Fernmeldeanlage mit einer mit mehreren Abzweigstellen versehenen Verbindungsleitung. Die Erfindung bezieht -sich auf eine Fernmeldeanlage mit einer mit mehreren<B>Ab-</B> zweigstellen versehenen Verbindungsleitung (Gesellschaftsleitung) und kann insbesondere für Fernsprechanlagen von Vorteil sein.
Sie bezweckt, bei einer Belegung der Ver bindungsleitung die zur Wahrung des Ge heimverkehrs erforderliche Sperrung dersel ben gegen Weiterbelegung sofort bei deren Belegung ohne eine hierfür besonders vorzu nehmende Schaltmassnahme herbeizuführen und erreicht dieses dadurch, dass bei der Be legung der Verbindungsleitung Schalteinrich tungen wirksam werden, welche durch Aus sendung von Wechselstrom selbsttätig eine Anschaltung von Abzweigstellen an diese Verbindungsleitung verhindern.
<B>-</B> Einen besonderen Vorteil bietet die erfin dungsgemässe Ausbildung in solchen An lagen, bei denen die einzelnen Abzweigstel len der Verbindungsleitung über grössere Entfernungen verteilt sind, da auch in die- sen Anlagen infolge- der Verwendung von Wechselstrom ein-e--.,Sperrung der Verbin dungsleitung in einfacher und zuverlässiger Weise erfolgen kann.
Ein Ausführungsbeispiel einer Anlage nach der Erfindung zeigen die Fig. <B>1</B> und 2 der Zeichnung im Schema. Fig. <B>1</B> zeigt dabei die Gesellscbaftsleitung VL mit den Teilneh merstellen T und TI, während Fig. 2 eine der Gesellschaftsleitung zugeordnete Ver mittlungsstelle zeigt. Im folgenden ist zu nächst eine Verbindung eines Teilnehmers T einer Gesellschaftsleitung mit einem Teilneh mer TI derselben Gesellschaftsleitung be schrieben.
Im -vorliegenden Beispiel sind an jeder Teilnehmerstelle Schrittschaltwerke vorge sehen, welche von einer in einer der Gesell- schaftsleitung zugänglichen Vermittlungs stelle angeordneten Einrichtung beeinflusst werden können. Die Schriftschaltwerke an den einzelnen Stellen arbeiten in der Weise, dass sie beim Verlassen ihrer Ruhestellung bestimmte Kontakte betätigen und ausserdem noch in einer bestimmten Stellung, in wel cher die betreffende Teilnehmerstelle ange rufen werden kann, weitere Kontakte beein flussen. An der Teilnehmerstelle T zum Bei spiel wirken diese Kontakte folgendermassen.
der Schaltarm 20s kommt sofort bei dem ersten Schritt mit dem Kontaktseginent in Berührung; der Schaltarm 6s verlässt bei spielsweise beim vorletzten Schritt, zum Bei spiel im vorliegenden Falle beim<B>31.</B> Schritt, das Kontaktsegment, während der Schalt arm 9s sofort beim Verlassen der Ruhestel lung seinen Kontakt öffnet; die weiteren Schaltarme<I>10s,</I> lls und 17s rufen nur bei der Stellung des Schritischaltwerkes, in wel cher die betreffende Sprechstelle erreicht werden kann, Kontaktschliessungen hervor.
Die Einrichtung in der der Gesellschafts leitung zugänglichen Vermittlungsstelle dient zur Aufnahme der vom anrufenden Teilneh mer ausgesandten Stromstösse, sowie zur Auf speicherung und Umrechnung derselben-, ausserdem bewirkt sie die Rücksendung der Stromstösse in die Gesellschaftsleitung zwecks Anschaltung des gewünschten<B>-</B> Teilnehmers unter Betätigung der den einzelnen Stationen zugeordneten Schrittschaltwerke.
Zur Aufspeicherung und Umrechnung sind beispielsweise zwei Schrittschaltwerke benutzt, von denen der Speicher Spl, wel cher zuerst eingestellt wird, von der Bauart eines ersten Vorwählers mit fünf Kontakt- bKn'ken und demzufolge auch mit fünf Sehaltarmen a, b, <B>e,<I>d,</I></B><I> e</I> ist, während der Speicher Sp2 nach Art eines Steuerschalters ,gleichfalls aus fünf Kontaktbänken mit<B>je</B> zehn Kontakten besteht, wobei durch die Schaltarme-bei der Einstellung des Speichers die entsprechenden Kontakte überbrückt wer den.
