CH147612A - Fernmeldeanlage mit mehreren an einer gemeinsamen Leitung liegenden Stationen, die wahlweise miteinander verkehren können. - Google Patents

Fernmeldeanlage mit mehreren an einer gemeinsamen Leitung liegenden Stationen, die wahlweise miteinander verkehren können.

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CH147612A
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telecommunication
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Inventor
Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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Description


  Fernmeldeanlage mit mehreren an einer gemeinsamen Leitung liegenden Stationen,  die     wahlweise    miteinander verkehren können.    Die Erfindung betrifft Fernmeldean  lagen, wie zum Beispiel Fernsprechanlagen,  mit mehreren an einer gemeinsamen Leitung  (Gesellschaftsleitung) liegenden Stationen,  die wahlweise miteinander in Verkehr treten  können. Die ersten     Wahlanruffernsprechan-          lagen    dieser Art wurden meist mit Kurbel  induktoren betrieben, die in den Teilnehmer  stationen angeordnet waren     und    zur Beein  flussung der in den Stationen angeordneten       Sehrittschaltwerke    dienten.

   Diese Anlagen  hatten jedoch wegen der geringen     Energien,     die mit den Induktoren erzeugt werden  konnten, nur     eine    beschränkte Verwendbar  keit. Es wurden daher für grössere Anlagen  zentrale Stromquellen verwendet, die von  den einzelnen Stationen gesteuert werden.  Die zunächst benutzten Gleichstromquellen  wurden bei diesen Anlagen später durch       Wechselstromquellen    ersetzt, um im Lei  tungszuge auch Übertrager verwenden zu    können.

   Da aber eine derartige Anlage den       Vachteil    hat. dass bei einer Störung der     zen-          tralen        Stromquelle        oder        einer        Be:chädiung        g     der Leitung der Verkehr ganz oder teilweise  unmöglich gemacht ist, wurde bereits vorge  schlagen, jede Station mit. dem     Wechsel-          stromnetz    zu verbinden und aus diesem     di(,     Energie zum Betrieb der Anlage zu entneh  men.  



  Auch eine solche Anordnung ist aber in  gewissen Fällen unzuverlässig, vor allem  dann, wenn es sich um Leitungen handelt.  die (wie zum Beispiel die Verkehrsleitungen  von Kraftwerksbetrieben oder elektrischen  Bahnbetrieben) aus wirtschaftlichen Grün  den auf dem Gestänge von     Ilochspannungs-          Freileitungen    verlegt sind. Es kann dann  nämlich vorkommen, dass bei einer Störung  (zum Beispiel einer Beschädigung der Hoch  spannungsleitung) auch die Stromversorgung  der aus dem gleichen Netz versorgten Teil           nehmerstationen    gestört ist. Die Störung  tritt also gerade dann auf, wenn die Fern  meldeanlage am dringendsten benötigt wird.

    In solchen Fällen sind dann auch andere       Wechselstromquellen,    wie zum Beispiel In  duktoren, als     Aushilfsstromquelle    nicht  brauchbar. da die Empfangsrelais in der Re  gel an die Speisung mit Netzfrequenz ge  bunden sind.  



  Alle diese Schwierigkeiten werden er  findungsgemäss dadurch beseitigt, dass die  Anlage mit     Gleichstrom-Induktionsstrom-          stössen    betrieben und jeder Station eine  Gleichstromquelle und eine Schalteinrich  tung zur Aussendung von Induktionsstrom  stössen zugeordnet ist. Hierdurch ist einer  seits die Forderung erfüllt, dass die Anlage  unabhängig von jedem Netz ist, anderseits  kann bei Störungen der Fernmeldeleitungen  der gestörte Teil der Leitung abgeschaltet  und wenigstens auf dem übrigen Teil der  Verkehr aufrecht erhalten werden. Zu die  sem Zweck können den Stationen Trenn  schalter zur Abschaltung der einlaufenden  Leitungszweige zugeordnet sein.  



