CH331492A - Verfahren und Apparat zur Herstellung von Joghurt - Google Patents

Verfahren und Apparat zur Herstellung von Joghurt

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CH331492A
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Lazare Mailoff
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Description


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 verfahren und Apparat    zur      Herstellung   von    Joghurt   Die    Erfindung   betrifft ein Verfahren und einen Apparat zur Herstellung von Joghurt. 



  Unter Joghurt wird ein Milchpräparat verstanden, welches dadurch erhalten wird, dass    Mileh   einem    Fermentieillngsprozess   durch eine Bakterienart, dem sogenannten  Bazillus    Bulgarieus ,      unterworfen   wird. Derartig präparierte Milch, die sich gegenüber frischer Milch durch einen wesentlich höheren Säuregrad unterscheidet, besitzt. gesundheitsfördernde    Eigenschaften.   



  Bei der Herstellung von Joghurt. sollten unerwünschte äussere Einflüsse wie Schwankungen der Feuchtigkeit und Temperatur des Raumes, in welchem das Joghurt hergestellt    wird,   möglichst ausgeschaltet werden. Auch können sich Schwankungen der elektrischen Verhältnisse der Atmosphäre    (Gewitternei-      gung)   sowie Zutritt unerwünschter Bakterienarten ungünstig auf die    Joghurt-Herstellung   auswirken. 



  Das erfindungsgemässe Verfahren gestattet,    reproduzierbar   Joghurt aus Milch zu erzeugen. Mit dem erfindungsgemässen Apparat ist. es möglich, den Einfluss der Luftbedingungen des Aussenraumes, in welchem die    Joghurt-Herstellung   erfolgt,    auszuschalten.   



  Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung von Joghurt ist dadurch gekennzeichnet, dass zuvor abgekochte und. auf    -16-51    C abgekühlte Milch mit einer    solchen   Menge aus Milch und    Joghurtbakterien   bestehenden    Impfkultur   versetzt wird, dass die Impfkultur 8-10    Vol.o/o   der mit der Impfkultur versetzten Milchmenge ausmacht, dass dann die mit der Impfkultur versetzte Milch in Gläser eingegossen wird, welche sich in einem    gesehlos-      senen,   nach aussen thermisch isolierten, jedoch    Feuchtigkeitsdurchtritt   gestattenden    Brütbehä.lter   befinden, der zuvor mit den Gläsern auf    42-44    C erwärmt wurde,

   und unter langsamer Abkühlung um 5-10  C 11/2 bis 2 Stunden    bebrütet   wird, wobei der Säuregrad auf 33-35 SH steigt.. Darnach kann bei geöffnetem Behälter weitergekühlt werden, bis ein Säuregrad von mindestens 38 SH erreicht    ist.   



  Der erfindungsgemässe Apparat zur Herstellung von Joghurt ist dadurch gekennzeichnet, dass der die Joghurtgläser aufnehmende Behälter wärmeisoliert ist und mit mindestens einem Deckel ausgestattet ist, der    ebenfalls   wärmeisoliert ist und in der Mitte einen einen    Feuchtigkeitsdurchtritt   gestattenden Teil besitzt. 



  Eine Ausführungsform des erfindungsgemässen    Apparates   ist. in    zwei   Figuren schematisch dargestellt. 



  1 ist ein wärmeisolierter Behälter, der zweckmässig    doppehvandig   ausgeführt ist. Der Apparat ist, um transportabel zu sein, mit Gummirädern 11 versehen. 2 ist ein innerer    Verschlussdeckel   und 3 ein äusserer    Verschluss-      deckel.   Die    Verschlussdeckel   besitzen schräg 

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 abfallende Ränder; ihr Mittelteil ist feuchtigkeitsdurchlässig ausgebildet, indem    waben-      artig   einsetzbare Filzplatten oder Metallsiebe 8 vorgesehen sind. Es können auch    Sieb-      gefleehte   aus Kunststoff oder Kunststoffgewebe Anwendung finden.