Die Wirkungsweise der beiden Speicher ist derart, dass durch eine erste Stromstoss- reihe die fünf Sehaltarme a,<B>b,</B> el <B><I>d,</I></B><I> e,</I> des Speichers<B>1</B> auf den der Zahl der Stromstösse entsprechenden Schritt Sehr eingestellt werd den, um dort bis zur Rückstellung bei Schl-uss der Verbindung stehen zu bleiben,
und dass durch eine darauffolgende zweite Stromstoss- reihe die Schaltarme des Speichers 2 auf die der Zahl der Stromstösse entsprechenden Kon takte in den Konfaktbänden Kb eingestellt werden und diese Kontakte überbrücken. Durch die Einstellung der beiden Speicher ist ein bestimmter Weg festgelegt. Beim<B>Ab-</B> greifen der Speicher spricht beim Erreichen dieses bestimmten Weges über diesen eine Prüfungseinrichtung an.
Die Verdrahtung der Speicher ist in ein facher Weise aus dem gegebenen Ausfüh rungsbeispiel zu ersehen. Das Abgreifen des Speichers erfolgt durch eine Relaiskette, wo bei gleichzeitig Wechselstromimpulse in die Gesellschaftsleitung zur Anschaltung des ge wünschten Teilnehmers gesandt werden.
Ilebt der Teilnehmer T seinen Hörer ab, so werden hierdurch die Kontakte seines Hakenumschalters betätigt, das heisst, es wer den die Kontakte 13hu und 15hit geöffnet und die Kontakte 14hit und 16hu geschlos sen.
Durch Schliessen des Kontaktes 1612.it erfol-t eine Erregung des Relais<B>U2</B> im Stromkreis: Erde, Kontakt 16hu, Relais<B>U2,</B> Schaltarm 9s des Schrittschaltwerkes, Kon takt 5i, Schalt-arm 6s des Schrittschaltwer- kes, Relais<B>J,</B> Batterie, Erde. Das Relais<B>J</B> spricht in diesem Stromkreise infolge des durch die Vorschaltung von Relais<B>U2</B> be dingten geringeren Stromes nicht an.
Durch Erregung des Relais<B>U2</B> werden die Kon- Iakte 1u2, 2u92, 8u2 und 12u2 geschlossen, so dass die Adern a und<B>b</B> der Verbindungs leitung VL über die Teilnehmerstelle T über brückt werden und ausserdem das Relais UI2 in einen Haltehreis über den Kontakt 8u2 ge legt wird.
Demzufolge wird das in der der Gesellschaftsleitung zugänglichen Vermitt lungsstelle liegende Relais<B>A.</B> erregt -aber: Erde, Batterie, Wicklung I des Relais<B>A.</B> 'Kontakte 14le, 21w1, 135x, a-Ader der Ver bindungsleitung VL, Kontakt 1.u2, Teilneh mer T, Kontakt '20, b-Ader der Verbin dungsleitung VL, Kontakte<I>133x, 23w1,</I> Wicklung<B>11</B> des Relais<B>A,</B> Erde. Das Relais <B>A</B> betätigt seine Kontakte, so dass eine Erre- gung des verzögerten Relais V zustande kommt über: Erde, Kontakte 29w, 30a, Re lais V, Batterie, Erde.
Durch Erregung des Relais V wird das Relais Z über: Erde, Kon takt 319,1, Relais Z, Batterie, Erde und das Relais<B>U</B> über: Erde, Batterie, Drehmagnet DI des Speichers Spl, Schaltarm sl des Spei chers Spl, Relais U, Kontakt 91v, Erde, er regt. Ausserdem<U>kommen</U> die Relais<B>8</B> und Pi zur Erregung Über: Erde, Kontakt 80v, Schaltarm 132s2 des Speichers Sp2, Wick lungen<B>1</B> der Relais R und<B>S,</B> Batterie, Erde.
Nach Erregung des Relais<B>U</B> erfolgt durch Schliessen des Kontaktes 56u eine Erregung der Wieklung IT des Relais Wl über: Erde, Batterie, Wicklung II des Relais Wl, Kon takte 56u, 57u1,<B>58p1,</B> 59v, Erde. Das Re lais T471 öffnet seine Kontakte 21wi und '23w1 und schliesst seine Kontakte 22w1 und 24w1. Durch Öffnen der genannten Kon takte wird das Relais<B>A</B> von der über die Teilnehmerstelle verlaufenden Schleife abge schaltet, so dass es abfällt-.
Demzufolge kommt jetzt eine Erregung des Relais H zu stande -aber: Erde, Batterie, Relais H, KO-n- takte <B>70q,</B> 79v, 78a, 762v, Erde. Durch Er regung des Relais II wird ein Erregerstrom kreis für das Relais M geschlossen über-. Erde, Batterie, Wicklung II des Relais M, Kontakte<B>62q, 63h,</B> 65,v, Erde.
