CH149100A - Möbelstück. - Google Patents

Möbelstück.

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CH149100A
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furniture
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Corporation Bakelite
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Bakelite Corp
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L61/00Compositions of condensation polymers of aldehydes or ketones; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L61/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only
    • C08L61/06Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only of aldehydes with phenols

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description


      möbelstück.       Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf Möbelstücke und insbesondere auf Teile  von Bettgestellen, wie zum Beispiel Kopfende  und Fussende.  



  Die Erfindung beruht auf der Wahl eines  Materials, wodurch den daraus hergestellten  Möbeln neue und nutzbringende Eigenschaf  ten verliehen werden. Holz ist das beliebteste  Material für die Herstellung von Möbeln und  trotz vieler     offensichtlicher    Nachteile hat  es diese Beliebtheit behalten infolge seines  gefälligen Aussehens, seiner geringen Wärme  leitfähigkeit beziehungsweise mangels an  Kältegefühl bei der Berührung, seiner Weich  heit im Vergleich zu Metall usw. Man hat  Metall als Ersatz für Holz empfohlen und  es im grossen Umfange wegen seiner hygie  nischen Eigenschaften als Ersatz für Holz  angewandt, wobei zugleich oft eine gute  Nachahmung des     Aussehens    von Holzgegen  ständen erwünscht war.

   Eine solche Nach  ahmung bedeutet aber einerseits eine Mate  rialverschwendung und ergibt anderseits einen  schweren plumpen Gegenstand, der ausserdem    die sehr wünschenswerten Eigenschaften der  geringen Wärmeleitfähigkeit usw., die dazu  beigetragen haben, dem Holz die Vorherr  schaft zu sichern, nicht besitzt.  



  Gemäss der vorliegenden Erfindung kann  man Möbelstücke, zum Beispiel     Bettgestell-          teile    oder ähnliche Teile, herstellen, die in  bezug auf ihre antiseptischen Eigenschaften  und chemische Widerstandsfähigkeit dem  Holz überlegen sind, ausserdem ebenso leicht  an Gewicht sind und eine ebenso geringe  Wärmeleitfähigkeit wie Holz haben. Sie  können im Gegensatz zu Holz, ebenso wie  Metall in Formen hergestellt werden. Zum  Unterschied von Metall können sie aber mit  einem Oberflächenglanz und unter genauer  Ausführung der Einzelheiten geformt werden,  die sie ohne Anwendung eines Überzuges  und ohne irgendwelche Bearbeitung nach  der Formung gefällig und zufriedenstellend  machen.  



  Die vorliegende Erfindung bezieht sich  also auf Möbelstücke, wie zum Beispiel Bett  gestellteile, die aus einer Masse hergestellt      werden, die ein     Phenolharzbindemittel    ent  hält und einen     Füllstoff,    der aus langen  Naturfasern der     Hanffamilie,    wie zum Beispiel  Sisalhanf, Manilahanf, Hanf, Jute, besteht,  die von genügender Länge sind; um der  Masse Festigkeit und Elastizität zu verleihen.  Die Anwendung dieser Füllstoffe ist wesent  lich, da formbare Massen, die Phenolharz  bindemittel und andere Arten von Füllstoffen  enthalten, soweit bekannt, nicht mit Erfolg  bei der Herstellung von Gegenständen dieser  Art verwendet werden können.

   Dies ist  wohl darauf zurückzuführen, dass solche Mas  sen nicht diejenige Festigkeit und Wider  standsfähigkeit gegen Stoss besitzen, die in  folge- der grossen Flächen und sonstigen  konstruktiven Eigentümlichkeiten der frag  lichen     Cxegenstände    erforderlich sind. Ebenso  können geschichtete Stoffe, die durch Phenol  harzbindemittel verbundene Papier- oder  andere     Stoffschichten    enthalten, für die Her  stellung von Möbeln     umsoweniger    verwendet  werden, als sie auch die erforderliche  dreidimensionale Festigkeit nicht besitzen.

