CH147582A - Mehrmotorenantrieb. - Google Patents

Mehrmotorenantrieb.

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CH147582A
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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  • Motor And Converter Starters (AREA)
  • Control Of Multiple Motors (AREA)

Description


  Mehr     motorenantrreb.       In verschiedenen Zweigen der Technik,  zum Beispiel zur Herstellung oder Bearbei  tung von Geweben oder Stoffbahnen in der  Papier- und     Textilindustrie    usw. werden Ar  beitsmaschinen verwendet, die eine Reihe von  Arbeitsgruppen besitzen. Bedingt .durch das  zu verarbeitende Gut müssen die einzelnen  Arbeitsgruppen mit     übereinstimmender    Ge  schwindigkeit angetrieben werden, meistens  ist es auch erforderlich, zum Beispiel ent  sprechend der Beschaffenheit der die Ma  schine durchlaufenden Stoffbahnen, die Ge  schwindigkeit der ganzen Maschine in wei  ten Grenzen zu regeln.

   Bis in neuere Zeit war  es üblich, zum gemeinsamen Antrieb aller zu  sammengehörigen Arbeitsgruppen eine ein  zige Antriebsmaschine zu verwenden, von  der aus unter     Zwischenschaltung    von Rie  mentrieben oder sonstigen Übertragungs  organen die einzelnen Antriebswellen der  Arbeitsgruppen angetrieben     wurden.    Um  gleichmässigeren Lauf der Maschine zu er  zielen und die in den     weitverzweigten    me-         chanischen    Übertragungsgliedern liegenden  Störungsmöglichkeiten zu vermeiden, besteht  schon seit Jahrzehnten das Bestreben, die  einzelnen Arbeitsgruppen durch je einen be  sonderen Motor anzutreiben.

   Diese soge  nannten     Mehrmotorenantriebe    haben in den  letzten Jahren in grösserem     Umfange    in die  Praxis Eingang gefunden, zum Beispiel beim  Antrieb von Papiermaschinen.     Vorteilhaft     werden diese Antriebe     elektromotorisch     durchgeführt, wobei, um den erforderlichen  grossen     Regelbereieh    in verlustloser und  genügend feinstufiger Regelung zu be  herrschen, sämtliche zusammengehörigen       Teilantriebsmotoren    von einem gemeinsamen  Regelaggregat in der bekannten     Leonard-          oder    Zu- und     Gegenschaltung    gespeist wer  den.

   Ein gemeinsames Anfahren sämtlicher       Teilantriebsmotoren    durch Erhöhung der  Spannung des Kraftnetzes kommt für den       praktischen    Betrieb nicht in Frage, da die  Betriebsverhältnisse erfordern, dass bei jeder  den     verschiedenen    Arbeitsgeschwindigkeiten      entsprechenden Ankerspannung die Teil  antriebsmotoren unabhängig voneinander und  in beliebiger Reihenfolge einzeln stillgesetzt       und:        wieder    angelassen werden können.

   Da  her wurde bisher jeder der     Teilantriebsmoto-          ren    mit einem besonderen Anlasser, mei  stens     Schaltwalzenanlasser    mit     Anlasswider-          stand,    ausgerüstet. Die Anzahl der erforder  lichen     Teilantriebs-motoren    ist je nach     Art     und Grösse der Arbeitsmaschine sehr ver  schieden. Es sind bereits wiederholt Papier  maschinen mit 15     Teilantrieben    ausgerüstet  worden.

   Es ist möglich, dass die     Anzahl,der     Teilantriebe noch grösser sein kann; dem  entsprechend hoch ist auch .die Anzahl .der  hierzu erforderlichen     Anlassapparate.    Diese  beanspruchen zu ihrer     Aufstellung    verhält  nismässig viel Raum, können unter Umstän  den die     Zugängigkeit    zu den einzelnen Teilen  der Arbeitsmaschine erschweren und bringen       auch        sonstige    Nachteile, die hier im einzelnen  nicht aufgeführt werden sollen.  



  Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass der       Ausnutzungsfaktor    all dieser einzelnen An  lassvorrichtungen sehr gering ist, denn nor  malerweise laufen sämtliche Teilantriebe zum  Beispiel einer Papiermaschine     gleichzeitig     und mit gleicher Geschwindigkeit in un  unterbrochenem Tag- und     Nachtbetrieb    die  ganze Woche hindurch. Nur in dem Falle,  dass das     Stillsetzen    einer einzelnen Gruppe  infolge irgendwelcher Störungen erforderlich  sein sollte, wird ein einzelner Teilantrieb  kurzzeitig stillgesetzt, während die andern  Teilantriebe mit ihrer jeweiligen Geschwin  digkeit weiterarbeiten.

   Das     Wiederanlassen     des stillgesetzten Teilantriebes     muss    dann bei  jeder beliebigen Ankerspannung möglich sein.  Dieses bietet in     bezug    auf die Bemessung des       Anlasswiderstandes    gewisse Schwierigkeiten.  Ausserdem erfolgt .das Anlassen meist durch  elektrotechnisch ungeschulte Leute. Das An  lassen     wird    .daher nicht immer mit genügen  der Sorgfalt erfolgen, .denn je nach der Höhe  der jeweiligen Ankerspannung und der Träg  heit der anzutreibenden Massen erfordert der  Anlauf stets eine entsprechend verschiedene  Zeitdauer.

   Erfolgt das     Kurzschliessen    des         Anlasswiderstandes    zu schnell, so besteht .die  Gefahr einer Überlastung des betreffenden  Motors infolge zu hoher Anlaufstromstärke  und des     Durchbrennens    der Sicherungen.  Vielfach werden, um verwickelte elektrische  Fernsteuerung zu vermeiden, die     Anlassappa-          rate    auf der Antriebsseite der Papier  maschine aufgestellt. Dabei ist es erforder  lich, dass sich zum     Wiederanfahren    einer vor  übergehend stillgesetzten     Gruppe    ein Mann  der Bedienung auf die Antriebsseite begibt.

    Meist ist es mit Rücksicht auf ungehinderte  Bedienung der Maschine nicht zulässig, dass  die     Anlassapparate    auf der Führerseite an  geordnet werden, und .es wird die Erschwe  rung der Bedienung, wie sie in der Anord  nung der     Anlassapparate    auf     .der        Antriebs-          seite    liegt, in Kauf genommen. Aus diesen  Gründen müssen die     Anlassvorrichtungen     nach Möglichkeit so eingerichtet sein,     da.ss    sie  selbsttätig allen gestellten     Bedingungen    ent  sprechen. Da man also jeden Motor beson  fers anlassen muss, werden derartige Anlagen  sehr kostspielig.  



  Die Erfindung vermeidet diese Nachteile  und     vereinfacht    dabei die gesamte elektrische  Ausrüstung und ihre Bedienung wesentlich  dadurch, dass für mehrere Motoren ein An  lassgerät vorgesehen ist, an welches jeder Mo  tor wahlweise angeschlossen werden kann.  Dabei erfolgt die Überschaltung von der An  lassstellung auf das Speisenetz     vorteilhaft     selbsttätig und     zwangläufig,    und die Ein  richtung kann so ausgebildet werden,     .dass    die  Einschaltung der andern Teilmotoren beim  Anlassen eines Teilmotors solange gesperrt  bleibt, bis die     Anlassvorrichtung    nach be  endetem Anlassen wieder frei ist.  



  Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung  ist in der Zeichnung dargestellt. Es be  deuten:    I     '.f        eilmotox    en,       II        Feldwieklungnen    der Motoren,       III        Feldschwächungswiderstände,     IV selbsttätige     Anlassvorrichtung,     V     Anlass-Druckknopfschalter,          VI        Ausschalt-Druckknopfschalter,              VII    Hilfsrelais,       VIII        Steuerstromrelais,     IX     Anlassschütze,     X Hauptschütz, .

         PI-Ar,    Kraftnetz (Ankerstrom der Teil  motoren),       P2-N2    Erregernetz (Feldstrom der Teil  motoren).  



  Die     Teilantriebsmotaren    I werden in be  kannter Weise von dem gemeinsamen Kraft  netz     Pi-N,    durch Zu- und Gegenschaltung  oder     Leonardschaltung    mit regelbarer Anker  spannung gespeist. Die Feldwicklungen     II     werden von dem Erregernetz     Pz--NZ    mit  konstanter Spannung     gesepist.    Durch Ände  rung .der Spannung des Kraftnetzes     P,-1'1     lässt sich die Geschwindigkeit der Motoren I  praktisch verlustlos und in weiten Grenzen  regeln.  