  Da in der Regel der Betrieb der Fern  meldegeräte das Vorhandensein einer örtli  chen Gleichstromquelle (zum Beispiel zur  Speisung eines     Mikrophons)    erfordert, ist  es ferner zweckmässig, in jeder Station eine       Gleiehstrombatterie    vorzusehen, die sowohl  zur Aussendung der Induktionsstromstösse, als  auch zur Speisung der Fernmeldegeräte dient.  Um dabei mit einer Batterie niedriger Span  nung auskommen zu können, empfiehlt es  sich, den     Stromstosssender    über Transforma  toren mit grossem     Übersetzungsverhältnis    mit  der Leitung zu verbinden, wodurch die zur  sicheren Übertragung der Stromstösse erfor  derliche Spannungserhöhung herbeigeführt  wird.

   Wenn es sich um     hochspannungsbe-          einflusste    Leitungen handelt, können diese  Transformatoren als Schutztransformatoren  ausgebildet sein, oder es können auch ausser  den Transformatoren mit grossem Überset  zungsverhältnis noch Schutztransformatoren  Verwendung finden, die die Übertragung so  wohl der     Induktionsstromstösse,    als auch der    für den übrigen Verkehr verwendeten Fern  meldeströme (zum Beispiel Fernsprech  ströme) gestatten.  



  Zur Aufnahme der Stromstösse in den  Stationen sind     zweckmässigerweise    polari  sierte Relais angeordnet, die auch auf die  Richtung des Induktionsstromstosses anspre  chen. Die Eigenart dieses Relais kann ferner  dazu ausgenutzt werden, einen Geheim  sprechverkehr zu schaffen. Die Einleitung  des Verkehrs kann bei Verwendung dieser  polarisierten Relais     beispielsweise    derart er  folgen, dass ein einzelner Stromstoss einer be  stimmten Richtung ausgesandt wird, der die  Anker aller polarisierten Relais einmal um  legt und dadurch Einschaltvorgänge (zum  Beispiel zur Vorbereitung der Wahl) aus  löst.  



  Die Zeichnung zeigt zur Darlegung eine  Ausführungsbeispiels des Erfindungsgegen  standes in     Abb.    1 die Schaltung einer Teil  nehmerstelle einer     Wahlrufanlage,    während       Abb.    2 die     Anschaltung    solcher Teilnehmer  stationen an     hochspannungsbeeinflusste    Lei  tungen     darstellt.    Im Ruhezustand sind die  Klemmen     a    und     b    mit einem polarisierten  Relais E verbunden, dessen     Kontakt    e im  untern Teil der Zeichnung dargestellt ist.

    Während der Impulsgabe dagegen ist das  Relais     B    erregt, so dass sein     Kontakt    bi das  Empfangsrelais E abtrennt und die     Sekun-          därseite        TS    des     Stromstossübertragers    an  schaltet. Während , des     Gespräches    befindet  sich der Kontakt bi wieder in der dargestell  ten Lage, jedoch ist der Kontakt     h1    umgelegt.  so dass jetzt die Sekundärseite     US    des Sprech  übertragers in Reihe mit dem Fernhörer     h'     an der Leitung liegt..

   Die Einschaltung des  Mikrophonkreises, dem die Primärseite<I>UP</I>  des     Sprechübertragers    und das Mikrophon 11  angehören, erfolgt gleichzeitig mit dieser       Umschaltung    beim Abheben des Hörer  durch den Hakenumschalter<I>HU</I> und Erre  gung des Relais H. Der Anruf der gewünsch  ten Station wird in bekannter Weise durch  Einstellung des Schaltarmes     SA    eine       Schrittschaltwerkes    auf den der gewünschten       Station    zugeordneten Schrittkontakt herbei-      geführt.

   Sobald der     Sehaaltarm    eine gewisse  Zeit in dieser Stellung verweilt hat, wird  durch das Ansprechen von durch Verzöge  rungseinrichtungen .gesteuerten Schaltmitteln  der Wecker W der angerufenen Stelle in  Tätigkeit gesetzt. Die Überwachung des     Be-          legungszustandes    der Leitung wird durch  ein Schauzeichen     SZ    ermöglicht.  



