CH148738A - Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Zusatzproduktes aus Magermilch zu Brot und Kleingebäck. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Zusatzproduktes aus Magermilch zu Brot und Kleingebäck.Info
- Publication number
- CH148738A CH148738A CH148738DA CH148738A CH 148738 A CH148738 A CH 148738A CH 148738D A CH148738D A CH 148738DA CH 148738 A CH148738 A CH 148738A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- water
- bread
- skimmed milk
- production
- biscuits
- Prior art date
Links
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23C—DAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; PREPARATION THEREOF
- A23C19/00—Cheese; Cheese preparations; Making thereof
- A23C19/06—Treating cheese curd after whey separation; Products obtained thereby
- A23C19/068—Particular types of cheese
- A23C19/08—Process cheese preparations; Making thereof, e.g. melting, emulsifying, sterilizing
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Bakery Products And Manufacturing Methods Therefor (AREA)
Description
Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Zusatzproduktes aus Magermilch zu Brot und Kleingebäck. Es ist wiederholt vorgeschlagen worden, zu Brotteig und Teig für Kleingebäck Mager milch in unveränderter, eingedickter oder pulveriger Form zuzusetzen, um die Schmack haftigkeit und Bekömmlichkeit, sowie den Nährwert der daraus erzeugten Nahrungs mittel zu erhöhen.
Das nach diesen bekannten Verfahren hergestellte Brot besitzt den Nachteil, dass es weniger haltbar ist als gewöhnliches Brot, dass es ferner nach dem Sattessen und während des daran anschliessenden Verdauungsprozesses ein Gefühl der Unbehaglichkeit, der Völlig keit oder des Blähens im menschlichen Ver dauungsapparat erzeugt, ein Umstand, welcher die Vorzüge dieses Brotes stark herabmindert.
Der Grund dieser nachteiligen Erschei nungen dieses Magermilchbrotes liegt in einer Gärung des in dein bisher verwendeten Mager milchzusatz enthaltenen Milchzuckers. Gegen stand vorliegender Erfindung bildet nun ein Verfahren zur Herstellung eines wasserlös lichen Zusatzproduktes aus Magermilch zu Brot und Kleingebäck, bei welchem der Mager milch Wasser und Milchzucker entzogen wird, hierauf der zurückbleibende unvergorene Qnark neutralisiert und mit Salzen der Fruchtsäuren vermischt wird und das Gemisch durch Er hitzen geschmolzen, gekocht und pasteurisiert wird.
Von den frachtsauren Salzen können vorteilhaft die Alkalisalze der Zitronensäure, oder der Weinsäure verwendet werden. Eine chemische Veränderung der Eiweissstoffe findet durch die Erwärmung derselben mit den fruchtsauren Salzen nicht statt. Dies ist daraus zu schliessen, dass das Produkt keine Geschmacks- oder Geruchsveränderung erlei det.
Das Verfahren kann zum Beispiel fol gendermassen ausgeführt. werden Aus Magermilch, welche sich zweckmässig in einem Bassin (Käskessi) befinden mag, werden die Eiweissstoffe der Milch in bekann ter Weise durch Zusetzen von Lab oder einer Säure unter Erhitzen gefällt, hierauf die Sirte (Schotte) mittelst Tüchern abfiltriert und die zurückbleibenden Eiweissstoffe gepresst und dadurch weiterhin von Sirte befreit.
Weil durch dieses Verfahren die Hauptmen gen des in der Milch enthalten gewesenen Wassers und Milchzuckers in die Sirte über gegangen sind, so enthält der ausgepresste Quark nur noch relativ wenig Wasser und nur noch kleine Reste von Milchzucker. Sollte Wert darauf gelegt werden, diesen Rest an .Milchzucker weiterhin zu verringern, so kann der gepresste Quark gemahlen, das gemahlene (+ut mit Wasser versetzt; unter Einwirkung des Wassers eventuell geknetet und hierauf abermals gepresst werden, wobei im ausge- pressten Wasser neuerdings Milchzucker in gelöster Form aus dem Quark abgeführt wird.
Nebenbei gesagt, besitzt die vorgeschlagene Entfernung des Wassers aus dem Milchpro dukt gegenüber dem Eindämpfen oder Trock nen der Magermilch den grossen wirtschaft lichen Vorteil einer Brennstoffersparnis, indem das in der Milch enthaltene Wasser nicht verdampft werden muss.
Der von Wasser und Milchzucker genü gend befreite Quarklaib wird gemahlen, hier auf die noch geringen Mengen vorhandenen Säuren, zum Beispiel mit Natriumbikarbonat, neutralisiert. Der Käsequark, in der Haupt sache die Eiweissstoffe der Milch enthaltend, ist in der so erhaltenen Form in Wasser unlöslich und als Zusatzmittel zu Mehlteig ungeeignet.
