CH146264A - Verfahren zur Darstellung von 1-Phenyl-2-methylamino-1-propanol. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von 1-Phenyl-2-methylamino-1-propanol.

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CH146264A
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propanol
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Fabriken Knoll A-G Chemische
Wilfrid Dr Klavehn
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Knoll Ag
Wilfrid Dr Klavehn
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  Verfahren zur Darstellung von     1-Phenyl-2-methylamino-l-propanol.       Die bisher bekannten Verfahren zur Dar  stellung von     1-Phenyl-.2-methylamino-l-pro-          panol    durch katalytische Reduktion von     1-          Phenyl-1,2-propandion    in Gegenwart von       Methylamin    (vergleiche     Skita    und Keil, Zeit  schrift für angewandte Chemie, 1929, Seite  501, und     Manske    und     Johnson,    Journal of       the        Amer.        Chem.        Soe.,    51.

   580) benutzen  ausschliesslich Metalle der Platingruppe in  kolloidaler oder anderer feinverteilter Form  als Katalysatoren.  



  Es wurde nun überraschenderweise ge  funden, dass sich die Reduktion zum     Phenyl-          methylaminopropanol    mit;- sehr guter Aus  beute durch nicht katalytisch wirkende Re  duktionsmittel ausführen lässt. Gemäss vor  liegendem Verfahren wird zu dieser Reduk  tion vorzugsweise aaszierender Wasserstoff,  insbesondere solcher, der durch Einwirkung  aktivierten Aluminiums auf Wasser, oder  von Zink auf schweflige Säure entstanden  ist; verwendet.

      Gegenüber den bekannten Verfahren be  deutet diese     Reduktionsmethode    sowohl eine  wesentliche     Verbilligung,    als auch eine Ver  einfachung des Reduktionsverfahrens unter  Umgehung der     bekannterweise    für technische  Zwecke kostspieligen Katalysatoren, deren  praktisch sehr langwierige Regeneration  naturgemäss mit erheblichen Verlusten und  Kosten verbunden ist. Ausserdem erlaubt das       neue    Verfahren eine glatte Reduktion unter  völlig milden und normalen     Bedingungen,     was für diese Reaktion von ausschlaggeben  der Bedeutung ist.

      <I>Beispiel 1:</I>    15     gr        Phenylpropandion    werden in  25'0 ccm einer ätherischen     Methylaminlösung,     enthaltend 3,4     gr        Methylamin,    gelöst. Unter  Kühlung trägt man 32     gr    aktiviertes Alumi  nium ein. Im Verlaufe von 3 bis 5 Stunden  lässt man 30     gr    Wasser     eintropfen,    wobei der  Äther in gelindem Sieden bleibt.

   Nach Auf-      hören der Wasserstoffentwicklung wird von       demt    gebildeten     Aluminiumhydrozyd        abfil-          triert    und die farblose ätherische Lösung,  nach wiederholter Extraktion des Rückstan  des mit verdünnter Salzsäure ausgeschüttelt  oder die Base mit     gasförmiger    Salzsäure als  Chlorhydrat gefällt.  



  Durch Kristallisation aus Alkohol erhält  man das Chlorhydrat des     Phenylmethyl-          aminopropanols    (inaktives     Ephedrin)    vom       Smp.    135 bis 186   in sehr guter Ausbeute.       .Beispiel   <I>2:</I>  9,4     gr        Methylamin,    in 100 cm' Methyl  alkohol gelöst, werden mit einer Lösung von  9,6     gr    schwefliger Säure in 250 cm' Methyl  alkohol     vermischt    und unter     gutem    Umrühren  mit 30     gr    Zinkstaub versetzt.

   Das Gemisch  wird unter     Rückfluss        zum    Sieden erhitzt. Im  Verlaufe von 11/2 Stunden lässt man 29;6     gr          Phenylpropandion,    in 1.00 cm' Methylalkohol  gelöst,     eintropfen.    Gleichzeitig werden 16     gr     schweflige Säure in 300     cms    Wasser und  noch weitere<B>30</B>     gr    Zinkstaub in kleinen An  teilen zugegeben.  



  Nach beendeter Reduktion wird die hell  gelb gefärbte Lösung von dem Bodensatz ge  trennt, salzsauer gemacht und der Methyl  alkohol unter vermindertem Druck     abdestil-          liert.    Es     hinterbleibt    eine wässerige Lösung,  welche zur Entfernung von nichtbasischen  Anteilen     ausgeäthert    wird. Auf Zusatz von  Alkali fällt die freie Base aus.    Das erhaltene     dl-Ephedrin    destilliert un  ter 1,8 mm bei 1,43 bis 146   und erstarrt in  der Vorlage zu einer festen, weissen Masse.  Der Schmelzpunkt des Hydrochlorids liegt  bei     1$15    bis     1,8,6     .  



  Das Endprodukt des Verfahrens soll  selbst als Heilmittel oder als Zwischenpro  dukt     zur    Herstellung von     Arzneimitteln     Verwendung     finden.  

Claims (1)

  1. PATEN TANSPRUCII Verfahren zur Darstellung von 1-Phenyl- 2-N-methylamino-1-propanol aus 1-Phenyl- 1,2-propandion und Methylamin, dadurch ge kennzeichnet, dass man diese mit nicht kata lytisch wirkenden Reduktionsmitteln behan delt. _ UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man naszierenden Wasserstoff, der mittelst aktivierten Alu miniums erzugt wurde, verwendet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Reduktions mittel Zink in Gegenwart von schwefliger Säure verwendet.
CH146264D 1929-07-30 1929-09-16 Verfahren zur Darstellung von 1-Phenyl-2-methylamino-1-propanol. CH146264A (de)

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