  Der Anruf einer gewünschten Station ge  schieht auf folgende Weise: Sobald der  rufende Teilnehmer den Hörer abhebt, wird  durch Umlegen des Hakenumschalters     HL'     das Relais<I>H</I> erregt: -Ortsbatterie<I>OB,</I>  Relaiswicklung H, Ruhekontakt     ai,    umgeleg  ter Hakenumschalter<I>HU,</I> Ruhekontakt     vi,          -I-   <I>OB.</I> Über den Kontakt     lag    wird einerseits  ein Haltestromkreis für das Relais H vor  bereitet, anderseits wird über den Kontakt     ha     der Mikrophonstromkreis geschlossen:

  <I>-OB,</I>  Mikrophon 111, Primärwicklung<I>UP</I> des  Sprechübertragers, Kontakt     h3,    Hakenum  schalter<I>HU,</I> Kontakt     vi,        +   <I>OB.</I> Gleichzei  tig wird durch Umlegen des Kontaktes     hi    das  Empfangsrelais E von der Leitung abge  trennt und der     Fernhörerkreis,    enthaltend  Sekundärwicklung     US    und Fernhörer F, an  die Leitung angeschlossen.

   Durch einen vier  ten Kontakt     h4    des Relais H wird das Relais  B zum Ansprechen gebracht:     -I-    OB, Relais  wicklung B, Ruhekontakt     si,        Arbeitskonakt          h4,   <I>- OB.</I> Durch das Umlegen des Kontak  <I>tes</I>     h5    wird schliesslich der Erregerstromkreis  für das Relais P und durch Offnen des Kon  taktes     h6    die Auslösung vorbereitet.  



  Sobald das Relais B anspricht, wird der  Kontakt     bi        umgelegt,    der zur Ermöglichung  der Wahl den     Fernhörerkreis    abschaltet und  den     Impulsübertraget        TP,        TS    mit der Leitung  verbindet.

   Ausserdem wird der Kontakt     b2     und dadurch der Impulsstromkreis über die  Primärwicklung     TP    des Impulsübertragers  geschlossen:     -i-   <I>OB,</I> geschlossener Kontakt     b2,     Ruhekontakt     s2,        Primärwicklung        TP,    Ruhe  kontakt     s3,    - OB. Damit aber beim Schlie  ssen des     Impulsstromkreises    noch kein stören  der Impuls in die Leitung gelangt, der zum  Beispiel zu Fehlschaltungen Anlass geben  konnte, sind die Relaiskontakte so justiert,    dass sich zuerst der     Kontakt,        b2    und dann der  Kontakt bi schliesst.

    



  Zur Aussendung des ersten Impulses  kommt es vielmehr erst nach dem Ansprechen  des Relais     S.    Durch das. Relais. B wird näm  lich auch der Kontakt     b3    geschlossen, der die  Erregung des Relais C herbeiführt. Dieses  Relais hält sich über seinen Kontakt ei und  und     bringt    gleichzeitig über den Kontakt     c=     das Relais     S    zum Ansprechen: 4- OB, Relais  wicklung     S,        Impulskontakt        -ni,    geschlossener  Kontakt     c2,   <B>-</B>OB.

   Die Kontakte     si,        s2,        s3     werden jetzt zum ersten Mal umgelegt. Die  Wechselkontakte     s2    und     s3    kehren die Strom  richtung in der     Primärwicklung        TP    des Im  pulsübertragers um und bewirken dadurch  die Aussendung des Vorbereitungsimpulses.  der in unten beschriebener     MTeise    die Emp  fangsrelais E in allen     Stationen    umlegt. Der  Impulsstromkreis wird kurze Zeit nach der  Aussendung dieses Impulses wieder geöffnet.  und zwar durch     Aberregung    des Relais B.