    Lange Sisalfasern oder andere äquivalente       Faserstoffe    der     Hanffamilie    liefern jedoch  eine Masse von überraschender -Festigkeit  und Widerstandsfähigkeit gegen Stoss, die  normalen Bedingungen entsprechenden     Bruch-          und    Verzerrungsversuchen standhalten.  



  Wie bereits gesagt, sind die Fasern lang  genug, um sich in der Masse. zu überdecken       (overlap),    das heisst sie sind     1/4    Zoll bis 1  Zoll lang oder länger und ihre Festigkeit  wird so verwertet. Sie werden im -nachfol  genden als- lang bezeichnet, um sie von den  jenigen Fasern zu unterscheiden, die so kurz  sind, dass sie die Festigkeit der Masse nicht  wesentlich erhöhen. Die für die Zwecke der  vorliegenden Erfindung geeignetsten Fasern,  wie Sisalhanf, Manilahanf, Hanf usw. -zeich  nen sich ferner durch Steifheit, Federn oder  Elastizität aus und diesen Eigenschaften  schreiben wir zum grossen Teil die Festigkeit  und Stosswiderstandsfähigkeit der geformten  Gegenstände zu, da die Fasern anscheinend  den Stoss auffangen und Bruch verhindern.

      Das mit dem     Füllstoff    verwendete harz  artige Bindemittel ist vorzugsweise ein Phenol  formaldehyd-Resinoid, das heisst ein Material,  das in seinem A-Zustande löslich und schmelz  bar ist, aber durch Anwendung von Hitze  in den     C-Zustand,    das heisst in einen im we  sentlichen unlöslichen und     unschmelzbaren     Zustand übergeführt werden kann. Das  Bindemittel kann dem Füllstoff in Pulverform  zugesetzt werden. Da aber die Masse als  solche auf den Markt gebracht werden soll,  um durch die Abnehmer zu Möbeln oder  dergleichen     verpresst    zu werden, ist es vor  zuziehen, das Bindemittel in einer solchen  Form hinzuzufügen, dass es sich bei dem  Verladen und Hantieren nicht wesentlich von  dem Füllstoff trennt.

   Dies erreicht man  zweckmässig dadurch, dass man die Faser  stoffe mit einer Lösung überzieht, in der das  Bindemittel im wesentlichen im A-Zustande,  in Alkohol, Aceton oder dergleichen aufgelöst  enthalten ist. _ Das Lösungsmittel wird dann  vorzugsweise im Vakuum und unter Erhitzen  bei niedriger Temperatur entfernt, um eine  wesentliche     Polymerisation    des Harzes zu  vermeiden. Die so erhaltene Masse ist zum  Formen fertig, da sie aber- infolge der Steif  heit des     Faserstoffes    und dessen Neigung,  getrennt zu bleiben, voluminös ist, kann man  sie durch eine Kugelmühle gehen lassen, um  das Volumen zu vermindern, ohne eine we  sentliche Scheidung des Bindemittels herbei  zuführen.

   Das Mengenverhältnis von     Resinoid     und Füllstoff kann in weiten Grenzen variiert  werden. Nach den vorliegenden Erfahrungen  liefern gleiche Gewichtsteile von Harz und  Füllstoff zufriedenstellende Ergebnisse.  



  Bei der Herstellung von Gegenständen  aus dieser Masse wird zuerst eine polierte  Stahlform in der Form des Gegenstandes  hergestellt. Man füllt die Masse in diese  Form und wendet dann hohen Druck  gemeinsam mit Hitze an. Während dieses  Vorganges wird das     Resinoidbindemittel    poly  merisiert beziehungsweise in den     0-Zustand,     das heisst einen im wesentlichen unlöslichen,       unschmelzbaren    Zustand übergeführt.     Irrach     genügender Umwandlung werden Hitze und      Druck aufgehoben und der Gegenstand wird  aus der Form genommen.

