auf  
EMI0004.0037     
    d. h. sie wird bei einer bestimmten Kopplung       umsomehr    erhöht, je kleiner     d2    ist. Das Be  einflussungsverhältnis des Primärstromes ist  dann
EMI0004.0040  
   d. h. wenn  
EMI0004.0041  
   gerade gleich 1, so wird J' : J = 1 : 2  und umso günstiger, je grösser
EMI0004.0042  
   Dies  gilt aber nur für den Resonanzpunkt. Weicht  die Frequenz des erregenden Wechselstromes  etwas von der genauen Abstimmungsfrequenz  ab, so steigt unter Umständen der Primär  strom an. Diese Verhältnisse sind an sich  aus der Theorie gekoppelter Schwingungs  kreise bekannt.

   Die graphische Darstellung  der Primärstromstärke als Funktion der Ver  stimmung x gibt bekanntlich die Resonanz  kurve. Diese hat für einen einzelnen Kreis die  Form der ausgezogenen Kurve der beigefügten       Fig.    2. Wird ein zweiter abgestimmter Kreis an  gekoppelt, so verändert sich die Resonanzkurve  des Primärkreises je nach der Grösse von  Kopplung und Dämpfung. Bei einigermassen  fester Kopplung entsteht am Abstimmungs  punkt x = o eine     Einsattelung,    während bei      einer Verstimmung von<I>x =</I>     -i-        k12    ein Strom  maximum entsteht, wie in     Fig.    2 durch die  gestrichelte Kurve dargestellt.

   Die Resonanz  stromstärke an diesen Punkten ist ungefähr  
EMI0005.0004  
   kommt also bei sehr kleiner  Sekundärdämpfung der     Leerlaufstromstärke    J  sehr nahe. lacht man     d2    sehr klein,     um     einen möglichst tiefen Sattel bei x = o zu  erreichen, so muss     k/2    grösser sein als die  zulässige Verstimmung, oder     I,    selbst grösser  als das doppelte der grössten zulässigen pro  zentualen     Frequenzschwankung,    mit der man  im Betriebe rechnen muss, so dass auch an  den Grenzen des     Frequerrzschwarrkurigsge-          bietes    (in     Fig.    2 schraffiert)

   der Strom im  Primärkreis noch so klein ist;     dass    die Be  tätigung sichergestellt ist.  



  Dieser Weg - kleine     Sekundärdämpfung     - hat ehre gewisse Gefahr, dass durch irgend  einen Zufall beim Vorüberfahren des Zuges  die Drehzahl der     Wechselstrommaschine    ge  rade um k/2 von der normalen abweicht, so  dass der Primärstrom sich zu wenig ändert,  um das Relais zu betätigen.     Wem)    ein solcher  Fall auch nur äusserst geringe Wahrschein  lichkeit für sich hat, so kann man diese  Gefahr doch vermeiden, indem man die  Sekundärdämpfung so gross macht, dass auch  auf diesen beiden Resonanzpunkten der Strom  höchstens halb so gross als im Leerlauf ist,  so dass sicher noch eine Betätigung eintritt,  d.     1r.    indem man die Sekundärdämpfung min  destens gleich der Primärdämpfung macht.  



  Die Verwendung geringer Dämpfung ver  langt, dass die Abstimmung möglichst kon  stant bleibt. In der Praxis ist nun der Sekun  därkreis auf der     Strecke    irgendwie mit dem  Fahrtsignal in Verbindung gebracht und wird  mit der Stellung dieses letzteren so geschaltet,  dass beispielsweise bei offenem Signal die  Sekundärwicklung kurzgeschlossen ist und  daher keine Beeinflussung des Primärkreises  eintritt, während bei offenem Signal dieser  Kurzschluss aufgehoben, d. h. die Wicklung  über den Kondensator geschlossen und ab  gestimmt ist, so dass eine     Beeinflussung    im  beschriebenen Sinne stattfindet;

   mit     andern       Worten, die Wirksamkeit der Übertragungs  einrichtung ist in Abhängigkeit gebracht  von der Stellung des Fahrtsignals, was ja  auch dem wesentlichen Zweck der ganzen  Einrichtung entspricht. Gewöhnlich ist daher  an die Enden der sekundären Beeinflussungs  wicklung eine längere Leitung angeschlossen,  die zum Fahrtsignal hinführt und an deren  Enden beispielsweise ein     Kurzschlussschalter     liegt. Da diese Leitung, welche unter Um  ständen mehrere     Kilometer.    lang sein kann,  eine nicht unbeträchtliche Eigenkapazität be  sitzt, so     rnüsste    diese Leitungskapazität in  die     Abstimmung    des Sekundärkreises mit  einbezogen werden.

   Dies ist jedoch einmal  für die fabrikmässige Herstellung der Geräte  unbequem, da jedesmal an Ort und Stelle  die Abstimmung, und zwar jedesmal in  anderer Weise vorgenommen werden müsste.  Über dies hinaus ändert sich auch unter  Umständen die Leitungskapazität in Ab  hängigkeit von Witterungseinflüssen, so dass  auch während des eigentlichen Betriebes Ver  änderungen, die zu Verstimmungen des Sekun  därkreises und damit Verringerung der Be  triebssicherheit Anlass geben, auftreten können.