    Diese erfolgt, sobald der Kontakt     si    umge  legt worden ist und die durch die Abfallver  zögerung des Relais B bedingte Zeitspanne  abgelaufen ist. Durch die erwähnte Justie  rung der Relaiskontakte von B ist dafür ge  sorgt, dass zuerst der Leitungskontakt     bi    und  erst nach ihm der Kontakt     b2    geöffnet wird.  



  Der Abfall des Relais B ist auf den Er  regungszustand des Relais     S    ohne Einfluss.  da das Relais C sich über seinen Kontakt<B>ei</B>  eingeschaltet hält und damit auch das Relais       S    über den Kontakt e2 unter Strom bleibt.  



  Wird jetzt zwecks     Aussendung    von  Stromstössen zur Steuerung der     Schrittschalt-          werke    der Impulsgeber betätigt, das heisst  beispielsweise die     Nummerscheibe    aufgezo  gen, so wird zunächst der Nummernscheiben  kontakt     nk    geschlossen, der das Relais B       abermals    zum Ansprechen bringt. Dadurch  wird in beschriebener Weise der Impuls  stromkreis geschlossen. ohne jedoch irgend  einen Fehlimpuls in die     Leitung    zu geben.  Sobald dagegen die Nummernscheibe abläuft.

    wird der Impulskontakt     rii    stossweise geöff  net und geschlossen, so dass die Kontakte des  Relais<B>8</B> stossweise von ihrer Arbeitsstellung      in die Ruhestellung und umgekehrt umgelegt  werden.     Durch    das Arbeiten der     Kontakte        s2     und     s3    werden Stromstösse wechselnder Rich  tung erzeugt, die über den Impulsübertrager  in die Leitung gelangen. Durch die     Um-          polung    der Batterie wird dabei eine beson  ders kräftige Impulsgabe erzielt.

   Das stoss  weise Umlegen des Relaiskontaktes     si    wäh  rend des     Ablaufens    der Nummernscheibe ist  ohne jede Wirkung, da der Kontakt     nk    dabei  dauernd     -eschlossen    ist.  



  Wenn nach Beendigung der Impulsgabe  der Kontakt     nk    sich öffnet, kommt das Relais  B wiederum zum Abfall, wodurch die Unter  brechung des Impulsstromkreises     mittelst    des  Kontaktes     b2    und die     Anschaltung    des     Fern-          härerkreises    an Stelle des Impulsübertragers  durch Umlegen des Kontaktes     bi    erfolgt.  



  In den übrigen Stationen wird durch den  Vorbereitungsimpuls zunächst das polari  sierte Empfangsrelais E .einmal erregt und  dadurch der Relaiskontakt e aus der Ruhe  lage in die Arbeitslage umgelegt, in der er  bis zum Eintreffen der Wahlimpulse liegen  bleibt. Durch den Kontakt e wird das Re  lais A zum Ansprechen gebracht, welches  durch Öffnen des Kontaktes     ai    zum     Z-v#reclie     der Geheimhaltung den Stromkreis für das  Relais H zunächst unterbricht, so dass dieses  beim Umlegen des     Hakenumschalterkontaktes     <I>HU</I> nicht erregt     werden    kann. Dagegen wird  durch Schliessen des Kontaktes     a2    ein Schau  zeichen<B>87,</B> eingeschaltet, welches allen Sta  tionen die Belegung der Leitung kundgibt.

    Der     Kontakt        a3    schliesst den Stromkreis für  ein     Thermorelais        Th.,    dessen Zweck weiter  unten erläutert wird. Über den Kontakt     a.s     wird     ferner    ein Stromkreis für die Relais V  und<B>J</B> vorbereitet, während der Kontakt     a5     zur Vorbereitung des Anrufes dient.  



  Die ankommenden Wahlimpulse legen  den Anker e des polarisierten Empfangs  relais     E    stossweise in die     Ruhestellung    um  und in die Arbeitsstellung zurück, wodurch  das Impulsrelais J stossweise erregt wird:       -;   <I>OB,</I> Relais J, geschlossener Kontakt     a4,     geschlossener Ruhekontakt e,<I>- OB.</I> Die von  dem Relais J aufgenommenen Stromstösse be-         wirken    ein stossweises Schliessen des Impuls  kontaktes i und damit die Erregung des An  triebsmagnetes D des     Schrittschaltwerkes,     dessen Anker dementsprechend schrittweise  vorwärts geschaltet wird.  



