CH147311A - Durch einen Über- oder Unterdruck wirkende Bremse mit einem Hilfskolben, der unter dem in der Bremsleitung herrschenden Druck steht. - Google Patents

Durch einen Über- oder Unterdruck wirkende Bremse mit einem Hilfskolben, der unter dem in der Bremsleitung herrschenden Druck steht.

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CH147311A
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Aktiengesellschaft Rober Bosch
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Bosch Robert Ag
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  Durch einen Über- oder Unterdruck     wirkende    Bremse mit einem Hilfskolben, der unter  dem in der Bremsleitung herrschenden Druck steht.    Die Erfindung betrifft durch Über- oder  Unterdruck wirkende Bremsen, bei denen ein  Hilfskolben auf einen mit dem. Bremsbedie  nungshebel verbundenen Zwischenhebel der  art einwirkt, dass er das mit dem gleichen  Hebel verbundene Steuerventil unter dem in  der Leitung zum Bremszylinder herrschen  den Druck in die Schliessstellung zurückzu  führen strebt. Bei einer bekannten Bremse  dieser Art ist zwischen den Bremshebel und  den     Zwischenhebel    eine Feder eingeschaltet.  die dem Zwischenhebel erlaubt, sich unter  dein Druck in der Bremsleitung zurückzu  stellen, ohne den Bremshebel zwangsläufig  zurückzuführen.  



  Bei dieser bekannten Anordnung geht der  vom Fahrer ausgeübte Zug oder Druck vom  Bremshebel über die Feder auf den Zwi  schenhebel, der das Steuerventil einstellt.  Die Steuerung ist also vollständig von der  Federverbindung zwischen dem Brems- und  dem Zwischenhebel abhängig; infolgedessen    öffnet sich das Steuerventil trotz     verhältiii--          mässig    grossen Hubes des     Breinsliebels    zu  nächst nur zögernd und der     Bremsdruch          wirkt    nicht gleichmässig ansteigend auf den  Bremshebel zurück;

   der Hub des Brems  hebels und der Weg des Steuerventil sind  nicht in dem Mass voneinander abhängig, dass  dem gleichen Weg des Steuerventils     imnic#i,     der gleiche Hub des Bremshebels     entsprechen     würde.  



  Die Erfindung vermeidet diese Nachteile  dadurch, dass der     Bremsbedienungsheb,l     durch starre Glieder mit dem     genannten     Zwischenhebel verbunden ist, und dass die  sem Zwischenhebel ein nachgiebiges     CTliod     (zum Beispiel eine Feder) nachgeschaltet ist,  welches den Zwischenhebel in     Löserichtung     zu verschieben sucht.  



  Einige Ausführungsbeispiele der Einrich  tung gemäss der Erfindung sind in der Zeich  nung schematisch dargestellt.           Fig.    1 bis 4 zeigen eine     Druckluftbremse     in verschiedenen Bremsstellungen,       Fig.    5 und 6 eine     Saugluftbremse,          Fig.    7 eine     Druckluftbremse.     



  In     Fig.    1 ist der Bremshebel a mit einer  Zugstange b an einem Schwinghebel c als  Zwischenhebel aasgelenkt. Das Auge d des  Schwinghebels umfasst mit Spiel den fest  stehenden Zapfen e. An das Auge d ist die  Stange f und an diese der Hebel g     angelenla,     der das Steuerventil     la    bedient. Das Steuer  ventil sitzt in der     Druckluftleitung   <I>i, i'.</I> Von  dem Leitungsteil<I>i'</I> zweigt eine Leitung     1c        züi     einem Hilfszylinder l ab. Die Stange des  Kolbens in im Hilfszylinder 1 greift an dein  Ende     in'    des     Schwinghebels    c an.

   Zwischen  den     Angriffspunkten   <I>b'</I> und<I>m'</I> der Stange b  und der Kolbenstange m" an dem Hebel     r.     ist an den Hebel c im Punkt<I>n'</I> ein Hebel     n.     aasgelenkt, der mit seinem andern Ende an  dem Zapfen e', der mit dem Zapfen e iden  tisch sein kann, gelagert ist. Eine Feder o  sucht diesen Hebel und überhaupt das ganze  System nach rechts zu ziehen; ihre     Vorspan-          nung    ist grösser als der Bewegungswider  stand der Steuerung.  



