CH137401A - Verfahren zur Darstellung gefärbter Massen aus Zellulosederivaten. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung gefärbter Massen aus Zellulosederivaten.

Info

Publication number
CH137401A
CH137401A CH137401DA CH137401A CH 137401 A CH137401 A CH 137401A CH 137401D A CH137401D A CH 137401DA CH 137401 A CH137401 A CH 137401A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
dyes
colored
mass
cellulose derivative
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktiengesellsc Farbenindustrie
Original Assignee
Ig Farbenindustrie Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ig Farbenindustrie Ag filed Critical Ig Farbenindustrie Ag
Publication of CH137401A publication Critical patent/CH137401A/de

Links

Landscapes

  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur Darstellung gefärbter Nassen aus     Zellulosederivaten.       In dem Hauptpatent 113741 ist ein Ver  fahren zur Herstellung gefärbter Massen       aus        Zelluloseestern    beschrieben, bei dem       man    letzteren     organische        .Farbstoffe,    die in  den üblichen Lösungsmitteln     unlöslich    sind,       derart;

          einverleibt,    dass .die Massen beim Auf  lösen in Lösungsmitteln, die die Farbstoffe       nicht    zu lösen vermögen, Lösungen geben,  aus denen sich die Farbstoffe, auch in Ver  dünnung bei     längerrm    Stehen, praktisch  nicht absetzen.  



  Es wurde nun gefunden,     da,ss    man     ge-          fiirbte    Massen aus einem     Zellulosederivat        ei,-          halten    kann, wenn man diesem mindestens       \?0    % organische in den üblichen Lösungs  mitteln unlösliche     Farbstoffe,    wozu auch  Russ zu     zählen        ist,    bezogen auf die Menge  des     Zellulosederivates,    in so feiner Vertei  lung     einverleibt,        dass    beim Auflösen der       Massen    in     Lösungsmitteln,

          die        die        Fa,rh-          stoffe    nicht zu lösen vermögen,     Lösungen          entstehen,    -die die Farbstoffe auch in Ver-         dünnung    und bei längerem     Stehen    praktisch  nicht absetzen.

   Man verfährt. beispielsweise  so, dass man     .die    Massen aus     Zelluloseestern     und     -äthern    zusammen mit den Farbstoffen  so lange     mechanisch,    zum     Bdispied        mittelst     Walzen, bearbeitet,     bis    die Farbstoffe in den  genannten Massen in der     oben        be        chriebenen     feinen     Verteilung    enthalten     sind.     



  Durch     AÜflösen    der     so    hergestellten. ge  färbten Massen können Lösungen hergestellt  werden mit einem sehr hohen     Farbistoff-          gehalt,    bei verhältnismässig geringem Gehalt  an     Zeilluloseester    und     -äther,    so     @dass        man    aus  ihnen     durch        Zwlösen    nicht gefärbter     Zel-          lulosederivate,    zum     Beispiel        Zellulos-5.eestern     oder     -äthern,

      in einfacher Weise Lösungen  von jeder gewünschten Farbstärke     herstellen     kann, die sich zum     Beispiel    zur Erzeugung  von     Überzügen    auf Leder, Metall, Glas, Pa  pier,     Textilien        etc.    vorzüglich     eignen.        Statt     der nicht gefärbten Massen aus     Zellulose-          estern.        unel        -äthern    kann man hierbei auch      schwäch gefärbte, derartige     Massen    aus     7,

  el-          lulosetlerivaten        und        ferner    auch     sowohl     schwach gefärbte,     ails    -auch nicht     gefärbte     andere,     plastische    und in plastische Form       überführbare    Massen, zum Beispiel     Wachse,     Harze und dergleichen     verwenden.    Mann     kann          anüch        die        festen,    - gefärbten Massen durch       Ziunischen,        Zusammenwalzen,

          -kneten    und       dergleichen    mit den erwähnten,     schwäch    und  nicht- gefärbten     Massen        auf    einen solchen       Färbstoffgehialt    bringen,     .dass    beim Auflösen  unmittelbar Lösungen von gewünschter       Farbstärke    entstehen.

       Die    beschriebene Ar-,       beitsweise        bietet    den grossen,     wirtschaft-          lichen        Vorteil,    dass     mann    nur einen     kleinen     Teil des     Zellulosederivates        etc.    zusammen  mit den Farbstoffen     mechanisch    zu bearbei  ten braucht.  