Das Relais JI legt durch Schliessen seiner Kontakte 26m und 281n einen Wechselstrom an die Adern a und 1) der Verbindungsleitung VL, welcher die an den einzelnen Sprechstellen vorge sehenen Wechselstromrelais <B>R',</B> R'l <B>...</B> beein- flusst. Durch Erregung des Relais R' kommt ein Ansprechen des Relais<B>J</B> in der Sprech stelle T und ebenso in entsprechender Weise in den Weiteren Sprechstellen, deren Einrich tungen hier nicht dargestellt sind, da sie den Einrichtungen der Teilnehmerstelle T ent sprechen, zustande.
Der Erregerstromkreis für das Relais<B>J</B> verläuft in der Sprechstelle T über: Erde, Kontakte 7r, 5i, Schaltarm 6s des Schriftschaltwerkes, Relais<B>J,</B> Batterie, Erde. Das Relais<B>J</B> hält sich zunächst, un abhängig von dem Kontakt 7r, über: Erde., Kontakt 4d des Drehmagnetes<B>D</B> des Schritt- schaltwerkes, Kontakt 3i., Relais<B>J,</B> Batterie, Erde.
Durch Erregung des Relais<B>J</B> wird über den Kontakt 19i der Drehmagnet des Schriftschaltwerkes <B>D</B> beeinflusst, so dass das Schritischaltwerk um einen Schritt fort- geschaltet -wird und demzufolge an seinem Schaltarm 9s den Kontakt aufhebt.
Das Re lais U2 bleibt in der anrufenden Teilnehmer stelle trotz Offnens des Kontaktes am Schalt arm 9s erregt, da der durch denselben in der Ruhestellung geschlossene Konfakt bei Aii- sprechen des Relais U2 am Kontakt<B>8u2</B> überbrückt wird.
Da an den übrigen Sprech stellen, ausser an der anrufenden, das dem Relais U, 2 entsprechende Relais nicht erregt ist, so besteht für alle übrigen Teilnehmer der Gesellschaftsleitung keine Möglichkeit, beim Abheben ihres Hörers durch ihre Ha- kenumschalterkontakte ihr entsprechendes U2-Relais zum Ansprechen zu bringen und sich somit an die gemeinsame Leitung anzu- schalt-en. Durch Abheben des Hörers an der anrufenden Teilnehmerstelle wird demnach eine selbsttätige Aussperrung aller weiteren, an der Gesellschaftsleitung liegenden Teil nehmerstellen eingeleitet.
Betrachten wir jetzt weiter die Schalt vorgänge in der Vermittlungsstelle, so sehen wir, dass nach dem Ansprechen des Relais II und der damit verbundenen Aussendung des #Vechselstromstosses eine Erregung des Re lais Q zustande kommt, über: Erde, Batterie, Relais<B>Q,</B> Kontakte 68m, 65q", Erde. Das Re lais- Q legt sich in einen Haltekreis über: Erde, Batterie, Relais<B>Q,</B> Kontakte<B>69q, 79r,</B> 78a, 76w, Erde.
Durch Öffnen des Kontak tes<B>62q</B> -wird das Relais M aberregt, dadurch der Kontakt 71m geöffnet und daher wird auch durch Öffnen des Kontaktes 70q das Relais H stromlos. Es sei hier noch erwähnt, dass beim Ansprechen des Relais M auch eine Erregung des Relais rT1 erfolgt über-. Erde, Batterie, Wicklung 11 des Relais T.TI, Schaltarm 51s2 des Speichers Sp2, Koii- takte 54m, 53r, Erde.
Das Relais Ul legt sich mit seiner Wicklung II in einen Halte kreis, der nach Aberregung des Relais II statt über den Kontakt 54m, über den Kon- takt 52ul verläuft-.
Durch Erregung des Relais Ul wird am Kontakt 57u1 der Erre gerkreis der Wicklung II des Relais TV1 aufgetrennt, so dass jetzt die Teilnehmer schleife von der Wechselstromquelle abge trennt und wiederum zu dem Relais<B>A</B> in der Vermittlungsstelle durchgeschaltet ist, wel- elles wieder anspricht und durch Öffnen des Kontaktes 78a auch das Relais<B>Q</B> aberregt.
