CH147997A - Verfahren zur Darstellung von Magnesiumcyanamid. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Magnesiumcyanamid.

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CH147997A
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R Dr Frank Albert
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Nikodem Dr Caro
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  Verfahren zur Darstellung von     Magnesinmeyanamid.            Ipi    Hauptpatent ist     ein    Verfahren be  schrieben,     Caleiumeyanamid    durch Einwir  kung von Stickstoff und Kohlenstoff in ge  bundener Form enthaltenden Gasen auf       Caleiumoxyd    oder in der Hitze     Calciumoxyd     bildende Verbindungen bei Temperaturen  oberhalb 400'<B>C</B> herzustellen. Als Stickstoff  und Kohlenstoff in gebundener Form ent  haltende Gase kommen vor allem Blausäure,  Blausäure enthaltende Gase oder     Ammoniak-          Kohlenaxyd-Gemische    in Frage.

   Es hat sich  herausgestellt,     dass    dieses Verfahren auch für  die Herstellung von     Mao"nesiumeyanamid          '\7'ei-wencluno,    finden kann, indem man an  Stelle von     Caleiumoxyd    als Ausgangsmaterial       Magnesiumoxyd    verwendet.  



  Das     Magnesiumeyanamid,    das sich durch  seinen hohen     Stichstoffgehalt    von 43,6<B>%</B>  auszeichnet und für das keine andere     Bil-          clungsweise    bekannt ist,     lässt    sieh auf dem  in dem Hauptpatent angegebenen Wege  leicht gewinnen. An Stelle des Oxyds können    auch die     oxydbildenden    Salze, wie die     Kar-          bona,te        usw.,    zur Anwendung kommen.  



  Im weiteren kann die Durchführung des  Verfahrens analog wie im Hauptpatent an  gegeben erfolgen.  



  So kann man zum Beispiel das     Blau-          säuregas    im Gemisch mit indifferenten Ga  sen verwenden oder bei erhöhten Drucken  arbeiten.  



  Als Stickstoff und Kohlenstoff in ge  bundener Form enthaltende Gase können  statt der Blausäure auch     Ammoniak-Kohlen-          oxyd-Gemische    bei Temperaturen oberhalb  400'<B>C,</B> zweckmässig zwischen<B>650</B> und<B>850',</B>  verwendet werden. Man kann den     Prozess     auch so führen,     dass    sich das     Magnesium-          oxyd    erst während des Prozesses aus in der  Hitze Oxyd bildenden Verbindungen des  Magnesiums bildet.  



  Die Anwesenheit von Wasser oder Was  serdampf bei der Reaktion wirkt nicht stö  rend. Es hat sich im Gegenteil herausgestellt.,           dass    die Zu     abe    von Wasser in geringen  <B>9</B>     ZD     Mengen oder die Anwendung von natürlich  feuchtem Material eine erhebliche Geschwin  digkeitssteigerung der     Cyanamidbildung    her  vorruft.  



  Eine bestimmte Schwierigkeit bei der  Durchbildung des Verfahrens liegt zunächst  darin,     dass    sowohl Blausäure, als auch die       Amme,niak-Ko'hleno-,-,yd-G,amisc'he    durch be  stimmte Metalle, zum Beispiel in erster Linie  Eisen,     Zersetzungen    erleiden.

   Diese     Zer-          setzungen,    die zu Verlusten an gebundenem  Stickstoff     bezw.        Kohlenstoff-Ausscheidung     führen, werden weitgehend verhindert, wenn       ma,n    die Anwesenheit von Eisen nach<B>Mög-</B>  lichkeit ausschaltet, indem man keramisches  Material, Quarz, Silikate oder nicht Zer  setzung bewirkende Metalle, wie Zink, Kup  fer und seine Legierungen und andere, für  die Apparate benutzt, oder aus den Gasen  alle Eisenverbindungen     (Cärbonylverbindun-          gen)    ausscheidet.

   Besonders wirksam aber  hat sieh die     Aufreellterhaltung    einer be  stimmten Schwefelkonzentration im Einwir  kungsgas zum Beispiel durch Zugabe von       Sch.wefelwasserstoff    oder     Seliweielkohlen-          stoff    im Anfang oder für die Dauer der  Einwirkung erwiesen. Ebenso wirkt die<B>Zu-</B>  gabe von Sulfiden oder     -Sulfaten,    zum Bei  spiel Kupfersulfat     bezw.    andern schwefel  haltigen Verbindungen, zur festen Phase.  Die Wirkung dieser Zugabe von Schwefel  verbindungen beruht wohl auf den     "Vergif-          tungen"    der die Zersetzung der Gase kataly  sierenden Metalle.  



  Der Reaktionsumsatz, beziehungsweise die  Sicherung des Reaktionsablaufes in     bezug     aus das     Cyanamid    kann noch verstärkt wer  den durch die Zugabe von Zuschlägen zum       Hagnesiumoxyd.    Als solche haben sieh die       Haloide    der     Alkalimetalle,    der Erdalkalien  und des Magnesiums, aber auch die Sulfate       usw.    bewährt. Desgleichen haben sich auch  Salze des Kupfers, zum Beispiel Kupfer  sulfat, des Silbers und Zinks günstig er  wiesen. Ebenso können auch Karbonate an-    derer Metalle als des Magnesiums     zugemischt     werden.  



  Das nach vorstehender Verfahren er  haltene     Magnesiumeyanamid    ist rein weiss,  frei von fremden Beimengungen, insbesondere  von Kohlenstoff, und sehr hochprozentig. Es  soll zu chemischen Umsetzungen oder als  Düngemittel verwendet werden.  