  Während der Impulsgabe ist das Relais  V, welches dem Impulsrelais J parallel liegt,  aber verzögerten Abfall besitzt, dauernd an  gezogen, so dass einerseits der Kontakt     ri    im  Stromkreis des Hakenumschalters<I>HU</I> und  des     Thermorelais        Ih,,    anderseits der Kontakt       2111    geöffnet wird, welcher zunächst das An  sprechen der an die Kontakte des Schritt  schaltwerkes     a.ngesehlossenen    Schalteinrich  tungen verhindert.  



  In der gewünschten Station wird der  Schaltarm     SA    durch die in geeigneter Zahl  ausgesandten Stromstösse auf den dieser Sta  tion zugeordneten Kontakt x bewegt, auf  dem er stehen bleibt. Sobald: nach Beendi  gung des letzten Impulses das     Verzögerungs-          relais    V abfällt,     wird    der Kontakt     ri    zur       Vorbereitung    des Anrufes geschlossen.

   Gleich  zeitig wird über den Kontakt     U2    das Relais     B     erregt:     -I-   <I>OB,</I> Relais B, geschlossener Kon  takt     a5,    Ruhekontakt     165,        Ruhekontakt        p2,     Stationskontakt     .r,        Schaltarm    SA, geschlos  sener Ruhekontakt     q,2,   <I>- OB.</I> Der sich schlie  ssende Kontakt     ri    schaltet den Wecker     TI'    ein,  der auf die     gewünschte    Verbindung auf  merksam macht:

   - OB, Wecker     W,    geschlos  sener Kontakt     ri,    Ruhekontakt HL', Kontakt       +   <I>OB.</I>  



  Das Öffnen des Kontaktes     n-,    hat die Un  terbrechung des Stromkreises für das     Ther-          morelais        Th    zur Folge, so dass dieses nicht  zum Ansprechen kommt. Schliesslich wird  durch Schliessen des Kontaktes     r3    die Erre  gung des Relais H vorbereitet, die beim Ab  heben des Hörers erfolgt:<I>- OB,</I> Relaiswick  lung H, geschlossener Kontakt     r3,    Arbeits  kontakt des     Hakenumschalters    HU. Ruhe  kontakt     m,        -f-   <I>OB.</I>  



  Der     Wechselkontakt        hi    wird durch das  Relais H umgelegt, so dass jetzt. auch in der  angerufenen Station der     Fernhörerkreis    an       Stelle    des Empfangsrelais E mit der Leitung  verbunden ist. Gleichzeitig wird über den      Kontakt     las    ein Haltestromkreis für das Re  lais H vorbereitet und über den Kontakt     1a3     der Mikrophonstromkreis geschlossen: -OB,       Mikrophon    M, Primärwicklung des: Sprech  übertragers<I>UP,</I> Arbeitskontakte h3 und<I>HU,</I>  Ruhekontakte     vi,        -i-   <I>OB.</I>  



  Durch den Kontakt     h5    wird das Relais R  abgetrennt und an seiner Stelle das Relais P  eingeschaltet. Der Kontakt     ri    im     Stromkreis     des Weckers W wird dadurch unterbrochen,  jedoch ist der Wecker bereits vorher nach  dem Abheben des Hörers durch Unterbre  chung von<I>HU</I> stillgesetzt worden. Die Rück  stellung des Kontaktes r3 bleibt wirkungslos.  da das Relais H über seinen eigenen Kon  takt     h2    eingeschaltet bleibt.

   Im     Stromkreis     des     Thermorelais        Th    -schliesst sich zwar der  Ruhekontakt     r2,    wird aber alsbald in seiner  Wirkung durch das Öffnen des Kontaktes     pl     des Relais P ersetzt.