Wie wir bei der Aussendung des Wech selstromstosses gesehen haben, arbeiten die Relais H, 1111 und<B>Q</B> in einer Erregerhette. Diese Relais dienen zur Stromstosskorrektur, da das Relais<B>A</B> infolge der langen Verbin dungsleitungen für die erforderliche geregelte Aufeinanderfolge von Stromstoss und Pause nicht genügend regelmässig arbeitet. Diese unregelmässige Arbeitsweise wird durch die Relais<I>M,<B>Q</B></I> und H korrigiert und dadurch in gleichmässiges Stromstossverhältnis ge schaffen.
<B>-</B> Nach Erregung des Relais TJ1 kommt das Relais<B>D3</B> zum Ansprechen über: Erde, Bat terie, differential geschaltete und parallel liegende Wicklungen I und II des Relais<B>D3.</B> Kontakte 129u, 130ul, 131v, Erde.
Infolge seiner Differentialwirkung kommt das Relais <B>D3</B> nach Erregung des Relais Ul verzögert zum Ansprechen, wobei die Verzögerungszeit so bemessen ist, dass ein Ansprechen erst nach einmaligem Ablauf der Korrekturkette der Relais<B><I>31, Q</I></B> und H eingetreten ist, um eine vorzeitige Beeinflussung der Speicher, deren Anschaltung von dem Relais<B>D3</B> am Kontakt 86d abhängig ist, zu vermeiden.
Nach der Fortschaltung der Schrittschalt- werke an den einzelnen Sprechstellen sind in der Vermittlungsstelle demnach die Relais <B><I>A</I> '</B><I>V, Z, R,<B>8, U,</B></I> Ul und<B>D3</B> erregt.
Sendet jetzt der anrufende Teilnehmer zwecks An- schaltung des gewünschten Teilnehmers Nummernstromstösse aus, das heisst, unter bricht er stossweise die tiber die Adern a und <B>b</B> der Verbindungsleitung verlaufende Teil nehmerschleife, so wird entsprechend den Unterbrechungen der Schleife das Relais '.4 in der Vermittlungssielle stossweise aberregt und wieder erregt.
Die Stromstosskorrektur- relais 111,<B>Q</B> und<B>1-1</B> arbeiten jetzt entsprechena der von dem Teilnehmer ausgehenden Num mernwahl, und zwar unter dem Einfluss des Stromstossempfangsrelais <B>A.</B> Die Korrektur kette der Relais M, <B>Q</B> und H wird dabei über den Kontakt 78a in einer Weise beeinflusst, wie dies bereits bei der Beschreibung des ersten Wechselstromimpulses zur Fortschal- tung der Schrittsehaltwerke aus der Ruhe stellung beschrieben wurde,
indem nämlich durch den Kontakt 78a das Relais LI, durch das Relais H (Kontakt<B>63h),</B> das Relais ill und durch das Relais 11 (Kontakt 68m) das Relais<B>Q</B> beeinflusst wird, welch letzteres jetzt die ganze Korrehturkette durch Öffnen der Kontakte.<B>62q</B> und 70q wieder zum<B>Ab-</B> fallen bringt, so dass eine neue Beeinflussung durch den Impulskontakt 78a eintreten kann.
Wir sehen also, dass jedes Relais der Korrek turkette entsprechend den Stromstössen des Stromstossempfangsrelais <B>A</B> beeinflusst wird, so dass auch der Speicher Spl, dessen Dreh magnet<B>Dl</B> vom Kontakt<B>87</B> q über einen im folgenden genannten Stromkreis beeinflusst wird, entsprechend der vom Teilnehmer aus gesandten Stromstossreihe betätigt wird.
Die ausgesandten Stromstösse beeinflussen dem nach, falls sie aus vier Stro#mstössen bestehen, den Drehmagnet DI des Speichers Spl vier mal, über: Erde, Batterie, Drehmagnet DI des Speichers Spl, Kontakte 93u, 85ul, <B>86d3-,</B> <B>87q,</B> 88v, Erde. Der Speicher L9pl, der, wie schon gesagt, einem bereits bekannten Vor- wähler entspricht, wird demzufolge, wie in der Abbildung durch Andeutung der fünf Schaltarme a,<B>b, e,<I>d,</I></B><I> e</I> dargestellt, auf den vierten Schritt eingestellt.
<B>,</B> Nach Ablauf der ersten Stromstossreilie fällt das Relais<B>U</B> ab, welches während der Stromstossreihe über- Erde, Batterie, Wider stand Wil, Kontakte<B>89q,</B> 90u, Relais<B>U,</B> Kontakt 91v, Erde, erregt gehalten -wurde.
