Handfeuerlöscher. Der Bedarf an Handfeuerl(3schern, die leicht am 1bIotorfahrzeug unterzubringen sind, die den heftigen Erschütterungen des Mo torrades beziehungsweise Autos widerstehen können, und die wiederholt ohne Neufüllung verwendet werden können, hat zu verschie denen Konstruktionen geführt, denen aber vielfach Mängel anhaften.
Als Treibmittel verwendete man teils sogenannte Druck patronen. die erst. iin Momente der Betäti gung auf chemischem Wege den erforder- liehen Druck entwickeln. teils kommen Ap parate auf den Markt, die unter ständigem Druck stehen und durch ein Ventil betätigt werden.
Druckpatronen üblieher Bauart sind sehr empfindlich, da die mit Säure gefüllte. Glas tube bei heftigen Erschütterungen des 3Zo- torfahrzeuges brechen kann, wodurch der Apparat unbeabsichtigt in Tätigkeit versetzt wird.
Auch die zuverlässige Abdichtung der Shril.zdü bege < giicae Schwierigkeiten, Unter ständigem Überdruck stehende Ap parate verloren nach und nach den Druck, in erster Linie wegen der anfressenden Wir kung des Tetrachlorkohlenstoffes, der kein Ventil auf längere Geit standhalten konnte. Ein etwa zur Abhilfe dagegen verlötetes Ven til wurde nach der erstmaligen Betätigung unbrauchbar, da das Lötzinn die eingeschlif- fene Dichtungsfläche vollständig ruinierte. Die Nachfüllung solcher Apparate konnte nur beim Erzeuger erfolgen.
Diesen Übelständen wird durch die vor liegende Erfindung abgeholfen, gemäss wel cher der das unter Druck stehende Lösch- mittel aufnehmende Behälter allseitig gas dicht abgeschlossen ist und die Betätigung des Feuerlöschers durch ein Organ erfolgt, das die Behälterwandung durchstösst und so eine Öffnung zuiri Austritt des Löschmittels schafft.
Zum Offnen des Löschmittelbehälters kann vorteilhafterweise ein Schlagstift ver- wendet werden, der mit einem Absperrorgan zusammenwirkt, das den Austritt der Lösch- flüssigkeit des einmal betätigten Apparates nach Belieben zu unterbrechen gestattet.
Die Aufschlagarmatur ist zweckmässiger weisse leicht abnehmbar an dein -Feuerlöscher angebracht, so dass nach Abnahme derselben der entleerte Löschmittelbehälter entfernt und durch einen neuen gefüllten Behälter er setzt werden kann, welche Handhabung ohne weiteres vom Verbraucher an Ort und Stelle ausführbar ist, so dass also das Gerät nicht erst zum Erzeuger zurückwandern muss.
In der Zeichnung ist der Erfindungsge genstand in einer beispielsweisen Ausfüh rungsform im achsialen Längsschnitt darge stellt.
Der Feuerlöscher weist ein zum Beispiel metallisches Gehäuse a auf, das zur Auf nahme des mit dem Löschmittel gefüllten Gefässes b dient. Dieses besitzt eine Öffnung, die zweckmässigerweise das obere Ende des Steigrohres c aufnimmt und mit einem dün nen Metallplättchen d verlötet ist. An einer andern beliebigen Stelle des im übrigen voll ständig verlöteten Gefässes b ist eine Füll öffnung vorhanden, in welche ein einfaches Ii.ückschlagventil dl eingebaut ist, mittelst dessen der Apparat mit dem notwendigen Druckgas versehen wird.
Hierauf wird die kleine Öffnung, in die das Ventil eingesetzt ist. zweckmässigerweise mit einem kleinen Metallplättchen verlötet. Das Rückschlagventil, welches der zerstörenden Wirkung des Tetrachlorkohlenstoffes allzu lange Zeit. nicht widerstehen kann, bleibt nach dieser Verlötung der Fiillöffnung seinem Schicksal - der Zerstörung - -über lassen.
Am obern Ende des Apparates ist die Aufschlagvorrichtung angebracht. Diese kann ein einfacher Schlagstift sein, der beim Ein treiben das schwache Metallplättchen ober- halb des Steigrohres durchstösst, wodurch di% Löschflüssigkeit bei der Spritzdüse heraus spritzt.
Die Betätigung des Schlagstiftes kann im Bedarfsfalle auch selbsttätig erfol gen, indem der durch eine Feder belastete. Schlagstift durch eine Arretiervorrichtung aus Woodschem Metall,- aus Zelluloid oder anderem brennbaren oder schmelzbaren Ma terial so lange in Hochlage gehalten wird, bis die Arretiervorrichtung unter dem Ei..i- fluss der bei Bränden auftretenden höheren Temperatur oder Flammen abschmilzt oder abbrennt:, so dass der Schlagstift;
durch die Feder vorgetrieben und der Apparat dadurch betätigt wird. Derartig selbsttätig wirkende Apparate sind nicht-- abstellbar.