   Zum Einsetzen dieser einen    Feuchtigkeitsdurehtiritt   gestattenden, jedoch gleichzeitig    Wärmeisolierung   bietenden Teile ist an den Deckeln 2, 3    mit   Scharnier 20 und    Befestig@ingsriegel   2-1 ein entsprechender Rahmenteil 19 vorgesehen. 



  Die Deckel 2, 3 lassen sich auf entsprechende    Randsieken   9, 10 des Apparates aufsetzen. Die Bodenplatte 5 des Apparates ist mit. Löchern 6 versehen, welche in Quadratmusterung so angeordnet sind,    da.ss   jeweils zwischen vier    Löchern   6 ein Joghurtglas 16 gestellt. werden kann. Unterhalb der durchlöcherten Bodenplatte 5 ist. der Warmluftzuführungskanal 4 geführt. Derselbe bildet einen Ansatzstutzen    4a,   an welchen der Ansatzstutzen    7a   eines Heissluftaggregates 7 angeschlossen werden kann. Letzteres ist ebenfalls fahrbar ausgebildet, besitzt einen Ventilator 12 und eine Heizspule 13. Der Warmluftzuführungsstutzen    4a   kann bei 14 wasserdicht abgeschlossen werden, z.

   B. mittels eines Deckels. 15 ist ein    Wasseranschluss   zur Zuleitung von Kühlwasser. Bei Verschluss des    Warmluftzuführungsstutzens      4a   tritt durch die Löcher 6 Wasser in den Innenraum des Apparates ein und umspült bis zu gewisser Höhe die    Joghurtgefässe   16. Zu diesem    Zweck   sind ein oder mehrere    Wasserablaufstutzen   17 vorgesehen; die Wasserabläufe 17 können ebenfalls geschlossen werden; sie werden ge- öffnet, wenn Wasser in den Joghurtapparat eingeleitet wird, werden aber verschlossen, wenn    Warmluftbetrieb   stattfindet. 



  Die Ausführungsform gemäss    Fig.1   und 2 besitzt den Vorteil, dass die während des    Brüt-      prozesses   abgegebene Feuchtigkeit nicht in die in Joghurt zu überführende Milch    zuiiiek-      gelangen   kann. Die Mittelteile der wärmeisolierenden Deckel sind, da sie herausnehmbare Rahmenteile bilden, leicht zu reinigen. Der erfindungsgemässe Behälter hat. sich zur Herstellung von Joghurt als geeignet erwiesen, da er unabhängig von den Verhältnissen des Aussenraumes reproduzierbar gleichmässige Bedingungen für die    Durchführung   des    lo-      gh.irt-Brütprozesses   gewährleistet. 



  Beispiel Eine bestimmte Menge X von Frischmilch wird 5 bis 10 Minuten gekocht, so dass praktisch alle Bakterien abgetötet werden. Sodann wird die Milch auf eine    Temperatur   von 46 bis 51  C abgekühlt, wobei es sieh empfiehlt, im Winter nur bis auf etwa    51,11   C abzukühlen, im Sommer jedoch auf Temperatur nahe 46  C. 



  Von Joghurt, welches einen Säuregrad von 48-52 SH aufweist und bei etwa 8  C    gelagert.   wurde, nimmt. man eine    Men-e   Y, die etwa    4-5      %      der      eingangs      erwähnten      Milehmenge   X entspricht. 



  Von der    genannten      gekoehten   und abgekühlten    Milehmenge   X    zweigt.   man eine kleine    Milehmenge   Z ab, die mengenmässig ebenso viel ist wie die Menge Y des zuvor erwähnten    e_Toghurts.   Diese    Milehmenge   Z wird auf 8 bis 15  C abgekühlt, mit der Joghurtmenge Y    ver-      miseht   und gut verrührt.. Es ist wichtig, dass der    Temperaturunterschied   des Joghurts (Y)    rund   der Milch (Z) nur gering ist. Die so entstandene Impfkultur wird der restlichen Milchmenge X, welche eine Temperatur von 46-5l  C besitzt., zugesetzt.

