CH140728A - Verfahren zur Darstellung gefärbter Massen aus Zellulosederivaten. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung gefärbter Massen aus Zellulosederivaten.Info
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Description
Verfahren zur Darstellung gefärbter Massen aus Zellulosederivaten. In dem Hauptpatent Nr. 113741 ist ein Verfahren zur Herstellung gefärbter Massen aus Zelluloseestern beschrieben, bei dem man letzteren organische Farbstoffe, die in den üblichen Lösungsmitteln unlöslich sind., derart einverleibt, dass die Massen beim Auflösen in Lösungsmitteln, die die Farb stoffe nicht zu lösen. vermögen, Lösungen geben, aus denen sich die Farbstoffe, auch in Verdünnung bei längerem Stehen, prak tisch nicht absetzen.
Es wurde nun gefunden, dass man ge färbte Massen aus einem Zellulosederivat er halten kann, wenn man diesem mindestens <B>100%</B> anorganische Pigmente, bezogen auf die Menge des 7jel,lulose@derivates, in so feiner Verteilung einverleibt, dass beim Auflösen der Massen in Lösungsmitteln, die die Farb stoffe nicht zu lösen vermögen, Lösungen entstehen, die die Farbstoffe auch in Ver dünnung und bei längerem Stehen praktisch nicht absetzen.
Man verfährt beispielsweise so, dass man die Massen aus Zelluloseestern und -äthern zusammen mit den Farbstoffen solange mechanisch, zum Beispiel mittelst Walzen, bearbeitet, bis die Farbstoffe in den: genannten Massen in der oben beschrie benen feinen Verteilung enthalten sind.
Durch Auflösen der so hergestellten ge färbten Massen können Lösungen hergestellt werden mit einem sehr hohen Farbstoff gehalt, bei verhältnismässig geringerem Ge halt an Zelluloseester- und -äther, so dass man aus ihnen durch Zulosen nicht gefärbter Zellulosederivate, zum Beispiel Zellulose- estern oder -äthern, in :
einfacher Weise Lö sungen von jeder gewünschten Farbstärke herstellen kann, die sich zum Beisniet zar Erzeugung von Überzügen auf Leder, Me tall, Glas, Papier, Textilien etc. vorzüglich eignen.
Statt der nicht gefärbten Massen aus Zelluloseestern und -äthern kann man hierbei auch schwach gefärbte derartige Massen als Zellulosederivaten und ferner auch sowohl schwach gefärbte als auch nicht gefärbte andere plastische und in plastische Form überführbare Massen, zum Beispiel Wachse, Harze und dergleichen verwenden. Man kann auch die festen gefärbten Massen durch Zumischen, Zusammenwalen, -kneten und dergleichen mit den erwähnten schwach und nicht gefärbten Massen auf einen sol chen Farbstoffgehalt bringen,
dass beim Auflösen unmittelbar Lösungen von ge wünschter Farbstärke entstehen. Die be schriebene Arbeitsweise bietet den grossen wirtschaftlichen Vorteil, dass man nur einen kleinen Teil des Zellulosederivates etc. zu sammen mit den Farbstoffen mechanisch zu bearbeiten braucht.
Wie sich gezeigt hat, besitzen nament lich solche Zellulosederivate, die eine hohe mechanische Festigkeit aufweisen, zum Bei spiel Nitrozellulosen mit niedrigem Stick stoffgehalt, deren Lösungen beim Verdunsten Filme mit besonders guten Festigkeitseigen schaften geben, die Fähigkeit, bei der me chanischen Behandlung zusammen mit Farb stoffen ganz besonders grosse Mengen von Farbstoff in sehr feiner Verteilung aufzu nehmen. Die Lösungen derartiger Massen sind indessen oftmals sehr -viskos und daher für manche Zwecke ungeeignet.
In solchen Fällen ist es im allgemeinen zweckmässig, dass man .die Farbstoffe in den hohe mechanische Festigkeit besitzenden Zeliulosederivaten fein verteilt und durch Zulösen von farb losen und schwach gefärbten Zellulosederi- vaten der genannten Art, die sich mit gerin g er Viskosität lösen, die Lösungen zu ferti- n gen Lacken ergänzt.
Man kann auch die Farbstoffe in Zellulosederivaten von hohn mechanischen Festigkeitseigenschaften, deren Lösungen hoch viskos sind, verteilen, und ausser farblosen und schwach gefärbten, mit niedriger Viskosität sich lösenden Zellulose- derivaten nicht gefärbte und schwach ge färbte Zellulosederivate, sowie auch andere, nicht gefärbte und schwach gefärbte, nicht aus Zellulosederivaten bestehende plastische Massen zumischen, um Prorlukte einer ge wünschten Farbstärke zu erhalten.