  Bei vorliegendem Beispiel wird eine für       Papiermaschinen    besonders vorteilhafte,  selbsttätige     Anlassvorriehtung        (Anlasssehüt-          zensteuerung)    die von der Führerseite der  Papiermaschine aus durch Druckknöpfe V  und     VI    steuerbar ist, verwendet. Dabei ist  es an sich belanglos, ob diese selbsttätige An  lassvorrichtung, wie dargestellt, in Abhängig  keit von der Anlaufstromstärke oder durch  eine zeitabhängige Meisterwalze, Nockenwelle  usw. gesteuert wird.

   Die dargestellte bekannte  Ausführung der     Anlassvorrichtung    zum  selbsttätigen Kurzschliessen der einzelnen  Widerstandsstufen in Abhängigkeit von dem  \'erlauf der     Anfahrstromstärke    ist jedoch  für vorliegenden Zweck insofern besonders       vorteilhaft,    weil die in der Zeichnung dar  gestellte     Anlassvorrichtung    bei ganz verschie  dener Ankerspannung     verwendbar    sein muss.  Dementsprechend werden, um unzulässig  hohe     Anfahrströme    zu vermeiden, sehr ver  schiedene Anlaufzeiten gebraucht. .  



  Die     Anlassvorrichtung    IV besitzt eine den  den Widerstandsstufen entsprechende Anzahl  von Schaltschützen deren Magnetspulen       9-N2    durch Stromwächter in     zwangläufiger     Reihenfolge gesteuert werden. Die Strom  wächter haben eine vom Ankerstrom durch-         flossene        Hauptstromwicklung    und eine vom  gemeinsamen Erregernetz     PZ-NZ    gespeiste       Nebenschlusswicklung        5-N2.     



  Soll     nun    einer der Motoren angelassen       werden,    so wird der zugehörige Druckknopf  V gedrückt, so dass folgender Stromkreis für  das Relais     VII    geschlossen ist: .Von der  Netzleitung     P2    über die Leitung 20, die ge  schlossenen Kontakte 1, 2 der Relais     VIII,     die geschlossenen Kontakte 2, 3 des Druck  knopfes V, die Spule     3-4    des Relais     VII,     die Kontakte     4a,        4h    des Ausschaltdruck  knopfes     VI,    die Kontakte     4n,        N2    des (letzten)

         Schützens    37 (Widerstandsstufe     R'.4-R;)     zur Netzleitung     N2.    Das Hilfsrelais     VII     zieht an und schliesst drei Stromkreise. Der  erste Stromkreis     (Selbsthaltestromkreis)    hat  folgenden Verlauf: Von der Netzleitung     P_     über die Leitungen 20, 21, den obersten Kon  takt     P2    und den Kontakt 3, sowie die Spule  3, 4 des Hilfsrelais     VII    und, wie vorher be  schrieben, zurück zur Netzleitung     N2.    Das  Relais     VII    hält sich also auch nach Loslassen  des Druckknopfes V selbst.  



  Durch den untersten     Kontakt    des Relais       VII    wird für die     Nebenschlussspulen    der       Stromwächter    31, 32, 33 folgender Strom  kreis geschlossen: Von der Netzleitung     P2,     die Leitungen 20, 21, den untern Kontakt  des Relais     VII,    die Leitung 22, die Neben  schlussspulen 5-N2. Ferner     z\veigt    von dem  untern.

   Kontakt des Relais     VII    die Leitung  23 ab, die über die     Sperrkontakte    3, 7 5 der       Anlasssehütze    IX die     Nebenschlussspule    des       Stromwächters    30 auf dem     geschilderten     Wege an     Spannung    legt. Sämtliche Strom  wächter ziehen also an, so     da.ss    die Strom  kreise für die Spulen     9-N2    sämtlicher       Widerstandsschütze        (34-37)        unterbrochen     sind.  



