CH134341A - Kettenfadenwächter für Schaftwebstühle. - Google Patents
Kettenfadenwächter für Schaftwebstühle.Info
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Description
Kettenfadenwächter für Schaftwebstühle. Es sind elektrische gettenfadenwächter be kannt, die auf !die Kettenfäden reiterförmig aufgesetzt sind und bei Reissen eines Ketten fadens einen elektrischen Stromkreis schliessen und dadurch eine Ausrückvor- richtung für den betreffenden Webstuhl in Tätigkeit setzen. Der Nachteil dieser Ein richtung ist der, -dass durch den aufgesetzten Reiter die Kettenfäden oft beschädigt und zum Zerreissen gebracht werden.
Diese Gefahr wird bei den Kettenfadenwächtern gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass jede wenigstens einen Kettenfaden führende Litze des Webschaftes des Webstuhles selbst als der -den Stromschluss herbeiführende Teil des Kettenfadenwächters ausgebildet ist, so dass die Kettenfäden nur je an dieser einen Stelle wie bisher durch -die Litzenösen, an statt ausserdem hoch durch eine aufliegende Wächterlamelle beansprucht werden.
Eine Ausführungsform des Gegenstan des der Erfindung ist beispielsweise auf der beiliegenden Zeichnung wiedergegeben. Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch bei spielsweise drei nebeneinanderliegende Schäfte eines Webstuhles, wobei der in die sem Bilde hinten liegende Rahmenteil der Deutlichkeit wegen nicht mitgezeichnet ist. Der am weitesten links gelegene Schaft ist in gesenkter Stellung gezeichnet, desgleichen der mittlere, nur ist bei diesem ein Ketten faden gerissen und -der Auslösestromkreis durch den Kettenfadenwächter geschlossen wiedergegeben. Der rechts gezeichnete Schaft ist in angehobener, ordnungs- und be triebsmässiger Stellung gezeichnet.
Fig. 2 gibt eine Vorderansicht auf das rechte Ende eines Schaftes in gesenkter Stel lung, wobei die Schutzbleche gestrichelt an gedeutet sind; Fig. 3 stellt eine besondere Ausführungs form des obern. Endes einer Schaftlitze mit Kontaktschiene und einem Teil des obern Schaftrahmens im Querschnitt bei der Höchststellung des Schaftes in grösserent Massstabe dar.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 der Zeichnung sind in ,Schäf- ten <I>r</I> angeordnete Weblitzen<I>a</I> in an sich be kannter Weise ,mit Ösen b versehen, durch die die Kettenfäden c hindurchgezogen sind. Die Litzen a sind an ihren obern und untern Enden bei d schleifenförmig gestaltet und umfassen mit Spiel oben bezw. unten mit der am obern Ende vorgesehenen Schleife c1 eine U-förmige elektrische Leitungsschiene f, die mittelst wenigstens eines als Halter für die Schiene dienenden Reiters i mit dem Rahmengestell k leitend verbunden ist.
Eine zweite flache Schiene g ist isoliert zwischen den beiden Stegen der U-förmigen Schiene f, diese oben und wenigstens an ,dem einen Ende etwas überragend angeordnet. Die bei den Schienen f und g sind elektrisch leitend mittelst des Reiters<I>i</I> und Rahmens<I>k</I> bezw. mittelst eines isolierten Drahtes mit je einer an der Unterseite des Schaftes r angebrach ten Kontaktschleiffeder <I>m</I> bezw. <I>m'</I> verbun den für Zusammenarbeiten mit Stromschluss- stücken <I>n</I> bezw.
<I>n'.</I> Diese sind am Stuh-Ige- stell derart angeordnet, dass sich die Kon taktfedern<I>m</I> bezw. <I>m'</I> auf sie beim Ein treffen des Schaftes r in der tiefsten Stel lung etwas seitwärts schleifend auflegen und damit in den Wächterstromkreis einge schaltet sind.
Durch die untern Schleifen d der Litzen <I>a</I> ist eine von Reitern<I>i'</I> gehaltene elektrisch leitende Schiene p geführt, die ebenfalls mit dem Schleifkontakt<I>m, n</I> durch den einen rechts gezeichneten Reiter i' verbunden ist. Die Litzen a mit der Schiene<I>p</I> und dem Rei ter i' bilden ,daher einen Nebenschluss zu dem durch die Schiene<I>f,</I> den Reiter<I>i</I> und den Rahmen k gebildeten Stromweg.
Die Litzen a sind an ihrem obern und untern Ende durch Zusatzgewichte o bezw. o' beschwert, die entweder getrennt von den Litzen hergestellt und mit ihnen nur fest oder abnehmbar verbunden sind, oder .aber durch den entsprechend ,gewickelten Litzen draht gebildet und vorzugsweise mittelst Lötmaterials in ihrer Gestalt gesichert sind und ausserdem sich .gegenseitig als Führun gen und als Abstandshalter für die Litzen a dienen.
Das sieh auf die .Schienen f, g bezw. gegen die Schiene p legende Ende jeder Schleife d ist gemäss den Fig. 1 und schräg .ausgeführt, so @dass beim Aufsetzen die Litze auf der Schiene g bezw. p quer gleitet, bis sich die Schleife d :mit der einen Seite gegen die Schiene f bezw. p legt.
