Fernmeldeanlage mit mehreren an einer gemeinsamen Leitung liegenden Stationen, die wahlweise miteinander verkehren können. Die Erfindung betrifft Fernmeldean lagen, wie zum Beispiel Fernsprechanlagen, mit mehreren an einer gemeinsamen Leitung (Gesellschaftsleitung) liegenden Stationen, die wahlweise miteinander in Verkehr treten können. Die ersten Wahlanruffernsprechan- lagen dieser Art wurden meist mit Kurbel induktoren betrieben, die in den Teilnehmer stationen angeordnet waren und zur Beein flussung der in den Stationen angeordneten Sehrittschaltwerke dienten.
Diese Anlagen hatten jedoch wegen der geringen Energien, die mit den Induktoren erzeugt werden konnten, nur eine beschränkte Verwendbar keit. Es wurden daher für grössere Anlagen zentrale Stromquellen verwendet, die von den einzelnen Stationen gesteuert werden. Die zunächst benutzten Gleichstromquellen wurden bei diesen Anlagen später durch Wechselstromquellen ersetzt, um im Lei tungszuge auch Übertrager verwenden zu können.
Da aber eine derartige Anlage den Vachteil hat. dass bei einer Störung der zen- tralen Stromquelle oder einer Be:chädiung g der Leitung der Verkehr ganz oder teilweise unmöglich gemacht ist, wurde bereits vorge schlagen, jede Station mit. dem Wechsel- stromnetz zu verbinden und aus diesem di(, Energie zum Betrieb der Anlage zu entneh men.
Auch eine solche Anordnung ist aber in gewissen Fällen unzuverlässig, vor allem dann, wenn es sich um Leitungen handelt. die (wie zum Beispiel die Verkehrsleitungen von Kraftwerksbetrieben oder elektrischen Bahnbetrieben) aus wirtschaftlichen Grün den auf dem Gestänge von Ilochspannungs- Freileitungen verlegt sind. Es kann dann nämlich vorkommen, dass bei einer Störung (zum Beispiel einer Beschädigung der Hoch spannungsleitung) auch die Stromversorgung der aus dem gleichen Netz versorgten Teil nehmerstationen gestört ist. Die Störung tritt also gerade dann auf, wenn die Fern meldeanlage am dringendsten benötigt wird.
In solchen Fällen sind dann auch andere Wechselstromquellen, wie zum Beispiel In duktoren, als Aushilfsstromquelle nicht brauchbar. da die Empfangsrelais in der Re gel an die Speisung mit Netzfrequenz ge bunden sind.
Alle diese Schwierigkeiten werden er findungsgemäss dadurch beseitigt, dass die Anlage mit Gleichstrom-Induktionsstrom- stössen betrieben und jeder Station eine Gleichstromquelle und eine Schalteinrich tung zur Aussendung von Induktionsstrom stössen zugeordnet ist. Hierdurch ist einer seits die Forderung erfüllt, dass die Anlage unabhängig von jedem Netz ist, anderseits kann bei Störungen der Fernmeldeleitungen der gestörte Teil der Leitung abgeschaltet und wenigstens auf dem übrigen Teil der Verkehr aufrecht erhalten werden. Zu die sem Zweck können den Stationen Trenn schalter zur Abschaltung der einlaufenden Leitungszweige zugeordnet sein.
Da in der Regel der Betrieb der Fern meldegeräte das Vorhandensein einer örtli chen Gleichstromquelle (zum Beispiel zur Speisung eines Mikrophons) erfordert, ist es ferner zweckmässig, in jeder Station eine Gleiehstrombatterie vorzusehen, die sowohl zur Aussendung der Induktionsstromstösse, als auch zur Speisung der Fernmeldegeräte dient. Um dabei mit einer Batterie niedriger Span nung auskommen zu können, empfiehlt es sich, den Stromstosssender über Transforma toren mit grossem Übersetzungsverhältnis mit der Leitung zu verbinden, wodurch die zur sicheren Übertragung der Stromstösse erfor derliche Spannungserhöhung herbeigeführt wird.