  Durch den mittleren Kontakt des Relais       VII    wird die Spule 6-4 des Steuerstrom  relais     VIII    auf folgendem Wege an Span  nung gelegt: Von der Netzleitung PI, auf     dein     bisher beschriebenen Wege zur Spule 6--4  und von da über den Haltedruckknopf VE,  wie bereits beschrieben, zur Netzleitung     N-,.         Das     Steuerstromrelais        VIII    schliesst nun  für die Spule des     Anlassschützes    IX folgen  den Stromkreis:

   Von der     Netzleitung        P"    zu  dem mit der     Netzleitung    verbundenen Kon  takt     P"    des Relais     VIII,    den Kontakt 10  desselben Relais, die Spule 10-11 des  Schützes IX, die Kontakte 11,     Nss    des Aus  schaltdruckknopfes     VI,    die Leitung 24 zur  Netzleitung     N2.    Das Schütz IX zieht an und  verbindet die Klemme A des Motors mit .dem  Punkte     R"    des     Anlasswiderstandes,    so dass  nunmehr, wie     aus    der Zeichnung unmittelbar       hervorgeht,

      der Anker des anzulassenden  Motors unter     Vorächaltung    des gesamten       Anlasswiderstandes        (R,-R;,)    zwischen die  Netzklemmen des Netzes<I>P,, N,</I> geschaltet  ist.  



  Durch die Kontakte<I>M</I>,<I>J</I> des     Anlass-          schützes    IX wird der     Feldschutzwiderstand          III,    welcher bei abgeschaltetem Motor dem  Felde zwecks Verminderung der Erwärmung  vorgeschaltet ist, kurzgeschlossen. Durch  Öffnung der Ruhekontakte 3,     1-5    des     Anlass-          schützes    IX     wird    der Stromkreis der Neben  schlussspule für den Stromwächter 3,0 unter  brochen, so dass dieser gedämpft abfällt.

    Durch diese Dämpfung     wird    verhindert, dass  der Stromwächter .30 das Schütz 34 an  steuert, bevor der Anlaufstrom des Motor  ankers den erforderlichen hohen Wert zum  Festhalten des Stromwächters 30 erreicht  hat.  



  Durch das Anziehen des Relais     VIII     wurden gleichzeitig dessen Kontakte 3, 7       überbrückt,    so dass nunmehr folgender Strom  kreis für die Spulen der Schütze 34-37 vor  bereitet ist: Von der Netzleitung     P=,    die Lei  tungen 20, 21, die Kontakte     P13,    3 des Relais       VII,    die Kontakte 3, - 7 des Relais     VIII,    die  Leitung 25, die Ruhekontakte J, 8 der Ein  schaltdruckknöpfe V zu den Kontakten 8 der  Stromwächter 30-33.

   Da die Stromwächter  noch angezogen sind, kann der Strom noch  nicht durch die     Schützspulen    (vom Kontakt  9 zu den Klemmen     Nf!)    und der     Netzleitung          N=    fliessen.  



  Die     Nebenschlusswicklung    des Strom  wächters 30 ist zwar abgeschaltet, der Strom-    Wächter wird aber durch die Hauptstrom  spule, die den hohen Anlaufstrom des Motors  führt, gehalten. Erst wenn dieser Anlauf  strom auf einen bestimmten Wert abgeklun  gen ist, fällt der Stromwächter 30 ab und  überbrückt seine Kontakte 8, 9. Nunmehr  ist der Stromkreis für die Spule des Schützes  34 auf dem beschriebenen Wege geschlossen,  so dass dieses Schütz anzieht, den Wider  stand     R,-R.    kurzschliesst und gleichzeitig  seine Ruhekontakte 3, 5 öffnet und damit  die     Nebenschlussspule    des nächsten Strom  wächters (31) vom Netz abschaltet.

   Durch  den Kurzschluss des ersten Teils des Wider  standes     wird    der Ankerstrom des Motors wie  der erhöht, so dass der Stromwächter 31 trog  der abgeschalteten     Nebenschlusswickluüg    an  gezogen bleibt, da die     Hauptschlusswicklung     einen genügend hohen Strom führt. Nachdem  der zweite     Anlassstromstoss    auf einen be  stimmten Wert abgeklungen ist, fällt auch  dieser Stromwächter ab und steuert dadurch  das Schütz 35 an, welches die zweite Wider  standsstufe     (R.        R.,;)    kurzschliesst und gleich  zeitig die     Nebenschlusswicklung    des nächsten  Stromwächters abschaltet.

