CH141795A - Verfahren zur Herstellung einer pressfähigen Masse in Pulverform. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer pressfähigen Masse in Pulverform.

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CH141795A
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  Verfahren zur Herstellung einer     pressfähigen    Hasse in     Pulverform.       Gegenstand des Hauptpatentes     Nr.   <B>13832,3</B>  ist ein Verfahren zur     Ilerstellung        ein-er     gleichmässig und sehr     rasüh        troeknenden    und  mit den     einfaehsten    technischen Hilfsmitteln  in beliebigen     Feinheitsgraiden        herstellbaren,          pressfähigen    Masse in Pulverform, welches       #claldurch        oelzenni7je-iehinet    ist,

       #d-ass        Dieyandla-          mid    mit     Formuldehyd        soliange    erhitzt wird,  bis ein sieh     lbeini    Abkühlen der Reaktions  mischung     ausseheidenicIes,        hydrophobes    Harz  entstanden ist, das durch Berührung mit       -wässerigren    Flüssigkeiten in ein Pulver     Über-          ge     führt wird.  



  Es wurde nun gefunden,     dass    man aus  einem Gemisch von     Di,ey-a#uldi#amid        und        Thio-          harnstoff        dureli        Konidensation    mit     Formal-          yd    ein     Misehkolloid    herstellen kann,

   Ü s       -deh-    a       sich        g        ganz        ähnlich        verhält        wie        idas        einilleitliehe          D!ie#ya,ndia,#mid   <B>-</B>     l",ormia,1,die#hyd   <B>-</B>     Kondensations-          prcelakt.     



  Das Verfahren gemäss der Erfindung ist       flaldureh        oe,1-.ennzeiehnet,        dass    ein Gemisch von       Dieyandiamid    und     Thi:oharnstoff    mit Form-    <B>,</B>     alic        1,ehyd        so        lange        erhitzt        wird,        bis        ein        sich     beim Abkühlen der     Reaktionsmischung-    aus  scheidendes,     hydrophohes    Harz entstanden  ist,

   das durch     Beruhrung        mil        wässeriggen     Flüssigkeiten in ein, Pulver     übergefülirt    wird.  Zweckmässig     wird,das        Verhältni#s    von     Dicyan-          dianä,d    und     Thioharnstoff    so gewählt,     dass     nicht mehr als<B>1</B>     Mol.        Thioharnstoff    auf  <B>1</B>     Mol.        Dicyandiamid    verwendet wird.

   Nach  einer bevorzugten     Ausflührungsforrn    kommen  gemeinsam mit<B>1</B>     Mol.        D;iicyan(cliamid   <B>1</B>     Mol.          Thiolia,rnsto!ff        und   <B>9.</B>     Mol.    Formaldehyd zur  Reaktion.  



  Das gemäss dem vorliegenden Verfahren       erhalltene    Pulver ist     mit,den    einfachsten tech  nischen     Hilfsirnitteln    in     sozusa(genfieliebigem.          FeinheitsgoTade        herstellbiar,    trocknet     vollkom-          menggleichmässig    und sehr     rasel-i    und     lässt    such  nach     idtem    Trocknen in     der    Heisspresse -durch       ,die        gleie.11)zeitige,

          older    getrennte Einwirkung  von Hitze und Druck dank seiner hervor  ragenden guten     FlussfäkIgkeiten    zu fertigen  Gegenständen aller Art     verpre#ssen.    Hierbei      kann man entweder unmittelbar die     ge-          brauc#,h#sfer-h,o,en    Stücke oder ein     Ausgangs-          pro,dukt    für die weitere mechanische Bear  beitung in Form von     Pl,atten,:Stä(ben    und     ider-          gleichen    herstellen.

   Die     durüh,    Heisspressung  erzeugten Massen lassen sich. mit grösster  Leichtigkeit     mechanisühbearbeiten    (wie boh  ren, schneiden,     sIgen,    feilen, fräsen, drehen,  polieren     usw.).     



       Ausführ,ungsbeispiel:     <B>100</B>     Ge"vnic#,litsteile        Dicy"i,u#diamid,   <B>91</B>     Ge-          wiehtsteile        Thio#ha-rnsitoff        und    200 Gewichts  teile     40vol%io-er        14',ormaldehydlösun-,-,    (ent  sprechend<B>1</B>     Mol.        Dieya,n(dia#micl#,   <B>1</B> Hol.

       Thio-          harnstaf   <B>f</B> und 2     Mol.        Iffligen        Form,al-          dehydes-)    werden etwa     l#2    Stunden im     Rück-          flusskesseil    erhitzt bis ein, sich beim Abkühlen       derReaktionsmischuno,    ausscheidendes,     hydro>          phobes    Harz     entst#aniden    ist     und    hierauf die       Rieaktionsmischung    in     IvaItes    Wasser ge  gossen.