Wenn es sich um hochspannungsbe- einflusste Leitungen handelt, können diese Transformatoren als Schutztransformatoren ausgebildet sein, oder es können auch ausser den Transformatoren mit grossem Überset zungsverhältnis noch Schutztransformatoren Verwendung finden, die die Übertragung so wohl der Induktionsstromstösse, als auch der für den übrigen Verkehr verwendeten Fern meldeströme (zum Beispiel Fernsprech ströme) gestatten.
Zur Aufnahme der Stromstösse in den Stationen sind zweckmässigerweise polari sierte Relais angeordnet, die auch auf die Richtung des Induktionsstromstosses anspre chen. Die Eigenart dieses Relais kann ferner dazu ausgenutzt werden, einen Geheim sprechverkehr zu schaffen. Die Einleitung des Verkehrs kann bei Verwendung dieser polarisierten Relais beispielsweise derart er folgen, dass ein einzelner Stromstoss einer be stimmten Richtung ausgesandt wird, der die Anker aller polarisierten Relais einmal um legt und dadurch Einschaltvorgänge (zum Beispiel zur Vorbereitung der Wahl) aus löst.
Die Zeichnung zeigt zur Darlegung eine Ausführungsbeispiels des Erfindungsgegen standes in Abb. 1 die Schaltung einer Teil nehmerstelle einer Wahlrufanlage, während Abb. 2 die Anschaltung solcher Teilnehmer stationen an hochspannungsbeeinflusste Lei tungen darstellt. Im Ruhezustand sind die Klemmen a und b mit einem polarisierten Relais E verbunden, dessen Kontakt e im untern Teil der Zeichnung dargestellt ist.
Während der Impulsgabe dagegen ist das Relais B erregt, so dass sein Kontakt bi das Empfangsrelais E abtrennt und die Sekun- därseite TS des Stromstossübertragers an schaltet. Während , des Gespräches befindet sich der Kontakt bi wieder in der dargestell ten Lage, jedoch ist der Kontakt h1 umgelegt. so dass jetzt die Sekundärseite US des Sprech übertragers in Reihe mit dem Fernhörer h' an der Leitung liegt..
Die Einschaltung des Mikrophonkreises, dem die Primärseite<I>UP</I> des Sprechübertragers und das Mikrophon 11 angehören, erfolgt gleichzeitig mit dieser Umschaltung beim Abheben des Hörer durch den Hakenumschalter<I>HU</I> und Erre gung des Relais H. Der Anruf der gewünsch ten Station wird in bekannter Weise durch Einstellung des Schaltarmes SA eine Schrittschaltwerkes auf den der gewünschten Station zugeordneten Schrittkontakt herbei- geführt.
Sobald der Sehaaltarm eine gewisse Zeit in dieser Stellung verweilt hat, wird durch das Ansprechen von durch Verzöge rungseinrichtungen .gesteuerten Schaltmitteln der Wecker W der angerufenen Stelle in Tätigkeit gesetzt. Die Überwachung des Be- legungszustandes der Leitung wird durch ein Schauzeichen SZ ermöglicht.
Der Anruf einer gewünschten Station ge schieht auf folgende Weise: Sobald der rufende Teilnehmer den Hörer abhebt, wird durch Umlegen des Hakenumschalters HL' das Relais<I>H</I> erregt: -Ortsbatterie<I>OB,</I> Relaiswicklung H, Ruhekontakt ai, umgeleg ter Hakenumschalter<I>HU,</I> Ruhekontakt vi, -I- <I>OB.</I> Über den Kontakt lag wird einerseits ein Haltestromkreis für das Relais H vor bereitet, anderseits wird über den Kontakt ha der Mikrophonstromkreis geschlossen:
<I>-OB,</I> Mikrophon 111, Primärwicklung<I>UP</I> des Sprechübertragers, Kontakt h3, Hakenum schalter<I>HU,</I> Kontakt vi, + <I>OB.</I> Gleichzei tig wird durch Umlegen des Kontaktes hi das Empfangsrelais E von der Leitung abge trennt und der Fernhörerkreis, enthaltend Sekundärwicklung US und Fernhörer F, an die Leitung angeschlossen.