   Auf diese Weise  werden nacheinander auch die Schütze 36  und 37 von ihren Stromwächtern 32     bezw.    33       gesteuert.     



  Durch das Anziehen des     Schützes    37  liegt der Anker unmittelbar an der Netz  spannung, so     class    der -Motor     angelassen    ist;  er kann nunmehr von dem     Anlassgerät    ab  geschaltet und unmittelbar ans Netz an  geschaltet werden. Dies geschieht dadurch,  dass das Schütz 37 beim Anziehen seine  Ruhekontakte 4, N., öffnet, so     da.ss    nunmehr  der Haltestromkreis für das Relais     VII    un  terbrochen ist. Das Relais     VII    fällt ver  zögert ab und unterbricht dadurch den  Stromkreis für das Relais     VIII    und dieses  wieder den Stromkreis für das Schütz IX.

    Bevor das Schütz IX abfallen kann, hat das  Schütz 37 bereits seine Arbeitskontakte 3,  12 überbrückt, so dass nunmehr folgender  Stromkreis für das Hauptschütz X geschlos  sen ist: Von der Netzleitung     P--    über die Lei  tungen 20, 21, die Kontakte des Relais     VII,         die Leitung 22,     die    Kontakte 3, 12 des  Schützes 37, die     Leitung    26, die Kontakte  12, 1,3 des     Anlassschützes    IX, die Spule des  Hauptschützes X, die Kontakte     1;

  1,'N..    der  Ausschaltdruckknöpfe     VI,    die Leitung 24  zur Netzleitung     Nz.    Das Schütz X zieht also  an und legt den Motoranker I direkt an das  Netz     P1,        N1.    Durch den Kontakt      < I    des  Hauptschützes X bleibt auch der Feldschutz  widerstand     III    kurzgeschlossen.     Über    die       Selbsthaltekontakte    PI!, 13 wird der Strom  kreis des     Schützes    X auch nach Abfallen  sämtlicher Relais und des     Anlassschützes    IX  auf folgendem Wege geschlossen gehalten:

    Von der Netzleitung     P,    über den mit der  Netzleitung verbundenen Kontakt     P2,    sowie  den Kontakt 13 und die Spule des     Schützes     X     auf    dem bisher     beschriebenen    Wege zur  Netzleitung     N2.     



  Ein Motor ist nunmehr angelassen, und  das     Anlassgerät    IV ist zum Anlassen irgend  eines der andern     Teiläntriebsmotoren    frei  gegeben. Zum Ausschalten der Motoren  braucht man lediglich den zugehörigen Aus  schaltdruckknopf     VI    zu drücken, so dass, wie  aus der Zeichnung unmittelbar zu ersehen  ist, der     Selbsthaltestromkreis    der Spule des  betreffenden Schützes X unterbrochen ist  und dieses Schütz abfällt und damit den  Motor vom Netz trennt.  



  Als     besondere    Sicherheitsmassnahmen  gegen Bedienungsfehler sind an den Relais       VIII    die Kontakte 1, 2 vorgesehen, welche  beim Ansprechen eines der Relais     VIII    ge  öffnet werden und die Stromzuführung zu  den Einschaltdruckknöpfen V unterbrechen,  so dass man auch durch versehentliches  Drücken eines dieser Druckknöpfe nicht das  Relais     VII    einschalten kann.  



  Bei Bedienung des dem anlaufenden Teil  antrieb zugeordneten Ausschaltdruckknopfes  während des     Anlassens    werden sowohl der  Antriebsmotor, als auch die     Anlassvorrich-          tung    abgeschaltet. Das     Wiederanlassen    des  Motors wird dabei durch     Bedienung    eines  der an den übrigen Teilantrieben     befind-.     liehen Ausschaltdruckknöpfen nicht     gestört.       Die gesamten Relais und Schütze wer  den zweckmässig mit der selbsttätigen An  lassvorrichtung auf einer gemeinsamen       Schalttafel    oder in einem gemeinsamen  Schaltschrank zusammengebaut, so dass der  eigentliche Betriebsraum frei von allen  Apparaten ist.  



       Selbstverständlich    braucht die selbst  tätige     Anlassvorrichtung        nicht    für sämtliche  Teilantriebe benutzt zu werden, sondern es  kann unter Umständen auch zweckmässig  sein, zwei oder drei derartige     Anlassvorrich-          tungen    für bestimmte Gruppen von Motoren  anzuordnen.