   Der Kontakt P2 wird  umgelegt und hält das Relais P unabhängig  von Relais H erregt:     -f-   <I>OB,</I> Relais P, Ar  beitskontakt     p2,    Kontakt x, Schaltarm SA,  Ruhekontakt     v2,   <I>- OB.</I>     Schliesslich    wird  über den Kontakt P3 der     Rückstellstromkreis     für den Drehmagneten D vorbereitet, wäh  rend der Kontakt     P4    den     Wechselkontakt        bi     überbrückt, so dass jetzt der     Fernhörerkreis     parallel zu der Sekundärwicklung     TS    des  Impulsübertragers an der Leitung liegt.  



  In den übrigen, nicht angerufenen Sta  tionen werden die     Schrittschaltwerke    nach  Erregung der Relais E und A um die gleiche  Zahl von Schritten verstellt, erreichen dabei  also keinen Stationskontakt, sondern bleiben  auf einem der Kontakte stehen, die mit dem  Relais P verbunden sind.

   In diesen Stationen  kommt also das     Relas    P zum Ansprechen, so  bald nach Beendigung der Impulsgabe das  Verzögerungsrelais     V    abgefallen ist und  seinen Kontakt     v2    geschlossen hat:     -j-    OB,  Relais P, Schaltarm     SA,    geschlossener Ruhe  kontakt     v2,   <I>- OB.</I> Der Kontakt     pi    unter  bricht in bereits beschriebener Weise den  Stromkreis für das     Thermorelais        Th,    der vor  her beim Ansprechen des Relais A über den  Kontakt a3 geschlossen wurde.

   Da der Kon  takt     al    geöffnet     ist    und     ,anderseits    auch der    Kontakt r3 geöffnet bleibt, ist jedes Abheben  des Hörers wirkungslos, so dass durch diese  Schaltung ein Geheimverkehr erzielt wird.  Der     Belegungszustand    der Leitung kann  durch das Ansprechen des Schauzeichens     SZ     (über den Kontakt     a2)    ohne     weiteres    fest  gestellt werden.  



  Die     Fortsehaltung    der     Schrittschaltwerke    in  die Ruhestellung kann     von    einer der beiden  miteinander verkehrenden Sprechstellen aus  erfolgen. Wird beispielsweise an der an  rufenden     Station    der Hörer aufgelegt, so wird  der Hakenumschalter<I>HU</I> in seine Ruhelake  gebracht, in der er den Stromkreis des Relais       1i    unterbricht. Dieses kommt dadurch zum  Abfall, so dass durch den Kontakt     hi    der       Fernhörerkreis    und durch     denKontakt    h3 der  Mikrophonkreis unterbrochen werden.  



  Das     Zurückfallen    des Kontaktes     h6    in die  Schliessstellung hat, da ja das Relais     S    noch  angezogen und der Kontakt     si    umgelegt ist,  das Ansprechen des Relais B zur Folge:       -i-   <I>OB,</I> Relais<I>B,</I> Arbeitskontakt     si.    Ruhe  kontakt     h6,    -OB. Das Relais B schaltet  über den Kontakt.     b4    das Relais     I'    ein, des  sen Stromkreis durch Umlegen des Kontak  tes     h4    vorbereitet wurde:     +    OB.

   Relais     L'.     Arbeitskontakt     b.i,    Ruhekontakt     1a4.   <I>- OB.</I>  Das Relais     LT    trennt jetzt mit seinem Kon  takt     ui    den Haltestromkreis des Relais C auf,  so dass dieses abfällt und durch Unterbre  chung des Kontaktes     c2    auch das Relais  stromlos macht.  



  Das Abfallen des Relais<B>8</B> hat die Rück  stellung der Kontakte     si,    s2, s3     in    die Ruhe  lage zur Folge, wodurch über die vorher ge  schlossenen Kontakte     bi    und     b2    der     Schluss-          impuls    in die Leitung gegeben wird. Durch  diesen     Schlussimpuls    werden in den     Stationen     die Anker e der Empfängerrelais E aus der       Arbeits-    in die Ruhelage umgelegt, in der sie  bis     zuin    Beginn des nächsten Wahlorganes  liegen bleiben.

