CH138108A - Verfahren und Vorrichtung zum Kühlen mittelst fester Kohlensäure. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Kühlen mittelst fester Kohlensäure.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Kühlen mittelst fester Kohlensäure. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zum Kühlen, mittelst fester Kohlensäure und eine Vorrichtung zur Aus führung des Verfahrens.
Inder beiliegenden Zeichnung ist ein Aus führungsbeispiel der Vorrichtung dargestellt. Fig. 1 ist ein senkrechter Schnitt nach Linie 1-1 der Fig. 2, Fig. 2 ein wageechter Schnitt nach Linie 2-2 der Fig. 1.
In Fig. 1 und 2 bezeichnet l einen Schrank mit wärmeisolierenden Wandungen. In der vordern Wandung des Schrankes sind obere Türen 2 und mittlere und untere Türen 2a resp. 2b angebracht. Im Innern des Schran kes ist ein Zwischenboden 3 vorgesehen, wel cher auf Stäben d aufliegt und mit einer Rückwand 5, und Seitenwänden 6, verbunden ist, welche Wände parallel zur Rückwand be ziehungsweise zu den Seitenwänden des Schrankes verlaufen. In der Mitte des Schran kes sind zwei in gewissem Abstand vonein ander angeordnete Wände 7 vorgesehen, die einen offenen Kanal 8 begrenzen, der mit dem Raum unterhalb des Bodens 3 in Verbin dung steht. Das obere Ende des Kanals ist mit einem Behälter 9 verbunden, in welchem ein Kohlensäureeisblock auf Stäben ruht.
Eine durch den Deckel 13 verschiebbare Öff nung in der obern Wand des Schrankes ge stattet das Einsetzen des Kohlensäureeis blockes. Die Teile 3, 5, 6, 7, und 9 bestehen aus nicht wärmeisolierendem Stoff, vorzugs weise Blech. Die Vorderkanten der Seiten wände 6 und des Bodens 3 schliessen möglichst luftdicht an der Vorderwand des Schran kes an.
Die obern Enden der Wände 5, 6 sind nicht bis an die obere Schrankwand geführt, so dass der Hohlraum 8a, 8b, 8e, welcher von den Wänden 5, 6 und den Aussenwänden des Schrankes 1 begrenzt !ist, mit dem zu küh lenden Raum in Verbindung steht. Der zu kühlende Raum besitzt dürchkochene Zwi- schenböden, auf welche die zu kühlenden Gegenstände gelegt werden können. Die obere Wand ides Schrankes ist mit einer ins Freie führenden Öffnung 14 versehen.
Der Behäl- ter 9 steht mit dem Kühlraum durch einen Rohrstutzen 12), in Verbindung. In diesem Rohrstutzen ist eine drehbare Klappe 18 an gebracht, welche verstellt werden kann, um die Menge des durch den Stutzen 12 strö menden Kohlensäuregases zu regeln. Die Verstellung erfolgt zweckmässig durch einen bei 19 angedeuteten Thermostaten, welcher im Kühlraum liegt und so ausgebildet ist, dass er bei steigender Temperatur im Kühl raum die Klappe 18 weiter öffnet.
Mittelst dieser Vorrichtung wird das Ver- fahren zum Beispiel in folgender Weise durchgeführt: Das in den Behälter 9 eingeführte Kolr- lensäureeis sublimiert allmählich, und das dabei gebildete Gas strömt in der durch Pfeile angedeuteten Richtung durch den Ka nal 8 nach unten durch den Raum unterhalb des Bodens 3 nach beiden Seiten und nach hinten, im Raum 8a, 8b, 8e nach oben und tritt dann in den Kühlraum, so dass es die darin enthaltenden Gegenstände kühlt.
Ein regelbarer Teil des Kohlensäuregases, wel cher bei diesem Kreislauf Wärme aufgenom- nem hat, tritt durch den Stutzen 12 wieder in das Innere des Behälters 9. Der andere Teil strömt durch die Öffnung 14 nach aussen. Der in den Behälter 9 zurückströmende Gas teil unterstützt die Sublimation des Kohlen- säureeises. Es wird auf diese Weise umso mehr gasförmige Kohlensäure erzeugt, je mehr Wärme von der zirkulierenden Gas menge aufgenommen wird, so dass eine regel bare, zweckmässig konstant erhaltene Kühl wirkung erreicht wird. Durch Verstellung der Klappe kann die Grösse der Kühlwir kung beeinflusst werden.
Die gasförmige Kohlensäure hat eine sehr starke Isolierwir- kung gegen Wärme und schützt da Innere des Schrankes gegen die von aussen zutre tende Wärme, so dass nicht nur der Inhalt des Kühlraumes, sondern auch der Eisblock im Behälter 9 nur wenig Wärme von aussen aufnimmt. Die durch Aussenwände des Schrankes hindurchdringende Wärme wird durch den zirkulierenden Gasstrom abgeführt. Wenn die Temperatur des Kühlorganes weniger tief gesenkt werden soll, können die Wände des Behälters 9, die Wände 5, 6 und der Boden 3 auch ganz oder zum Teil aus einem weniger gut wärmeleitenden Material, zum Beispiel Holz bestehen.
Die Klappe 18 kann mit einer Vorrichtung versehen sein, die eine Verstellung mit der Hand ermöglicht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Kühlen mittelst fester Kohlensäure, dadurch gekennzeichnet. dass das aus der festen Kohlensäure sublimierende Kohlensäuregas in einen wenigstens einen Teildes Kühlraumes umgebenden Raum ein geführt wind, so dass es nicht nur die Wärme des Kühlraumes aufnimmt, sondern gleich zeitig diesen Raum isoliert gegen den Zu tritt der Wärme von aussen. UNTERANSPRUCH: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil des entstan denen Kohlensäuregases nach dem Pas Bieren des den Kühlraum umgebenden Raumes wieder in den Behälter zur Auf nahme des Kohlensäureises zurückge führt wird.PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Ausführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch einen Schrank (1), der im Innern einen Kühlraum und einen Behälter (9) zur Auf nahme des Kohlensäureeises aufweist, welch letzterer mit einem längs des Bodens, der Seitenwände und der Rückwand des Schran kes (1) verlaufenden Raum (8a, 8b, 8c), in Verbbindung steht, so dass das aus dem Koh- lensäureeis sublimierende Kohlensäurega.s zwischen dem Boden, den .Seitenwänden und der Rückwand:des Schrankes einerseits und ,den dem Boden und den genannten Wänden gegenüber befindlichen Wänden dbs Kühl raumes, anderseits hindurchströmen kann,. UI\TTERANSPRÜCHE ?. Vorrichtung nach Patenta.ns.pruch II ,ge kennzeichnet durch eine Vorrichtung zur Regelung der Menge des in den Behälter zur Aufnahme des Kohlensäureeises zuz- rückströmenden Kohlensäuregases. 3.Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Regelung der Menge des in den Kohlensäureeisbehälter zurückströmenden Kohlensäuregases mit einem Thermostaten versehen ist. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Behälter zur Aufnahme des Kohlensäureeises durch einen nach unten führenden Kanal mit dem den Kühlraum umgebenden Raum verbunden ist, derart, dass das Kohlen- säuregas zunächst nach unten sinkt und dann in dem den Kühlraum umgebenden Raum nach oben steigen kann. 5.Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass ,der den Kühl raum umgebende, von sublimiertem Koh- lensäurega.s durchströmte Raum eine Ver bindung mit dem Kühlraum besitzt.
Applications Claiming Priority (1)
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