   Dieses Zusetzen erfolgt zweckmässig in einem besonderen    wärmeisolierten   doppelwandigen Abfüllgefäss, in welchem die Abkühlung der    llilehmenge   X erfolgt und in welches die    Impfkultur   eingegossen wird. Milch und    Impfkultur   werden sogleich kräftig verrührt. Das Abfüllgefäss,    welehes   zweckmässig als ein auf Rädern    roll-      bares   Gestell ausgebildet. wird, besitzt. einen Abfüllstutzen, an    welchem   ein Schlauch angeschlossen ist, der ein Abfüllventil für eine dosierte Milchmenge, entsprechend dem Inhalt der zu füllenden    Gefässe   für das Joghurt besitzt. Derartige dosierende Abfüllventile für Flüssigkeiten sind an sieh bekannt. 



  Der Apparat wird zunächst gewaschen, getrocknet, und alsdann werden leere    Joghurt-      gläser,   etwa 500 Stück, in den Apparat. ge- 

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 stellt. Auch die Gläser wurden zuvor gewaschen und getrocknet.. Alsdann wird das    Warmluftaggregat   an den der Zuführung der Heissluft dienenden Ansatzstutzen angesetzt. Es wird    der   Apparat mit seinem Innendeckel verschlossen, und es wird auch der Ablaufstutzen für (las Kühlwasser verschlossen. Wenn man 15-20 Minuten durch das Heissluftaggregat geheizt hat, ist eine Temperatur von etwa    .12-44    C erreicht..

   Man nimmt alsdann (las Heizaggregat ab und verschliesst den Ansehlussstutzen für das Heizaggregat mittels seines    Verschlusses.   Hiermit. ist die    Vorbehand-      lang   des Joghurtapparates abgeschlossen. Nunmehr wird der Deckel des    Joghurtappara-      tes   abgenommen, und es findet Einfüllen der    Jo-hurtgläser   mit. Milch aus dem zuvor erörterten Abfüllgerät statt. Es ist zweckmässig, dass beim Abfüllen aus dem Abfüllgefäss die mit    Impfkultur   versetzte Milch eine Tempera. tur von etwa 42  C besitzt und dass (las Einfüllen nicht. später als 20 Minuten nach dem Versetzen der Milch mit Impfkultur stattfindet.

   Alsdann    wird   der Apparat mit seinen beiden Deckeln abgeschlossen und    ruhig,   ohne    Anwendung   von Heiz- oder Kühlmitteln, stehengelassen. Die    Joghurtgefässe   befinden sieh in dein Apparat unverschlossen. Der Apparat wird, durch seine Deckel verschlossen, etwa    \?   Stunden stehengelassen, während welcher Zeit der    Brütprozess   der Milch in den Joghurtgefässen    ,sich   abwickelt. Nach etwa    11/i   Stunden hat. die    -Milch   bereits einen Säuregrad von 29-31 SH erreicht. Nach einer weiteren halben Stunde muss der Säuregrad etwa, 33 bis 35    SII   betragen. Dieser    Brütprozess   vollzieht sieh unter geringer Temperatursenkung von etwa 5-10  C.

   Es empfiehlt sich, die Säureentwicklung in dieser Weise zu kontrollieren, da, falls nicht die vorgenannten Säuregrade in den entsprechenden Zeitstufen erhalten werden, anzunehmen ist, dass die    Joghurtbak-      terien   enthaltende Impfkultur nicht einwandfrei war. Hat das Joghurt in den Gläsern den    Säuregraf-   von 33-35 SH erreicht, so werden die Deckel abgenommen und bei offenem Apparat weiter abgekühlt, bis ein Säuregrad von etwa 38 SH erreicht wird.

   Man kann auch den Aussendeckel des Apparates bereits nach den vorerwähnten 11/2 Stunden abnehmen und nicht wieder aufsetzen, wenn Kontrolle auf den Säuregrad von 29-30 SH vorgenommen wird, so dass das anschliessende, sieh etwa über eine halbe Stunde erstreckende Abkühlen bei Verschluss mit nur dem Innendeckel erfolgt, wobei der Säuregrad auf 33-38 SH steigt. 



