CH132875A - Elektrischer Kettfadenwächter. - Google Patents

Elektrischer Kettfadenwächter.

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CH132875A
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Wagner Firma E Th
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E Th Wagner Fa
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  Elektrischer     Kettfadenwächter.       Die Erfindung bezieht sich auf elek  trische     Kettfa.denwächter,        wie    sie bei der  Schaftweberei Verwendung finden. Es spielt  hier der     Kettfadenwächter    eine bedeutende  Rolle, da es für ein wirtschaftliches Arbeiten  unerlässlich ist, dass bei Bruch eines     Kett-          fadens    so schnell wie möglich der Stuhl  stillgesetzt wird.

   In gleicher Weise muss  aber auch dafür :Sorge getragen werden, dass  beispielsweise das Abarbeiten der     Web-          ketten,        sowie    das Vorrichten neuer nach  Möglichkeit     schnelldurchgeführt    werden  kann.  



  An sich sind die elektrischen     Kettfaden-          wächter    wegen ihrer     Einfachheit    den mecha  nischen vorzuziehen, Allerdings weisen die  bisher bekannten insofern grosse Nachteile  auf, als besondere gestanzte Lamellen not  wendig werden, .die nicht nur die ganze Ein  richtung komplizieren, sondern vor allen  Dingen auch die gesamte Bedienung er  schweren, denn beim Reissen eines     Kettfadens     muss der Faden nicht nur in das Ohr     .dpr            Webelitze    eingezogen, sondern auch noch  durch     ,das    Ohr der Lamelle geführt werden,  und zwar geschieht dieses Einfädeln an zwei  ganz verschiedenen Stellen,

       erfordert    also  mindestens die .doppelte Arbeit. Im gleichen  Masse vervielfacht sich infolgedessen auch  das Abarbeiten, sowie das     Vorrichten    neuer  Webketten.  



  Auch Vorschläge, die dahin gehen, die  obere oder     untere    Tragschiene als den einen  Leiter auszubilden und in ihr isoliert einen  zweiten Leiter anzuordnen, welche beiden  Leiter durch die bei     Kettfadenbruch    be  dingte Stellung der Endöse der betreffen  den     Webel.itze    metallisch miteinander ver  bunden werden, so dass beim Unterstrom  setzen der Leiter ein den Webstuhl ab  stellender Stromkreis geschlossen wird,  haben sich nicht unter allen Umständen als  sicher wirkend herausgestellt, da die Strom  schlussbildung manchmal versagt.  



  Der Zweck der Erfindung ist es daher,       Einrichtungen    zu schaffen, .die diese Nach-      teile beseitigen. Dies geschieht in erster  Linie dadurch, dass in die obere Tragschiene  für die     Webelitzen    zwei gegeneinander und  gegen die Tragschiene isolierte Leiter einge  bettet sind, die mit ihren Oberkanten derart  über .die Tragschiene herausstehen, dass beide  durch die Endösen der     Webelitzen    in der  Hängestellung metallisch verbunden sind.  Vorteilhaft ist die Tragschiene im Quer  schnitt     U-förmig    und nach oben offen, wäh  rend .die beiden Leiter symmetrisch zur  senkrechten Mittelebene der Tragschiene  liegen.

   Hierdurch wird eine sichere metal  lische Verbindung beider Leiter durch die  obern Endösen der     Webelitzen    in der Hänge  stellung gewährleistet. Diese Wirkung kann  noch     dadurch    verbessert werden, dass die den  Kontakt     herstellenden    Ösen der     Webelitzen     oben dachförmig ausgestaltet sind, diese sich  also nach Art eines Reiters auf beide Leiter  aufsetzen und .diese in     Verbindung    bringen  müssen.  



  Der Schaft ist bei derartigen Webstühlen  mit Kontakten versehen, .die bei einer     b@@-          stimmten    Stellung desselben die Leiter unter  Strom     setzen.    Da nun Staubentwicklungen  nicht     zu    vermeiden sind, und der     ,Staub    sich  auf alle Teile der Maschine niedersetzt, so  besteht die Gefahr, dass die Kontakte nicht  richtig funktionieren.

   Um auch .diesem  Übelstande zu begegnen, läuft zweck  mässigerweise jeder der mit dem Schaft     auf-          und        .abgehenden        elastischen    Kontaktteile  nach unten in eine     :Spitze    aus, die auch dann  mit dem zugehörigen feststehenden Kontakt  teile sicher in metallische Berührung tritt,  wenn .der letztere von Wollstaub und der  gleichen. bedeckt ist.  



