CH148483A - Verfahren zur Darstellung eines Farbstoffzwischenproduktes. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines Farbstoffzwischenproduktes.

Info

Publication number
CH148483A
CH148483A CH148483DA CH148483A CH 148483 A CH148483 A CH 148483A CH 148483D A CH148483D A CH 148483DA CH 148483 A CH148483 A CH 148483A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
oleum
methyl
parts
chlorine
dye intermediate
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Limited Scottish Dyes
Original Assignee
Limited Scottish Dyes
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Limited Scottish Dyes filed Critical Limited Scottish Dyes
Publication of CH148483A publication Critical patent/CH148483A/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfuhren zur Darstellung eines     Farbstoffzwischenproduhtes.       Es ist bereits bekannt,     1-Chlor-2-methyl-          anthrachinon    durch Chlorieren von     2-Methyl-          anthrachinon    in     Oleum    von nicht mehr als       20"/o        SOS-Gehalt    herzustellen.  



  Es wurde nun die überraschende Tatsache  gefunden, dass im Gegensatz zu der bisherigen  Erkenntnis, dass     Halogenierungen    normaler  weise bei verhältnismässig hohen     Ternpera-          ren    und nur sehr selten unterhalb gewöhnlicher  Raumtemperatur ausgeführt werden, die     Chlo-          rierung    bei Verfahren, die dem oben beschrie  benen analog sind, sehr leicht bei tiefen  Temperaturen, z. B. in der Nähe von 0   C,  vor sich geht. Durch die Wahl solcher Ar  beitstemperaturen in der Nähe von 0   C und  nicht oberhalb 15 o C werden gewisse Vorteile  erreicht. So wurde z.

   B. gefunden, dass, wenn  man bei höheren Temperaturen chloriert, ob  schon das erhaltene Produkt im wesentlichen  aus 1- Chlor - 2 -     methylanthrachinon    besteht,  dasselbe leicht mit andern     Isomeren,    die das  Chlor nicht in     1-Stellung    enthalten, vermischt  sein kann.    Durch das Arbeiten bei der niedrigen  Temperatur wird die     Menge    dieser     Isorneren     stark herabgemindert, während der Anteil an       2-Methyl-1-chloranthrachinon    in entsprechen  dem Masse zunimmt.

   Das erhaltene Endpro  dukt eignet sich aus diesem Grunde viel  besser als Zwischenprodukt für die Herstel  lung von     Pyranthron    und ähnlichen Stoffen,  bei deren Herstellung der Eintritt des     Halo-          gens    in jede andere Stellung ausser der     1-          Stellung    wertlos ist.  



  Auch ist das gemäss dem Verfahren der  vorliegenden Erfindung hergestellte     1-Chlor-2-          methylanthrachinon    ebenfalls für die Herstel  lung der     1-Chloranthrachirron-2-carborrsäure,     die als     Zwisubenprodukt    bei der Darstellung  des     Caledonrots        BN        (Anthrachirron-2.1-napht-          acridon)    dient, sehr viel besser geeignet.  



  Sehr wertvoll ist das Verfahren falls man  für die     Chlorierung    ein     2-Methylanthrachinon     verwendet, das aus der     4'-Methyl-2-benzoyl-          benzoesäure    in bekannter Weise durch Ring  schluss in     Oleum    hergestellt wurde, wobei     rnan         das Zwischenprodukt     (2-Methylanthrachinon)     nicht isoliert, sondern direkt in der entstan  denen Reaktionsflüssigkeit, gegebenenfalls  nach Zufügung von weiterem     Oleum,    chloriert.

    <I>Beispiel 1:</I>  130 Teile 2 -     Methylanthrachinon    und 4  Teile Jod werden in 1300 Teilen 3,5     %igem          Oleum    gelöst. Dann wird Chlor in einer       Menge    von 6 Teilen pro Stunde unter Rühren  eingeleitet, während man die Temperatur auf  120 C hält. Es werden insgesamt ungefähr  45 Teile Chlor addiert. Sobald der letzte  Chloranteil in das Reaktionsgemisch einge  treten ist, wird noch 2 - 3 Stunden weiter  gerührt, eine Probe gezogen und analysiert.  Ist der Chlorgehalt unterhalb dem theoreti  schen, so setzt man noch eine weitere Chlor  menge zu.

   Die genaue Menge des notwendigen  Chlors hängt in geringem Masse von der Art  der verwendeten Apparatur ab, und nachdem  1-2     Chlorierungen    durchgeführt worden sind,  ist es nicht mehr notwendig; eine Probe- zu  untersuchen, um festzustellen, wann die     Chlo-          rierung    beendet ist.  



