CH143329A - Verfahren zur Herstellung von nichtsplitterndem Glas und nach demselben hergestellter Glaskörper. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von nichtsplitterndem Glas und nach demselben hergestellter Glaskörper.Info
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Description
Terfahren zur Herstellung von nichtsplitterndem Glas und nach denselben leergestellter Glaskörper. Vorlie7encle Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von nicht splitterndem Glas und auf einen nach dem selben hergestellten Glaskörper.
Bis dahin wurden bei der Herstellung von nichtsplitterndem Glas, wobei :eine Zwischen- schicht (zum Beispiel ein Blatt aus Zellu loid oder dergleichen) zwischen zwei Glas scheiben eingeschaltet wurde, die zu verbin denden Oberflächen nach ihrem Eintauchen in ein Alkoholbad aufeinandergebracht, dar auf erhitzt und dann in einer hydraulischen Presse zusammengepresst.
Das Verfahren zur Herstellung von nicht splitterndem Glas aus mindestens zwei Glas scheiben und mindestens einer Zwischen schicht gemäss der Erfindung besteht darin, dass die Glasscheiben an den zu verbinden den Oberflächen mit einem Haftmittelüber- zug versehen und mit der Zwischenschicht zu einem Glaskörper zusammengebaut wer- den, welcher darauf in einem geschlossenen Gefäss vermittelst eines unter Druck einge führten Fluidums gepresst wird, während die Berührungsflächen aufgeweicht werden und dass sodann die Temperatur des Glaskörpers gesteigert wird.
Dieses Verfahren macht das Eintauchen der zu verbindenden Schichten in eine Flüs sigkeit überflüssig.
Bei der Ausübung des Verfahrens ge mäss der Erfindung kann beispielsweise so vorgegangen werden, dass: als Haft mittel Glas an den zu verbindenden Oberflächen Gelatine aufgetragen wird, und zwar vorzugsweise mit einem Kitt ge mischt, welcher einen Zelluloseester enthält. Darauf wird die Zwischenschicht oder der Überzug auf dem Glas durch Befeuchten mit einem Lösungs- bezw. Plastifizierungsmittel behandelt, welches Mittel beide Teile zum Aufquellen bringt.
Die zu verbindenden Oberflächen werden dann aufeinandergebracht, und die zusain- niengebauten Schichten in einem geschlos senen Gefäss vermittelst eines Druckfluidum.> gepresst.
Das im Druckgefäss verwendete Fluidum kann, ein indifferentes Fluidum sein, zum Beispiel ein Gas, wie Luft oder eine Flüssig keit, wie Quecksilber oder<B>01.</B>
Alternativ kann die Flüssigkeit ein Lö- sungs- bezw. ein Aufweichungsmittel für rlie Zwischenschicht oder die Überzüge sein, wie zum Beispiel Diäthylenglykol oder Äthy 1- azetat oder Diazetonalkohol oder Barkit (eine Mischung der Oxalsäureester des Methyl- zyklohetanols),
oder es kann eine Mischung von Lösungs- oder Plastifizierungsmitteln sein. Wenn die Zwischenschicht aus Azetyl- zellulose besteht, kann das Lösungs- oder Plastifizierungsmittel entsprechend gewählt \werden.
Durch die Verwendung einer Flüssigkeit, welche ein Lösungs- bezw. Aufweichungs- mittel für die Zwischenschicht oder Über züge ist, wird erreicht, dass die Aufwei- chungs- oder Quellwirkung der Flüssigkeit auf die Zwischenschicht oder Überzüge an den Kanten eine Abdichtung zwischen den Glasscheiben hervorbringt, welche das Ein dringen von Flüssigkeit zwischen die Schich ten verhindert.
Nach dem Einbringen des aus Schichten bestehenden Körpers in die Flüssigkeit wird zuerst Druck auf denselben ausgeübt und erst nachher die Temperatur auf den erfor derlichen Grad gesteigert, welcher bei dem angewandten Druck ein Verbinden verbirgt.
Der angewandte Druck kann zum Beispiel 200 bis 600 englische Pfund per Quadrat zoll betragen und die Temperatur kann zweckmässigerweise zwischen 60 bis 110 C liegen. Je niedriger die Temperatur ist, desto grösser muss der Druck sein, um ein völliges Verbinden zu bewirken. Es ist erwünscht, die Temperatur möglichst niedrig zu halten, vorzugsweise<B>80'</B> C oder weniger.
Ander seits ist es aus praktischen Gründen wünsch bar, nicht allzu hohen Druck anzuwenden, so dass ein ökonomisches Verhältnis zwischen Temperatur und Druck gesucht werden muss. Befriedigende Resultate sind bei einem Druck von<B>300</B> Pfund per Quadratzoll und einer Temperatur von 95 C während zwanzig Minuten erreicht worden, ebenso bei 350 Pfund per Quadratzoll und 80 C während zwanzig iuinuten, und auch bei 400 Pfund per Quadratzoll und<B>60'</B> C während dreissig ITinuten und mehr.