Durch einen vier ten Kontakt h4 des Relais H wird das Relais B zum Ansprechen gebracht: -I- OB, Relais wicklung B, Ruhekontakt si, Arbeitskonakt h4, <I>- OB.</I> Durch das Umlegen des Kontak <I>tes</I> h5 wird schliesslich der Erregerstromkreis für das Relais P und durch Offnen des Kon taktes h6 die Auslösung vorbereitet.
Sobald das Relais B anspricht, wird der Kontakt bi umgelegt, der zur Ermöglichung der Wahl den Fernhörerkreis abschaltet und den Impulsübertraget TP, TS mit der Leitung verbindet.
Ausserdem wird der Kontakt b2 und dadurch der Impulsstromkreis über die Primärwicklung TP des Impulsübertragers geschlossen: -i- <I>OB,</I> geschlossener Kontakt b2, Ruhekontakt s2, Primärwicklung TP, Ruhe kontakt s3, - OB. Damit aber beim Schlie ssen des Impulsstromkreises noch kein stören der Impuls in die Leitung gelangt, der zum Beispiel zu Fehlschaltungen Anlass geben konnte, sind die Relaiskontakte so justiert, dass sich zuerst der Kontakt, b2 und dann der Kontakt bi schliesst.
Zur Aussendung des ersten Impulses kommt es vielmehr erst nach dem Ansprechen des Relais S. Durch das. Relais. B wird näm lich auch der Kontakt b3 geschlossen, der die Erregung des Relais C herbeiführt. Dieses Relais hält sich über seinen Kontakt ei und und bringt gleichzeitig über den Kontakt c= das Relais S zum Ansprechen: 4- OB, Relais wicklung S, Impulskontakt -ni, geschlossener Kontakt c2, <B>-</B>OB.
Die Kontakte si, s2, s3 werden jetzt zum ersten Mal umgelegt. Die Wechselkontakte s2 und s3 kehren die Strom richtung in der Primärwicklung TP des Im pulsübertragers um und bewirken dadurch die Aussendung des Vorbereitungsimpulses. der in unten beschriebener MTeise die Emp fangsrelais E in allen Stationen umlegt. Der Impulsstromkreis wird kurze Zeit nach der Aussendung dieses Impulses wieder geöffnet. und zwar durch Aberregung des Relais B.
Diese erfolgt, sobald der Kontakt si umge legt worden ist und die durch die Abfallver zögerung des Relais B bedingte Zeitspanne abgelaufen ist. Durch die erwähnte Justie rung der Relaiskontakte von B ist dafür ge sorgt, dass zuerst der Leitungskontakt bi und erst nach ihm der Kontakt b2 geöffnet wird.
Der Abfall des Relais B ist auf den Er regungszustand des Relais S ohne Einfluss. da das Relais C sich über seinen Kontakt<B>ei</B> eingeschaltet hält und damit auch das Relais S über den Kontakt e2 unter Strom bleibt.
Wird jetzt zwecks Aussendung von Stromstössen zur Steuerung der Schrittschalt- werke der Impulsgeber betätigt, das heisst beispielsweise die Nummerscheibe aufgezo gen, so wird zunächst der Nummernscheiben kontakt nk geschlossen, der das Relais B abermals zum Ansprechen bringt. Dadurch wird in beschriebener Weise der Impuls stromkreis geschlossen. ohne jedoch irgend einen Fehlimpuls in die Leitung zu geben. Sobald dagegen die Nummernscheibe abläuft.
wird der Impulskontakt rii stossweise geöff net und geschlossen, so dass die Kontakte des Relais<B>8</B> stossweise von ihrer Arbeitsstellung in die Ruhestellung und umgekehrt umgelegt werden. Durch das Arbeiten der Kontakte s2 und s3 werden Stromstösse wechselnder Rich tung erzeugt, die über den Impulsübertrager in die Leitung gelangen. Durch die Um- polung der Batterie wird dabei eine beson ders kräftige Impulsgabe erzielt.
