CH134938A - Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Isatin-a-derivates. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Isatin-a-derivates.

Info

Publication number
CH134938A
CH134938A CH134938DA CH134938A CH 134938 A CH134938 A CH 134938A CH 134938D A CH134938D A CH 134938DA CH 134938 A CH134938 A CH 134938A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
isatin
water
indigo
salts
acid
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktiengesellsc Farbenindustrie
Original Assignee
Ig Farbenindustrie Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ig Farbenindustrie Ag filed Critical Ig Farbenindustrie Ag
Publication of CH134938A publication Critical patent/CH134938A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B7/00Indigoid dyes
    • C09B7/02Bis-indole indigos

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Indole Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen     Isatin-a-derivates.       In dein Patent Nr. 123929 ist beschrie  ben, dass man durch Einwirkung eines     ,Sul-          fites    .auf ein     Isatin-a-chlorid    wasserlösliche  Verbindungen erhält, die im Molekül     2-          Schwefligsäurereste,        und    zwar einen in der       a-Stellunb    des     Isatins    enthalten.  



  Es ist nun gefunden worden, dass die glei  chen Verbindungen sich auch aus den von  Kalb (B. d. d.     ehem.    Ges.,     Bd.    42,8. 3653) be  schriebenen     Dehydroindigobisulfiten    gewin  nen lassen. Kalb hat bereits beobachtet, dass  sich     die        Dehydroindigobisulfite        in,alkalischer     Lösung sehr leicht unter     Abscheidung    des       betreffenen    Indigos zersetzen.

   Zum Bei  spiel erhielt er aus     Dehydroindigobisulfit     durch     Behandlung    mit Natronlauge in der  Kälte an Indigo etwa die Hälfte der Theorie  zurück und ausserdem eine farblose Lö  sung, die in der Hauptsache     Anthranil-          säure    enthielt.  



  Zersetzt man jedoch     Dehydroindigobisul-          fit    oder seine Derivate mit schwach alka-         lischen    Mitteln, so erhält man neben dem  betreffenden Indigo (Hälfte der Theorie)  dieselben kondensationsfähigen     Isatinverbin-          dungen,    wie sie bei der Einwirkung von       Sulfiten    auf     Isatin-a-chloride    entstehen.

   Da  bei ist es nicht notwendig, die durch Um  setzen mit     Sulfiten    erhaltenen     Dehydro-          indigobisulfitverbindungen    vorher zu isolie  ren, sondern man kann sie sofort in Lösung  weiter zersetzen und so die     wasserlöslichen          Isatinderivate    direkt aus -den     Dehydro-          indigoa,cetaten    gewinnen. Die Eigenschaf  ten der erhaltenen Verbindungen sind die  gleichen, wie die der im Hauptpatent  Nr. 123929 beschriebenen Produkte.  



  Gegenstand dieses Patentes ist ein Ver  fahren zur Darstellung eines wasserlös  lichen     Isatinderivates,    welches dadurch ge  kennzeichnet ist,     dass    man     Dehydroin.digo-          bisulfit    mit schwach alkalischen Mitteln be  handelt und aus dem so erhaltenen Salz der  wasserlöslichen, schwefelhaltigen Verbin  dung die freie- Säure abscheidet.      <I>Beispiel</I>  30 Gewichtsteile des     Natriumsalzes    des       Dehydroindigobisulfits    werden in 150     emg     heissem Wasser suspendiert und bei 90 'unter  Rühren mit einer konzentrierten Lösung von  etwa 10     gr    Soda versetzt.

   Man rührt weiter  bis die     Indigobildung    beendet ist. Dann  wird der Überschuss an Soda durch Zusatz  von etwas Salzsäure weggenommen und die  Flüssigkeit heiss vom ausgeschiedenen Indigo  abgesaugt. Aus dem Filtrat kristallisiert  beim     Aussalzen    mit Kochsalz das Natrium  salz des neuen     Isatinderivates    in gelben  Spiessen.  



  Beim Kochen mit Alkalien     und    nach  folgendem     Ansäuren    geht die erhaltene Ver  bindung unter Abspaltung von schwefliger  Säure in     Isatin    und zum Teil auch     Anthranil-          säure    über. -Versetzt man ihre wässerige Lö  sung mit     Ätzalkalien,    so tritt vorüber  gehend eine charakteristische intensive Rot  violettfärbung auf.

       Im    Gegensatz zu der  bereits     bekannten        ss-Sulfitverbindung    des       Isatins,    die von verdünnten Säuren schon  in der Kälte gespalten wird, ist sie gegen  verdünnte     Säuren    auch in der Hitze be  ständig.     Konzentrierte    .Schwefelsäure und       .Salzsäure    zersetzen die Verbindung beim  Erwärmen, indem in der     iHauptsache     Indigo gebildet wird. Durch Reduk  tion mit     Hydrosulfit        in,    alkalischer Lösung  wird sie in die     Leukoverbindung    des Indi  gos übergeführt.

   Ihre auf Papier aufgetra  gene wässerige Lösung zersetzt sich beim  Belichten. Bei der Kondensation der Ver  bindung mit     a-Naphtol    in     so,daalkalischer     Lösung erhält man den     (Naphta-lin-2)-(in-          dol-2')indigo.     