Durch die Aberregung erfolgt am Kontakt 92u eine Umschaltung vom Drehmagneten<B>Dl</B> däs Speichers Spl auf den Drehmagneten D2 des Speichers Sp2, so dass demzufolge jetzt die zweite Stromstossreihe, welche aus zwei Stromstössen bestehen mag, auf den Dreh- magneten D2 des Speichers Sp2 wirkt und diesen zweimal betätigt über:
Erde, Batterie, Drehmagnet<B>D2</B> des Speichers Sp2, Kontakte 92u, 85u1,<B>86d3, 87q,</B> 88v, Erde. Entspre- ehend der Beeinflussung des Drehmagnetes D2 wird der Speicher Sp2 um !zwei Schritte fortgeschaltet, so dass seine Schaltarme in jeder Kontaktbank, wie dies auch in der<B>Ab-</B> bildung durch gestrichelte Linien gezeigt ist, den Schritt 2 überbrücken.
Nach Ablauf der zweiten Stromstossreibe wird das Relais UI, welches während der zweiten Stromstossreihe erregt gehalten wurde, über: Erde, Batterie, Wicklung I des Relais Ul, Kontakt(# 55u1, 54m, 53v, Erde, abfallen.
Hierdurch kommt eine Erregung des Relais W zustande, -welches in gleicher Weise wie das Relais D3 infolge Differen tialschaltung seiner beiden Wicklungen ver zögert anspricht, über- Erde, Batterie, paral lel liegende Wicklungen I und II des Relais W, Kontakte 127u, 57ul, 58pl, 59v, Erde; ausserdem wird das Relais<B>D3</B> durellÖffnen des Kontaktes<B>130m1</B> aberregt und die Wick lung II des Relais WI nach Ansprechen des Relais W erregt über:
Erde, Batterie, Wick lung II des Relais Wl, Kontakte 128w, 58pl, 59v, Erde. Durch Erregung des Re lais W wird die aus den Relais HI, H2,<B>H3,</B> H4, <B><I>H5</I></B> und P bestehende Relaiskette zum Ab-,reifen der eingestellten Speicher ange lassen, wobei gleichzeitig mit dem Abgreifen über die Kontakte der Relais Wl und M die Aussendung von Wechselstrom in die Ge sellschaftsleitung zur Anschaltung des ge wünschten Teilnehmers an die Leitung er folgt.
Das Relais<B>A,</B> welches bei der Aufnahme der vom Teilnehmer ausgesandten Stromstösse. als Stromstossemplangsrelais arbeitete, arbei tet beim Ablauf des Speichers als Taktrelais in der Relaiskette für die Stro-instossgabe in die Gesellschaftsleitung. Zu den Stromstoss- korrekturrelais <I>M,<B>Q</B></I> und H kommt jetzt noch ein weiteres Relais<B>0,</B> welche zusammen als Stromstossiaktrelais arbeiten, und zwar der art-, dass die Relais M,<B><I>0,
</I> Q</B> und H durch gegenseitiges Wechselspiel ununterbrochen die Länge des Öffnens und Schliessens des Stromstosskreises bestimmen.
Das Wechselspiel der obengenannten Re lais M, <B><I>Q,</I></B><I> H</I> und<B>0</B> wird auf die Relais<B>A,</B> <I>B,</I><B>D3</B> und<B>E</B> übertragen, und zwar in der Weise, dass, -wie später beschrieben wird, die Relais<B><I>A,</I></B><I> B,</I><B>D3</B> und<B>E</B> im Takt verschieden lang arbeiten.
Es sei noch erwähnt, dass die Relaiskette M,<B><I>0,</I> Q</B> und 1-1 unter Vermitt lung # eines Kontaktes des Relais<B>1-1<I>(1 13h</I></B> und 114h) auf die Relaiskette<B><I>A,</I></B><I> B,</I><B>D3</B> und <B>E</B> arbeitet und unter Vermittlung von Kon takten des Relais M (96ni und 28m) in die Gesellschaftsleitung Stromstösse sendet.
Die Relais<B>B</B> und<B>8,</B> welche, wie schon gesagt, bereits bei Belegung der Vermitt lungsstelle erregt wurden, legen sich in einen Haltekreis, und zwar das Relais<B>S</B> über den Kontakt 84s seine Wicklung I, und das Re lais<B>B</B> seine Wicklung II, unter Vermittlung des Kontaktes 83r, Das Abgreifen des Speichers durch die Kette der Relais<I>HI, 112</I> usw. erfolgt fol gendermassen: Nach Ansprechen des Relais W kommt eine Erregung des Relais Hl zustande über: Erde, Batterie, Relais HI, Kontakte<B>99h2.,</B> 96e,<B>95h,</B> 94w, Erde.