Im nachstehenden wird eine weitere bei spielsweise Beschreibung des Verfahrens ge geben: Nach dem üblichen Reinigen und Trock nen wird die zii verbindende Oberfläche jeder Glasscheibe auf einer Maschine mit einer sehr dünnen Gelatineschicht überzogen und Bernach getrocknet.
Die Oberfläche der ge trockneten Gelatine wird dann mit Email be spritzt, welches ebenfalls getrocknet wird. Die durchsichtige Zwischenschicht, zum Bei spiel aus Zelluloid, welche zwischen die be strichenen Glasscheiben gelegt werden soll wird dann bespritzt (das heisst befeuchtet), und zwar mit einer passenden Flüssigkeit, welche Lösungs- bezw. Plastifizierungsmittel enthält, vorzugsweise eine Mischung von Lö- sungs- beziehungsweise Plastifizierungsmit- teln mit hohem Siedepunkt,
wie Alkylphtal- säureester und Ätliylenglyl@olester. Die be strichenen Glasscheiben und die so behan delte, zur Verstärkung und Bindung des Glases dienende Zwischenschicht, werden dann zu einem aus Schichten bestehenden Körper zusammengebaut einem mechanischen Druck zum Hervorbringen einer vorläufigen Haftung ausgesetzt. Die so gebildeten Glas körper werden dann (vorzugsweise in grossf'r Anzahl) auf Gestelle oder Träger in einem dicht verschliessbaren Gefäss, zum Beispiel einem Autoklaven, gelegt.
Darauf wird in den Autoklaven eine Flüssigkeit eingeleitet, und zwar vorzugsweise eine Flüssigkeit, wel che eine lösende oder aufweichende Wirkun- auf die übereinandergelegten Schichten aus übt. Hernach wird die Flüssigkeit unter Druck gesetzt, zum Beispiel von 200 bis 600 Pfund per Quadratzoll. Alsdann wird die Flüssigkeit auf eine geeignete Temperatur gebracht, wie oben beschrieben wurde.
Dann werden die Glaskörper aus dem Autoklaven herausgenommen, und das aufge-veichte lIa- terial an den Kanten entfernt (zum Beispiel bis auf eine Tiefe von '/, oder -''" Zoll) und hierauf<I>als</I> Glas an den Kanten abgedichtet.
Das beschriebene Verfahren ist auch zur Herstellung von Glaskörpern anwendbar, bei denen die Glasscheiben gebogen sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von nicht splitterndem Glas, bei welchem mindestens zwei Glasscheiben mit mindestens einer Zwi schenschicht verbunden werden, dadurch ge kennzeichnet, dass die Glasscheiben an den zu verbindenden Oberflächen mit einem Haftmittel versehen und mit der Zwischen schicht zu einem Glaskörper zusammengebaut werden, welcher darauf in einem geschlos senen Gefäss vermittelst eines unter Drueik eingeführten Fluidums gepresst wird, wäh rend die Berührungsflächen aufgeweicht werden und dass sodann die Temperatur des CTlaskörpers gesteigert wird. U N TERAN SPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Glaskör per zunächst zusammengebaut und einem mechanischen Druck unterworfen wird, um eine vorläufige Haftung der Schich ten aneinander zu erzielen. ?. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Glas an den zu verbindenden Oberflächen mit Gelatine bestrichen wird, welche Zellu- loseester enthält und dass die Zwischen schicht und der Überzug auf dem Glas so behandelt werden, dass mindestens einer dieser Teile mit einem 1LZittel be feuchtet wird, welches beide Teile zum Aufquellen bringt, wenn die zu verbin- denden Oberflächen aufeinandergebracht werden. 3.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das ange wandte Druckfluidum ein indifferentes Fluidum ist. I. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das ange wandte Druckfluidum aus Luft besteht. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das ange wandte Druckfluidum ein flüssiges Lö sungsmittel für die Zwischenschicht und die Überzüge ist. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das ange wandte Druckfluidum ein flüssiges Auf weichungsmittel für die Zwischenschicht und die Überzüge ist. 7.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das ange wandte Druckfluidum aus einer Mi schung eines flüssigen Lösungsmittels und Aufweichungsmittels besteht. B. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass das Lösungsmittel einen hohen Siedepunkt aufweist. 9. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 5 und 8, dadurch ge kennzeichnet, dass das Lösungsmittel ein Phtalsäureester ist. 10. Verfahren nach Patentanspruch T und Unteransprüchen 5 und 8, dadurch ge kennzeichnet, dass das Lösungsmittel ein Glykol ist.PATENTANSPRUCH II: Nach dem Verfahren gemäss Patentan spruch I hergestellter Glaskörper.
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