CH134354A - Pasteurisiereinrichtung. - Google Patents

Pasteurisiereinrichtung.

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CH134354A
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Roettger Georg
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Roettger Georg
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  • Food Preservation Except Freezing, Refrigeration, And Drying (AREA)

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      Pasteurisiereinrichtung.       Die Erfindung     betrifft    eine Pasteurisier  einrichtung, insbesondere für Milch.  



  Es ist bekannt, die Wandung eines     Pa-          steurisiergefässes    hohl und so zu gestalten,  dass man durch eine     Einfüllvorrichtung    eine  bestimmte Menge Wasser in den Hohlraum  einfüllen kann, das durch die äussere Wan  dung hindurch erhitzt wird und infolgedessen  durch die innere Wandung hindurch den  eigentlichen zu pasteurisierenden Inhalt des  Gefässes, wie Milch, auf die erforderliche  Temperatur (etwa<B>62'</B> C) erwärmt, die an  einem durch einen Deckel hineinragenden  Thermometer abgelesen werden kann.

   Der  pasteurisierte Inhalt behält dort aber sehr  lange diese Temperatur bei, weil das erhitzte  Wasser nur langsam sich abkühlt und sich  dann oberhalb des Flüssigkeitsspiegels ein  Vakuum bildet, das die Wärme des Gefäss  inhaltes nicht nach aussen gelangen lässt.  Dies ist zwar so lange erwünscht, bis die       Pasteurisierung    vollendet ist, dann aber ist  es     störendi    denn man muss zur schnelleren    Abkühlung den Inhalt ausgiessen, also wieder  dem Angriff von Keimen aussetzen. Ausser  dem ist aber auch die     Pasteurisierungsein-          richtung    selbst schwer, weil sie aus einem  Stück besteht.  



  Demgegenüber soll die     Pasteurisierung     für den gewöhnlichen Haushalt, für den sie  von grösstem Wert ist, dadurch beliebter ge  macht werden, dass die     Pasteurisiereinrichtung     vereinfacht wird, insbesondere zu dem Zwecke,  beispielsweise Milch in demselben Gefäss, in  dem sie pasteurisiert wurde, auch schnell  kühlen und nachher auch kühl erhalten zu  können, ohne dass es eines     Umschüttens    in  ein anderes Gefäss bedarf; denn gerade der  beim Pasteurisieren erhalten gebliebene Ge  schmackswert wird von denjenigen geschätzt,  die die Milch kalt trinken:

    Der Erfindungsgegenstand besteht in einer  Einrichtung als Kombination von drei Ge  fässen derart, dass für das den zu pasteuri  sierenden Inhalt aufnehmende, mit einem  abdichtenden Deckel versehene Gefäss zwei      weitere Gefässe von grösserem Durchmesser  bereit gestellt werden, deren jedes an seinem  obern Rande so ausgebildet ist, dass das  erste Gefäss mit einem auswärts gerichteten  Rand,     Absatz    oder dergleichen auf diesen  dichtend aufgesetzt werden kann, wobei je  doch das eine von beiden als Kochwasser  behälter, das andere dagegen als Kühlgefäss  aus unglasiertem, porösen Stoff, zum Beispiel  Ton, ausgebildet ist.

   Letzteres kann gege  benenfalls mit einem Drahtgewebe auf der  Aussenseite versehen sein, um dasselbe vor  Verletzungen weitgehend zu schützen und  auch seine Bodenfläche von der Unterlage,  auf die es gesetzt wird, in Abstand zu halten,  zu dem Zwecke, auch diese als Verdunstungs  fläche darzubieten. Dieses letztere Gefäss  wird mit einer ausreichenden Menge kalten  Wassers angefüllt. Das durch     die    Poren nach  aussen gelangende Wasser verdunstet dort.  Solange dieser Vorgang anhält, kann keine  Wärme durch diese Wandung hindurch in  das Wasser gelangen und dieses behält des  halb seine niedrige Temperatur sehr lange bei.  Diese Erscheinung ist zwar an sich bekannt,  ihre Anwendung bietet aber in dieser Kom  bination einen sehr grossen Vorteil, der weiter  unten noch erläutert werden wird.  