Das Relais Hl legt sich in einen Haltestromkreis über: Erde, Batte rie, Relais HI, Kontakte 100kl, 109p, 110r, Erde. Durch Ansprechen des Relais HI er folgt eine Erregung des Relais H über: Erde, Kontakte 77w,<B>75h1,</B> 74pl, <B>73p,</B> 72o, 70q, Relais H, Batterie, Erde. Durch Schliessen des Kontaktes 114h kommt eine Erregung des Relais<B>A</B> zustande über: Erde, Batterie, Wicklung III des Relais<B>A,</B> Kontakte 112w, <B>125b,</B> 114h, 117pl, 118p, 119v, Erde.
Die Erregung des Relais H bringt eine aufeinan- derfolgende Erregung der Relais M, <B>Q</B> und<B>0</B> mit sich, wie dies schon für die Relais M und <B>Q</B> bei Aufnahme der Nummernstromstösse beschrieben wurde, welche nach ihrer gegen seitigen Beeinflussung das Relais H wieder zum Abfall bringen, so dass durch Schliessen des Kontaktes 113h eine Erregung des Re lais B erfolgt, über:
Erde, Batterie, Wick lung III des Relais<B>A,</B> Kontakte 112w, <B>125b,</B> Wicklung II des Relais B, Kontakte 115a, 117pl, <B>11.8p,</B> 1191" Erde. Das Relais<B>A</B> bleibt in diesem Stromkreis erregt, wobei gleichzeitig noch durch Schliessen des Kon taktes<B>126b</B> über die Wicklung I des Relais B ein Haltestromkreis fär das Relais B zu stande kommt.
Beim ersten Ansprechen des Relais 11 -wird über die Kontakte 28m und 26m, da das Relais 111 in Abhängigkeit vom Relais H (Kontakt 63h) erregt wird, ein Wechsel stromstoss in die Gesellschaftsleitung gesandt. Gleichzeitig wird das Prüfrelais Pl über den Kontakt 34h an die ungeradzahligen Schritte <B>1, 3, 5 ...</B> der Kontaktbank Kbl des Spei- cliers <B>8p2</B> angelegt, und zwar über Kontakte 39r,<B>36b,</B> 35ul, 34h, Relais Pl, Batterie, Erde.
Beim zweiten Ansprechen des Relais 1-1 wird der zweite Wechselstromstoss ausge sandt, unter gleichzeitiger Anlegung des Prüfrelais PI an die geradzahligen Schritte der Kontaktbank Kbl des Speichers Sp2, da jetzt das Relais B, welches beim ersten.Ab- fall des Relais H erregt wurde, seinen Kon takt<B>37b</B> geschlossen hat, und zwar über: Kontaktbank Kbl (gerade Schrittzahl), Kon takte 40r,<B>37b,</B> 35ul, 34h, Relais Pl, Batte rie, Erde.
Da kein Potential an der Kontakt bank Kbl der einzelnen Schritte (gerade und ungerade) liegt, kommt das Relais Pl nicht zur Erregung.
Beim zweiten Ansprechen des Relais II- wird das Relais<B>A</B> infolge Auftrennung des Kontaktes 11.3h stromlos.
In gleicher Weise, wie die Relais A und B in Abhängigkeit vom Relais H arbeiten, arbeiten die Relais<B>D3</B> und<B>E</B> in Abhängig keit vom Relais 4, indem beim ersten An sprechen des Relais<B>A,</B> also demzufolge auch beim ersten Ansprechen des Relais H, das Relais<B>D3</B> erregt wird, über: Erde, Kontakte 119v,<B>118p,</B> 117pl, 121a, 122e, 124,iv, Wich- lung Ill des Relais<B>D3,</B> Batterie, Erde.
Beim ersten Abfall des Relais<B>A</B> (also beim zwei ten Ansprechen des Relais H) kommt eine Erregung des Relais<B>E</B> zustande, über- Erde, Kontakte 119v, <B>118p,</B> 117pl, <B>116d3,</B> Wick- lung I des Relais<B>E,</B> Kontakte 122e, 124u,. Wicklung III des Relais<B>D3,</B> Batterie, Erde. Das Relais<B>E</B> legt seine Wicklung II in einen Haltekreis über den Kontakt 123e.
Fällt das Relais H zum zweiten Male ab, so kommt eine Erregung des Relais H2 zu stande über- Erde, Batterie, Relais H2, Kon takte<B>102h3,</B> 97e, 95h, 94w, Erde. Der Halte kreis für das Relais H2 verläuft über: Erde, Batterie, Relais 112, Kontakte 101h2,<B>109p,</B> <I>110,v,</I> Erde. Ausserdem wird das Relais B durch Öffnen des Kontaktes 114h strc>mlos.