  Nach der     Chlorierung    wird die schwefel  saure Lösung in 13000 Teile Wasser gegos  sen, aufgekocht und absitzen     gelassen.    Die  überstehende Flüssigkeit wird abgezogen, der  Rückstand     abfiltriert,    mit einer geringen       Menge        1%iger        Lösung        von        kalzinierter        Soda     und schliesslich mit Wasser ausgewaschen  und getrocknet.

      <I>Beispiel 2:</I>  14 Teile     4'-Methyl-2'-benzoyl-benzoesäure          werden        in        130        Teilen        5%iges        Oleum        einge-          streut    und das Gemisch auf 110 0 C aufge  heizt.

   Man hält die Temperatur während 3  Stunden auf dieser Höhe und lässt dann     ab-          kühlen.        Nun        setzt        man        genügend        23        %iges          Oleum    zu, um die Mischung auf einen Gehalt       von        335-4%        an        freiem        Schwefeltriogyd        zu     bringen.

   Hierauf werden 1,3 Teile Jod zuge  setzt und so lange Chlor in das Gemisch, das  auf 0 0 C gehalten wird, eingeleitet, bis der  Chlorgehalt des Produktes 13,8 0% beträgt.  



  Die Charge wird dann in eine genügende  Menge Wasser, um die Säure auf ungefähr  5     %ige        Schwefelsäure        zu        verdünnen,        gedrückt,     aufgekocht, filtriert, ausgewaschen und ge  trocknet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Farbstoff zwischenproduktes, dadurch gekennzeichnet, dass man 2-Methylanthrachinon in schwachem Oleum von nicht mehr als 20 % SOS-Gehalt bei Temperaturen, die die Grenzen 0-15 0 C nicht wesentlich überschreiten, chloriert.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine 2 - Methyl- anthrachinon enthaltende Lösung -verwendet, die durch Ringschluss von 4'-Methyl-2-ben- zoyl-benzoesäure in Oleum hergestellt wurde.
CH148483D 1929-04-15 1930-04-12 Verfahren zur Darstellung eines Farbstoffzwischenproduktes. CH148483A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB148483X 1929-04-15

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH148483A true CH148483A (de) 1931-07-31

Family

ID=10048542

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH148483D CH148483A (de) 1929-04-15 1930-04-12 Verfahren zur Darstellung eines Farbstoffzwischenproduktes.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH148483A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2162859A1 (de) Verfahren zur Herstellung von beta, beta-Bis-(3,5-dibrom-4-hydroxyphenyl&gt; propan
CH629185A5 (de) Verfahren zur herstellung des monoalkalimetallsalzes von 8-amino-1-naphthol-3,6-disulfonsaeure.
CH148483A (de) Verfahren zur Darstellung eines Farbstoffzwischenproduktes.
DE523523C (de) Verfahren zur Darstellung von 1,2-Diaminoanthrachinon
DE597242C (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Chlor-2-methylanthrachinon durch Chlorierung von 2-Methylanthrachinon in schwachem Oleum
DE1904235A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Palladiumacetylacetonat
DE1173907B (de) Verfahren zur Herstellung von 1, 4-Diamino-5, 8-dichlor-anthrachinonen
DE657378C (de) Verfahren zum Herstellen von N N&#39;-Dichlorazodicarbamidin
EP0216204B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 1,3,6,8-Tetrabrompyren
DE434731C (de) Verfahren zur Herstellung von Anthrachinon-1-chlor-2-carbonsaeure
DE540408C (de) Verfahren zur Darstellung von 3-Chlor-4-methylbenzophenon-2-carbonsaeure
DE564435C (de) Verfahren zur Herstellung von Dihalogenanthrachinonmono-ª‡-carbonsaeuren
DE2758397A1 (de) Verfahren zur herstellung von chinizarin (1,4-dihydroxyanthrachinon)
DE538452C (de) Verfahren zur Darstellung von kernchlorierten 2-Aminobenzothiazolen
DE202825C (de)
DE593855C (de) Verfahren zur Herstellung von Bleiverbindungen
AT156159B (de) Verfahren zur Darstellung organischer Disulfide.
DE1667393C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Bortrifluorid
CH106216A (de) Verfahren zur Darstellung von 1-Chlor-2-Anthrachinonkarbonsäure.
DE913771C (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Chloranthrachinon-3,5,7- und 2-Chloranthrachinon-3,6,8-trisulfonsaeure
DE495714C (de) Verfahren zur Darstellung von mehrfach halogensubstituierten Chinolincarbonsaeuren
DE511948C (de) Verfahren zur Darstellung von Kondensationsprodukten des Perimidons
DE574943C (de) Verfahren zur Darstellung von Tetrazolen
DE846545C (de) Verfahren zur Herstellung von halogenhaltigen ª‡,ª‡-Diarylalkanen
CH179655A (de) Verfahren zur Herstellung von 4.4&#39;-Dimethyl-dibenzothiazyldisulfid.