    Diese Nachteile können dadurch     aufgehoben     werden, dass entweder die     Abstimmkapazität     des Gleismagnetes gross gegenüber der Lei  tungskapazität gewählt wird, so dass das  Anschliessen der Leitung oder Veränderung  der Leitungskapazität keine merkliche Ver  stimmung des Sekundärkreises ergibt, oder  dadurch, dass die Leitungskapazität durch in  die Leitung eingeschaltete Spulen in an sich  bekannter Weise für die erregende     Frequenz     kompensiert wird.

   Ein weiteres Mittel, den  Einfluss der Leitung auf die Abstimmung des  Sekundärkreises auszuschalten, besteht darin,  die Leitung vom Fahrsignal nach dem     Be-          einflussungsmägneten    nicht an dessen Wick  lung unmittelbar anzuschliessen, sondern sie  zur Betätigung eines am Gleismagneten ein  gebauten Relais zu benutzen, welches seiner  seits die Kurzschliessung der Gleiswicklung  übernimmt. Diese beiden letzten Mittel haben  den weiteren Vorteil; dass im Falle     offener     Fahrt ein wirklich vollkommener     Kurzschluss         des Gleismagnetes zustande kommt; ohne  dass die Leitung als     kapazitive    Belastung  auftritt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Zugsicherungseinrichtung zur Auslösung von Bremsvorrichtungen durch induktive Be einflussung, unter Verwendung eines auf der Strecke angeordneten abgestimmten Sekundär kreises und eines auf dem Fahrzeug vorge sehenen, durch eine Wechselstrommaschine gespeisten abgestimmten Primärkreises, da durch gekennzeichnet, dass die Frequenz der Wechselstrommaschine gleich oder grösser ist als die vierfache Höchstgeschwindigkeit des Zuges in in/sek.,
    geteilt durch das Produkt aus der Länge eines in Fahrtrichtung in Metern gemessenen Streckennragnetpoles und der durch die Wirkung der Ankopplung des Sekundärkreises vergrösserten Primärdämpfung EMI0006.0011 mithin EMI0006.0012 UNTERANSPRÜCHE 1. Zugsicherungseinrichtung nach dem Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die verwendete Frequenz kleiner als 2000 Hertz und grösser als 250 Hertz ist.
    2. Zugsicherungseinrichtung nach dem Pa tentanspruch und dem Unteranspruch 1, bei welcher die Stromstärke eines auf dem fahrenden Zug eingebauten, von einer Wechselstromquelle gespeisten und auf die erregende Frequenz abgestimmten Betätigungskreises, welcher eine Magnet spule mit offenem Eisenkern enthält, beim Vorbeifahren an einem auf der Fahrbahn fest eingebauten entsprechenden Gleis magnetes mit offenem Eisenkern, dessen Wicklung ebenfalls auf die erregende Frequenz abgestimmt ist, geändert wird, dadurch gekennzeichnet,
    dass das Ver hältnis des Produktes der Quadrate von 7r und dem Kopplungskoeffizienten der beiden abgestimmten Kreise Li, Ci und L2, C2 zu dem Produkte der primären Dämpfung di und der sekundären Dämpfung d2 grösser oder mindestens gleich 1 ist (mit hin EMI0006.0027 3.
    Zugsicherungseinrichtung nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopp lung bei Gegenüberstellung zwischen dem auf dem Fahrmagneten vorgesehenen Primärkreis und dein auf dein Gleis- rnagrieten angeordneten Sekundärkreis grösser als 0,05 ist. 4. Zugsicherungseinrichtung nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der kürzeste Luftabstand der Pole des Fahrmagnetes bezw. der Pole des Gleismagnetes gleich oder grösser ist als der doppelte gegen seitige Polabstand ö des Fahrmagnetes vom Gleismagnet.
    5. Zugsicherungseinrichtung nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Primär dämpfung mindestens gleich 0,10 ist, so dass bei betriebsmässigen Frequenzschwan- kungen der Stromabfall im Leerlauf nicht mehr als etwa 30 % beträgt. 6. Zugsicherungseinrichtung nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wechsel strommaschine mit einem Drehzahlregler ausgerüstet ist.
    7. Zugsicherungseinrichtung nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopp lung grösser ist als das Doppelte der betriebsmässig zuzulassenden prozentualen Frequenzschwankung. B. Zugsicherungseinriehtung nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1, 2 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Sekun därdämpfung dz kleiner als die Primär dämpfung di ist. 9. Zugsicherungseinrichtung nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sekun därdämpfung gleich oder grösser als die Primärdämpfung ist.
    <B>10.</B> Zugsicherungseinrichtung nach Patent anspruch und Unterausprüchen 1 bis 7; dadurch gekennzeichnet, dass die Ab stimmkapazität des Gleismagnetes grösser ist als die Kapazität der angeschlossenen Leitung. 11. Zugsicherungseinrichtung nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daL; die Kapazität der an die Wicklung des Gleismagnetes angeschlossenen Leitung durch in die Leitung eingeschaltete Selbstinduktion kompensiert ist.
    12. Zugsicherungseinrichtung nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung vom Signalmast ein arn Gleismagnet ein gebautes Relais betätigt, weiches die Wicklung des Gleismagnetes kurzschliesst.
CH132784D 1927-10-10 1928-05-15 Zugsicherungseinrichtung. CH132784A (de)

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