Das stoss weise Umlegen des Relaiskontaktes si wäh rend des Ablaufens der Nummernscheibe ist ohne jede Wirkung, da der Kontakt nk dabei dauernd -eschlossen ist.
Wenn nach Beendigung der Impulsgabe der Kontakt nk sich öffnet, kommt das Relais B wiederum zum Abfall, wodurch die Unter brechung des Impulsstromkreises mittelst des Kontaktes b2 und die Anschaltung des Fern- härerkreises an Stelle des Impulsübertragers durch Umlegen des Kontaktes bi erfolgt.
In den übrigen Stationen wird durch den Vorbereitungsimpuls zunächst das polari sierte Empfangsrelais E .einmal erregt und dadurch der Relaiskontakt e aus der Ruhe lage in die Arbeitslage umgelegt, in der er bis zum Eintreffen der Wahlimpulse liegen bleibt. Durch den Kontakt e wird das Re lais A zum Ansprechen gebracht, welches durch Öffnen des Kontaktes ai zum Z-v#reclie der Geheimhaltung den Stromkreis für das Relais H zunächst unterbricht, so dass dieses beim Umlegen des Hakenumschalterkontaktes <I>HU</I> nicht erregt werden kann. Dagegen wird durch Schliessen des Kontaktes a2 ein Schau zeichen<B>87,</B> eingeschaltet, welches allen Sta tionen die Belegung der Leitung kundgibt.
Der Kontakt a3 schliesst den Stromkreis für ein Thermorelais Th., dessen Zweck weiter unten erläutert wird. Über den Kontakt a.s wird ferner ein Stromkreis für die Relais V und<B>J</B> vorbereitet, während der Kontakt a5 zur Vorbereitung des Anrufes dient.
Die ankommenden Wahlimpulse legen den Anker e des polarisierten Empfangs relais E stossweise in die Ruhestellung um und in die Arbeitsstellung zurück, wodurch das Impulsrelais J stossweise erregt wird: -; <I>OB,</I> Relais J, geschlossener Kontakt a4, geschlossener Ruhekontakt e,<I>- OB.</I> Die von dem Relais J aufgenommenen Stromstösse be- wirken ein stossweises Schliessen des Impuls kontaktes i und damit die Erregung des An triebsmagnetes D des Schrittschaltwerkes, dessen Anker dementsprechend schrittweise vorwärts geschaltet wird.
Während der Impulsgabe ist das Relais V, welches dem Impulsrelais J parallel liegt, aber verzögerten Abfall besitzt, dauernd an gezogen, so dass einerseits der Kontakt ri im Stromkreis des Hakenumschalters<I>HU</I> und des Thermorelais Ih,, anderseits der Kontakt 2111 geöffnet wird, welcher zunächst das An sprechen der an die Kontakte des Schritt schaltwerkes a.ngesehlossenen Schalteinrich tungen verhindert.
In der gewünschten Station wird der Schaltarm SA durch die in geeigneter Zahl ausgesandten Stromstösse auf den dieser Sta tion zugeordneten Kontakt x bewegt, auf dem er stehen bleibt. Sobald: nach Beendi gung des letzten Impulses das Verzögerungs- relais V abfällt, wird der Kontakt ri zur Vorbereitung des Anrufes geschlossen.