  Die Einrichtung gemäss der Erfindung ist  in der Zeichnung im Schnitt dargestellt, und  zwar zeigt:       Fig.    1- die Einrichtung während des     Pa-          steurisierens,    teils in Ansicht, teils im Schnitt,       Fig.    2 einen Schnitt durch das poröse  Gefäss mit eingesetztem     Pasteurisiergefäss.     Das den zu pasteurisierenden Inhalt auf  nehmende Gefäss 1 ist in der Nähe des     Dek-          kels    5 nach aussen gebaucht.

   Durch diese  Ausbauchung 2 stützt sich das Gefäss 1 auf  den Rand des Aussengefässes 3, so dass dieses  hinreichend dicht geschlossen wird und der  sich beim Erwärmen des Wassers im Hohl  raum 4 bildende Dampf gar nicht oder nur  schwer nach aussen . gelangen kann. Der  Deckel 5 schliesst das Innengefäss 1 ab und  trägt in einer konischen     Öffnung    das     Pass-          stück    6 mit dem Thermometer 7, weiches  die Temperatur im Innern des Gefässes 1    abzulesen gestattet. Oberhalb der Ausbau  chung 2 trägt das Innengefäss 1 Griffe 8,  ebenso das Aussengefäss 3 solche     8".     



  In     Fig.    2 ist das Gefäss 1 mit seiner  Ausbauchung 2 auf eine     Auflagerwulst    9 des  Gefässes 10 aus porösem, unglasierten Ma  terial, wie Ton, gesetzt.  



  Zur Ausführung des     Pasteurisierungsver-          fahrens    wird das die zu pasteurisierende Milch  oder dergleichen aufnehmende Gefäss 1 in  das Gefäss 3 eingesetzt und auf die Wärme  quelle gestellt, so dass das im Hohlraum 4  befindliche Wasser erhitzt wird. Hat die  Milch im Innengefäss 1 die erforderliche Tem  peratur (etwa 62   C) erreicht, so kann man  die Einrichtung von der Wärmequelle fort  nehmen. Der Wärmeinhalt der     Wassermenge     im Hohlraum genügt, um diese     Pasteurisier-          temperatur    etwa 20 Minuten aufrecht zu er  halten.

   Darauf nimmt man, ohne dass der  Gefässdeckel 5 abgenommen wird, dieses an  den Handhaben 8 heraus und lässt es eine  zeitlang an der Luft oder im Wasser ab  kühlen, bis es deren niedrige Temperatur  angenommen hat und setzt es endlich in das  mit kaltem Wasser gefüllte, poröse Gefäss 10  ein. Da das durch dessen Poren entweichende  und aussen sofort verdunstende Wasser keine  Wärme eindringen lässt, wird das eingesetzte  Milchgefäss 1, 5, 6, 7, 8 ausserordentlich  lange kühl gehalten. Der Deckel 5 des Ge  fässes 1 braucht bei dieser Behandlung auch  nicht abgenommen zu werden, so dass der  Zutritt neuer Keime und frischer Luft aus  geschlossen ist.  



  Diese Einrichtung zeichnet sich durch  grosse Einfachheit in der Benutzung und auch  relative Billigkeit aus. Ausserdem lassen sich  die Gefässe 1 und 3 auch getrennt im Haus  halte verwenden. Man kann also durch die  Behandlung schon nach denkbar kürzester  Zeit wieder kalte, pasteurisierte Milch oder  dergleichen zur Verfügung stellen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Pasteurisieren, insbeson dere von Milch; und nachherigen Kühlen und Kühlhalten des pasteurisierten Stoffes in dem Pasteurisierungsgefäss, bestehend aus einem mit einem abnehmbaren Deckel (5) verse- henen Pasteurisierungsgefäss (1) mit auswärts gerichtetem obern Rand (2), Absatz oder dergleichen, einem Kochwassergefäss (3) und einem aus einem unglasierten, porösen Stoff wie Ton bestehenden Kühlwassergefäss (10),
    die beiden letzteren Gefässe von solchem Innendurchmesser und von solcher Llöhe, sowie mit einem derart ausgebildeten obern Rand oder dergleichen, dass das Pasteuri- sierungsgefäss (1) frei hängend mit seinem Rand (2) auf den Rand der andern Gefässe dichtend aufgesetzt werden kann.
CH134354D 1927-05-17 1928-05-14 Pasteurisiereinrichtung. CH134354A (de)

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DE134354X 1927-05-17

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CH134354D CH134354A (de) 1927-05-17 1928-05-14 Pasteurisiereinrichtung.

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