   Die     Rückstellung    des Kon  taktes e bewirkt die Abschaltung des Relais  A, so dass nach Ablauf der durch die     Ab-          faliverzögerung    bedingten Zeit das Schau  zeichen     SZ    durch Unterbrechung des     Kon-          taktes        cal    verschwindet. Durch Öffnen des      Kontaktes     a,4    wird bei der nun folgenden  Rückstellung das Ansprechen der Relais     V     und     I    verhindert.  



  Da nach     Aberregung    des Relais     S    und  Umlegung des     Kontaktes        s1    das Relais B, so  wie nach     Auftrennung    des Kontaktes     b4    auch  das Relais U zum Abfall gekommen sind,  wird über den     nunmehr    geschlossenen Ruhe  kontakt     u2    und den Ruhekontakt des Emp  fangsrelais e der Drehmagnet D erregt:       OB,-Drehmagnet   <I>D,</I> Ruhekontakt 242, Ar  beitskontakt     p3,    Ruhekontakt<I>e,<B>-</B></I>OB.

   Der  Drehmagnet zeigt also an und schliesst daher  seinen Kontakt d, so dass das Relais U an  zieht:<I>,'- OB,</I> Relais U, Magnetkontakt<I>d,</I>  Ruhekontakte     v3    und<I>e, -OB.</I> (Während  des Wahlvorganges war das Relais     V    er  regt, so dass der Kontakt     va    das Schliessen des  Kontaktes d     unwirksam    machte.)  Das Relais U öffnet nun den Kontakt     u2     im     Stromkreis    des Drehmagnetes D, der so  mit     wieder    abfällt und seinen Kontakt d öff  net.

   Dieses wechselseitige Zusammenarbei  ten der Relais<I>U</I> und<I>D</I> erfolgt unter     Fo.rt-          schaltung    des     SchrittschaUwerkes    solange,  bis der Schaltarm SA die Ruhestellung er  reicht hat. In dieser erfolgt das Öffnen des  Kontaktes     p3,    so dass der Drehmagnet strom  los bleibt.  



  Für den Fall, dass das Empfangsrelais     E     durch irgendwelche Zufälle oder Fehlschal  tungen in die Arbeitsstellung umgelegt ist,  ohne dass ein Anruf eingeleitet war, ist das       Thermorelais        Th    vorgesehen, welches über  den     Kontakt        a3    eingeschaltet wird und nach  Ablauf einer     gewissen    Zeit den Kontakt     th     umlegt.

   Durch diesen Kontakt wird das  Empfangsrelais E über die Widerstände     Wd     vorübergehend an die Batterie derart ange  schaltet, dass sein Anker in die Ruhelage zu  rückbewegt     wird.    Die     Auftrennung    des Kon  taktes     a3    hat dann wieder das Abfallen des       Thermorelais        Th,    zur Folge. Gleichzeitig  wurde durch den Kontakt a2 auf die vorüber  gehende scheinbare Belegung der Leitung  aufmerksam gemacht.  



       Abb.    2 zeigt an einem Ausführungsbei  spiel, in welcher Weise mehrere Teilnehmer-    stellen     T1,   <I>T2,</I> die zum Beispiel nach     Abb.    1  geschaltet sein können, mit der Fernmelde  leitung verbunden sind. Die Fernmeldelei  tung, die als zweiadrige Leitung a, b bei  spielsweise auf dem Gestänge einer Hoch  spannungsleitung<I>r, s, t</I> verlegt und daher  der Gefahr einer Beeinflussung durch diese       ausgesetzt    ist, wird     zweckmässigerweise    in  geeigneten Abständen durch Leitungsüber  trager     LUi,        LU2    in einzelne Abschnitte  unterteilt.

