Verfahren zur Darstellung von 1-Amino-2-chloranthrachinon. Vorliegende Erfindung betrifft ein Ver fahren zur Herstellung von 1-Amino-2-,ohlor- anthrachinon, dadurch gekennzeichnet, dass man 1-Nitroso-2-chloranthrachinon, erhält lich durch Oxydation von 1-Aminoanthra- chinon-2=sulfosäure und Austausch der Sulfo- gruppe durch Chlor, reduziert.
<I>Beispiel:</I> Ausgehend von 1-Aminoanthrachinon-2- sulfosäure kann man dieselbe in folgender Weise zu einem Körper, welcher 1-Nitroso- anthrachinon-2-,sulfosäure zu sein scheint, oxydieren 10 Teile 1-Aminoanthrachinon-2'-sulfo- säure werden in ungefähr 110 Teilen Schwe felsäure von zirka 95 % gelöst. Gleichzeitig setzt man 60 Teile Kaliumpersulfat mit un gefähr 200 Teilen Wasser an und rührt gut durch, wobei ungefähr die Hälfte des. Salzes ungelöst bleibt.
Zu dieser Mischung lässt man nun die schwefelsaure Lösung langsam zulaufen, wobei man die Temperatur unter- halb 30 C hält. Sobald alles zugesetzt ist, wird die Temperatur während zwei oder drei Stunden auf 100 erhöht und noch kurze Zeit dort belassen, bis die Oxydation vollen det ist. Das Reaktionsgemisch wird in Was ser gegossen, ausgesalzt, filtriert, gewaschen und getrocknet.
Das getrocknete Produkt kann man in das entsprechende Chlorderivat durch Austausch der Sulfogruppe umwandeln. Zum Beispiel löst man 14 Teile der getrockneten Sub stanz in 175 Teilen Wasser und gibt 35 Teile konzentrierte Salzsäure zu. Die Lösung wird nun mit Rückflusskühler gekocht, während man 175 Teile einer 4%igen Natriumchlorat- lösung im Verlauf von 3 Stunden zufliessen lässt.
Das Reaktionsgemisch wird dann noch während einiger Stunden auf dem Siede punkt, oder wenigstens in dessen Nähe ge halten, wobei man das Produkt von Zeit zu Zeit analysiert. Hierauf wird heiss filtriert, wodurch, wenn noch unveränderte Sulfosäure zugegen ist, diese entfernt wird, und der Nie- derschlag säurefrei gewaschen und getrock net.
Dieser Körper (1-Nitros.o-2-chloranthra- chinon) ist das Ausgangsprodukt für das er findungsgemässe Verfahren.
Eine solche Menge einer Paste des oben erwähnten Ausgangskörpers, die 10 Teilen Trockensubstanz entspricht, wird in 200 Teile einer normalen Natriumhydrosulfidlösung eingerührt. Das Ganze wird dann unter Rühren während 8 Stunden auf 60-' erhitzt, hierauf abgekühlt, filtriert, mit Wasser ge waschen und getrocknet.
Das so erhaltene Produkt ist das be kannte 1-Amino-2-chloranthrachinon.
Es kann wie folgt gereinigt werden: 10 Teile der trockenen Substanz werden in 40 Teilen 94 bis 98%iger Schwefelsäure gelöst, indem man bei 80 solange umrührt, bis vollständige Lösung eingetreten ist. Hier auf wird Wasser zugesetzt, bis die Säure 70 % ig ist und filtriert. Das, Sulfat des 1- Amino-2-chloranthrachinons fällt aus. So wohl das Mischen mit Wasser, als auch die Filtration werden bei 80 bis 85 durchge führt. Der Niederschlag wird mit Wasser behandelt um das. Sulfat zu zersetzen, fil triert, säurefrei gewaschen und getrocknet.
Statt die isolierte und getrocknete 1-Ni- troso-anthrachinon-2-sulfosäure für die Um- Wandlung in das Chlorderivat zu verwen den, kann man auch -eine solche Menge der bei ihrer Herstellung sich bildenden Lösung verwenden, die eine gleiche Menge des anzu wendenden Produktes enthält.
Statt das 1-Amino-2-chloranthrachinon durch Umkristallisieren aus schwefelsaurer Lösung zu reinigen, kann man es auch aus organischen Lösungsmitteln umkristallisie- ren.
Für die Reduktion verwendet man vor teilhaft Natriumhydros.ulfid, sowie auch an dere ähnliche Reduktionsmittel, zum Beispiel Schwefelwasserstoff und Ammoniak und kal tes, neutrales Hydrosulfit. Es empfiehlt sich jedoch Natriumsulfid nicht zu verwenden.