Gleich zeitig wird über den Kontakt U2 das Relais B erregt: -I- <I>OB,</I> Relais B, geschlossener Kon takt a5, Ruhekontakt 165, Ruhekontakt p2, Stationskontakt .r, Schaltarm SA, geschlos sener Ruhekontakt q,2, <I>- OB.</I> Der sich schlie ssende Kontakt ri schaltet den Wecker TI' ein, der auf die gewünschte Verbindung auf merksam macht:
- OB, Wecker W, geschlos sener Kontakt ri, Ruhekontakt HL', Kontakt + <I>OB.</I>
Das Öffnen des Kontaktes n-, hat die Un terbrechung des Stromkreises für das Ther- morelais Th zur Folge, so dass dieses nicht zum Ansprechen kommt. Schliesslich wird durch Schliessen des Kontaktes r3 die Erre gung des Relais H vorbereitet, die beim Ab heben des Hörers erfolgt:<I>- OB,</I> Relaiswick lung H, geschlossener Kontakt r3, Arbeits kontakt des Hakenumschalters HU. Ruhe kontakt m, -f- <I>OB.</I>
Der Wechselkontakt hi wird durch das Relais H umgelegt, so dass jetzt. auch in der angerufenen Station der Fernhörerkreis an Stelle des Empfangsrelais E mit der Leitung verbunden ist. Gleichzeitig wird über den Kontakt las ein Haltestromkreis für das Re lais H vorbereitet und über den Kontakt 1a3 der Mikrophonstromkreis geschlossen: -OB, Mikrophon M, Primärwicklung des: Sprech übertragers<I>UP,</I> Arbeitskontakte h3 und<I>HU,</I> Ruhekontakte vi, -i- <I>OB.</I>
Durch den Kontakt h5 wird das Relais R abgetrennt und an seiner Stelle das Relais P eingeschaltet. Der Kontakt ri im Stromkreis des Weckers W wird dadurch unterbrochen, jedoch ist der Wecker bereits vorher nach dem Abheben des Hörers durch Unterbre chung von<I>HU</I> stillgesetzt worden. Die Rück stellung des Kontaktes r3 bleibt wirkungslos. da das Relais H über seinen eigenen Kon takt h2 eingeschaltet bleibt.
Im Stromkreis des Thermorelais Th -schliesst sich zwar der Ruhekontakt r2, wird aber alsbald in seiner Wirkung durch das Öffnen des Kontaktes pl des Relais P ersetzt.
Der Kontakt P2 wird umgelegt und hält das Relais P unabhängig von Relais H erregt: -f- <I>OB,</I> Relais P, Ar beitskontakt p2, Kontakt x, Schaltarm SA, Ruhekontakt v2, <I>- OB.</I> Schliesslich wird über den Kontakt P3 der Rückstellstromkreis für den Drehmagneten D vorbereitet, wäh rend der Kontakt P4 den Wechselkontakt bi überbrückt, so dass jetzt der Fernhörerkreis parallel zu der Sekundärwicklung TS des Impulsübertragers an der Leitung liegt.
In den übrigen, nicht angerufenen Sta tionen werden die Schrittschaltwerke nach Erregung der Relais E und A um die gleiche Zahl von Schritten verstellt, erreichen dabei also keinen Stationskontakt, sondern bleiben auf einem der Kontakte stehen, die mit dem Relais P verbunden sind.
In diesen Stationen kommt also das Relas P zum Ansprechen, so bald nach Beendigung der Impulsgabe das Verzögerungsrelais V abgefallen ist und seinen Kontakt v2 geschlossen hat: -j- OB, Relais P, Schaltarm SA, geschlossener Ruhe kontakt v2, <I>- OB.</I> Der Kontakt pi unter bricht in bereits beschriebener Weise den Stromkreis für das Thermorelais Th, der vor her beim Ansprechen des Relais A über den Kontakt a3 geschlossen wurde.