  Ist nun der Säuregrad von 38 oder 39 SH erreicht, so werden die    Wasserablaufstutzen   geöffnet, der    Kühlwasserzulauf   angeschlossen und geöffnet. Man lässt kaltes Wasser in den Apparat einfliessen und kühlt damit die    Jo-      ghurtgläser   ab. Nach etwa 45-60 Minuten Abkühlenlassen werden die immer noch offenen    Joghurtgläser   jetzt verschlossen und können in einen Kühlraum gebracht werden. 



  Bei deren    Durchführung   des    Verfahrens   kann der eigentliche    Brütprozess   der eingefüllten Milch ohne äussere Wärmezufuhr im abgeschlossenen Apparat erfolgen; während des Brutprozesses findet vorteilhaft auch keine Luftbewegung im Apparat statt. 



  Mit SH wird in der deutschen Nahrungsmittelchemie sowie im Schweiz.    Leberlismitt.el-      buch   der    SäuregTad   nach    Soxhlet   und Henkel, insbesondere von Molkereiprodukten, bezeichnet (1 SH entspricht 1    cma      n-l@TaOH/100      cma   Milch).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Joghurt, dadurch gekennzeichnet, dass zuvor abgekochte und auf 46-51 C abgekühlte Milch mit einer solchen Menge aus Milch und Joghurtbak- terien bestehenden Impfkultur versetzt wird, da.ss die Impfkultur 8-10 Vol fl/oa der mit der Impfkultur versetzten Milchmenge ausmacht, dass dann die mit der Impfkultur versetzte Milch in Gläser eingegossen wird, welche sich in einem geschlossenen, nach aussen thermisch isolierten, jedoch Feuchtigkeitsdurchtritt gestattenden Behälter befinden, der zuvor mit den Gläsern auf 42-44 C erwärmt wurde und unter langsamer Abkühlung um 5-10 C 11/2 bis 2 Stunden gehalten wird,
    wobei der Säuregrad auf 33-35 SH steigt. <Desc/Clms Page number 4> II. Apparat zur Herstellung von Joghurt nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der die Joghurtgläser aufnehmende Behälter wärmeisoliert ausgebildet ist und mit mindestens einem Deckel ausgestattet ist, der ebenfalls wärmeisoliert ist und in der Mitte einen einen Feuchtigkeitsdurehtritt gestattenden Teil besitzt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Impfkultur aus Joghurt von einem Säuregrad von 48-52 SH und einer gleichen Menge zuvor abgekochter und darnach auf etwa 8-15 C abgekühlter Milch unter gutem Durchrühren zubereitet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet., dass der Behälter mit den ,Joghurt enthaltenden Gläsern 45-60 Minuten durch ein Wasserbad weiter abgekühlt wird und darnach die das abgekühlte Joghurt enthaltenden Gläser verschlossen werden. 3. Apparat nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet., dass der Behälter zwei einzeln aufsetzbare Deckel aufweist. 4. Apparat nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Feuehtigkeits- durchtritt gestattende Teil des Deckels aus auswechselbaren Filzplatten besteht. 5.
    Apparat nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Feuehtigkeits- durcht.ritt gestattende Teil des Deckels aus auswechselbarem Metallsiebwerk besteht. 6. Apparat nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der Feuchtigkeits- durchtritt gestattende Teil des Deckels aus auswechselbarem Kunststoffgewebe besteht. 7. Apparat nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter doppelwandig ausgebildet ist und dass an der äussern Wand ein Ansatzstutzen zum Einblasen von Warmluft vorgesehen ist. B.
    Apparat nach Unteranspi-tieh 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansatzstutzen mit einem weiteren Ansatzstück zur Zuführung von Kühlwasser ausgestattet ist und Mittel zum Verschliessen des Lufteinlasses des Ansatzstutzens vorgesehen sind.
CH331492D 1953-10-07 1954-10-04 Verfahren und Apparat zur Herstellung von Joghurt CH331492A (de)

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NL191822C (nl) * 1984-10-31 1996-09-03 Stichting Nl I Zuivelonderzoek Werkwijze voor het ladingsgewijs bereiden van yoghurt.
FR2636506B1 (fr) * 1988-09-20 1990-11-30 Gabriel Jean Michel Procede de fabrication de yaourt liquide au lait de chevre

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