Die Schleifen d mit den Zusatzgewich ten o, o', sowie die Kontaktschienen f, y bezw. p sind durch Schutzbleche q gegen Verstauben geschützt.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist,die folgende: Bei den normalen Arbeitsver hältnissen, das heisst wenn die sämtlichen Kettenfäden ordnungsgemäss eingezogen und nicht mitgerissen sind, legt sich zwar bei .jedem Hube des betreffenden Schaftes die .obere Schleife d jeder Litze a auf,die Kon taktschienen g und f, kann aber die Aus- lösung der .Stuhlausrückvorrichtung nicht herbeiführen, weil der Auslösestromkreis in dieser Zeit bei den Kontakten<I>m,</I> n bezw. <I>m',
</I> n' unterbrochen ist.
Durch die Ausbildung der Weblitzen a gemäss der Erfindung legt sich bei Zer reissen eines Bettfadens die betreffende Litze a unter dem .Eigengewicht und der Einwirkung der Zusatzgewichte o, ö gegen ,die Schienen g, f bezw. p und stellt eine Verbindung zwischen der Stromschluss- schiene <I>g</I> mit Federkontakt<I>m'</I> einerseits und der Leitungsschiene f mit Federkontakt m anderseits her, so dass beim Niedergehen des Schaftes durch die Federkontakte<I>m'</I> und nz der Auslösestromkreis geschlossen wird.
Da durch wird an sich bekannter Weise der be treffende Webstuhl stillgesetzt, bis nach Ausbessern des gerissenen Kettenfadens die betreffende Litze a mit Schleife d wieder in normalen Betriebszustand gebracht wird.
Die Litzen a können statt aus Draht ge bogen für sich allein oder -zusammen mit den Zusatzgewichten in einem Stück aus dünnem Metallband, zum Beispiel Stahl- band gestanzt werden. Anstatt die Web- litze a unmittelbar als Stromschlussstück für die Schienen f, y auszubilden, kann man auch besondere 'Stromschlussstücke mit ihnen derart verbinden, dass die Litzen selbst da für nicht unmittelbar benutzt werden.
Die Stromschlussfedern m, mä können statt an den Schäften r am Stuhlrahmen und die Kontaktstücke n, n' dann an den un tern ganten der Schäfte angeordnet werden, was zum Beispiel das Absetzen der aus dem Stuhl herausgenommenen Schäfte erleich tert. Durch die Vorrichtung gemäss der Er findung wird eine durchaus sichere Aus rückung des Webstuhles bei Zerreissen eines Kettenfadens erreicht, ohne Anordnung eines besonderen Wächters auf demselben, unter gleichzeitiger möglichst weitgehender Schonung des Kettenfadens und Verein fachung der ganzen. Einrichtung.
Die Funk tion der Kettenfadenwächter ist den die Kettenfäden führenden Litzen mit über tragen worden, die durch die Beschwerge- wichte o bezw. ö sicher geführt und .in ent sprechendem Abstand voneinander gehal ten werden, so dass sie sich nicht ineinander verfangen können.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Kettenfadenwächter für Schaftweb stühle, dadurch .gekennzeichnet, dass <B>je-de</B> wenigstens einen Kettenfaden führende Litze derart ausgebildet und angeordnet ist, dass sie bei Reissen eines Kettenfadens unabhängig von den andern Litzen den Schluss eines elektrischen Stromkreises her beiführt. ' - UNTERANSPRüCHE:1. Kettenfadenwächter nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass jede Litze als Schlussstück eines elektrischen Stromkreises derart ausgebildet ist, dass dieser bei Reissen eines Kettenfadens durch die sich im Schaft verschiebende Litze geschlossen wird.2. Kettenfadenwächter nach Patentan- spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die obern und untern Enden der Litzen als Schleifen mit schrägem, den Kontakt herstellendem Endstück ausgeführt sind, und dass für die Stromschliessung in an sich bekannter Weise eine U-Schiene mit zwischen den Stegen, diese oben über ragend, isoliert angeordneter flacher Lei tungsschiene und eine selbsttätige Unter brechungsvorrichtung des Stromkreises bei Anheben des Schaftes .aus der tief sten Stellung vorgesehen sind.3. Kettenfadenwächter nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an jeder Litze je wenigstens ein Zusatzgewicht derart .angeordnet ist, dass es bei Reissen des betreffenden Kettenfadens die Litze gegen die Stromschlussschiene drückt. 4. Kettenfadenwächter nach Patentan spruch, dadurch :gekennzeichnet, dass die Litze allein oder mit wenigstens einem Zusatzgewicht in einem Stück aus Me tallband ausgestanzt ist.5. gettenfadenwächter nach Unteransprü chen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzgewichte aus den ent sprechend gebogenen Litzendrähten gebil det sind, die an diesen Stellen durch Löt- material beschwert und in ihrer Gestalt gesichert sind. 6. Kettenfadenwächter nach Unteransprü chen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die als Zusatzgewichte verwend baren Litzenenden als Führungsstücke ausgebildet und als Ab:standshalter be nutzbar sind.7. Kettenfadenwächter nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, @dass an den Schäften Schutzbleche für die Litzenenden, sowie die Stromschluss- bezw. Führungsschienen vorgesehen sind. B. Kettenfadenwächter nach Patentan spruch, idadurch gekennzeichnet, dass Stromschlussfedern derart vorgesehen sind, dass sie sich in der Tiefstellung des betreffenden Schaftes gegen Strom schlussstücke für den Auslösestromkreis des Webstuhles legen.9. gettenf adenwächter nach Patentan spruch, :dadurch gekennzeichnet, .dass we nigstens ein oberer und ein unterer Rei ter elektrisch leitend einerseits miteinan- ,der und anderseits mit der äussern obern Stromschlussschiene beziehungsweise mit der untern Führungs- beziehungsweise Leitungsschiene verbunden sind.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH134341D CH134341A (de) | 1928-06-21 | 1928-08-09 | Kettenfadenwächter für Schaftwebstühle. |
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