DE482436C - Verfahren zur Darstellung von wasserloeslichen Isatinderivaten - Google Patents
Verfahren zur Darstellung von wasserloeslichen IsatinderivatenInfo
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- DE482436C DE482436C DEI28413D DEI0028413D DE482436C DE 482436 C DE482436 C DE 482436C DE I28413 D DEI28413 D DE I28413D DE I0028413 D DEI0028413 D DE I0028413D DE 482436 C DE482436 C DE 482436C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D209/00—Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
- C07D209/02—Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom condensed with one carbocyclic ring
- C07D209/04—Indoles; Hydrogenated indoles
- C07D209/30—Indoles; Hydrogenated indoles with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, directly attached to carbon atoms of the hetero ring
- C07D209/32—Oxygen atoms
- C07D209/38—Oxygen atoms in positions 2 and 3, e.g. isatin
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Description
- Verfahren zur Darstellung von wasserlöslichen Isatinderivaten Nach K a 1 b (vgl. Ber. 42 [ i 909], S. 3654 ff.) zersetzen sich die Dehydroindigobisulfite in alkalischer Lösung sehr leicht unter Abscheidung des betreffenden. Indigos. Aus Dehydroindigobisulfit erhielt er mit Natron. lauge in der Kälte an Indigo .etwa die Hälfte der Theorie zurück und außerdem eine farblose Lösung, die in der Hauptsache Anthranilsäure enthielt.
- Es ist nun gefunden worden, daß die Zersetzung von Dehydroindigobisulfit und seiner Kernsubstitutionsprodukte bei Anwendung von schwach alkalischen Mitteln im Überschuß auch sog eleitet werden kann, daß neben dem betreffenden Indigo (Hälfte der Theorie) gelb gefärbte, wasserlösliche Isatinderivate als Hauptprodukt erhalten werden. Nach den Angaben der Patentschrift 220 173 (Beispiel i, 2 und 3) sollen Dehydroindigobisulfitlösungen mit Natriumbicarbonat versetzt werden. Wie aus den angewandten Mengen (und auch aus dem Zusammenhang) hervorgeht, soll dadurch nur die beim Bromieren entstandene Brom-,vasserstoffsäure neutralisiert werden. Das Natriumbicarbonat wird sofort verbraucht; eine Einwirkung auf die (halogenierten) Dehydroindigobisulfite kann also hierbei nicht eintreten. Bei der Durchführung der Reaktion ist es nicht unbedingt notwendig, die nach Kalb durch Umsetzung-von Dehydroindigoacetaten mit Sulfiten erhaltenen Dehydroindigobisulfitverbndungen besonders abzuscheiden, sondern man kann sie sofort in Lösung weiter zersetzen und so die wasserlöslichen-Isatinderivate unmittelbar aus den Dehydroindigoacetaten gewinnen.
- Die nach dem vorliegenden Verfahren dargestellten Isatinderivate sind indentisch mit den Verbindungen, die durch Umsetzen der entsprechenden Isatin-a-chloride mit Sulfiten erhalten werden. Sie enthalten, wie diese, auf i Stickstoffatom 2 Schwefelatome im Molekül gebunden. Gegen verdünnte Säuren sind sie auch in der Wärme ziemlich beständig.
- Von konzentrierten Mineralsäuren werden sie zersetzt, indem in der Hauptsache der betreffende Indigofarbstoff entsteht. Ebensowenig sind sie in stärkerer alkalischer Lösung beständig, ohne in @diesem Falle wie die Dehydroindigosulfite Indigo zurückzubilden. Beim Versetzen ihrer Lösungen mit Lauge tritt vorübergehend eine charakteristische Rotfärbung auf. Mit Naphtholen und ähnlich reagierenden Ketomethylennverbindungen bilden sie leicht indigoide Farbstoffe. Beispiele i. 3o Gewichtsteile des Natriumsalzes des Dehydroindigobisulfits werden in 150 ccm heißem Wasser suspendiert und bei 9o° unter Rühren mit einer konzentrierten Lösung von etwa io g Natriumcarbonat versetzt. Man rührt weiter, bis die Indigobildung beendet ist. Dann wird der überschuß an Natriumcarbonat durch Zusatz von etwas Salzsäure weggenommen und die Flüssigkeit heiß vom ausgeschiedenen Indigo abgesaugt. Aus dem Filtrat kristallisiert beim Aussalzen mit Kochsalz das Natriumsalz des neuen Isatinderivats in gelben Spießen.
- Die Verbindung ist etwas leichter löslich als das Dehydroindigabisulfit. Mit Alkalien bildet sie keinen Indigo zurück. Im Gegensatz zu der bekannten Bisulfitverbindung des Isatins aus Isatin und Bisulfit ist sie auch in der Wärme gegen verdünnte Säuren ziemlich beständig. Versetzt man ihre wässerige Lösung mit Ätzalkalien, so tritt vorübergehend eine charakteristische kräftige Rotviolettfärbung auf. -Mit reaktionsfähigen Ketomethylenverbin. dungen läßt sich das neue Isatinderivat zu indigoiden Farbstoffen kondensieren. So erhält man z. B. mit a-Naphthol in sodaalkalischer Lösung den 2-Naphthalin-2-indolindigo.
- 2. 3o Gewichtsteile des Natriumsalzes des Tetrabromdehydroindigobisulfits (s. K a 1 b , Ber. q.2 [ i 9o9], S.3661) werden in 20o Cm heißem Wasser gelöst und nach Zusatz von i o g neutralem Natriumsulfitetwa zwei bis drei Stunden auf dem Wasserbad erwärmt. Dann wird vom ausgeschiedenen Tetrabromindigo abgesaugt `und durch Aussal,zen mit Kochsalz das Natriumsalz des Dibromisatinderivats ausgesalzen; das in heißem Wasser leicht löslich ist und beim Erkalten in derben Spießen auskristallisiert. Die Verbindung zeigt dieselben typischen Reaktionen wie das Isatinderivat des Beispiels i und läßt sich durch vorsichtige Behandlung mit Alkalien und nachfolgendes Ansäuern in Dibromisatin überführen. Sie ist identisch mit dem durch Umsetzen von Dibromisatinchlorid mit Sulfit erhältlichen Dibromisatinderivat.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Darstellung von wasserlöslichen Isatinderivaten, dadurch gekennzeichnet, daß man Dehydroindigobisulfit oder dessen Kernsubstitutionsprodukte mit schwach alkalischen Mitteln im überscliuß, zweckmäßig unter Erwärmen, behandelt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI28413D DE482436C (de) | 1926-06-27 | 1926-06-27 | Verfahren zur Darstellung von wasserloeslichen Isatinderivaten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI28413D DE482436C (de) | 1926-06-27 | 1926-06-27 | Verfahren zur Darstellung von wasserloeslichen Isatinderivaten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE482436C true DE482436C (de) | 1929-09-13 |
Family
ID=7187017
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI28413D Expired DE482436C (de) | 1926-06-27 | 1926-06-27 | Verfahren zur Darstellung von wasserloeslichen Isatinderivaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE482436C (de) |
-
1926
- 1926-06-27 DE DEI28413D patent/DE482436C/de not_active Expired
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