  Wie     sich-gezeigt    hat,     besitzen    namentlich       solche        Zellulosederivate,    die eine hohe,     me-          eha.nisahe    Festigkeit aufweisen,     zum    Beispiel       Nitrozellulosen    mit niedrigem Stickstoff  gehalt, deren     Lösungen    beim     Verdunsten          FLlme    mit besonders guten     l?.e,sti.gkeitse.igen-          sGha.ften    geben, die Fähigkeit,

   bei der     me-          ch-anischen        Behandlung        zusammen    mit Farb  stoffen ganz besonders grosse Mengen     von     Farbstoff in sehr feiner     Verteilung    aufzu  nehmen.     Die        Lösungen        -derartiger    Massen  sind indessen oftmals sehr     viskos    und da  her für     manehe    Zwecke ungeeignet.

   In     styl-          ehen        Fällen        isst    es     im        -allgemeinen    zweck  mässig,     däss    man .die     Farbstoffe    in den, hohe       meclhanische    Festigkeit besitzenden     Zellu-          losederivaten    feinverteilt und durch     Zulösen     von farblosen     und    schwach gefärbten     Zellu-          losederiväten-        dfer        genannten    Art,

   die sich  mit geringer Viskosität lösen, die Lösungen  zu     fertigen    Lacken ergänzt.     Man    kann auch  die Farbstoffe in     Zellulosederivaten    von ho  hen,     mechanisiehen        F.ostigkei;tseigenschaf-          ten;

      -deren     Lösungen    hoch     viskos    sind, ver  teilen, und ausser farblosen und schwach ge  färbten,     mit.    niedriger     Viskosität    sich lösen  den     Zellwlosederivaten    nicht gefärbte und       gehwäah    gefärbte     Zellulose.derivate,    sowie  <B>i</B>     ,i--tut'h    andere;

   nicht gefärbte und     schwach     gefärbte,     nicht        :aus        Zellulosederivaten    be-         stehende,        plaatisehe    Massen zumischen, um       Produkte    einer     gewünschten        F%rbstä.rke    zu  erhalten:

    Bei der     Verarbieitu.wg    von     ,ITastsen    aus       Nitrozellul@o@s.en,    die     mann        vorteilhaft    in     was-          serfeuiehtem    Zustande verwendet, hat man  im vorliegenden     FraIle        insbesondere    auch den       Vorteil,

      dass sich .die     mech.an        izsche        Bearbei-          tung    infolge     -des    hohen     Gehaltes    an Farb  stoffen völlig     betriebssieher    und!     gefahrlos          gestaltet,    und     dass    die     erhaltenen        Produkte     ohne Feuers-     und    Explosionsgefahr     getro:ek-          net    und     aufbewahrt    werden können.

    
EMI0002.0128     
  
    <I>Beisp;el:</I>
<tb>  100 <SEP> Teile <SEP> einer <SEP> Zelluloi:dmasse, <SEP> die <SEP> etwa  zu <SEP> \@3 <SEP> aus <SEP> einer <SEP> Nitrozellulose <SEP> von <SEP> etwa
<tb>  11 <SEP> % <SEP> N-Gehalt <SEP> und <SEP> zu, <SEP> i'<B>:;</B> <SEP> aus <SEP> Kampfer <SEP> be  steht, <SEP> werden <SEP> mit <SEP> 200 <SEP> Teilen <SEP> Lithol:echt  scliarIlach <SEP> R <SEP> (S,chulz, <SEP> Farbstofftabellen,- <SEP> 6.
<tb>  Auflage, <SEP> Seite <SEP> 32, <SEP> Nr. <SEP> 73) <SEP> 10-2(hnaldünn
<tb>  au@sgewälzt. <SEP> 3 <SEP> Teile <SEP> der <SEP> so <SEP> erhaltenen <SEP> Masse
<tb>  werden <SEP> in <SEP> einer <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> 9 <SEP> Teilen <SEP> Zellu  laid <SEP> in <SEP> 88 <SEP> Teilen <SEP> eines <SEP> Lösungsmittels, <SEP> zum
<tb>  Beispiel <SEP> Butyl- <SEP> oder <SEP> Amy:

  latetat, <SEP> Glykol  monoäthylätli-er <SEP> und <SEP> dergleichen, <SEP> gelöst.. <SEP> Mann
<tb>  erhält <SEP> so <SEP> eine <SEP> Lösung, <SEP> die <SEP> auf <SEP> 10 <SEP> Teile <SEP> Zel  lnloid <SEP> 2 <SEP> Teile <SEP> Farbstoff <SEP> -in <SEP> hoch <SEP> @disperser
<tb>  Verteilung <SEP> enthält. <SEP> Von <SEP> 12 <SEP> Teilen <SEP> fester
<tb>  Iea,cli#substa.nz <SEP> würden <SEP> .also <SEP> nur <SEP> 3 <SEP> Teile <SEP> der
<tb>  tne.chanischen <SEP> Verarbeitung <SEP> unterworfen.
<tb>  



  An <SEP> Stelle <SEP> von <SEP> Zelluloid <SEP> lassen <SEP> sich <SEP> hi, <SEP> r
<tb>  auch <SEP> zelluloidähnliche <SEP> Massen- <SEP> aus <SEP> Nitro  oder <SEP> Ac.etylzell.uloseii <SEP> oder <SEP> andere <SEP> Massen
<tb>  aus <SEP> Zelluloseestern <SEP> und <SEP> -äthern <SEP> verwenden.
<tb>  



  An <SEP> Stelle <SEP> von- <SEP> Litho@lechtscharl@a:ch <SEP> kön  nen <SEP> auch <SEP> andere <SEP> organische <SEP> Pigmentfarb  stoffe <SEP> verwendet <SEP> werden.

Claims (1)

  1. EMI0002.0129 PATENTAS; <SEP> SPRUCH <SEP> I Verfahren zur Herstellung gefärbter Massen aus einem Zellulose@deiivat, dadurch gekennzeichnet, da.ss mann diesem mindestens 20 ü dier vorhandenen Menge des Zellulose- derivates organische, in den üblichen Lö- sungsmitteln unlösliche Farbstoffe derart einverleibt,
    da-ss .die Masse beim Auflösen in Läsüngsmitteiln, di.e -die Farbstoffe nicht zu lösen vermögen, Lösungen gibt, aus de nen ;ich .die Farbstoffe, auch in Verdünnung, bei längerem Stehen praktisch nicht absetzen. UNTERANSPRrtCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die Farb- aoffe zusammen mit dem zu färbenden Zellulosederivat mechanisch bearbeitet, his -die Masse beim Auflösen in Lösungs- ewmitteln, die die anga.ndten Farbstoffe nicht zu lösen vermögen, Lösungen gibt, aus denen sieh die Farbstoffe, auch in Verdünnung, bei längerem Stehen prak tisch nicht absetzen. 2.
    Verfahren gemäss Patent@nnsprueh I und Unteranspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass man der gefärbten Masse nicht ge färbte Zellulosederivate zumischt, um Pro dukte einer gewünschten Farbstärke zu erhalten. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch 1 und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, (lass man der gefärbten Has.se schwach be- fürbte Zellulose:derivate zumischt, um Produkte einer gewünschten Farbstärke zn erhalten.
    1. Verfahren. gemäss Pater_tanspruch 1 und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet., dass man der gefärbten Masse eine nicht färbte, nicht aus Zellulosederivaten be stehende, plastische 31a.s.se zumischt, um Produkte von einer gewünschten Farb stärke zu erhalten. 5.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man der gefärbten llas:e eine salivra,ch gefärbte, nicht aus Zellulosederivaten be stehende, plastische Masse zumischt, um Produkte von einer gewünschten F.arb- stärke zu erhalten. 6.
    Verfahren gemäss Pa.tentansprucb I und Unteransprüchen 1-5, dadurch .gekenn- zeichnet,,dass man die Farbstoffe in einem i Pl-lulosederivat von hohen, mechanischen Festigkeitseigenschaften verteilt. 7.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 1-6, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Farbstoffe in einem Zellulosederivat von hohen, mechanischen F-esigkeits:eigenschaften, dessen Lösun gen hoch viskos sind, verteilt und eine farblose DZa-sse, die sich niedrig viskos löst, zumischt. B.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteraufsprüchen 1-7, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Farbstoffe in einem Zellulosederivat von hohen, mechanischen Festigkeitseigenschaften. dessen Lösungen hoch viskos sind, verteilt und eine schwach gefärbte Masse, die sich niedrig viskos löst, zumischt.
    ' PATENTANSPRUCH II Nach ,dem Verfahren gemäss Patentan- spruch I hergestellte, gefärbte Masse aus einem Zellulosederivat, gekennzeichnet durch einen Gehalt von mindestens 2U % an orga nischen Farbstoffen, die in solcher Form in der Masse verteilt sind, da.ss Proben der Masse beim Auflösen in Lösungsmitteln, die die Farbstoffe nicht.
    zu lösen vermögen, Lö sungen geben, aus denen sich die Farbstoffe, auch in Verdünnung bei längerem Stehen. praktisch nicht absetzen. UNTERANSPRUCH: 9. Gefärbte Masse aus einem Zellulosü.deri- vat, gemäss Patentanspruch II, gakenn- zeichnet :durch einen Gehalt an Lösungs mitteln, in, denen das Zellulosedierivat ge löst, die Farbstoffe' aber praktisch un löslich sind.
CH137401D 1926-05-26 1927-05-24 Verfahren zur Darstellung gefärbter Massen aus Zellulosederivaten. CH137401A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE137401X 1926-05-26
CH113741T 1927-05-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH137401A true CH137401A (de) 1929-12-31

