CH147590A - Elektrodeneinführung in Gefässe. - Google Patents
Elektrodeneinführung in Gefässe.Info
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Description
Elektrodeneinfährung in Gefässe. Es hat sich herausgestellt, dass der strom führende Teil einer Elektrodeneinführung in Gefässe in den Fällen, in denen er grosse Ströme führt, stark erhitzt wird. Das Ein schmelzmaterial in der Nähe der Oberfläche dieses Teils wird dabei so stark erhitzt, dass es sich ungleich ausdehnt und springt.
Als Verbindung zwischen dem den grossen Strom führenden Leiter einerseits und der Glaseinschmelzung anderseits wählt man nämlich zweckmässig ein Metall, das im wesentlichen den gleichen Ausdehnungs koeffizienten wie das Glas der Einschmel zung besitzt und in der Hitze vom Glas be netzt wird. Zum Beispiel kommt hierfür Chromeisen in Frage, das in bezug auf ge wöhnliches Bleiglas diese Eigenschaften be sitzt. Infolge des hohen Widerstandes dieses Metalles gegen Hitze und Elektrizität ruft nun der hindurchfliessende Strom bald die oben genannten Erscheinungen hervor.
Eine andere, bei Glaseinschmelzungen häufig benutzte Verbindung besteht aus Molybdän mit sogenanntem "Libby"-Glas, das im wesentlichen denselben Ausdehnungs koeffizienten wie dieses Metall besitzt.
Die Erfindung betrifft nun eine Elek- trodeneinführung in Gefässe, bei der das Ein schmelzmaterial zwischen zwei Metallteilen liegt, von denen der eine mit der Gefässwan dung verbunden ist, während der andere. als Hülse ausgebildet ist, die an ihrem obern Ende die einzuführende Elektrode trägt. Er findungsgemäss ruht die Metallhülse mit ihrem untern Ende auf einem auf der Ge fässwand aufsitzenden Isolierstück und ist von dem mit der Gefässwand verbundenen Metallteil derart umgeben, dass eine zur Auf nahme des Einschmelzrnaterials dienende Rinne gebildet wird.
In der Zeichnung stellt Abb. 1 den Längs schnitt einer vorzugsweisen Ausführungs form der Erfindung in Anwendung bei einem Gleichrichter dar; Abb. ?, ss und .l zeigen Längsschnitte anderer Ausführungsformen. In Abb. 1 stellt 1 den äussern Metallteil der Einschmelzung dar, der einen Teil der Gefässwand 2 bilden kann oder mit ihr durch Verschweissen verbunden ist. Der innere, konzentrische Metallteil ist mit 3 bezeichnet. Der äussere Metallteil kann aus irgend einem geeigneten Metall bestehen, dessen Aus dehnungskoeffizient grösser als der des be nutzten Glases ist, also zum Beispiel aus bearbeitetem Stahl.
An der Innenseite ist dieser Metallteil verkupfert, so dass seine Oberfläche in der Hitze vom Glas benetzt wird. Der innere Metallteil 3 ist mit einer Kappe 4 aus bearbeitetem Stahl versehen, die an die innere Hülse 3 angeschweisst ist und einen :Knopf 5 mit Schraubengewinde be sitzt, in das das Ende des Elektrodenstils 7 eingeschraubt ist. Mit dem Knopf 5 ist zum Beispiel mittelst Schweissung die Zuführungs klemme 8 fest verbunden, die aus gutleiten dem Material, zum Beispiel Kupfer, besteht. Der innere Metallteil 3 besteht vorzugsweise aus 2,6 % igem Chromeisen, kann aber auch aus einem andern geeigneten Material bestehen.