  Um aus dem     Natriumsalz    die freie Säure  zu erhalten, muss man das Salz mit Säure  zersetzen. Um die freie Säure in reiner Form  zu erhalten, stellt man am besten zunächst  das schwer lösliche Silbersalz .dar, setzt es  mit der berechneten Menge verdünnter Salz  säure um und saugt vom abgeschiedenen  Chlorsilber ab. Die freie Säure für sich ist  nur in verdünnter Lösung beständig. Gegen  verdünnter Säuren ist sie sogar in der Hitze    beständig, während sie von stärkeren     Mineral-          säuren;    zersetzt     wird,    wobei     ih    ,der Hauptsache  Indigo gebildet wird. Ihre wässerige Lö  sung zersetzt sich beim Belichten.

   Durch  Neutralisieren der     verdünnten    Lösung der  freien Säure mit den verschiedenen     Metall-          karbonaten        bezw.        -oxyden    lassen sich dar  aus bequem die einzelnen Metallsalze erhal  ten. Dias Produkt findet als Zwischenpro  dukt für die Darstellung von     indigoiden     Farbstoffen Verwendung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines wasser löslichen Isatinderivates, dadurch gekenn zeichnet, dass man Dehydroindigobisulfit mit schwach alkalischen Mitteln behandelt und aus dem so erhaltenen Salz der wasserlös lichen, schwefelhaltigen Verbindung die freie Säure abscheidet. Die freie ,Säure ist nur in verdünnter Lösung beständig. Die Verbindung enthält 2 in das Isatin-Molekül eingetretene Schwefligsäurereste. Auf ein Stickstoffatom im Molekül kommen zwei Schwefelatome. Das Natriumsa_lz löst sich in Wasser leicht und kristallisiert in strahlenförmig angeordneten gelben :Spiessen.
    Die Salze gehen beim Kochen mit !Alkalien und nachfolgendem Ansäuren unter Abspal, tung von schwefliger Säure in Isatin und zum Teil auch in Anthranilsäure über. Beim Versetzen ihrer wässerigen Lösung mit Ätz- alkalien tritt ein vorübergehende intenive Rotviolettfärbung auf. Gegen verdünnte Säuren ist die freie Säure auch in der Hitze beständig, während sie von stärkeren Mine ralsäuren zersetzt wird, wobei in der Haupt sache Indigo gebildet wird.
    Durch Reduk tion -der Salze mit Hydrosufit in alkalischer Lösung entsteht ,die Leukoverbindung des Indigos. Die wässerige Lösung der freien Säure und der Salze zersetzt sich beim Be lichten. Bei der Kondensation der Salze mit alpha-Naphtol in sodaalkalischer Lösung er hält man (Naphtalin-2)-(indol-2')-indigo.
CH134938D 1926-10-14 1926-10-14 Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Isatin-a-derivates. CH134938A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH134938T 1926-10-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH134938A true CH134938A (de) 1929-08-31

Family

ID=4392923

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH134938D CH134938A (de) 1926-10-14 1926-10-14 Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Isatin-a-derivates.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH134938A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH134938A (de) Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Isatin-a-derivates.
DE542540C (de) Verfahren zur Darstellung eines bestaendigen wasserloeslichen gelben Schwefelsaeureesters
DE482436C (de) Verfahren zur Darstellung von wasserloeslichen Isatinderivaten
CH136557A (de) Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Isatin-a-derivates.
DE605445C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxydiphenylsulfonsaeuren
DE557127C (de) Verfahren zur Darstellung eines bestaendigen, wasserloeslichen Schwefelsaeureesters der Leukoverbindung des 4, 6-Dichlor-6&#39;-methoxy-bis-thionaphthenindigos
DE411051C (de) Verfahren zur Darstellung von Derivaten der 2-Phenylchinolin-4-carbonsaeure
DE600092C (de) Verfahren zur Herstellung von Anthracentetracarbonsaeuren und deren Anhydriden
AT102946B (de) Verfahren zur Darstellung von o-Oxyazofarbstoffen.
CH210965A (de) Verfahren zur Darstellung eines Harnstoffderivates.
CH166494A (de) Verfahren zur Darstellung eines Abkömmlings des 2-Oxy-5.6-dihydro-7.8-benzocarbazols.
CH210970A (de) Verfahren zur Darstellung eines Harnstoffderivates.
CH123929A (de) Verfahren zur Darstellung eines wasserlöslichen Isatin-a-derivates.
CH125114A (de) Verfahren zur Darstellung eines wasserlöslichen Isatin-a-derivates.
CH127717A (de) Verfahren zur Darstellung eines wasserlöslichen Chromierungsfarbstoffes der Triarylmethanreihe.
CH127719A (de) Verfahren zur Darstellung eines wasserlöslichen Chromierungsfarbstoffes der Triarylmethanreihe.
CH170768A (de) Verfahren zur Darstellung eines substantiven kupferhaltigen Azofarbstoffes.
CH175882A (de) Verfahren zur Darstellung eines substantiven kupferhaltigen Azofarbstoffes.
CH235947A (de) Verfahren zur Herstellung von p-amino-benzolsulfonyl- -amino-pyridin-Bz-N-methylensulfosaurem Ephedrin.
CH223164A (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Amino-benzol-sulfonylaminomethansulfonsäure.
CH127718A (de) Verfahren zur Darstellung eines wasserlöslichen Chromierungsfarbstoffes der Triarylmethanreihe.
CH210963A (de) Verfahren zur Darstellung eines Harnstoffderivates.
CH243026A (de) Verfahren zur Herstellung eines löslichen Salzes des 4,4&#39;-Di-amidino-diphenyläthers.
CH127716A (de) Verfahren zur Darstellung eines wasserlöslichen Chromierungsfarbstoffes der Triarylmethanreihe.
CH123661A (de) Verfahren zur Herstellung eines Diazosalzpräparates für Färberei und Druckerei.