       Da.b        Pulverbildet        nach,dem        Troel.:nen     ein ausgezeichnetes     Pressmateria.1,    welches  ganz besonders     igute        FlussfIlrigkeit    besitzt       und    in der     Heiss-presse    unter Hitze und     Druch     zu     glaeklaren        Presslingen        verpresst,    werden  kann.  



  Nach     d#err.    Verfahren gemäss der     Erfin-          ,diun,y        --elin--t    es ein Pulver herzustellen, das  n<B>In Z, 1</B>  eine ganz -besonders hohe     Flussfähigkeit    un  ter Hitze und Druck besitzt, so     dass    es mit  einem hohen Prozentsatz an Füllmitteln       bezw.        Streckmitteln        ailer    Art,     sowo.b,1    orga  nischer, wie     anorlo-anischer    Natur, versetzt  werden kann.

   Ausserdem können zur     Er-          reichuno-    einer noch grösseren     Flussfähigkeit          sw,enannte        Flussmittel    zugesetzt werden. Als       Füllsto-ffe    kommen insbesondere alle     fase-          rio,en    Füllstoffe in Betracht, welche die     me-          ehanische    Festigkeit der     Presskörper    wesent  lich erhöhen.

   Derartige faserige Füllstoffe  sind alle faserigen Materialien mineralischen       Ursprunaes        (wi,2    beispielsweise Asbest),       veo#etabilischer    Herkunft (wie Zellulose     in    je  der Form, Baumwolle, Holzzellulose, Flachs       ete.,        Zellulosederivateoder        Zelluloseumwand-          lungsprodukte),    schliesslich Faserstoffe ani  malischer Art (wie Wolle, Seide     usw.),    wel  che allein oder in geeigneten Mischungen  e    verwendet werden können.

   Statt dem fer  tigen     Pulverdie    Zusatzstoffe einzuverleiben,  kann man gemäss einer besonderen     Ausfüh-          rungsf#orm    der Erfindung der Masse im Zuge  des Herstellungsverfahrens vor oder während  des     Übergan--es    in die Pulverform     fas,eri-"p-          Füllstoffe    einverleiben. Auch in diesem Falle       erlillt    man ein Pulver.  



  Die     Pressmassen        bezw.    die daraus     her-          ges     <B>,</B>     tellten        Presskörper    lassen sich. in der  mannigfaltigsten Weise färben und mustern.

    Die aus den     cefüllten    oder     unYef        üllten          Pressmassen    hergestellten     Presskörper    können  dank ihrer wertvollen Eigenschaften für die       inannigfaltigsten        ge-werblichen        Zweelze    Ver  wendung finden:

   Ersatz von Glas, Milch  glas, Porzellan, Herstellung von     Galanterie-          -ind    Schmuckwaren, elektrotechnischen Iso  lierkörpern, mechanischen Werkstücken aller  Art     usw.    Die Anführung dieser besonderen  Verwendungsgebiete erschöpft aber keines  wegs die vielseitige Verwendbarkeit dieser  neuen     Pressmassen.     



  Das     Dieyandiamid    kann in Form seiner  rohen wässerigen Lösungen, wie sie vor der  Reinigung entstehen, Verwendung finden.  Der Formaldehyd kann in Form seiner     Polv-          ineren    verwendet werden.     Selbstverständlieh     kann die Reaktion in An- oder Abwesenheit  von Kontaktmitteln vor sieh gehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellun einer -leieb- 9 el mässig und sehr rasch trocknenden und mit den einfachsten technischen HilfsmittelD in beliebigen Feinheitsgraden herstellbaren, pressfähigen Masse in Pulverform, dadurch ,gekennzeichnet, dass ein Gemiseli von Di- cyandiamid und Thioharnstoff mit Formal dehyd solange erhitzt wird, bis ein sich beim Abkühlen der Reaktionsinisehunc,
    aussellei- dendes, hydrophobes Harz entstanden ist, das duroli Berührung mit wässerigen Flüssig keiten in ein Pulver übergeführt wird. UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nicht mehr als<B>1</B> Mol. Thio'harnstoff auf<B>1</B> Mol. Dieyandiamid verwendet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass gemeinsam mit<B>1</B> Mol. Dicyandiamid <B>1</B> Mol. Thioharnstoff,"rind 2 Mol. Formaldehyd zur Reaktion gelangen. <B>3.</B> Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet. dass die Konden sation in Gegenwart von Kontaktmitteln ausgeführt wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ,gekennzeichnet dass die Reaktions- D mischung in Wasser gegossen und der Übergang des ausgeschiedenen hydro- phoben Harzes in die Pulverform durch mechanische Massnahmen beschleunigt wird. <B>5.</B> Verfahren nach Patentanspruch,' dadurch gekennzeichnet, dass der Masse im Zuge des Herstelluugsprozesses faserige Füll stoffe einverleibt werden.
CH141795D 1927-03-18 1928-03-16 Verfahren zur Herstellung einer pressfähigen Masse in Pulverform. CH141795A (de)

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