  Es ist einleuchtend,     dass    das Verfahren  nicht beschränkt ist auf das reine     Magnesium-          oxyd,    sondern     dass    auch natürliche oder  künstliche Gemische benutzt werden können,  die     Magnesiumoxyd    enthalten     bezw.    in der  Hitze bilden.  



  Die Gegenwart indifferenter Gase, wie  zum Beispiel Stickstoff, ist zuweilen als Ver  dünnungsmittel von Nutzen.  



  Die in der vorliegenden Beschreibung  angegebenen beiden Ausführungsformen las  sen sieh auch in folgender Weise kombi  nieren:  Es wird in einer ersten     Verfahrenstufe     aus     Ammonia.k-Ko-hlenoxyd-Gemisc'hen    nach  an sieh bereits bekannten oder geschützten  Verfahren Blausäure hergestellt und diese so  gebildete Blausäure in einer zweiten Ver  fahrensstufe, die zum Beispiel     apparativ    eng  mit der ersten verknüpft sein kann, auf     Mag-          nesiumoxyd        bezw.    in der Hitze     oxydbilden-          den    Verbindungen des Magnesiums zur Ein  wirkung gebracht.

      <I>Beispiel:</I>  Trockenes     Magnesiumoxyd    wird drei  Stunden lang bei<B>650</B> bis<B>750'</B> im     Blausäure-          strom    erhitzt.     Man    erhält ein Produkt mit  <B>36 %<I>N</I></B>     =        #82,5        %        MgCN"    das sich durch  Mahlen und erneute Behandlung weiter an  reichern     lässt.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCEI: Verfahren zur Darstellung von Magne- siumcyanamid, dadurch gekennzeichnet, dass Stickstoff und Kohlenstoff in gebundener Form enthaltende Gase bei Temperaturen oberhalb 400' über Magnesiumoxyd geleitet werden, UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nael-i Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Kohlenstoff und Stickstoff in gebundener Form enthal tende Gase Blausäure, verwendet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Blausäuregas im Ge misch mit indifferenten Gasen verwendet wird. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei erhöhtem Druck gearbeitet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ,gekennzeichnet, dass als Kohlenstoff und Stickstoff in gebundener Form enthal tende Gase Ammoniak und Kohlenoxyd verwendet werden. <B>5.</B> Verfahren nach Unteranspruch<B>3,</B> da durch gekennzeichnet, dass die Tempera tur auf<B>650</B> bis<B>850'</B> gehalten wird.
    <B>6.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Magnesiumoxyd ver- wend'et wird, das erst während des Pro zesses aus in der Hitze oxydbildenden Verbindungen des Magnesiums entstan den ist. <B>7.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Magnesinmoxyd ent haltende Gemische als Ausgangsprodukt verwendet werden. <B>8.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in der Hitze Magne- siumoxyd bildende Verbindungen als Ausgangsprodukt verwendet werden.
    <B>9.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurell gekennzeichnet, dass dem Ausgangsmate rial geringe Mengen von Wasser zugesetzt werden. <B>10.</B> Verfahren nach Patentansprueli, dadurch ,ole <B>-</B> da <B>,</B> kennzeichnet, -ss feuchte Gase ver wendet werden. <B>11.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Einwir kungsgas geringe Mengen von Kataly- satorgiften zugibt. 12.
    Verfahren nach Unteranspruell <B>11,</B> da durch gekennzeichnet, dass man wenig- stens im Anfang eine geringe Schwefel konzentration durch Zuvabe von Schwe- n felkohlenstoff aufrecht erhält. <B>13.</B> Verfahren nach Unterauspruch <B>11,</B> da durch gekennzeichnet, dass man wenig stens<B>im</B> Anfang eine geringe Schwefel konzentration durch Zugabe von Schwe felwasserstoff aufrecht erhält. 14.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man dem festen Ausgangsmaterial Sulfide zumisclit. <B>15.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man dem festen Ausgangsmaterial zu Sulfid reduzierbare Verbindungen von Metallen zumischt. <B>16.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Ausgangs material Haloidsalze der Alkalimetalle zumischt. <B>17.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Ausgangs material Haloidsalze der Erdalkallen zu mischt.
    <B>18.</B> Verfahren nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Ausgangs material Haloidsalze des Magnesiums zu mischt. <B>19.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Ausgangs material zur Reaktionsbeschleunigung Karbonate anderer Metalle als des Mag nesiums zumischt. 20. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Ausgangs material Sulfate zumischt. <B>21.</B> Verfahren nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Ausgangs material Salze des Kupfers zumischt.
    22. Veriahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Ausgangs material Kupfersulfat zumiseht. <B>23.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Ausgangs material Salze des Zinks zumischt. 24. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Ausgangs- mate,ria,1 Salze des Silbers zumischt.
    Verfahren nach PatentaDspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man unter möglich- stem Ausschluss von die Zersetzung der Einwirkungsgase fördernden Stoffen ar beitet. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass' zunächst aus Am- monia,k-Kohlenoxyd-Gemisollen über Kon- takten Blausäure hergestellt und im un mittelbaren Anschluss daran diese Blau säure zur Herstellung von Magnesium- cya.na,mid benutzt wird.
CH147997D 1926-10-23 1927-10-13 Verfahren zur Darstellung von Magnesiumcyanamid. CH147997A (de)

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DEST41721D DE481790C (de) 1926-10-28 1926-10-28 Verfahren zur Herstellung von Cyanamiden der Erdalkalimetalle und des Magnesiums
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CH142732T 1927-10-13

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