   Erfahrungsgemäss werden beim       Mehrmotorenantrieb    einer Papiermaschine,  dem Kraftbedarf der einzelnen Arbeitsgrup  pen entsprechend, zwei oder drei verschie  dene     Motorentypen        verwendet.    Hierbei könnte  je nach Erfordernis für sämtliche Motoren  gleicher Typen je     ein-:    gemeinsame     Anlass-          vorrichtung    angeordnet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Mehrmotorenantrieb, dessen Motoren von einer betriebsmässig in weiten Grenzen regel baren Spannungsquelle gespeist werden, da durch gekennzeichnet, dass für mehrere Mo toren ein Anlassgerät vorgesehen ist, an wel ches jeder Motor wahlweise angeschlossen werden kann. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Mehrmotorenantrieb nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein selbst tätig fortschaltendes Anlassgerät vor gesehen ist.
    2. Mehrmotorenantrieb nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass das Anlassgerät von Strom wächtern (30-33) mit Haupt- und Ne benschlussspulen gesteuerte Schützen (34 bis 3,7) besitzt, welche die Widerstands stufen schalten. 3. Mehrmotorenantrieb nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass während des An lassens eines Motors die Einschaltung der andern Teilantriebsmotoren solange zwangläufig gesperrt bleibt, bis nach be endetem Anlassen die Anlassvorrichtung wieder für die andern Teilantriebe frei ist.
    4. Mehrmotorenantrieb nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, gekenn zeichnet durch ein Hilfsrelais (VII), wel ches beim Anziehen die Nebenschlu.ss- spulen (5-N2) der Stromwächter (30 bis 3.3) und ein Steuerstromrelais (VIII) an Spannung legt.
    5. Mehrmotorenantrieb nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Hilfsrelais (VII) nur dann eingeschaltet werden kann, wenn sämtliche Steuerstromrelais (VIII) abgefallen sind. 6. blehrmotorenantrieb nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Einschaltstrom kreis des Hilfsrelais (VII) über Ruhe kontakte (1, 2) der Steuerstromrelais (VIII) verläuft.
    7. Mehrmotorenantrieb nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stromkreis für die Nebenschlussspule des ersten Span nungswächters (30) über Ruhekontakte (3-1,5) des Schützes (IX) führt, welches den Motor mit dem Anlassgerät (IV) ver bindet.
    B. Mehrmotorenantrieb nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerstromrelais (VIII) das Anlassschütz (IX) ansteuert und gleichzeitig die Stromkreise für die Spulen der Schütze (84-37) vorbereitet. 9. Mehrmotorenantrieb nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Hilfsrelais (VII) nach Erreichen der letzten Anlassstufe ab geschaltet wird.
    10. Mehrmotorenantrieb nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltestromkreis des Relais (VII) über Ruhekontakte (4-N2) des letzten Stufenschützes (37) verläuft. 11. Mehrmotorenantrieb nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass nach Erreichen der letzten Anlassstufe das Hauptschütz (X) eingeschaltet wird, welches den Motor unmittelbar an das Netz legt.
    12. Mehrmotorenantrieb nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 11, gekenn zeichnet durch einen Feldschutzwider- stand (III), welcher durch die Schütze (IX und X) kurzgeschlossen werden kann. 13. Mehrmotorenantrieb nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Relais und Schütze, sowie die selbsttätige Anlassvor- richtung auf einer gemeinsamen Schalt tafel untergebracht sind.
    14. Mehrmotorenantrieb nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Relais und Schütze, sowie die selbsttätige An lassvorrichtung in einem gemeinsamen Schaltschrank untergebracht sind. 15. Mehrmotorenantrieb nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass durch Bedienung des dem anlaufenden Teilantrieb zugeordne ten Ausschalt-Druckknopfes während des Anlassens sowohl der Antriebsmotor, als auch die Anlassvorrichtung abgeschaltet wird,
    während der Anlassvorgang durch Bedienung eines der an den übrigen Teil antrieben befindlichen Ausschalt-Druck- knöpfe nicht gestört wird.
CH147582D 1929-04-10 1930-04-07 Mehrmotorenantrieb. CH147582A (de)

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