  Auf der Zeichnung sind mehrere Aus  führungsbeispiele des Erfindungsgegenstan  des     @dargeste-llt,    und zwar zeigen:       Fig.    1 einen Schaft von vorn gesehen,       Fig.    2 bis 5 in grösserem Massstab  Schnitte durch die obere Tragschiene in ver  schiedenen Stellungen,       Fig.    6 bis 9 Schnitte entsprechend den       Fi;.    2 bis 5 mit anders ausgestalteten     End-          ösen,    und         Fig.    10 und 11 eine Einzelheit in zwei  Stellungen.  



  Während der Schaft 12 die übliche Ge  stalt aufweist, ist die obere Tragschiene     7.3     im     Querschnitt    U-förmig     und    trägt isoliert  in sich eingebettet zwei Leiter 14 und 15.  Diese liegen symmetrisch zur senkrechten  Mittelebene der Tragschiene 13 und ragen  mit ihren     Oberkanten    so weit über dieselbe  hinaus, dass bei einem Aufliegen der     obern     Endöse 16 einer der     Webelitzen    17, so wie  es die     Fig.    2, 4     und    5 erkennen lassen,

   eine       metallische        Verbindung        zwischen    beiden  Leitern 14 und 15 herbeigeführt wird.  



  Der Leiter 14 steht mit einem seitlich  am     ,Schaft    angeordneten federnden Kontakt  18 und der Leiter 15 mit einem entsprechen  den, auf .der ,andern .Seite des Schaftes an  geordneten federnden     Kontakt    19 leitend in  Verbindung.     Diesen    Kontakten 18 und 19  entsprechen Gegenkontakte 20 und 21, die  so     angeordnet    sind, dass in der     Schafttief-          stellung    eine Berührung der Kontakte erfolgt;  die beiden Leiter 14     und    15 also in diesem  Augenblick unter (Strom gesetzt sind.

   In       dem,durch    Verbindung der Leiter 14 und 15  geschlossenen     ,Stromkreis    liegen die an sieh  bekannten üblichen elektrischen Einrich  tungen zur     Stillsetzung    des Stuhles.  



  Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist  die folgende:  Solange die     Kettfäden,    von denen in den       Fig.    2 bis 5 einer angegebenen und' mit 22  bezeichnet ist, intakt sind, wird beim Hoch  gehen des Schaftes 12 durch die obere     End-          öse    16 stets eine Verbindung zwischen den  Leitern 14 und 15 bestehen (siehe     Fig.    2   und 4), da der     Kettfaden    22 einen Zug nach  unten ausübt.

   Beim Herabgehen des Schaf  tes 12 dagegen wird, sobald die Mittelstel  lung     überschritten    ist, der     Kettfaden    22 der  Bewegung nach unten entgegenwirken, so  dass sich die obere Endöse 16 abhebt und die  Verbindung zwischen den Leitern 14 und 15  unterbrochen ist (siehe     Fig.   <B>3</B>). Da nur in  der-     Schafttiefstellung    die Kontakte 18, 19;  20 und 21 miteinander in Verbindung  stehen, in dieser Stellung aber normaler-      weise -stets sämtliche     Endösen    16 die in       Fig.    3 gezeichnete angehobene Stellung ein  nehmen, so ist der Stromkreis ständig unter  brochen.

   Reisst dagegen ein     Keafaden,    so  verbleiben die einzelnen Teile beim Hoch  gehen des Schaftes in der eben beschrie  benen Stellung. Geht dagegen der Schaft 12  nach unten, dann fehlt bei der betreffenden  Litze, deren     Keafaden    gerissen ist, dessen  Widerstand. Die Endöse 16 wird also in der  in     Fig.    2, 4 und 5 gekennzeichneten Stellung  verbleiben, auch wenn der Schaft seine Tief  stellung erreicht (siehe     Fig.    5).

   In diesem  Augenblick aber treten die Kontakte 18, 19  und 20, 21 miteinander in Berührung, die  Leiter 14 und 15 werden unter Strom ge  setzt, und     cla    sie durch die obere Endöse 16  des gerissenen     Kettfadens    miteinander ver  bunden sind, wird ein Stromkreis über die  übliche     elektrische        Abstellvorrichtung    ge  schlossen, diese tritt in Wirkung und stellt  den Stuhl ab. Sobald dann der den Stuhl  Bedienende den gerissenen Bettfaden wieder  in Ordnung gebracht hat, arbeitet der Stuhl  wieder wie oben beschrieben, bis beim näch  sten     Kettfadenbruch    die     Abstellvorrichtung     in derselben Weise in Tätigkeit tritt.  