  Die Vorrichtung     wirkt    wie folgt:  Geht man von einer     Mittelstellung    aus       (Fig.    1), bei der der Zapfen e in der Mitte  des Auges d sitzt und lässt den Führer auf  den Bremshebel a treten, so bewegt sich der  Punkt b' nach links. Der Kolben m wird  dabei in den Zylinder l hineingeschoben, so  dass sich der auf den Kolben wirkende Luft  druck erhöht, und die Feder o wird dabei um  einen der     Aufrechterhaltung    des Gleich  gewichtes am Hebel     r.    entsprechenden Betrag  gespannt.

   Diese     Verhältnisse    bestehen so  lange, bis sich das Auge d an die rechte Seite  des Zapfens e angelegt hat     (Fig.    2) und  durch die Stange f und den Hebel     g    die       Druckluftseite    des Ventils     la    geöffnet wurde.  Die Druckluft strömt dann durch die Haupt  leitung i' zu den Bremszylindern und durch  die Nebenleitung     7e    in den Hilfszylinder<I>1,</I>  wo sie den Kolben m nach links schiebt. Der  Hebel c kann als -Wagebalken betrachtet wer  den, an dem in b' die Muskelkraft, in m' die         IIilfskolbenkraft    und in     n'    die Federkraft  angreifen.

   Der Wagebalken sucht unter der  wachsenden Kolbenkraft eine neue Gleich  gewichtslage einzunehmen. Da jedoch der  Fahrer den Bremshebel nicht zurückgehen  lässt, so muss der Punkt     7a'        mitwandern,    wo  bei die Feder o weiter gespannt wird, bi  wiederum ein Gleichgewichtszustand zwi  schen der. Muskelkraft des Fahrers, der Fe  derkraft und der     Hilfskolbenkraft    erreicht  ist. Dabei dreht sich der Hebel c um den  Punkt b' im     Uhrzeigersinn    und stellt sich  wieder so ein, dass der Zapfen e Mittelpunkt  des Auges d wird und die Absperrvorrich  tung für die Druckluft sich schliesst     (Fig.    3).

    Die Bremse bleibt also angezogen und der  Fahrer kann durch die vereinte Rückwir  kung des Kolbens     7n    und der Feder o ge  fühlsmässig auf die Grösse der Bremskraft  schliessen. Wird der Bremshebel     a    weiter  niedergetreten, so wiederholt sich der Vor  gang und der Bremsdruck macht sich am  Bremshebel in gleichmässig sich steigerndem  Masse bemerkbar.  



  Beim Loslassen des Bremshebels     (Fig.    4)  zieht die Feder o den Schwinghebel c um  den Angriffspunkt     7n'    des noch unter Druck  stehenden Kolbens in so weit nach rechts,  dass die linke Seite des Auges d am Zapfen  anliegt und mit Hilfe der Stange f und des  Hebels d die     Überdruckseite    des Ventils     1z     geschlossen und der Weg für die Aussenluft  geöffnet wird. Die     Diuekluft    kann dann aus  der Bremsleitung und also auch aus dem<B>Zy-</B>  linder     entweichen,    so dass auch die übrigen  Steuerglieder in ihre Anfangsstellung zu  rückgehen.  



  In     Fig.    5 ist die     Leitung        i.    an die     Sau-;-          leitung    p einer     Brennkraftmaschine    ange  schlossen. Der Kolben m wird durch den  beim Öffnen der linken Absperrvorrichtung  des Ventils     lz,    in der Bremsleitung und im  Zylinder I hervorgerufenen Unterdruck nach  links gezogen. Die Feder o greift bei dieser  Ausführung unmittelbar im Punkt n' des  Hebels c an. An der Wirkungsweise der  Vorrichtung     ändert    sich dadurch nichts; es      muss lediglich die Feder entsprechend bemes  sen werden.  



  In     Fig.    6 ist an den Punkt     n'    des Hebels  c die Kolbenstange     q    eines Kolbens r     ange-          lenkt,    der in     einem    Zylinder s läuft. Im lin  ken Zylinderraum ist Luft,, die durch die  linksgerichteten in<I>b'</I> und     m'    angreifenden  Kräfte zusammengedrückt wird und ein Mass  für die Bremsstärke gibt.  