   Für die Herstel  lung von     Bettgestellteilen    zum Beispiel wird  eine Form von genügender Grösse angewandt,  um den ganzen Teil in einem     Vorgange    her  zustellen. Diese Form wird mit einer Masse  gefüllt, die vorzugsweise aus etwa 50 0%     Si-          salhanffasern        und        etwa        50        %        Resinoid        als     Überzug für den Faserstoff besteht. Ehe man  aber die Form füllt, ist es zweckmässig, die       Masse    gleichmässig auf eine Temperatur von  etwa 100 0 C vorzuwärmen.

   Dadurch wird  die Dauer des Formvorganges verkürzt und  die Herstellung eines gut geformten Gegen  standes erleichtert. Man wendet einen Druck  von etwa 70 Kg. bis 210 Kg. oder mehr je       0m2    an je nach der Form des betreffenden  Gegenstandes und erhitzt dabei die Form  bis zu einer Temperatur von etwa 150 bis  175 0 C. Ein Kopfende oder Fussende, das  in fertiger gepresster Form durchschnittlich  1,25 cm Dicke hat, erfordert bei den genann  ten Temperaturen eine Behandlungsdauer  von etwa 15 bis 25 Minuten, um die ge  wünschte     Polymerisation    zu sichern. Die  Form wird dann     etwas    abgekühlt, im all  gemeinen bis zu etwa 100 0 C, und der Ge  genstand aus der Form genommen.  



  Der aus der Form genommene Gegen  stand zeigt hohen Glanz, der von der Glätte  der Formoberfläche und dem     Resinoidgehalt     abhängt. Zeichnungen auf der Oberfläche  werden auch scharf und genau wiedergegeben,  besonders wenn die Fläche viel     Resinoid    ent  hält. Dies kann dadurch erreicht werden,  dass man die Form vor dem Pressen mit  pulverisiertem     Resinoid    ausstreut, dann die       brasse    einfüllt und wenn nötig weitere Men  gen von pulverisiertem     Resinoid    der Füllung  hinzufügt, ehe der Druck angewandt - wird.  



  Der Gegenstand kann auf Wunsch lackiert  oder auf andere Weise überzogen werden.  Dies mag zweckmässig sein, wenn die Masse    geringen     Resinoidgehalt    hat oder die Ober  fläche an Harz nicht angereichert worden ist.  



  Andere Füllstoffe können gemeinsam mit  Sisalhanf oder äquivalenten     Faserstoffen    der       Hanffamilie    verwendet werden, wie zum Bei  spiel Holzmehl, Ton, Schwerspate usw. Es  empfiehlt sich jedoch, als Hauptmenge des  Füllstoffes Faserstoffe zu verwenden, um  Festigkeit und Stosswiderstandsfähigkeit zu  sichern.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRÜCHE:</B> I. Möbelstück, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einer Masse geformt ist, die ein Phenolharzbindemittel und lange Natur fasern der Hanf familie als Füllstoff enthält. II. Verfahren zurr, Formen von Möbelstücken gemäss Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass eine lange Naturfasern der Hanffamilie und ein Phenol-Resinoidbinde- mittel enthaltende Masse auf etwa 100 0 C vorgewärmt, dann in eine Form gefüllt wird und dass man das Ganze einem Druck von etwa 70 Kg. bis 210 Kg.
    je cm2 unterwirft und gleichzeitig zwecks Polymerisation des Bindemittels auf eine Temperatur von etwa 150 bis 175 0 C erwärmt, die Form bis auf etwa 100 0 C abkühlen lässt und den geformten Gegen stand der Form entnimmt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Möbelstück nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einer Masse geformt ist, die ein Phenol-Resinoidbinde- mittel und lange Sisalhanffasern als Füll stoff enthält.
    z. Bettgestellteil nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass er aus einer blasse hergestellt ist, die ein Phenol-Resi- noidbindemittel und lange Sisalhanffasern als Füllstoff enthält.
CH149100D 1930-04-02 1930-04-02 Möbelstück. CH149100A (de)

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