Bei der dritten Erregung des Relais H wird wiederum, wie bei der ersten Erregung, das Prüfrelais PI an die ungeraden Schritte der Kontaktbank Kbl angelegt und ausser dem in gleicher Weise das Relais A erregt-, welches jetzt durch Öffnen seines Kontaktes 120a das Relais<B>D3</B> aberregt.
Fällt das Relais H zum dritten Male ab, so erfolgt, wie bei der ersten Aberregung, ein Ansprechen des Relais B, welches seinen Kontakt<B>37b</B> schliesst, so dass das Prüfrelais PI beim vierten Ansprechen des Relais II die geraden Schritte der Kontaktbank Kbl prüft.
Bei der vierten Erregung des Relais H <B>fällt</B> das Relais<B>A,</B> ebenso wie dies bei der zweiten Erregung des Relais H geschah, ab, so dass auch das Relais<B>E</B> durch Öffnen des Kontaktes 121a stromlos wird.
Beim vierten Abfall des Relais H wird wiederum durch Öffnen des Kontaktes 1141b das Relais B stromlos und ausserdem das Re lais<B>H3</B> erre#,t über: Erde, Batterie, Relais <B>H3,</B> Kontakte 154h4,<B>98h2,</B> 96e,<B>95h,</B> 941v, Erde. Das Relais 113 legt sich über seinen Kontakt<B>105h3</B> in einen Haltekreis.
Wird das Relais H zum fünften Male er regt, so wiederholen sich die eben beschrie benen Vorgänge für die Relais<B>A,</B><I>B,</I><B>D3</B> und <B>E,</B> wobei bei der seehsten Aberregung des Relais II das Relais H4, bei der achten Ab- erregung das Relais<B>H5</B> erregt wird, welche Relais sich in entsprechende Ilaltekreise legen.
Bei der neunten Erregung des Relais TI kommt wiederum eine Erregung des Relais <B>A</B> 1--iiid somit auch eine Erregung des Relais <B>D3</B> zustande.
Beim neunten Abfall wird das Relais B in der schon beschriebenen Weise erregt, so dass bei der zehnten Erregung des Relais 11 das Prüfrelais Pl zum zehnten Male an die Künfaktbank Kbl angeschaltet wird; gleich zeitig wird hierbei das Relais<B>A</B> stiomlos, welches nun wiederum eine Erregung des Re lais<B>E</B> herbeiführt. Durch diese Erregung kommt beim zehnten Abfall des Relais II eine Erregung des Relais P zustande über: Erde, Batterie, Relais P, Kontakte 155h5, <B>103113,</B> 97e, 95h, 94w, Erde.
Das Relais P betätigt seine Kontakte und führt dadurch folgende Schaltvorgänge herbei: Durch<B>Öff-</B> nen des Kontaktes 73p wird die Relaiskette II, M, <B><I>Q,</I> 0</B> in den Anfangszustand gebracht, ebenso wie die Relais HI,<I>H2,<B>H3,</B> H4,<B>H5</B></I> durch Öffnen des Kontaktes<B>109p;</B> durch Öffnen des Kontaktes<B>118p</B> kommt auch die Kette der Relais<B>A,<U>B,</U> D3, E</B> in die Ruhe lage; ausserdem wird der Haltehreis der Wicklung II des Relais<B>B</B> durch den Kou- takt <B>82p</B> aufgetrennt;
das Relais<B>8</B> hält sich während der kurzen Zeit der Auftrennung infolge Kurzschlusses seiner Wicklung Ii. Durch Schliessen der Kontakte 38r und 41r wird der Prüfkreis des Relais Pl. für die Kontaktbank KU) vorbereitet.
Nachdem auch das Relais P beim Abfall des Relais<B>E</B> stromlos geworden ist, wieder holen sich die Vorgänge in derselben Weise bei Konfaktbank Kbl.
Es werden wiederum zehn Stromstösse durch<B>je</B> fünfinaliges Prüfen der geraden und ungeraden Schritte der Kontaktbank Kb2 ausgesandt; nach Ablauf derselben werden wiederum durcl-i Erregung des Relais P die Relais<B>111</B> bis 115 der Relaiskette aberregt. Jetzt wird auch das Relais<B>8,</B> da es durch Aufhebung des Kurzschlusses am Kontakt 81r keine Verzögerungswirkung beim Öffnen des Kontaktes<B>82p</B> besitzt, stromlos, so dass das Prüfrelais PI durch Schliessen der Kon takte 42s und 44s für die Kontaktbank Kb3 des Speichers Sp2 zur Verfügung gestellt wird.