Bei der Verarbeitung von Massen aus Ni trozellulosen, die man vorteilhaft in wasser feuchtem Zustande verwendet, hat man im vorliegenden Falle insbesondere auch den Vorteil, dass sich die mechanische Bearbei tung infolge des hohen Gehaltes an Farbstof fen völlig betriebssicher und gefahrlos ge staltet und dass die erhaltenen Produkte ohne Feuers- und Explosionsgefahr getrocknet und aufbewahrt werden können.
Beispiel: 154 Teile eines Gemisches von Nitrozellu lose und Wasser, das aus 100 Teilen einer Nitrozellulose von 11,8 bis 12,3 % N-Gehalt und 54 Teilen Wasser besteht, werden zu sammen mit 100 Teilen Phtalsäurediäthyl- ester und 250 Teilen Berlinerblau zehnmal dünn ausgewalzt.
4 Teile der getrockneten Masse werden in einem farblosen Nitrozel- luloselack aus 11 Teilen einer Nitrozellu lose, die sich besonders niedrig viskos löst, 3 Teilen Phtalsäureäthylester, 3 Teilen eines Esterharzes und 79 Tei'.en eines Lösungs mittels, zum Beispiel Butylazetat, gelöst. Von dem so erhaltenen etwa 20%igen Lack, der den Farbstoff in feindisperser, nicht ab setzender Form enthält, mussten nur 4% der mechanischen Behandlung unterworfen wer den.
An Stelle von Berlinerblau können auch andere anorganische Pigmente, wie Eisenrot. Terra di siena ete, verwendet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung gefärbter Mas sen aus einem Zellulosederivat, dadurch ge kennzeichnet, dass man diesem mindestens 1.00% der vorhandenen Menge des Zellulose- derivates anorganische Pigmente derart ein verleibt, 3äss die Mässe beim Auflösen in Lösungsmitteln, die die Farbstoffe nicht zu lösen vermögen, Lösungen gibt, aus denen sich die Farbstoffe, auch in Verdünnung, bei längerem Stehen praktisch nicht absetzen. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die Farb- stoffe zusammen mit dem zu färbenden Zellulosederivat mechanisch bearbeitet, bis die Masse beim Auflösen in Lösungsmit teln, die die angewandten Farbstoffe nicht zu lösen vermögen, Lösungen gibt; aus denen sich die Farbstoffe, auch in Ver dünnung, bei längerem Stehen praktisch nicht absetzen.\?. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass man der gefäibten Masse nicht gefärbte Zellulosederivate zumischt, um Produkte einer gewünschten Farbstärke zu erhalten. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, da,ss man der gefärbten Masst; schwach gefärbte Ze1_lulosederivate zu mischt, um Produkte einer gewünschten Farbstärke zu erhalten. :l.Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass man der gefärbten Masse eine nicht gefärbte, nicht aus Zellulosederiva- ten bestehende plastische Masse zumischt, um Produkte von einer gewünschten Farbstärke zu erhalten. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass man der gefärbten Masse eine schwach gefärbte, nicht aus Zellulose derivaten bestehende plastische Masse zu mischt, um Produkte von einer gewünsch ten Farbstärke zu erhalten. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Farbstoffe in einem Zellulosederivat von hohen mechanischen Festigkeitseigenschaften verteilt. 7.Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Farbstoffe in einem Zellulosederivat von hohen mecha nischen Festigkeitseigenschaften, dessen Lösungen hoch viskos sind, verteilt. und eine farblose -Masse, die sich niedrig vis kos löst, zumischt. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Farbstoffe in einem Zellulosederivat von hohen mechanischen Festigkeitseigenschaften, dessen Lösungen hoch viskos sind, verteilt und eine schwach gefärbte Masse, die sich niedrig viskos löst, zumischt.PATENTANSPRUCH II: Nach dem Verfahren gemäss Patentan spruch I hergestellte gefärbte Masse aus einem Zellulosederivat, gekennzeichnet durch einen Gehalt von mindestens 100% an organischen Pigmenten, die in solcher Form in der Masse verteilt sind, dass Proben der Masse beim Auflösen in Lösungsmitteln, die die Farbstoffe nicht zu lösen vermögen, Lö sungen geben, aus denen sich die Farbstoffe, auch in Verdünnung bei längerem Stehen praktisch nicht absetzen. UNTERANSPRUCH: 9.Gefärbte Masse aus einem Zellulosederi- vat gemäss Patentanspruch II, gekenn zeichnet durch einen Gehalt an Lösungs mitteln, in denen das Zellulosederivat gelöst, die Farbstoffe aber praktisch un löslich sind.
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