In der weiteren Verarbeitung werden dem frischen, unvergorenen Quark zitronensaure oder weinsaure Salze, insbesondere zitronen- saure oder weinsaure Alkalisalze in wässe riger Lösung, zugesetzt, hierauf das Gemisch unter Umrühren und Erhitzen bei etwa<B>75</B> C geschmolzen und gekocht. Verschiedene zitro nensaure und auch weinsaure Salze, zum Bei spiel neutrales Natriumcitrat oder auch neu trales Natriumcitrat mit Zusatz von Calcium- citrat, besitzen nämlich die Eigenschaft, beim Erhitzen mit den Milcheiweissstoffen diese letzteren in eine wasserlösliche Form über zuführen.
Die geschmolzene Masse, welche durch den Kochprozess zugleich pasteurisiert wurde, wird zweckmässig in Formen gegossen und erkalten gelassen und stellt nun das was serlösliche Zusatzprodukt zu Brot und Klein gebäck im Sinne der Erfindung dar.
In etwelcher Abweichung von dem be schriebenen Arbeitsprozess kann die Neutra lisierung der im Quark vorhandenen Säuren zugleich mit der Mischung desselben mit zitronensauren oder weinsauren Salzen in der Weise vorgenommen werden, dass die Lösung dieser Salze in Wasser entsprechend dem Säuregehalt des Quarkes basisch gemacht wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines wasser löslichen Zusatzproduktes zu Brot und Klein gebäck aus Magermilch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Magermilch Wasser und Milchzucker entzogen wird, hierauf der zu rückbleibende, unvergorene Quark neutralisiert und mit Salzen der Fruchtsäuren vermischt wird, und dass das Gemisch durch Erhitzen- ,geschmolzen, gekocht und pasteurisiert wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH148738T | 1930-01-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH148738A true CH148738A (de) | 1931-08-15 |
Family
ID=4404463
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH148738D CH148738A (de) | 1930-01-11 | 1930-01-11 | Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Zusatzproduktes aus Magermilch zu Brot und Kleingebäck. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH148738A (de) |
-
1930
- 1930-01-11 CH CH148738D patent/CH148738A/de unknown
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2156585B2 (de) | Schmelzbares käseähnliches Produkt aus Sojabohnenmilch | |
| CH638954A5 (de) | Verfahren zum herstellen einer kalorienarmen margarine des wasser-in-oel typs. | |
| DE1301230B (de) | Verfahren zur Herstellung eines Trockenmilchproduktes | |
| DE2260119A1 (de) | Essbare proteinfaser und verfahren zu ihrer herstellung | |
| DE538626C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Zusatzmittels fuer Backzwecke | |
| DE750119C (de) | Verfahren zur Herstellung von Eiweissstoffen aus Muskelfasern tierischer Herkunft | |
| DE686294C (de) | Verfahren zur Herstellung von schaum- und backfaehigen milcheiweissreichen Produkten | |
| DE1292601B (de) | Verfahren zur Herstellung eines plastischen Backfettes | |
| AT100453B (de) | Verfahren zur Herstellung von Kinderkäse. | |
| DE831799C (de) | Verfahren zum Veredeln von Rohkakao und von aus ihm hergestellten Rohmassen | |
| DE489792C (de) | Verfahren zur Verbesserung des Geruches von kunstbutterartigen Speisefetten und ihren fetthaltigen Grundlagen | |
| DE700017C (de) | Verfahren zur Gewinnung einer haltbaren Speise aus Buttermilch | |
| DE861961C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Milchproduktes | |
| AT147804B (de) | Verfahren zur fabrikmäßigen Herstellung von "gebackenen Erbsen" als Dauerware. | |
| DE633230C (de) | Verfahren zur Herabsetzung des Saeuregehaltes von Butter | |
| DE649509C (de) | Verfahren zur Veredelung von Quark | |
| DE573314C (de) | Verfahren zur Herstellung von Jodeiweiss-Zucker-Ferment-Verbindungen | |
| DE1205804B (de) | Verfahren zur Herstellung von Kaesezubereitungen | |
| DE1692308A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Milchpulver aus mit Fetten angereicherter Milch | |
| AT367979B (de) | Verfahren zum herstellen einer masse kaeseartiger konsistenz | |
| DE1004905B (de) | Verfahren zur Herstellung eines Brotaufstrichs | |
| AT133501B (de) | Verfahren zur Herstellung von, insbesondere für Backzwecke geeigneten, Milchprodukten. | |
| DE2919701A1 (de) | Verfahren zur herstellung von einem zum backen und braten geeigneten fett | |
| DE305220C (de) | ||
| DE1150271B (de) | Verfahren zur Herstellung eines souffleartigen Kaesegerichts |