  Die Einrichtung ist, wie ohne weiteres  zu erkennen,     ausserordentlich    einfach und  wirkt sicher, da die     obenliegenden    Kontakt  stellen zwischen den Leitern 14 und 15 und den       Endösen    16 der Litzen durch Faserstaub und  dergleichen nicht unwirksam werden. Abge  sehen hiervon bietet die Bedienung des Stuh  les keine erhöhten Anforderungen, da sie  sich in nichts von der bisher üblichen eines  Webstuhles ohne     Abstellvorrichtung    unter  scheidet.  



  Bei der Ausführungsform gemäss     Fig.    6  bis 9 ist die obere Endöse 16 jeder Litze 17  nicht mehr, wie nach den     Fig.    2 bis 5, rund,  sondern dachförmig ausgestaltet. Sobald  also, wie die     Fig.    6, 8 und 9 zeigen, die  Litze auf der Tragschiene 13 hängt, setzen  sich die beiden Dachschenkel 23 und 24 auf  die herausragenden Leiter 14 und 15 auf  und verbinden diese metallisch. Ein Ver  sagen der stromschliessenden Verbindung ist    vollkommen ausgeschlossen, da die Schenkel  23 und 24 einerseits federn und anderseits  das Bestreben haben, die Öse bezüglich der  beiden Leiter zu zentrieren, dergestalt also,  dass .die Mittelebene der beiden Leiter mit  derjenigen der Öse stets zusammenfallen  muss.

   Ist dies aber der Fäll, dann tritt auch  zwangsläufig .eine stromschliessende Verbin  dung zwischen beiden Leitern ein, sobald  diese durch die Kontakte 18, 20 und 19, 21  in den Stromkreis eingeschaltet sind.  



  Der     Winkel,    unter .dem die Dachschenkel  abfallen, richtet sich nach der Ausgestal  tung der obern Tragschiene beziehungsweise  der diese bildenden Leiter. Im allgemeinen  wird man einen Scheitelwinkel von zirka  60   wählen, so dass also das Dach einem  gleichseitigen Dreieck entspricht, wodurch  die Kontaktbildung besonders gut gewähr  leistet wird. Die Erfindung ist aber selbst  verständlich nicht hierauf beschränkt, viel  mehr umfasst sie jede Art von dachförmiger  Ausgestaltung der obern, den Kontakt her  stellenden Öse der     Webelitzen.     



  Wie     Fig.    10 und 11 erkennen lassen, kön  nen die am Schaft 12 befestigten elastischen  Kontaktteile 18 und 19 unten in eine     iSpitze     25     bezw.    26 auslaufen, wodurch erreicht  wird, dass auch dann mit Sicherheit eine me  tallische Berührung der Kontaktteile 18, 19  mit den Kontaktteilen 20, 21 herbeigeführt  wird, wenn sich auf letzteren Wollstaub oder  dergleichen abgesetzt hat, da die Spitzen 25,  26 die Staubschicht, auch     wenn    sie noch so  hoch liegt, durchdringen.     Fig.    11 zeigt das  eine Paar der Kontaktteile 19 und 21 in der  Schliessstellung, in der die Spitze 26 durch  die Feder 27 gegen den Teil 21 bedrückt  wird und die metallische Verbindung absolut  sicher herstellt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrischer Kettfadenwächter, bei wel chem die durch Kettfadenbruch bedingte Stellung der obern Endöse der betreffenden Webelitze zur metallischen Verbindung von Leitern benutzt wird, und der Schaft mit Kontakten versehen ist, die bei einer be- stimmten Stellung des Schaftes die Leiter unter Strom setzen, dadurch gekennzeichnet, dass in die obere Tragschiene für die Webe litzen zwei gegeneinander und gegen die Tragschiene isolierte Leiter eingebettet sind, die mit ihren Oberkanten derart über die Tragschiene herausstehen, dass beide durch die Endösen der Webelitzen in der Hänge stellung metallisch verbunden sind.
    ÜNTERANSPRüCHE 1. Elektrischer Kettfadenwächter nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragschiene im Querschnitt U- förmig und nach oben offen ist, und die beiden Leiter symmetrisch zur senkrech ten Mittelebene der Tragschiene liegen. 2. Elektrischer Kettfadenwächter nach Pa- tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die den Kontakt herstellenden Ösen der IVebelitzen oben dachförmig ausge staltet sind, zum Zwecke, ein sicheres Aufsetzen auf beide Leiter nach Art eines Reiters zu gewährleisten.
    a. Elektrischer Kettfadenwächter nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der mit dem Schaft auf- und abgehenden elastischen Kontaktteile nach unten in eine .Spitze ausläuft, die auch dann mit dem zugehörigen feststehenden Kontaktteile sicher in metallische Berüh rung tritt, wenn der letztere von Woll- staub und dergleichen bedeckt ist.
CH132875D 1928-05-07 1928-07-27 Elektrischer Kettfadenwächter. CH132875A (de)

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