Da der Kon takt al geöffnet ist und ,anderseits auch der Kontakt r3 geöffnet bleibt, ist jedes Abheben des Hörers wirkungslos, so dass durch diese Schaltung ein Geheimverkehr erzielt wird. Der Belegungszustand der Leitung kann durch das Ansprechen des Schauzeichens SZ (über den Kontakt a2) ohne weiteres fest gestellt werden.
Die Fortsehaltung der Schrittschaltwerke in die Ruhestellung kann von einer der beiden miteinander verkehrenden Sprechstellen aus erfolgen. Wird beispielsweise an der an rufenden Station der Hörer aufgelegt, so wird der Hakenumschalter<I>HU</I> in seine Ruhelake gebracht, in der er den Stromkreis des Relais 1i unterbricht. Dieses kommt dadurch zum Abfall, so dass durch den Kontakt hi der Fernhörerkreis und durch denKontakt h3 der Mikrophonkreis unterbrochen werden.
Das Zurückfallen des Kontaktes h6 in die Schliessstellung hat, da ja das Relais S noch angezogen und der Kontakt si umgelegt ist, das Ansprechen des Relais B zur Folge: -i- <I>OB,</I> Relais<I>B,</I> Arbeitskontakt si. Ruhe kontakt h6, -OB. Das Relais B schaltet über den Kontakt. b4 das Relais I' ein, des sen Stromkreis durch Umlegen des Kontak tes h4 vorbereitet wurde: + OB.
Relais L'. Arbeitskontakt b.i, Ruhekontakt 1a4. <I>- OB.</I> Das Relais LT trennt jetzt mit seinem Kon takt ui den Haltestromkreis des Relais C auf, so dass dieses abfällt und durch Unterbre chung des Kontaktes c2 auch das Relais stromlos macht.
Das Abfallen des Relais<B>8</B> hat die Rück stellung der Kontakte si, s2, s3 in die Ruhe lage zur Folge, wodurch über die vorher ge schlossenen Kontakte bi und b2 der Schluss- impuls in die Leitung gegeben wird. Durch diesen Schlussimpuls werden in den Stationen die Anker e der Empfängerrelais E aus der Arbeits- in die Ruhelage umgelegt, in der sie bis zuin Beginn des nächsten Wahlorganes liegen bleiben.
Die Rückstellung des Kon taktes e bewirkt die Abschaltung des Relais A, so dass nach Ablauf der durch die Ab- faliverzögerung bedingten Zeit das Schau zeichen SZ durch Unterbrechung des Kon- taktes cal verschwindet. Durch Öffnen des Kontaktes a,4 wird bei der nun folgenden Rückstellung das Ansprechen der Relais V und I verhindert.
Da nach Aberregung des Relais S und Umlegung des Kontaktes s1 das Relais B, so wie nach Auftrennung des Kontaktes b4 auch das Relais U zum Abfall gekommen sind, wird über den nunmehr geschlossenen Ruhe kontakt u2 und den Ruhekontakt des Emp fangsrelais e der Drehmagnet D erregt: OB,-Drehmagnet <I>D,</I> Ruhekontakt 242, Ar beitskontakt p3, Ruhekontakt<I>e,<B>-</B></I>OB.
Der Drehmagnet zeigt also an und schliesst daher seinen Kontakt d, so dass das Relais U an zieht:<I>,'- OB,</I> Relais U, Magnetkontakt<I>d,</I> Ruhekontakte v3 und<I>e, -OB.</I> (Während des Wahlvorganges war das Relais V er regt, so dass der Kontakt va das Schliessen des Kontaktes d unwirksam machte.) Das Relais U öffnet nun den Kontakt u2 im Stromkreis des Drehmagnetes D, der so mit wieder abfällt und seinen Kontakt d öff net.
Dieses wechselseitige Zusammenarbei ten der Relais<I>U</I> und<I>D</I> erfolgt unter Fo.rt- schaltung des SchrittschaUwerkes solange, bis der Schaltarm SA die Ruhestellung er reicht hat. In dieser erfolgt das Öffnen des Kontaktes p3, so dass der Drehmagnet strom los bleibt.