Auch beim ersten Abgreifen der un geraden Schritte der Kontaktbank Kb3 wird das Relais PI noch nicht ansprechen, da das Relais HI seinen Kontakt 46hl zwar schon geschlossen hat, aber der Schritt<B>1</B> nicht überbrückt ist. Dies wird erst eintreten, wenn beim zweiten Ansprechen des Relais H, also beim zweiten Stromstoss seit Errei chen der Kontaktbank Kb3, die geraden Schritte geprüft werden und somit ein Er regerkreis über den überbrückten Schritt 2 geschlossen wird. Dieser verläuft über: Erde, Kontakt 46h1, Speicher Spl, Schritt 2 1111 Speicher Sp2, Kontakte 44s, 41r,<B>37b,</B> 35u1, 34h, Relais Pl. Batterie, Erde.
Durch Schlie ssen des Kontaktes 32pl legt sich das Relais Pl. in einen Haltestromkreis und verhindert durch Öffnen des Kontaktes 74pl eine aber malige Erregung des Relais H und somit auch der gesamten Relaiskette, so dass auch keine weiteren Wechselstromstösse in die Ge sellschaftsleitung hinausgesandt werden. Auch die Relais A,<I>B,<B>D3,</B></I><B> E</B> werden durch Öffnen des Kontaktes 117pl stromlos.
Aus der Beschreibung ersehen wir, dass beim Absuchen der Kontaktbank Kbl zehn Stromstösse, beim Absuchen der Kontaktbank Kb2 wiederum zehn Stromstösse, und beim Absuchen der Kontaktbank Kb3 zwei Strom stösse, insgesamt also 22 Stromstösse, statt der von der Teilnehmerstelle gegebenen Nurn- mernwahl 4, zwei zur Aussendung gelang ten.
Durch die 22 Stromstösse werden sämt liche Schrittschaltwerke um 22 Schritte ver stellt, wobei aber in der Stellung 22 dersel ben nur an der gewünschten Sprechstelle 2,2 die entsprechenden Kontakte geschlossen werden, so dass der dem Kontaktarm 17s ent sprechende Kontakt einen Stromkreis für den Wecker -R'k zum Anruf des Teilnehmers schliesst. Beim Abheben des Hörers tritt in folge Kontaktschlusses an den Sehaltarmen, die den Armen 10s und Ils entsprechen, eine Erregung des dem Relais U2 entsprechenden Relais ein, wodurch eine Anschaltung des ge wünschten Teilnehmers herbeigeführt wird.
Durch die schon beschriebene Erregung des Relais PI fallen weiterhin beim Öffnen des Kontaktes 58pl die Relais W und Wl ab, so dass durch Schliessen der Kontakte 2-1w1 und 23w1 eine Speisung der Ge sprächsverbindung über das Stromstossemp- fangsrelais <B>A</B> erfolgt.
IvVird nach Gesprächsbeendigung die Teilnehmerschleife unterbrochen, so fällt das Relais<B>_A</B> ab und führt nach einiger Zeit den Abfall des Verzögerungsrelais V herbei, wel ches nun seinerseits auch nael-i einiger Zeit das stark verzögerte Relais Z zur Aberregung bringt. Während der Zeit von der Aberre- gung des Relais V bis zur Aberregung des Relais<B>Z</B> kommt ein Stromkreis für die Re lais<B>M</B> und Wl zustande über: Erde, Kon takte 60,-" 61v, Wicklungen I der Relais .41 und Wl, Batterie, Erde.
Durch Schliessen der Kontakte 22w1 und 24w1 bezw. 26m und 28iib wird ein Wechselstrom an die Gesell- schaftsleitung gelegt, wodurch der Rüeklauf der Schrittschaltwerke herbeigeführt wird. Auch die Speicher Spl und Sp2 werden auf irgend eine hier nicht interessierende Art in ihre Ruhelage zurückgestellt.
Wird die Gesellschaftsleitung aus einer andern Verkehrsrichtung, zum Beispiel -vom Fernamt FA aus belegt, so erfolgt auf ir gendeine Weise eine Erregung des Relais<B>C,</B> welches das Strümstossempfangsrelais <B>A</B> über den Kontakt 147e unter den Einfluss des Fernamtes FA bringt. Ilierdurell wird, wie bei einem Anruf von der Gesellschaftsleitung aus, durch Aussendung von Wechselstrom eine Sperrung derselben herbeigeführt. Die Stromstossgabe zur Anschaltung des ge wünschten Teilnehmers erfolgt in der glei chen Weise vom Fernamt FA -aus.