  Wenn ein mit Luft gefüllter Zylinder  an Stelle einer Feder verwendet wird, kann  unter Umständen die Rückwirkung zu     wenig     ansteigen, um am Bremshebel genügend fühl  bar zu werden. In diesem Falle ist es zweck  mässig, diesen Zylinder an die     Bremsleitun     derart anzuschliessen, dass der     in    der Brems  leitung herrschende Druck in dem gewünsch  ten Sinne auf den Kolben dieses Zylinders  wirkt.  



  In     Fig.    7 ist ein Zylinder s' mit einer  Leitung     7c'    an eine Leitung     i    angeschlossen.  In dem Zylinder s' läuft ein Kolben r', der  durch eine Stange q' an den Hebel n     ange-          lenkt    ist. In der Ruhelage hat die     Rückhol-          feder   <I>a'</I> den Bremshebel<I>a</I> und das übrige  Gestänge in die gezeichnete Stellung ge  bracht. Das Auge d liegt an der linken Seite  des Zapfens e an, das     Aussenluftventil    ist  geöffnet, der Kolben r' steht an dem offenen  Ende des Zylinders s' und der Kolben m ist  durch eine schwache Feder t an den Boden  des Zylinders l gedrückt.  



  Wenn der Fahrer auf den Hebel a tritt,  so dreht sich der Hebel c um m'; über die  Stange f und den Hebel g wird zuerst das  Aussenluftventil geschlossen und     dann    das  Druckluftventil geöffnet. Die Druckluft  strömt in den Zylinder 1, wo sie auf den Kol  ben m drückt und in den Zylinder s', wo sie  den Kolben r' nach rechts zu schieben sucht.  Der Kolben     m    schiebt infolgedessen den He  bel c nach links und der Kolben r' gibt die  mit dem Bremsdruck wachsende Rückwir  kung. Im übrigen wirkt diese Steuerung  ebenso wie die unter den     Fig.    1 bis 4 be  schriebene.    Bei allen Beispielen kann der Wage  balken     b'-n'-irä    auch einarmig ausgebildet  sein, beispielsweise indem man die Angriffs  punkte der Feder o und des Kolbens m ver  tauscht.

   Selbstverständlich können an Stelle  der Zugfedern o auch Druckfedern vorge  sehen sein, ohne dass dies über den     LTmfang     der Erfindung hinausgeht. Auch können die  Zylinder l und s drehbar aufgehängt sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Durch einen Über- oder Unterdruck wir kende Bremse, bei der ein Hilfskolben auf einen mit dem Bremsbedienungshebel ver bundenen Zwischenhebel derart einwirkt, dass er das mit dem gleichen Hebel verbundene Steuerventil (h) unter dem in der Leitung zum Bremszylinder herrschenden Druck in die Schliessstellung zurückzuführen strebt, dadurch gekennzeichnet, da.ss der Bedienungs hebel (a) durch starre Glieder (b) mit dem genannten Zwischenhebel (c) verbunden ist, und dass dem Zwischenhebel ein elastisches Glied nachgeschaltet ist, welches den Zwi schenhebel in Löserichtung zu verschieben sucht. LTNTERANSPRüCFIE 1.
    Bremse nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das dem Zwischenhebel (c) nachgeschaltete elastische Glied eine Feder (o) ist, deren Vorspannung grösser ist als der Reibungswiderstand der Steue rung<I>(f, g, h).</I> z. Bremse nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Glied ein in einem zweiten Hilfszylinder (s) eingeschlossenes Luft polster ist. 3. Bremse nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Hilfszylinder (s') an die zum Bremszylinder führende Bremsluftleitun" (i') angeschlossen ist.
CH147311D 1929-06-27 1930-06-14 Durch einen Über- oder Unterdruck wirkende Bremse mit einem Hilfskolben, der unter dem in der Bremsleitung herrschenden Druck steht. CH147311A (de)

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CH147311D CH147311A (de) 1929-06-27 1930-06-14 Durch einen Über- oder Unterdruck wirkende Bremse mit einem Hilfskolben, der unter dem in der Bremsleitung herrschenden Druck steht.

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