   Die Teilnehmerstationen     T1    und  T2 sind mit der Leitung über Schutztrans  formatoren     STi        bezw.        ST2    verbunden, die in       bekannter    Weise mit einem geerdeten Schirm  zur statischen Abschirmung der beiden  Wicklungen gegeneinander versehen sein  können. Zum weiteren Schutz der Geräte  können Schmelzsicherungen     SSi        bezw.        SS'2     und Spannungsableiter     SAi        bezw.        SA2    vor  gesehen sein.

   Ferner ist es in vielen Fällen  zweckmässig, bei allen oder einigen Stationen  (je nach der Leitungslänge) Drosselspulen       D1.   <I>D2</I> mit geerdetem     Wicklungsmittelpunkt     zwischen die beiden Leitungsadern zu schal  ten. Der Zweck dieser Drosselspulen ist die  Abführung der von der Hochspannungslei  tung     hervorgerufenen    (induzierten und     kapa-          zitiven)    Ströme. In den bekannten Wahl  anrufsystemen ist der Einbau solcher Er  dungsdrosseln nicht möglich.  



  In die von der Station aus abgehenden  Leitungszweige der Fernmeldeleitung ist je  ein     Trennschalter        (T81    und     TS2    für Station       T1        bezw.        TSa    und     TS.i    für Station T2) ge  legt, durch welche die Abschaltung von Lei  tungszweigen ermöglicht wird.

   Ist beispiels  weise an der durch x gekennzeichneten Stelle  die Fernmeldeleitung gestört, so dass ein Ver  kehr mit den links von x liegenden     Stationen     unmöglich, aber auch der gegenseitige Ver  kehr der übrigen rechts von x gelegenen Sta  tionen stark beeinträchtigt wird, so kann  durch Öffnen des Trennschalters     TSi    der  schadhafte Leitungsteil abgeschaltet werden.  Die Stationen.     T1,    T2 und die übrigen rechts  von der Störungsstelle gelegenen Stationen  können nun wieder ungehindert miteinander  verkehren.

   In gleicher Weise kann auch die           nächstliegend    e Station links von der Stö  rungsstelle den dieser zugekehrten Trenn  schalteT öffnen und dadurch den Ver  kehr aller links von der Störungsstelle liegen  den Stationen miteinander freigeben. Durch  diese     Abschaltmöglichkeit    wird also eine  weitgehende Unabhängigkeit des Betriebes  von Störungsfällen geschaffen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Fernmeldeanlage mit mehreren an einer gemeinsamen Leitung liegenden Stationen, welche wahlweise miteinander verkehren kön nen, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Sta tion eine Gleichstromquelle und Sendeein richtung zur Aussendung von Induktions stromstössen zugeordnet ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Fernmeldeanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder Sta tion eine Gleichstrombatterie vorgesehen ist, die sowohl den Betriebsstrom der Ein richtungen zur Aussendung der Induk tionsstromstösse, als auch den Betriebs strom der Fernmeldegeräte liefert. 2.
    Fernmeldeanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 1., dadurch gekenn zeichnet, dass die Aussendung der Induk tionsstromstösse über Transformatoren er folgt, welche die zur Übertragung der Stromstösse erforderliche Spannungserhö hung bewirken. 3. Fernmeldeanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ihre Leitun gen unter dem Einfluss von Hochspan nungsleitungen stehen. 4. Fernmeldeanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Stationseinrichtung von der Fernmeldeleitung durch Schutztrans formatoren getrennt ist, die sowohl die Übertragung der Induktionsstromstösse, als auch die Übertragung der für den Ver kehr bestimmten Fernmeldeströme gestat ten. 5.
    Fernmeldeanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass den Stationen Trennschalter zur Abschaltung von Leitungszweigen zu geordnet sind. 6. Fernmeldeanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass zwischen die Leitungsadern Drosselspulen mit geerdetem Wicklungs mittelpunkt zur Abführung der von ein(, Hochspannungsleitung hervorgerufenen Ströme geschaltet sind.
CH147612D 1929-12-04 1930-04-14 Fernmeldeanlage mit mehreren an einer gemeinsamen Leitung liegenden Stationen, die wahlweise miteinander verkehren können. CH147612A (de)

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