Die nicht selbsttätigen Apparate können auch mit Abstellvorrichtungen versehen sein, zum Beispiel mit einem Ventile. Die A!i- bringung eines gewöhnlichen Absperrventil, begegnet jedoch Schwierigkeiten, indem die Zerstörung des metallischen Absehlussplätt chens nur dadurch erfolgen kann, dass niau das im Ruhezustand des Feuerlöschers 0'('- öffnete Ventil durch Drehen der Spindel zu nächst sehliesst,
wodurch ein am Ventilkegel angebrachter Stift zwa.ngläufig herunterge schraubt wird. und das Metallplättchen durch stösst. Damit die Löschflüssigkeit aus der Düse austreten kann, muss das Ventil nun mehr wieder hochgedreht und so geöffnet werden.
Derart betätigte Apparate vaiircle;i im Ernstfalle Verwirrung verursachen, weil der Betätigende einen Versager verrniiteii würde, und arieh der damit Vertraute v@ürrle durch das notwendige Schliessen und Öffnen des Ventils lange Zeit brauchen, um den Apparat zur Wirkung zu bringen.
Die gezeichnete Aufschlag- lind Absperr vorrichtung ermöglicht die sofortige Betä tigung ebenso zuverlässig und unzweideutig wie die sofortige Absperrung. Diese zIrma- tur ist in einer zylindrischen Hülse e unter- 0.ebraeht. die mit ihrem untern Ende auf einen Gewindezapfen einer Muffe f aufge schraubt ist, die auf einem auf das obere Steigrohrende aufgezogenen Gewindering y sitzt.
Die Hülse e ist im mittleren Teile mit Innengewinde versehen, in dem eine Schraub spindel lt. geführt ist. die eine achsiale Bohrung aufweist, in der der Sehlagstit't i geführt ist, dessen Schlagknopf 1,@ übel das auf der Spindel l? sitzende Handrad<I>1.</I> heraus- tagt und durch eine Feder in hochgehalten wird. Die Abdichtung der Gewindespindel )a in der Hülse e wird durch eine Stopf büchse u besorgt.
Der Austritt der Lösch flüssigkeit erfolgt durch das Spritzrohr o.
Der Schlagstift weist eine nach oben und nuten konisch zulaufende Verdickung h auf. Der obere Konus derselben greift in die ent sprechende konische Ausnehmung des untern Schraubspindelendes ein und verhindert flas Entweichen von (*-as und Flüssigkeit durch die hohle Schrauhäphidel während der Dauer des Spritzen. Der untere Konus bildet das eigentliche _Xlisperrventil nud wirkt mit dem
Ventilsitz i zusammen, der in der Bohrung der Httl < @ e ausgea.rbeil.et ist. Durch Herunterschrauben der Schraub spindel wird der Schlagstift mit seinem un tern Konus an den Ventilsitz 1) a.ngepresst und so das Ventil geschlossen. Dasselbe kann durch einfaches Herunterdrtieken des Schlag tifi:
es erreicht werden, o da.ss der Strahl für kurze Dauer durch Niederhalten des Schlag stiftes, für längere Dauer durch Zuschrauber der Schraubspindel unterbrochen werden kann (Absperren des Apparates).
Da die Wahrscheinlielikeit sehr langen Ruhens des Apparates in Vergleich zur 1 >,euer der Betätigungszeit des Apparates an- zusehen ist, steht das Ventil nur sehr kurze Zeit (nämlich während cler Betätigung) unter 1irucli:, so dass es der auslaugenden Wir kung des Tetrachlorkohlenstoffes widerste- lien kann.
Die Nachfüllung der Apparate kann beirr. Verbraucher durch Austauschen des Lösch- InitteIgefässes 1i erfolgen. Das benützte Löschmittelgefäss kann an einer Sammelstelle .ehr rasch neu gefüllt und gebrauchsfertig gemacht;
werden. Zu diesem Zwecke wird das durchstossene Metallblättchen des Steig rohres abgetötet und an dieselbe Stelle ein neues Metallblättchen s.n@@elö tet. Dann wird ,las Metallblättchen der Füllöffnung mit dein alten R.üelzsehlagventil entfernt, das Gefäss reit dem Löschmittel neu gefüllt, .ein neues T@.üekschla;gventil eingesetzt und das Lösch- mittel unter den erforderlichen Überdruck gebracht.
Die Armatur kann durch eine in der Zeichnung strichliert angedeutete Aufsteck kappe s gegen Beschädigung geschützt wer den.