Für den Fall, dass das Empfangsrelais E durch irgendwelche Zufälle oder Fehlschal tungen in die Arbeitsstellung umgelegt ist, ohne dass ein Anruf eingeleitet war, ist das Thermorelais Th vorgesehen, welches über den Kontakt a3 eingeschaltet wird und nach Ablauf einer gewissen Zeit den Kontakt th umlegt.
Durch diesen Kontakt wird das Empfangsrelais E über die Widerstände Wd vorübergehend an die Batterie derart ange schaltet, dass sein Anker in die Ruhelage zu rückbewegt wird. Die Auftrennung des Kon taktes a3 hat dann wieder das Abfallen des Thermorelais Th, zur Folge. Gleichzeitig wurde durch den Kontakt a2 auf die vorüber gehende scheinbare Belegung der Leitung aufmerksam gemacht.
Abb. 2 zeigt an einem Ausführungsbei spiel, in welcher Weise mehrere Teilnehmer- stellen T1, <I>T2,</I> die zum Beispiel nach Abb. 1 geschaltet sein können, mit der Fernmelde leitung verbunden sind. Die Fernmeldelei tung, die als zweiadrige Leitung a, b bei spielsweise auf dem Gestänge einer Hoch spannungsleitung<I>r, s, t</I> verlegt und daher der Gefahr einer Beeinflussung durch diese ausgesetzt ist, wird zweckmässigerweise in geeigneten Abständen durch Leitungsüber trager LUi, LU2 in einzelne Abschnitte unterteilt.
Die Teilnehmerstationen T1 und T2 sind mit der Leitung über Schutztrans formatoren STi bezw. ST2 verbunden, die in bekannter Weise mit einem geerdeten Schirm zur statischen Abschirmung der beiden Wicklungen gegeneinander versehen sein können. Zum weiteren Schutz der Geräte können Schmelzsicherungen SSi bezw. SS'2 und Spannungsableiter SAi bezw. SA2 vor gesehen sein.
Ferner ist es in vielen Fällen zweckmässig, bei allen oder einigen Stationen (je nach der Leitungslänge) Drosselspulen D1. <I>D2</I> mit geerdetem Wicklungsmittelpunkt zwischen die beiden Leitungsadern zu schal ten. Der Zweck dieser Drosselspulen ist die Abführung der von der Hochspannungslei tung hervorgerufenen (induzierten und kapa- zitiven) Ströme. In den bekannten Wahl anrufsystemen ist der Einbau solcher Er dungsdrosseln nicht möglich.
In die von der Station aus abgehenden Leitungszweige der Fernmeldeleitung ist je ein Trennschalter (T81 und TS2 für Station T1 bezw. TSa und TS.i für Station T2) ge legt, durch welche die Abschaltung von Lei tungszweigen ermöglicht wird.
Ist beispiels weise an der durch x gekennzeichneten Stelle die Fernmeldeleitung gestört, so dass ein Ver kehr mit den links von x liegenden Stationen unmöglich, aber auch der gegenseitige Ver kehr der übrigen rechts von x gelegenen Sta tionen stark beeinträchtigt wird, so kann durch Öffnen des Trennschalters TSi der schadhafte Leitungsteil abgeschaltet werden. Die Stationen. T1, T2 und die übrigen rechts von der Störungsstelle gelegenen Stationen können nun wieder ungehindert miteinander verkehren.
In gleicher Weise kann auch die nächstliegend e Station links von der Stö rungsstelle den dieser zugekehrten Trenn schalteT öffnen und dadurch den Ver kehr aller links von der Störungsstelle liegen den Stationen miteinander freigeben. Durch diese Abschaltmöglichkeit wird also eine weitgehende Unabhängigkeit des Betriebes von Störungsfällen geschaffen.