Das Glas der Einschmelzung 9 wird zwi schen die beiden konzentrischen Metallteile 1 und 3 gegossen. Ein Distanzstück 10 aus Speckstein dient gleichzeitig zur Isolierung zwischen dem innern und äussern Metallteil 1 und 3 und zwischen dem Stromleiter 7 und dem äussern Metallteil 1. Die innere Hülse 3 hat die Form eines dünnwandigen Hohlzylin ders. Da nun der Stromleiter 7 an der Kappe 4 befestigt ist, wird nur ein verhältnismässig kleiner Teil der innern Hülse erhitzt und die der Kappe 4 zugeführte Wärme weitgehend zerstreut, so dass nur ein kleiner Teil der Wärme über die Seitenwandung der Hülse zur Glaseinschmelzung 9 gelangt.
Es ist also durch diese Anordnung der Weg für die Wärmeleitung so stark vergrössert und die Wärmeabgabe an die Luft auf diesem Weg,3 so gross, dass die Gefahr der Überheizung und damit des Springens der Glaseinschmelzung weitgehend beseitigt, wenn nicht überhaupt ganz vermieden ist. Für den innern Metall teil der Einschmelzung kann, wie bereits er wähnt, Chromeisen benutzt werden, das die angenehme Eigenschaft besitzt, dass es von Glas benetzt wird, und denselben Ausdeh nungskoeffizienten wie gewöhnliches Blei glas aufweist.
Die Ausführungsform der Abb. 2 unter scheidet sich dadurch von derjenigen der Abb. 1, dass die Zuführungsklemme<B>8"</B> und der Elektrodenstil 7 bei 5a einfach an die Kappe 4 aus bearbeitetem Stahl geschweisst sind.
Abb.3 zeigt noch eine andere Art der Befestigung der Zuführungsklemme, die sich in gewissen Fällen als zweckmässig erweist. Hier ist die Zuführungsklemme 8b auf die Kappe 4b gelötet. Die Kappe 4b kann aus Kupfer bestehen und an den innern Hohlteil 3b gelötet werden, der in diesem Falle mit der Kappe 3c ein einheitliches Ganzes bildet. Der Elektrodenstil 7 kann aus Kupfer be stehen und mittelst des Schraubengewindes & b in den zylindrischen Zapfen 5b ein geschraubt werden, der seinerseits in geeig neter Weise mit dem Teil 3b verbunden ist.
Abb.4 zeigt eine vereinfachte Ausfüh- rungsform für den Fall, dass keine besondere Zuführungsklemme benötigt wird. Hier ist der Stromleiter 7 einfach bei 5d mit der Grundplatte 3c des innern Zylinders ver schweisst.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Elektrodeneinführung in Gefässe, bei der das Einschmelzmaterial zwischen zwei 'Me tallteilen liegt, von denen der eine mit der (xefässwandung verbunden ist, während der andere als Hülse ausgebildet ist, die an ihrem obern Ende die einzuführende Elek trode trägt, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallhülse mit ihrem untern Ende auf einem auf der Gefässwand aufsitzenden Iso- lierstück ruht und von dem mit der Gefäss land verbundenen Metallteil derart umgeben ist, dass eine zur Aufnahme des Einschmelz materials dienende Rinne gebildet wird.UNTERANSPRü CHE 1. Elektrodeneinführung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallhülse den gleichen Ausdehnungs koeffizienten wie das Einschmelzmate- rial hat. 2. Elektrodeneinführung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der mit der Gefässwandung verbundene Me tallteil einen grösseren Ausdehnungs koeffizienten als das Einschmelzmaterial hat.3. Elektrodeneinführung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass das die Metallhülse tragende .Isolierstück gleichzeitig als Distanzstück für die Stromleiter dient. 4. Elektrodeneinführung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Isolierstück aus Speckstein besteht.
Applications Claiming Priority (1)
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| US147590XA | 1929-04-23 | 1929-04-23 |
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| CH147590D CH147590A (de) | 1929-04-23 | 1930-04-19 | Elektrodeneinführung in Gefässe. |
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| CH (1) | CH147590A (de) |
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1930
- 1930-04-19 CH CH147590D patent/CH147590A/de unknown
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