CH134677A - Verfahren zur Veredelung von Chromerzen. - Google Patents

Verfahren zur Veredelung von Chromerzen.

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CH134677A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur     Veredeluug    von Chromerzen.    Bei der Darstellung von Chromverbindun  gen aus Chromerzen verursachen die durch  die Gangart gegebenen Beimengungen, wie  Kieselsäure, Tonerde, Magnesia usw. oft grosse  Schwierigkeiten, da sie nicht allein eine äqui  valente Menge     Aufschlussmittel    verbrauchen,  sondern auch zur Verunreinigung des End  produktes und zu betriebstechnischen Störun  gen infolge schlechter     Filtrierbarkeit    Anlass  geben.  



  Es zeigte sich nun die überraschende Tat  sache, dass bei Behandlung des Erzes mit  Alkalien     (kaustischen    oder     nichtkaustischen),     bei Abwesenheit von Sauerstoff, nur die Gang  art angegriffen wird, so dass es leicht mög  lich ist, das Erz     praktisch    vollständig von  der Gangart zu befreien, ohne dass     Verluste     an Chromoxyd eintreten.  



  Durch dieses einfache Verfahren können  minderwertige Erze ohne grosse Kosten in  hochwertige umgewandelt werden, was nicht  allein wertvoll bei der Fabrikation von Chrom-         verbindungen    ist, sondern auch erheblich zu  Verringerung der Transportkosten beiträgt.  Hinzu kommt noch, dass das so vorbereitete  Erz sich sehr leicht aufschliessen lässt, wo  durch höhere Ausbeuten erzielt werden.  



  Als partielle     Aufschlussmittel    eignen sich       Alkalihydroxyde    und     -karbonate,    welche ent  weder für sich allein oder in Vermischung  miteinander oder mit solchen Stoffen ange  wandt werden können, die den Schmelzpunkt  herabsetzen. Der Aufschluss, welcher bei Tem  peraturen über 100   erfolgt, kann sowohl in  wässeriger Phase mit oder ohne Druckerhö  hung, als auch     pyrogen,    beim Schmelzpunkte  des     Aufschlussmittels,    erfolgen. Die so be  handelten Erze werden zweckmässig in Was  ser oder verdünnter Lauge abgeschreckt und  nach dem Filtrieren getrocknet.

   Aus dem  Filtrate kann in bekannter Weise sowohl das       Aufschlussmittel,    als auch die Tonerde, Kiesel  säure usw. zurückgewonnen werden. Ebenso  ist es möglich, durch Behandlung des feuch-           ten,    filtrierten Erzschlammes mit verdünnten  Säuren das Erz weiter an Chromoxyd anzu  reichern.  



  <I>Beispiel 1:</I>  Fein gemahlenes Chromerz mit beispiels  weise 30 %     Cra0s    wird mit der nötigen Menge  Natronlauge vermischt und in einem Druck  gefässe, unter Stickstoff-Atmosphäre unter  Rühren auf 200 0 erhitzt. Nach Beendigung  des Aufschlusses wird das Erz von der Lauge  getrennt, ausgewaschen; mit verdünnter Säure  nachgewaschen und getrocknet. Je nach der  Erzsorte erhält man ein Erz mit 55 bis 70 0%       Cr2        0s.     



       Beispiel   <I>2</I>  Fein gemahlenes Chromerz wird mit einem  Gemisch aus Soda und Natronlauge in eben  ausreichender Menge vermischt und im Dreh  ofen, bei Abwesenheit von     Sauerstoff,    auf  400 bis 500 0 erhitzt. Die heisse Schmelze  wird in Wasser abgeschreckt, das Erz von  der Lauge getrennt und getrocknet. Die  Lauge wird auf Soda, Tonerde und Kiesel  säure weiterverarbeitet, während das nun    hochwertige Chromerz nach einem der üb  lichen Verfahren weiter aufgeschlossen wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Veredelung von Chrom erzen, dadurch gekennzeichnet, dass die Erze bei Temperaturen über<B>100'</B> mit Alkalien bei Abwesenheit von Sauerstoff behandelt werden, worauf eine Trennung der Erze von den entstandenen Alkaliverbindungen erfolgt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung unter Druck stattfindet. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die behandelten und von den Alkali verbindungen getrennten Erze zwecks wei terer Anreicherung an Chromoxyd mit ver dünnter Säure nachbehandelt werden.
CH134677D 1927-04-16 1928-03-22 Verfahren zur Veredelung von Chromerzen. CH134677A (de)

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