Family

ID=25708206

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH137401D CH137401A (de) 1926-05-26 1927-05-24 Verfahren zur Darstellung gefärbter Massen aus Zellulosederivaten.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH137401A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH137401A (de) Verfahren zur Darstellung gefärbter Massen aus Zellulosederivaten.
CH634095A5 (de) Waessrige harz-dispersionen, insbesondere als ueberzugsmittel bzw. lackbindemittel.
DE577120C (de) Verfahren zur Herstellung von Mischungen aus Celluloid usw.
DE1185751B (de) Einzubrennende UEberzugsmittel auf der Grundlage von waessrigen Loesungen von Melaminharzen und Alkydharzen
DE545129C (de) Verfahren zur Darstellung gefaerbter Celluloidmassen
DE571692C (de) Verfahren zum UEbersensibilisieren von photographischen Filmen
CH140728A (de) Verfahren zur Darstellung gefärbter Massen aus Zellulosederivaten.
DE958354C (de) Schwarzgefaerbtes Einlagepapier fuer lichtempfindliche photographische Materialien und Verfahren zu seiner Herstellung
DE517491C (de) Verfahren zur Herstellung von gefaerbten Massen oder Loesungen solcher aus Celluloid usw.
DE539320C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Textilprodukten von mattem Glanz
DE901372C (de) Verfahren zur Herstellung transparenter Papiere
DE527616C (de) Verfahren zur Herstellung von Mischaethern der Cellulose
DE104365C (de)
DE437533C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten
DE599298C (de) Verfahren zur Herstellung eines Linoleumzementersatzes
DE853155C (de) Verfahren zum Faerben von Celluloseestern oder diesen sich faerberisch aehnlich verhaltenden Erzeugnissen
AT113976B (de) Verfahren zur Herstellung von Lösungen von Zellulose-Hydroazetaten.
DE564780C (de) Verfahren zur Herstellung von feinen Verreibungen von anorganischen und organischen kolloiden Stoffen mit Fetten, OElen, Lanolin, Eucerin, Wachs, Seifen oder aehnlichen Stoffen oder Mischungen derselben
DE527403C (de) Verfahren zur Herstellung von Filmen, Lacken u. dgl.
AT78396B (de) Verfahren zum Gerben tierischer Häute und zur Herstellung von Gerbmitteln.
AT119026B (de) Verfahren zur Herstellung von künstlichen Textilgebilden, mit mattem, seidenähnlichem bis völlig vermindertem Glanz.
DE545172C (de) Verfahren zur Herstellung von Lacken
DE626626C (de) Verfahren zum Drucken von Textilprodukten
DE240522C (de)
DE609685C (de) Verfahren zum Aufloesen von Kondensationsprodukten auf Harnstoff-Formaldehyd-Basis in organischen Loesungsmitteln